VW: Mit Rüstung die Chance zur klimafreundlichen Verkehrswende verbauen
Von heute bis zum kommenden Montag finden an unterschiedlichen Standorten des VW-Konzerns zusätzliche Betriebsversammlungen statt. Hintergrund sind die Sparpläne und der Umbau des Konzerns, über den der Vorstand unter Vorsitz von Oliver Blume die Belegschaft informieren soll. Dabei geht es auch um die Umstellung des VW-Werks in Osnabrück auf die Produktion von Rüstungsgütern.
Annika Fuchs, Mobilitätsreferentin von ROBIN WOOD, kommentiert:
„In Osnabrück wird eine historische Chance vertan, eine sozial-ökologische Mobilitätswende einzuläuten. Anstatt mit den Mitteln aus dem „Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität“ den öffentlichen Verkehr auf dem Land voranzubringen und Elektro-Kleinbusse zu produzieren, wird jetzt auf Rüstung gesetzt.
Diese Entwicklung treibt maßgeblich die rot-grüne Landesregierung mit voran und versäumt es dabei, eine langfristige, zivile Perspektive für den Standort aufzubauen. Niedersachsens Regierungschef Olaf Lies liegt falsch, wenn er Zukunftsperspektiven im Rüstungsbereich sieht. Er nimmt in Kauf, dass damit eine Abhängigkeit von Krieg und Militär geschaffen wird, die nicht zukunftsorientiert ist, sondern gefährliche Pfadabhängigkeiten schafft.
Der Umgang mit dem VW-Standort Osnabrück steht sinnbildlich für den verheerenden Kurs des Konzerns, der die Bedürfnisse der Menschen an die letzte Stelle stellt. Während immer noch Dividenden in Milliardenhöhe ausgeschüttet werden, sind Stellenabbau, drohende Werksschließungen in Emden, Hannover und Zwickau und Werksverlagerungen ins Ausland sowie eine hohe Verunsicherung bei den Beschäftigten bei VW Realität.“
Kontakt:
- Annika Fuchs, Mobilitätsreferentin, Tel. 0151 61813942, verkehr@robinwood.de
- Ute Bertrand, Pressesprecherin, Tel. 0171 8359515, presse@robinwood.de