Logbuch Tag 8: Vorbei an der Loreley

Im Laufe des Vormittags legte sich der starke Gegenwind, den wir seit gestern hatten. Unser Liegeplatz bei der Binger Rudergesellschaft 1911 war ruhig, anders als am Anleger gestern, wo die starke Strömung an den Festmacher-Seilen gezerrt hatte. Wir checkten noch mal unsere Ausrüstung. Auf der Strecke zwischen Bingen und St. Goar fließt der Rhein schneller und es gibt gefährliche Untiefen und Felsen, immer wieder gibt es Unfälle. Da wollten wir besonders gut vorbereitet sein. Die Wasserschutzpolizei schaute vorbei und lud uns und 3 Benzinkanister mit ihrem Auto zu einer Fahrt an die nächste Tankstelle ein. Dann ging es los! Sofort merkten wir, daß wir heute schneller fuhren. 10 km/h bei normaler Fahrt, möglich waren bis zu 20 km/h. Touristen winkten uns von den zahlreichen Ausflugsschiffen zu. Wir genossen das Gefühl, auf einem schnell fließendem Fluß unterwegs zu sein und die Sonne schien von einem wolkenlosen Himmel. Dann die Loreley - waren da nicht seltsame Gesänge zwischen dem Wasserplätschern zu hören? Aber nur Floßkind Ronja schlief ein… Nachmittags kamen wir in Boppard an. Beim Anlegen bekamen wir Unterstützung von Förster Nass, der einen Teil des Bopparder Stadtwaldes betreut. Der Bopparder Stadtwald ist nach den strengen ökologischen Kriterien des Naturland-Verbandes zertifiziert. Die Baumstämme für das erste Robin Wood - Floß kamen 1999 von hier. Und ein Teil davon Jahre später sogar wieder zurück. Wir verabredeten uns für den nächsten Morgen zu einer Waldführung. Am Abend nahm ein Teil unserer Crew an einer Informationsveranstaltung zur aktuellen Klimakrise und den trockenheitsbedingten Veränderungen im Wald teil. Auch hier gab es interessante Informationen vom Forstamt. Bei Reis und Linsen besprachen wir auf dem Floß gemeinsam den Tag und die Pläne für morgen. Dann geht es wieder in eine größere Stadt - nach Koblenz.

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