Ab geht‘s! ROBIN WOOD-Floßtour 2019 für Klimaschutz statt Flugverkehr

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"Flieger stoppen statt Klima schrotten" - ROBIN WOOD-Floß in Frankfurt
Foto ▸ ROBIN WOOD / Ute Bertrand

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Bannerprotest gegen Flugverkehr in der Main-Metropole - Deutschlands größter Flughafen in Frankfurt/M. wird immer weiter ausgebaut
Foto ▸ Knut Hildebrandt / ROBIN WOOD

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Billigflüge verleiten dazu, maximal klimaschädlich unterwegs zu sein
Foto ▸ ROBIN WOOD / Ute Bertrand

Heute Mittag ist in Frankfurt die ROBIN WOOD-Floßtour gestartet. Zum Auftakt seilten sich Aktivist*innen an der Main-Brücke „Eiserner Steg“ ab und spannten ein Banner mit der Aufschrift: „Fliegen ist billig. Es kostet nur die Welt!“ ROBIN WOOD fordert zum Schutz von Klima, Menschen und Umwelt, die Flugbewegungen drastisch zu reduzieren und auf den Ausbau von Flughäfen zu verzichten.

Unter dem Motto „Flieger stoppen, statt Klima schrotten“ wird ROBIN WOOD in den kommenden zwei Wochen mit einem Holzfloß auf Main und Rhein bis nach Köln unterwegs sein. Die Tour startet in Frankfurt, weil dort Deutschlands größter Flughafen immer weiter ausgebaut wird – trotz jahrzehntelanger Proteste und wider alle klimapolitische Vernunft.

„Weil die Klimabewegung immer stärker wird, setzen sich Regierungsvertreter*innen in Bund und Land als Klimaschützer in Szene. Zugleich fördern sie den Ausbau der Infrastruktur für den Klimakiller Flugverkehr. Das ist widersprüchlich und unverantwortlich. Wir brauchen eine grundlegende Wende hin zu einer klimafreundlichen Mobilität für alle. Dazu gehört, dass Menschen und Güter öfter am Boden bleiben!“, fordert Anja von ROBIN WOOD.

2018 waren so viele Flüge wie noch nie im deutschen Luftraum unterwegs – bis zu 11.000 an einem Tag. Das Statistische Bundesamt zählte 223 Millionen Fluggäste an deutschen Flughäfen. Das sind 4,7 Prozent mehr Passagiere als noch 2017 – ein neuer Rekordwert. Durch Neu- und Ausbauprojekte werden die Kapazitäten weiter gesteigert. Allein durch das neue dritte Terminal am Frankfurter Flughafen sollen laut Fraport 25 Millionen zusätzliche Passagiere abgefertigt werden können, wenn es voll ausgebaut wird.

Um das 1,5 Grad-Klimaziel einzuhalten, ist aber eine Reduktion der Flugbewegungen notwendig. Insbesondere Flüge mit kurzen Distanzen unter 1.000 Kilometer müssen unterbleiben. Denn diese bestehen zu großen Teilen aus energieintensiven Start- und Steigflugphasen und sind durch umweltfreundlichere Alternativen wie Bahnreisen einfach zu ersetzen.

Zudem müssen die Flugpreise endlich die tatsächlichen Kosten für Klima und Umwelt abbilden. „Wenn Flüge weiterhin so billig bleiben, fehlt der Anreiz, auf die umweltfreundlichere Bahn umzusteigen“, sagt Alex Gerschner von der Floß-Crew. „Das ist nicht nur den Einzelnen anzulasten, sondern Ausdruck des jahrzehntelangen Versagens der Verkehrspolitik.“

Flugreisen sind auch ein Spiegel krasser globaler Ungerechtigkeit. Mit dem Flugzeug unterwegs zu sein, ist ein Privileg, das nur von einem Bruchteil der Menschheit genutzt werden kann. Gerade Menschen im globalen Süden, die am wenigsten vom Flugverkehr profitieren, sind jedoch am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffen.

Auf diese gravierenden Folgen des Flugverkehrs will die Floß-Crew von ROBIN WOOD mit Infoständen, Veranstaltungen und Aktionen während der Tour aufmerksam machen. Darüber hinaus will sie für die weltweiten Klimastreiks mobilisieren, die die Fridays for Future-Bewegung für die Woche vom 20. bis 27. September plant.

Das Holzfloß ROBINA WALD ist 3x10 Meter groß und mit einer Bordküche und einer Solaranlage ausgestattet.

Besucher*innen können das Floß heute von 13:00-18:00 Uhr und am morgigen Samstag von 11:00-18:00 Uhr an seinem Liegeplatz am Eisernen Steg in der Frankfurter City besichtigen und mit der Crew ins Gespräch kommen. Am Sonntag fährt das Floß dann weiter nach Rüsselsheim.

Für Rückfragen:

  • Floßtour-Crew, 0151 / 71 333 995, flosstour [at] robinwood.de
  • Ute Bertrand, Pressesprecherin, 0171 / 835 9515, presse [at] robinwood.de

Aktuelles auch auf Twitter: @RobinWoodFloss und @robin_wood

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Veranstaltungshinweis für Frankfurt

ROBIN WOOD lädt ein zu Vortrag und Diskussion über die Geschichte des Widerstands gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens mit Monika Wolf (BI Nauheim) und Petra Schmidt (BI Mörfelden-Walldorf)

Termin: Samstag, 31.8, 19:00 Uhr im Attac-Büro, Münchener Str. 48, 60329 Frankfurt am Main, 4. Stock (Eintritt gratis)

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Quer-TV-Video von der Protestaktion am Eisernen Steg

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