Flughafen Hamburg Protest

ROBIN WOOD-Protest gegen den Ausbau des Hamburger Flughafens im November 2019

Protest gegen Lufthansa Bailout

Stay Grounded und ROBIN WOOD protestieren im April 2020 gegen Corona-Milliardenhilfen für die Flugindustrie

Züge Statt Flüge

Banneraktion für "Züge Statt Flüge" in Koblenz im Rahmen der Aktionsfloßtour gegen den Klimakiller Flugverkehr (September 2019)

BER Protest

ROBIN WOOD protestiert im Oktober 2020 gemeinsam mit "Am Boden Bleiben" gegen die Eröffnung des Flughafen BER

Flughafen Bremen

ROBIN WOOD Bremen protestiert im Dezember 2020 gegen die klimaschädliche Subvention des Bremer Regionalflughafens

Treburer Wald

ROBIN WOOD unterstützte den Protest gegen das dritte Terminal am Frankfurter Flughafen und für den Erhalt des Treburer Waldes (März 2018)

Für eine sichere Landung: Flieger stoppen statt Klima schrotten!

Die aktuelle Flugpause ist DIE Chance, Mobilität klimagerecht umzubauen!

Wenn wir Kurzstreckenflüge auf die Bahn verlagern, braucht es keine Rettung von Regionalflughäfen. Wenn wir Flugverkehr reduzieren, braucht es keine Milliarden, um Fluglinien am Leben zu erhalten. Warum Steuergelder in eine Industrie pumpen, die kaum Steuern gezahlt hat? Und das, während die Gelder gerade viel nötiger für den sozial-ökologischen Umbau gebraucht werden?

Wir steuern dagegen:

Es ist Zeit, weitere Milliardensubventionen für die Flugindustrie zu verhindern. Wir setzen uns für eine sichere Landung ein – für einen gerechten Umbau zu einer zukunftsfähigen Mobilität. Es braucht Züge statt Flüge, ein Verlagern von Arbeitsplätzen, eine Kerosinsteuer und eine Vielfliegerabgabe. Bundesweit und mit vereinten Kräften wollen wir eine gesellschaftliche Debatte entfachen und politischen Druck aufbauen.

Gemeinsam mit dem internationalen Stay Grounded Netzwerk und einer breiten Bewegung starten wir eine Kampagne für eine klimagerechte Reduktion des Flugverkehrs. Unterstütze die Kampagne mit deiner Spende!

Trag dich gerne auch in unseren Newsletter ein, um über den Fortgang der Kampagne auf dem Laufenden zu bleiben.

 

Keine Steuermilliarden für die Flugindustrie!

Obwohl Flugverkehr die klimaschädlichste Art ist, sich fortzubewegen, wird die mächtige Flugindustrie während der Corona-Pandemie mit saftigen Geldgeschenken vom Staat unterstützt: Milliardenhilfen für die Lufthansa, weitere Millionen für defizitäre Regionalflughäfen - und das, ohne die staatliche Unterstützung an sozial-ökologische Kriterien zu knüpfen! Wir fordern daher: Kein Steuergeld für eine klimaschädliche Industrie, die keine Zukunft hat! Stattdessen müssen Steuergelder direkt in klimafreundliche Alternativen und die Unterstützung und Umschulung von Flugindustrie-Beschäftigten fließen. Mehr über gerechte Übergänge im Flugverkehr erfährst du hier.

Züge Statt Flüge!

Wenn wir jetzt nicht gegensteuern, landen wir wortwörtlich direkt in der nächsten großen Krise: der Klimakrise. Kurzstreckenflüge sind dabei relativ betrachtet besonders klimaschädlich: die Start- und Landephasen sind besonders emissionsintensiv, sie sind oft wenig ausgelastet und schlicht überflüssig. Denn statt von Hamburg nach München zu fliegen, könnten wir uns auch einfach in den Zug setzen. Wir müssen unser Mobilitätssystem so umbauen, dass Flüge auf klimafreundlichere Alternativen verlagert wird. Dafür fordern wir ein Verbot von Kurzstrecken- und Inlandsflügen, sowie den Ausbau des Bahnnetzes!

Defizitäre Regionalflughäfen schließen!

Viele Regionalflughäfen waren bereits vor der Corona-Pandemie defizitär, doch werden nun von der Staatskasse unterstützt, obwohl Inlandsflüge besonders überflüssig und klimaschädlich sind. Dringend notwendige Investitionen in die sozial-ökologische Verkehrswende werden dadurch blockiert! Die Pandemie bietet daher einen Anlass, chronisch defizitäre Regionalflughäfen endlich stillzulegen und gerechte Übergänge einzuleiten. Aber auch große Flughäfen müssen den Wachstumspfad verlassen: ein weiteres Wachstum des Flugverkehrs, ein Ausbau von Kapazitäten und Infrastruktur (z.B. neue Landebahnen) müssen gestoppt werden, damit der Flugverkehr auf ein notwendiges Minimum reduziert wird.

Ungerechte Subventionen stoppen!

Fliegen auch deshalb so billig, weil es massiv subventioniert wird. Auf internationale Flüge wird keine Mehrwertsteuer erhoben und Kerosin wird trotz seiner Klimaschädlichkeit im Gegensatz zu anderen Treibstoffen nicht besteuert. Allein in Deutschland betragen die Steuersubventionen auf internationale Flüge jährlich rund zehn Milliarden Euro. Dadurch kommt es zu einer deutlichen Preisverzerrung zugunsten des Luftverkehrs. Diese bewusste politische Steuerung zum Vorteil der mächtigen Luftfahrtindustrie ist nicht nur ungerecht, sondern zerstört auch unsere Lebensgrundlagen. Wir fordern daher ein schnelles Ende der Subventionen und Steuergeschenke für die Luftverkehrswirtschaft. Stattdessen braucht es klimagerechte politische Regeln: z.B. in Form einer Kerosinsteuer und einer Abgabe für Vielflieger*innen.

"Grünes Fliegen" ist ein Mythos!

Die Hoffnungen, die katastrophalen Klimawirkungen des Fliegens durch technologische Innovationen, vermeintlich “grüne” Treibstoffe oder Kompensationen zu beheben, sind trügerisch. Quantensprünge in der Flugtechnik stehen, wenn überhaupt, noch mehrere Jahrzehnte aus. Auch der Einsatz von Agrarkraftstoffen ist wegen Landnutzungskonflikten und Menschenrechtsverletzungen kritisch zu betrachten. Die Erfahrung mit Kompensationsprojekten wiederum zeigt, dass diese nur sehr selten Emissionen tatsächlich mindern und globale Ungerechtigkeit sogar verstärken. Die zunächst vielversprechenden Konzepte der Dekarbonisierung der Luftfahrt bleiben also eine fatale Illusion. Die Behebung der Klimaschäden lässt sich nicht andernorts auslagern – es muss reduziert werden, wo Emissionen entstehen, und zwar jetzt!

Über die Kampagne

Für die Kampagne gegen Flugverkehr arbeiten wir eng mit dem internationalen Netzwerk Stay Grounded zusammen, deshalb bitten wir gemeinsam über das Spendenportal Helpdirect um Spenden. Die Spenden werden für die Anschubfinanzierung einer Kampagnenstelle bei ROBIN WOOD e.V. benötigt. Wir bedanken uns für jede Unterstützung!