
Floßtour Logbuch Nr. 7: Engagement, Aktivismus, Begegnungen
Ein ganzer Tag in Koblenz
Nach dem Frühstück ging es schon los zur Stadtführung quer durch Koblenz, bei der wir verschiedene Akteure und Orte des lokalen und globalen Aktivismus kennengelernt haben. Angefangen haben wir ganz lokal bei einem Weinladen, der Produkte aus der Region verkauft und wo wir darüber gesprochen haben, wie Vernetzung entstehen kann. Weiter ging es durch die Altstadt zum Studienhaus, einem Ort, wo Gemeinschaft in den Vordergrund gestellt wird.
Zwischendrin erfuhren wir immer mal wieder Informationen zur Stadt, zum Beispiel dass der Name Koblenz aus dem lateinischen “Confluentes”, also Zusammenfluss, stammt. Dazu passt ja, dass das Floß gerade auf der Mosel liegt, die nur einen Steinwurf weit entfernt in den Rhein fließt.
Ein Problem, mit dem wir uns auch auseinandersetzen und wo dringend etwas geändert werden müsste: Lebensmittel werden in Massen weggeworfen. Als letzter Abnehmer vor der Tonne kommt Foodsharing ins Spiel. Menschen, die sich im Foodsharing engagieren, agieren deutschlandweit als Lebensmittelretter, um die Lebensmittel vor der Tonne zu retten. Beispielsweise entsorgen Bäcker oft die Hälfte ihrer Lebensmittel, weil die Überproduktion so hoch ist.
Die vorletzte Station war der Weltladen, auch eine Gruppe, die deutschlandweit Standorte hat. In ihren Läden verkaufen sie Lebensmittel und andere Produkte, die fair, sozial und umweltfreundlich gehandelt werden. Ihnen ist es wichtig, ihre Produkte von kleinen Bauern zu beziehen, was zu voll transparenteren Lieferketten führt. Also, hier können sich andere Akteur*innen noch etwas abschauen.
Und wir haben einen etwas versteckt gelegenen Gemeinschaftsgarten besucht. Ebenfalls ein Ort, an dem Begegnungen im Vordergrund stehen. Wunderschön und grün, zwischen den Häusern, ein Platz, der noch nie bebaut wurde und dem nun droht, seine ökologische Vielfalt zu verlieren, weil dort Hotels gebaut werden sollen.
Insgesamt vielleicht eine kleine Inspiration, einmal zu schauen, was es bei euch für Orte der Nachhaltigkeit und Vernetzung gibt.
Der Abend endet mit einer Filmvorstellung - ein guter Impuls, um weiter über die verschiedensten Themen zu diskutieren.
Ein ganzer Tag voller neuer Begegnungen und unterschiedlicher Perspektiven auf Engagement und Aktivismus!
Eine gute Nacht
eure Floß Crew!