Weniger Autos!

ROBIN WOOD-Aktive unterstützen Proteste gegen die IAA / Solidarität mit „Sand im Getriebe“

11. September 2019
Mobilität
Pressemitteilung

Gemeinsam mit zahlreichen anderen Umwelt- und Verkehrsgruppen werden sich Aktive von ROBIN WOOD an Protesten gegen die Internationale Automobil-Aussstellung IAA beteiligen, die morgen in Frankfurt am Main beginnt. Statt einer überholten, fossilen Auto-Industrie die Bühne für deren Image- und Verkaufs-Shows zu geben, fordert ROBIN WOOD wirksame Maßnahmen zum Zurückdrängen des Autos und zur Durchsetzung einer klimafreundlichen Mobilität für alle.

Das Thema Verkehrswende steht ganz oben auf die Agenda der wachsenden Klimagerechtigkeitsbewegung. Denn der Verkehrssektor in Deutschland ist maßgeblich daran beteiligt, die Klimakrise zu verschärfen. Die CO2-Emissionen durch den Verkehr nehmen seit Jahren sogar noch weiter zu, während eine drastische Reduktion notwendig wäre.

Hinzu kommt die Belastung durch Luftschadstoffe wie Stickoxide, die Menschen krank macht. Betrügerische Autokonzerne konnten über Jahre ungehindert Abgaswerte manipulieren. Den Dreck atmen insbesondere die Menschen ein, die an den großen Verkehrsachsen der Innenstädte wohnen.

„Trotz Klimakrise und Dreckluft in den Innenstädten bringen die Hersteller immer noch mehr und größere Spritfresser auf den Markt, und die Politik feiert die Autoindustrie dafür. Diese einseitige Wirtschaftspolitik für den Auto-Standort Deutschland ruiniert Menschen, Städte und Klima und führt in die Sackgasse. Wir brauchen weniger Autos, um besser mobil zu sein“, sagt Dominique Just, ROBIN WOOD-Verkehrsreferentin. „Die IAA ist ein Anlass, die Autobosse mit der Realität ihres Zerstörungswerks zu konfrontieren.“

In diesem Jahr werden zahlreiche Organisationen ihren breit angelegten, bunten Protest gegen die Autoindustrie und für eine klimagerechte Mobilität vor die Tore der IAA tragen.

Das Bündnis „Sand im Getriebe“ ruft in diesem Zusammenhang für Sonntag, den 15. September 2019, zu einer öffentlich angekündigten Aktion zivilen Ungehorsams auf. Gemeinsam mit Campact, der Deutschen Umwelthilfe und dem Umweltinstitut München erklärt sich ROBIN WOOD solidarisch mit den friedlichen Aktionen von „Sand im Getriebe“.

In der Solidaritätserklärung heißt es unter anderem „Wir, die unterzeichnenden Gruppen und Organisationen, sind erschüttert über die Tatenlosigkeit der Bundesregierung inmitten einer der größten Krisen der Menschheit. Wir können es angesichts der drohenden Klimakatastrophe nachvollziehen, wenn sich Menschen zum zivilen Ungehorsam gegen den fossilen und autozentrierten Verkehr gezwungen sehen. [...] ‚Sand im Getriebe‘ sendet als Bewegung ein aufrüttelndes Signal zum Ausstieg aus einer zerstörerischen Technologie und für den globalen Erhalt der Umwelt. […] Daher erklären wir uns solidarisch mit allen Menschen in ihrem friedlichen Protest gegen den fossilen Verkehr sowie denen, die sich weltweit für eine lebenswerte Zukunft auf diesem Planeten einsetzen.“

Für Rückfragen:

  • Dominique Just, ROBIN WOOD-Verkehrsreferentin, Tel. 040 / 380 892 11, verkehr [at] robinwood.de
  • Ute Bertrand, ROBIN WOOD-Pressesprecherin, Tel. 0171 / 835 95 15, presse [at] robinwood.de