Klimakiller Kohle

Aktionsfoto G20 2017

Aktionsfoto G20 2017
Aktion an der Fahrstrecke der Gipfelteilnehmer*innen zum G20-Gipfel in Hamburg am 8.7.2017
Foto ▸ Tim Christensen / ROBIN WOOD

Aktionsfoto "Saubere Kohle ist eine dreckige Lüge"

Aktion am Braunkohlekraftwerk Lippendorf, 2.8.2018
Foto ▸ Pay Numrich

 

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Kohle in Deutschland - Zerstörung weltweit

Deutschland wird häufig als Vorreiter erneuerbarer Energien präsentiert – doch hinter dem grünen Image versteckt sich eine schmutzige Realität. Immer noch werden über 40% des in der BRD produzierten Stroms durch die klimaschädliche Verbrennung von Kohle gewonnen. Damit hat  Deutschland weltweit den viertgrößten Kohleanteil in seiner Stromproduktion.

Kohle ist der CO2-intensivste Energieträger, den es aktuell gibt – über ein Drittel des gesamten CO2-Ausstoßes Deutschlands stammt aus der Verbrennung von Kohle.  Kohleverstromung in Deutschland trägt also wesentlich zum globalen Klimawandel bei – und damit zur Zerstörung der Lebensgrundlagen von Menschen weltweit. Besonders Industrieländer wie Deutschland müssen ihren Ausstoß von Treibhausgas jetzt schnell und drastisch reduzieren: Der Kohleausstieg muss sofort beginnen!

Braunkohle: Verschwundene Dörfer und zerstörte Landschaften

In Deutschland wird Braun- und Steinkohle verbrannt. Braunkohle, die in der Verbrennung extrem ineffizient ist, wird in Deutschland noch im großen Stil abgebaut – mehr als irgendwo sonst auf der Welt. Noch immer werden für die Gewinnung von Braunkohle Menschen zwangsumgesiedelt und wertvolle Ökosysteme vernichtet. Im Rheinischen Braunkohlerevier hat der Stromriese RWE schon einen Großteil des alten und artenreichen Hambacher Forsts abholzen lassen und will auch noch den verbliebenen Rest zerstören. Dabei ist die Zeit der Kohle abgelaufen. Kein weiterer Baum, kein weiteres Dorf darf für sie zerstört werden!

Keine Alternative: Steinkohle

Jährlich werden über 30 Millionen Tonnen Steinkohle in Kraftwerken in Deutschland verbrannt – importiert zum allergrößten Teil aus Kolumbien, Russland und den USA sowie aus Polen und Südafrika. Der Abbau der Steinkohle ist dabei häufig mit schweren Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen verbunden. So trägt Deutschlands Steinkohlekonsum dazu bei, dass in anderen Regionen der Welt die Lebensgrundlagen indigener Völker gefährdet und Luft, Wasser und Boden verseucht werden.
Und auch in Deutschland bleibt Steinkohle nicht ohne schädliche Konsequenzen. Die Verbrennung von Kohle setzt eine ganze Reihe an giftigen Schadstoffen frei, die zu Atemwegserkrankungen und Krebs führen können.

Echte Energiewende statt Kohle – für Mensch und Umwelt!

Die Verbrennung von Kohle ist nicht notwendig, um die Bundesrepublik ausreichend mit Strom zu versorgen. Im Gegenteil: Kohlekraftwerke stehen mit ihrer unflexiblen Einspeisung von Strom einem weiteren Ausbau von erneuerbaren Energien entgegen, indem sie das Stromnetz „verstopfen“. Auch für die Beschäftigten der Kohleindustrie muss der unweigerliche Strukturwandel langfristig geplant und frühzeitig begonnen werden.
Um uns ökologisch und sozial gerecht mit Energie zu versorgen, müssen wir unseren Energieverbrauch drastisch reduzieren. Und wir brauchen ein grundlegend anderes
Energiesystem: weg von Großkraftwerken in  den Händen weniger großer Konzerne – hin zu  einer dezentralen, demokratischen Energieversorgung.  Weder Kohle- noch Atomkraft haben dabei einen Platz!

Rote Linien gegen den Klimawandel:
Die Bewegung gegen Kohle wächst!

Seit langem gibt es entschlossenen Widerstand gegen Braunkohle in Deutschland. Mit viel Engagement und Durchhaltevermögen setzen sich Bürgerinitiativen, Klimaaktivist*innen und Umweltorganisationen gegen den Abbau von Braunkohle und für Klimagerechtigkeit ein.

Und in den vergangenen Jahren wurde deutlich: Die Anti-Kohle-Bewegung ist größer und vielfältiger als je zuvor! Ob mit Menschenketten, Baumbesetzungen oder Massenaktionen, immer mehr Menschen bringen ihren Protest gegen den Klima-Killer Kohle zum Ausdruck. Zum ersten Mal ist der Kohleausstieg ein Thema für Medien und Politik – ein Erfolg der erstarkenden Bewegung. Jetzt heißt es dranbleiben und weiter Druck machen. Der Kohleausstieg darf nicht auf später vertagt werden, sondern muss sofort beginnen!

Wir fordern:

  • Konsequenten Kohleausstieg sofort beginnen!
  • Kein weiteres Dorf, kein weiterer Baum darf für Braunkohle zerstört werden!
  • Gerechter Strukturwandel in den Kohlerevieren!

Gegen Kohle machen wir alles!

ROBIN WOOD setzt sich gegen Kohle und für ein zukunftsfähiges Energiesystem ein:
Mit Protestaktionen, Infotouren und in Zusammenarbeit mit anderen Verbänden und Initiativen. Hier findest du mehr Infos zum Thema Kohle.

Mach mit!

Unterschreibe hier gegen den Bau neuer Kohlekraftwerke!

Wir unterstützen dich, wenn du vor Ort gegen Kohle aktiv werden willst.
Oder unterstütze unsere Arbeit mit deiner Mitgliedschaft oder einer Spende!