Ökostrom+

Ökostrom+ und Solidarstrom sind gemeinschaftliche Ökostromangebote der Partner Klimaschutz+-Stiftung, Klimaschutz+-Energiegenossenschaft, lokale Bürgerinitiativen und Elektrizitätswerke Schönau (EWS). Die multilaterale Zusammenarbeit mit Ökostrom+, Edingen-Neckhausener Ökostrom+, Schriesheimer Ökostrom+, Bremer Solidarstrom und Heidelberger Solidarstrom stellt unter den Ökostromanbietern eine Besonderheit dar, da sie ein Ökostromangebot ermöglicht, das keiner der beteiligten Partner interessierten Kund*innen allein zur Verfügung stellen könnte. Sie bietet den Kund*innen u. a. die Gelegenheit, mitbestimmende Teilhaber*innen lokaler Bürgerfonds für Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung zu werden.

Woher kommt der Strom von Ökostrom+?

Im Rahmen der kooperativen Ökostrom+- und Solidarstromangebote übernehmen die EWS die Aufgabe, den Ökostrom bereitzustellen und zu liefern sowie die Lieferverträge für die Ökostrom+- und Solidarstromangebote abzuschließen. Damit ist der Strombezug identisch mit dem der EWS.

Wie investiert Ökostrom+ in die Energiewende?

Ökostrom+ und Solidarstrom arbeiten mit einem Förderbetrag pro Kilowattstunde (kWh), dem sogenannten Sonnencent. Dabei können die Kund*innen Sonnencents zwischen Tarifen mit 0,5 Cent / kWh, 1 Cent / kWh und 2 Cent / kWh netto wählen. Darüber hinaus wird mit 15 Euro pro Kund*in pro Jahr das Engagement lokaler Bürgerinitiativen unterstützt. Die eingenommenen Mittel werden von der Klimaschutz+-Stiftung in Bürgerfonds gesammelt und treuhänderisch verwaltet. Die Fonds dürfen im ersten Schritt ausschließlich im Bereich Erneuerbare-Energie- und Energie-Effizienzprojekte angelegt werden. Im zweiten Schritt werden den Fonds-Teilhaber*innen jährlich die mit dem ersten Schritt erzielten Erträge plus 5 % der Fondsmittel zur Förderung gemeinnütziger lokaler Initiativen und Projekte in den Bereichen Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung zur Verfügung gestellt. Auf diese Weise wollen die multilateralen Ökostromanbieter zusätzlich zu ihrem Beitrag zur Wende der Energieträger auch die Wende der Energiewirtschaft hin zu einer Wirtschaft unterstützen, die vollständig dem Gemeinwohl dient.

Das Kooperationsprojekt Ökostrom+

Im Rahmen der multilateralen Kooperation übernimmt die Klimaschutz+-Stiftung die treuhänderische Verwaltung der zufließenden Sonnencent-Beträge und verantwortet in Zusammenarbeit mit der Klimaschutz+-Energiegenossenschaft die Investition der Mittel in den Bau neuer Ökostromkraftwerke. Zugleich räumt die Stiftung den Ökostrom+- und Solidarstrom-Kund*innen die oben beschriebenen Mitbestimmungsrechte bei der Vergabe der jährlichen Fördermittel ein. Die lokalen Bürgerinitiativen fungieren als örtliche Ansprechpartner für ihr lokales Ökostromangebot, den Anbieterwechsel, mögliche lokale Energiewende-Investitionsprojekte und informieren die Kund*innen außerdem über die jährliche Förderung lokaler Projekte sowie Möglichkeiten des persönlichen lokalen Beitrags zur Energiewende. Die EWS tragen zu dem kooperativen Ökostromangebot mit der Lieferung des Ökostroms sowie allem rund ums Thema Lieferverträge und Abrechnung bei.

Weitere Energieangebote

Ökostrom+ und Solidarstrom bieten über ihre Kooperationspartnerin EWS auch Biogas und Erdgas an. Das Biogas der EWS stammt von einer Papierfabrik in Wörth am Rhein. Es wird dort aus bei der Produktion anfallenden Abwässern gewonnen und in das Gasnetz eingespeist. Das angebotene Erdgas wird über eine Einkaufsgemeinschaft mit anderen Stadtwerken bezogen, weshalb eine Zuordnung zu konkreten Lieferanten nicht möglich ist.

 

Die Recherchen für den aktuellen Bericht wurden zwischen August und November  2019 durchgeführt. Für den Bericht sind wir in weiten Teilen auf die, uns vom Anbietern zur Verfügung gestellten Informationen angewiesen.