Floß- und Radtour 2024

Ahoi! Mit Floß und Fahrrädern gehen wir gemeinsam mit unserer Partnerorganisation „Aktion Agrar“ im Sommer 2024 auf Tour. Unter dem Motto "Soja grillt Zukunft" fahren wir von Magdeburg bis Hannover - gegen Waldzerstörung für Soja-Tierfutter und für eine ökosoziale Agrarwende!

Mit dem Floß und mit Rädern: Gemeinsam für den Tropenwald, die Artenvielfalt, die Bauernhöfe und die Eiweißwende!

Der großflächige Soja-Anbau für die Massentierproduktion hinterlässt katastrophale Spuren auf unserem Planeten. 

Für die deutsche Futtermittel- und Fleischindustrie wird in gigantischen Mengen billiges Soja aus Südamerika importiert. Dafür werden Tropenwälder und Baumsavannen großflächig abgeholzt, artenreiche Grassteppen und Feuchtgebiete vernichtet. Soja für Tierfutter zerstört Wälder und vertreibt Menschen. Dem wollen wir ein Ende setzen! 

Zu Wasser und zu Land wollen wir uns für das Ende der massenhaften Futtermittelimporte auf Kosten von Umwelt, Menschen und Tieren einsetzen. Du kannst auf unserem 3 x 10 Meter großen Floß oder mit dem Fahrrad mitfahren und dich gemeinsam mit uns gegen die Ausbeutung unseres Planeten und die Zerstörung unser aller Lebensgrundlage stark machen.

Unterwegs machen wir in vielen Orten Halt, organisieren gemeinsam Veranstaltungen, kleine Aktionen und bauen unseren Infostand auf. Und auch Aktionen wird es geben ...

Kleine Bohnen – große Zerstörung

Soja, soweit das Auge reicht. Wo sich jetzt öde Monokulturen erstrecken und Pestizide die Umwelt vergiften, standen noch vor kurzem Urwaldriesen, lebten unzählige Tier- und Pflanzenarten und hatten Menschen ein Zuhause. Durch den „Flächenfraß der Sojabohne“ verschwinden neben tropischen Regenwäldern auch artenreiche Trockenwälder, Savannen und Feuchtgebiete. In den vergangenen 50 Jahren hat sich der Anbau mehr als verzehnfacht. Weltweit werden inzwischen auf einer Fläche, die mehr als 3,5-mal so groß ist wie Deutschland, Sojabohnen angebaut. Inmitten der Klimakrise und dramatischem Artensterben treibt der weltweite Verbrauch von eiweißhaltigen Sojabohnen als Futtermittel Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen voran. Die industrialisierte Fleischproduktion ist abhängig von Soja. Soja grillt unsere Zukunft!

 

Bisherige Maßnahmen: unzureichend

Freiwillige Selbstverpflichtungen und internationale Abkommen machen Unternehmen nicht haftbar. Staaten bleiben weit hinter ihren Zielvereinbarungen zurück. Es braucht deshalb verbindliche Gesetze, deren Durchsetzung kontrolliert wird und einklagbar ist!
Die EU-Verordnung gegen globale Entwaldung ist ein Meilenstein auf dem Weg zu transparenten, legalen und entwaldungsfreien Lieferketten! Doch es braucht Nachbesserungen, sodass z.B. auch Ökosysteme wie Savannen vor Zerstörung geschützt werden, die nicht der Wald-Definition entsprechen. Genauso wichtig: Die konsequente Umsetzung des EU-Lieferkettengesetzes!
Die Eiweißpflanzenstrategie der Bundesregierung, Sojaimporte zu reduzieren und den regionalen Anbau von Eiweißpflanzen zu stärken, klingt gut. In der Praxis fehlt es jedoch an Unterstützung beim Aufbau von Vermarktungswegen für Erbsen, Bohnen und Co. Eine europäische Eiweißstrategie soll erst in den kommenden Jahren abgestimmt werden. Weltweit gibt es für eine zukunftsfähige Landwirtschaft nur eine Chance: Weg vom Fleischhunger und anonymen Massenwaren!

 

Wir streiten für die Kehrtwende

Noch nehmen die Sojabohnen einen doppelten Umweg: Als erstes reisen sie über 10.000 Kilometer aus Südamerika bis nach Deutschland. Dort landen sie im Futtertrog und nehmen einen zweiten Umweg durch den Tiermagen, bevor sie auf unserem Teller landen. Diese Umwege sind klimaschädlich und verschwenderisch. Deshalb wollen wir sie stoppen. Denn Soja kann genau wie andere Hülsenfrüchte regional in Deutschland angebaut werden und bietet – direkt verzehrt – eine eiweißreiche Alternative zum Fleisch.

 

Auf dem Kanal dem Soja entgegen

Knapp 6 Millionen Tonnen Soja importiert Deutschland Jahr für Jahr. Rund ein Drittel kommt am wichtigsten Sojahafen nördlich von Bremen, in Brake an. Vom Hochseeschiff umgeladen schippern große Soja-Mengen weiter auf den Wasserstraßen zu den Futtermittelwerken am Mittellandkanal. Auf unserem Floß und mit dem Fahrrad fahren wir gemeinsam dem Soja entgegen. Wir treffen Menschen, die bereits heute zeigen, dass es auch ohne Sojaimporte geht. Wir besichtigen Höfe und probieren leckere Eiweißpflanzen. Schließe dich unserer Floß- und Fahrradtour an!

Wir fordern:

→ Einführung einer gesamteuropäischen Eiweißstrategie für faire Hülsenfrüchte ohne Umwege.

→ Konsequente Umsetzung und Nachschärfung der EU-Verordnung gegen globale Entwaldung.

→ Tierproduktion drastisch reduzieren!


Übrigens: Das aus Mittel- und Südamerika importierte Soja landet übrigens fast ausschließlich im Tierfutter: 90% der gesamten Sojaimporte der EU werden an Nutzvieh verfüttert, 4% landen im Biodiesel und nur 6% in Produkten wie z.B. Tofu, die wir direkt verzehren (ganz ohne Umweg durch irgendeinen Tiermagen). Letzteres wird überwiegend in Europa angebaut.

 

Gemeinsam für den Tropenwald, die Artenvielfalt, die Bauernhöfe und die Eiweißwende! Zu Wasser und zu Land setzen wir uns für das Ende der massenhaften Futtermittelimporte auf Kosten von Umwelt, Menschen und Tieren ein. Du kannst auf unserem 3 x 10 Meter großen Floß oder mit dem Fahrrad mitfahren und dich gemeinsam mit uns gegen die Ausbeutung unseres Planeten und die Zerstörung unser aller Lebensgrundlage stark machen.

Wenn du uns ein Stück begleiten willst: Schreib uns eine mail an floratour@robinwood.de oder ruf uns an: 040 380892 0

Unterwegs machen wir in vielen Orten Halt, organisieren gemeinsam Veranstaltungen, kleine Aktionen und bauen unseren Infostand auf.

Die Floß- und Radcrew freut sich auf deinen Besuch!

 

Hier folgen bald die konkreten Daten und Anlegestellen :)

 

 

 

 

Hier findest du bald unsere Logbucheinträge ... 

Soja grillt Zukunft? Stop!

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