Forderungen

  • 1 Kurzstreckenflüge bis zu 1000km verbieten, Schienenverkehr ausbauen

  • 2 Kostengerechtigkeit im Verkehr: Flugpreise an Klimaschäden anpassen

  • 3 Flughafenaus- und -neubau stoppen; Anzahl der Flugbewegungen begrenzen

  • 4 Transportmittel auf Produkten kennzeichnen

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Unsere Tour geht von Frankfurt über Rhein und Main nach Köln.

Übersicht

Worum es geht
Veranstaltungen und Anlegestellen
Logbuch
Frühere Floßtouren
Kontakt

Worum es geht

Klimakiller Fliegen

Fliegen ist die umweltschädlichste Art sich fortzubewegen. Um darauf aufmerksam zu machen, startet ROBINWOOD im August 2019 mit einem Aktionsfloß in Frankfurt. Dort ist der größte Flughafen Deutschlands, der seit vielen Jahren trotz Protesten immer weiter ausgebaut wird. Für zwei Wochen ist ROBIN WOOD unter dem Motto
„Flieger stoppen statt Klima schrotten“ auf Main und Rhein nach Köln unterwegs.

Flugzeuge nutzen als Treibstoff Kerosin. Dieses setzt bei der Verbrennung Kohlendioxid, Wasserdampf und Stickoxide frei. Bei einer Flugreise von Hamburg nach Frankfurt werden pro Person 120kg CO2 freigesetzt, mit dem ICE beschränken sich die Emissionen auf 15kg. Die Flugreise stößt also achtmal mehr CO2 in die Atmosphäre aus.
Durch die Freisetzung in einer Höhe von 10km wirken die Abgase dreimal so stark wie am Boden, wodurch der Treibhauseffekt deutlich stärker voran getrieben wird. Als Folge wird es in Zukunft verstärkt zu Umweltschäden, Extremwetterereignissen und zum Verlust der Lebensgrundlagen von Menschen kommen. Im Jahr 2014 gab es an Flughäfen hierzulande 105 Millionen Flugpassagiere. Für 2030 rechnet das Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit einem Anstieg der Passagierzahlen auf 175 Millionen. Die Flughäfen in Frankfurt, München, Hamburg und Berlin planen einen Aus- bzw. Neubau. Das Gegenteil ist notwendig, um das für den Klimaschutz vereinbarte 1.5 Grad-Ziel zu erreichen. Deshalb fordert ROBIN WOOD einedeutliche Reduktion der Flugbewegungen.

 

Züge statt Flüge

Als Kurzstreckenflüge bezeichnen wir Distanzen unter 1000km. Diese machen einen Großteil der Flugbewegungen aus. Beispielsweise in Wien haben Kurzstreckenflüge einen Anteil von 66%. Diese Flüge bestehen zu einem großen Teil aus den energieintensiven Start- und Steigflugphasen. Außerdem werden bei Kurzstreckenflügen kleinere, ineffizientere Flugzeuge eingesetzt. Diese sind meistens weniger ausgelastet. Insgesamt verbrauchen Kurzstreckenflüge damit etwa doppelt so viel Treibstoff wie Langstreckenflüge pro Personenkilometer. Vor allem bei kurzen Strecken sind Flugzeuge leicht durch umweltfreundlichere Verkehrsmittel zu ersetzen. Um Bahnfahrten wieder attraktiver zu machen, müssen diese günstiger sein. Als Alternative für längere Strecken müssen die Nachtzüge wieder eingeführt und das Angebot muss ausgebaut werden. Außerdem sollte internationales Reisen durch eine bessere Vernetzung der Bahngesellschaften vereinfacht werden.

 

Fliegen ist billig, es kostet nur die Welt

Die tatsächlichen Kosten für Klima und Umwelt sind in den Flugpreisen nicht enthalten, da die Fluggesellschaften für diese Folgekosten nicht aufkommen müssen. Zusätzlich ist Fliegen auch deshalb so billig, da es subventioniert wird. So wird auf internationale Flüge keine Mehrwertsteuer erhoben, während es bei internationalen Bahnfahrten 19% sind. Auch Kerosin wird im Gegensatz zu anderen Treibstoffen nicht besteuert, obwohl es am klimaschädlichsten ist. Es wären also deutlich höhere Kosten angemessen. Trotz dieser viel zu niedrigen Preise hat weltweit nur ein geringer Anteil der Menschen das Privileg, jemals zu fliegen,tut dies aber zu häufig. Geschäftsreisen machen einen großen Anteil der Flugbewegungen aus. Im Jahr 2018 waren dies in Frankfurt 36%. Somit sind auch Unternehmen in der Verantwortung, Flugreisen durch Alternativen zu ersetzen.

 

Fliegen ohne zu fliegen

Flugbewegungen beschränken sich nicht nur auf die Beförderung von Personen, sondern auch auf das Transportieren von Produkten. Bei dem Transport von einer Tonne Fracht stößt ein modernes Seeschiff bis zu 40g CO2 pro Kilometer aus, die Eisenbahn bis zu 100g, ein LKW bis zu 150g und ein Flugzeug sogar 500g CO2 pro Kilometer . Wir fordern eine Kennzeichnung der Transportmittel aller Produkte sowie eine Erhöhung der Kosten für Luftfracht. Um Emissionen zu reduzieren, ist es notwendig, Nahrung, Kleidung und andere Konsumgüter hauptsächlich aus der eigenen Region zu konsumieren.

 

Werde selbst aktiv

Unser Floß

Auf unserer Tour über Main und Rhein sind wir mit dem Aktionsfloß von ROBIN WOOD unterwegs. Dieses ist ein 3x10 Meter großes Holzfloß auf dem 8-12 Menschen mitfahren können. Fast jeden Tag fahren wir um die 5 Stunden und machen am Ankunftsort Infostände, Veranstaltungen und kleine Aktionen. Damit wollen wir die Anwohner*innen auf uns und die Problematiken des Fliegens aufmerksam machen. Wer sich das Floß angucken oder sogar einen Teil der Strecke mitfahren möchte, ist herzlich eingeladen, auch über Kanu- oder Fahrradbegleitung freuen wir uns.

Die Floß-Crew freut sich über Besuch und Unterstützung!

Veranstaltungen und Anlegestellen

30.8.-1.9. Frankfurt 
1.9.-2.9. Rüsselsheim
2.9.-4.9. Mainz
4.9.-5.9. Wiesbaden
5.9.-6.9. Bingen am Rhein
6.9.-7.9. Boppard
7.9.-9.9. Koblenz
11.9.-13.9. Bonn
13.9.-15.9. Köln

 

Logbuch

Während unserer Fahrt werden wir Logbucheinträge veröffentlichen

 

Frühere Floßtouren

Floßtour 2018 Uns ist der Wald nicht Wurst“
Floßtour 2017 „Mal richtig abschalten – Urantransporte stoppen“ 
Floßtour 2014 „Energiewende nicht kentern lassen" 
Floßtour 2013 „Kohle killt Klima"
Floßtour 2011 „Mit dem Strom gegen Atom - Stadtwerke atomstromfrei"
Floßtour 2010 „Klar zum entern! Klimaschutz selber machen"

Kontakt

Falls du Fragen oder Interesse hast mitzufahren, schreib uns eine Mail an flosstour [at] robinwood.de