Kletteraktion an U-Bahnhof: Bezahlbare Mobilität für Berlin!
Aktivist*innen von ROBIN WOOD haben heute Morgen mit einer Kletteraktion am U-Bahnhof „Schlesisches Tor“ in Berlin-Kreuzberg für eine sozial-ökologische Verkehrswende demonstriert. Mit Bezug auf die kommende Landtagswahl präsentierten sie drei Banner in „Stimmzettel-Optik“ mit den Forderungen: „Öffis ausbauen“, „Freifahren für alle“ und „Solidarität wählen“. Aktivist*innen der Gruppe Sand im Getriebe Berlin verteilten vor Ort Flyer mit Informationen zur Kriminalisierung vom Fahren ohne Fahrschein und einem QR-Code, der zur „FreiFahren-App“ leitet. Die App sammelt Meldungen zu aktuellen Kontrollen im ÖPNV.
Anlässlich der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September 2026 rufen die Aktivist*innen dazu auf, sozial gerechte, umweltfreundliche Mobilität zu einem zentralen Thema der eigenen Wahlentscheidung zu machen. Dabei kritisieren sie die Verkehrspolitik der schwarz-roten Landesregierung.
Seit Anfang dieses Jahres sind die Ticketpreise im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) durchschnittlich um sechs Prozent gestiegen. Das verschärft Mobilitätsarmut. Besonders Menschen mit geringem Einkommen oder Behinderungen, Kinder und Senior*innen sind auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen, können sich diesen aber zu oft nicht leisten. Dabei ist Mobilität kein Luxus, sondern eine Voraussetzung dafür, am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können.
„Wer Bus und Bahn-Tickets nicht bezahlen kann, ist vom sozialen Leben ausgeschlossen“, sagt Xenia von ROBIN WOOD Berlin. „Doch anstatt den ÖPNV attraktiv zu gestalten, will die Berliner CDU Zugangskontrollen an Berliner U-Bahnhöfen einführen und damit die Bewegungsfreiheit vieler Menschen weiter einschränken.“
Ziel der Aktivist*innen ist es, dass der ÖPNV für alle zugänglich ist. Als ersten Schritt fordern sie einen Preis-Stopp für die Ticketpreise im VBB, damit das Fahren nicht noch teurer wird. Außerdem fordern sie ein Neun-Euro-Sozialticket für Berlin. Langfristig arbeiten sie auf einen kostenlosen ÖPNV hin. „Dies sind Maßnahmen, die schnell umgesetzt werden können. Sie erlauben Menschen die Fahrten zum Arzt, zum Sportverein oder zu Freund*innen und damit Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“, sagt Xenia.
Ein kostengünstiger ÖPNV allein reicht nicht aus: Mitten in der Klimakrise ist eine solide und langfristige Finanzierung sowie ein starker Ausbau des Angebots an Bussen und Bahnen nötig – mit einer leistungsfähigen Infrastruktur, die mehr Verbindungen, höhere Taktung und Barrierefreiheit gewährleistet.
Kontakt:
- ROBIN WOOD Berlin, Xenia, Tel. 015901496496
- ROBIN WOOD-Mobilitätsreferentin, Annika Fuchs, Tel. 0151 61813942, verkehr@robinwood.de
- FreiFahren, Jona, Tel. 0155 10570434