Kaffeekränzchen gegen Wegwerfbecher

IMG_2897.JPG

Foto ▸ ROBIN WOOD

IMG_2885.JPG

Foto ▸ ROBIN WOOD

IMG_2904.JPG

Foto ▸ ROBIN WOOD

Mit einem nachhaltigen Kaffeekränzchen mitten auf dem Jungfernstieg in Hamburg unterstützen ROBIN WOOD-AktivistInnen heute den Internationalen Tag gegen Wegwerfbecher. Bei einem Pläuschchen mit Kaffee aus Tassen bringen Aktive der Umweltorganisation PassantInnen näher, wie stark und unnötig Wald und Klima durch Wegwerfbecher belastet werden. ROBIN WOOD hält es für umweltschädlich und unnötig, über Jahrzehnte gewachsenes Holz für Pappbecher zu verschwenden, die nach wenigen Minuten im Müll landen. Die Umweltorganisation fordert daher ein Verbot von Einwegbechern und ein allgemeines Pfandsystem für Mehrwegbecher. Der weltweite Tag gegen Wegwerfbecher wird vom Environmental Paper Network getragen, in dem ROBIN WOOD zusammen mit 145 anderen Organisationen aktiv ist.

Pappbecher seien doch kein so gravierendes Problem, denken viele. Doch in der Summe ist die Ressourcenverschwendung erheblich und inzwischen auch stärker als etwa durch Plastiktüten. Mindestens 58 Milliarden Wegwerfbecher werden jährlich weltweit verbraucht. Für die Produktion werden mehr als eine Million Tonnen Papier, 32 Millionen Bäume und 100 Millionen Liter Wasser verbraucht. Die Papierbecher-Industrie setzt zudem so viele Treibhausgase frei wie eine halbe Million Autos jährlich. Negativ zu Buche schlägt außerdem, dass die Becher wegen der innen liegenden Kunststoffschicht kaum recycelt werden können. Zudem wird kein Recyclingpapier eingesetzt, was die Ökobilanz weiter verschlechtert.

Inzwischen wächst das Problembewusstsein. „Immer mehr Menschen erkennen, wie unsinnig Wegwerfbecher sind und sie verlangen, dass Fast Food- und Kaffeehausketten sowie die Politiker es uns einfacher machen, Tee und Kaffee aus Mehrwegbechern zu trinken“, sagt Mandy Haggith, Koordinatorin des globalen Netzwerks EPN (Environmental Paper Network). „Unsere Botschaft ist klar: Keine Wegwerfbecher!“ EPN-Mitglieder, u.a. in China, Belgien, England, USA, Australien und Deutschland machen heute beim Internationalen Tag gegen Wegwerfbecher mit, um Handel, Politik und KonsumentInnen zum Umdenken zu bewegen.

Auch hierzulande ist das Thema Wegwerfbecher - auf Druck von Umweltorganisationen - auf die Agenda gerückt. So haben Niedersachsen, Bayern, Berlin und Hamburg Runde Tische-Gespräche dazu veranstaltet.

In der Hamburger Bürgerschaft wie im Berliner Abgeordnetenhaus wurde in den ersten Monaten des Jahres Anträge zur Gründung von freiwilligen Mehrwegsystemen für Becher verabschiedet. KundInnen, die ein Getränk zum Mitnehmen wünschen, sollen demnach einen wiederverwendbaren Becher gegen Pfand bekommen und am gleichen oder an anderen Orten in der Stadt wieder abgeben können. In Berlin steht bereits fest, dass BürgerInnen, die dieses Angebot wahrnehmen, einen Rabatt von „mindestens 20 Cent“ auf ihr Getränk bekommen. Aus Sicht von ROBIN WOOD ist es wichtig, dass die Systeme kompatibel werden.

„Es ist gut, weiterhin politisch Druck gegen umweltschädliche Wegwerfprodukte zu machen”, sagt ROBIN WOOD-Waldreferent Jannis Pfendtner. „Perspektivisch ist eines klar: Nachhaltig und in der Masse wirkt nur ein verpflichtendes und verbraucherfreundliches Mehrwegsystem auf Bundesebene.“

Für Rückfragen:

Jannis Pfendtner, Waldreferent, Tel. 0176 / 87 05 35 86, wald(at)robinwood.de

Ute Bertrand, Pressesprecherin, Tel. 0171 / 835 95 15, presse(at)robinwood.de

Kaffeekränzchen gegen Wegwerfbecher | Robin Wood

Fehler

Auf der Website ist ein unvorhergesehener Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es später nochmal.