Keine Privatjets in Hamburg!
ROBIN WOOD fordert mit offenem Brief Stadt Hamburg zum Handeln auf
ROBIN WOOD-Aktivist*innen haben heute am Adolphsplatz hinter dem Rathaus Heliumballons und ein Banner steigen lassen mit der Aufschrift „Für ein Hamburg ohne Privatjets!“. Drinnen trafen sich die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses der Bürgerschaft. An sie übergaben die Aktivist*innen einen von Stay Grounded, dem NABU Hamburg, Exctinction Rebellion und Greenpeace Deutschland unterstützten offenen Brief für ein Verbot von Privatjets am Hamburger Flughafen.
Beim Hamburger Zukunftsentscheid hatte die Mehrheit der Hamburger*innen im Oktober 2025 klar für sozialen Klimaschutz gestimmt. Heute veröffentlicht die Stadt die vorläufige „Verursacherbilanz“, die Aufschluss über die Höhe der CO₂-Emissionen in Hamburg im Jahr 2025 gibt. Bereits jetzt ist bekannt, dass die Emissionen im Vergleich zum Vorjahr nicht gesunken, sondern um 2,6 Prozent gestiegen sind. Laut der Bilanz für 2024 entfiel dabei fast ein Drittel der CO₂-Emissionen auf den Verkehrssektor.
Doch beim Flugverkehr setzt der Hamburger Senat weiterhin auf Wachstum. Dabei ist Fliegen die klimaschädlichste Form der Mobilität – das gilt erst recht für Flüge mit Privatflugzeugen, von denen eine sehr kleine Gruppe reicher Menschen auf Kosten der Allgemeinheit profitiert.
Ein durchschnittlicher Flug mit einem europäischen Privatjet verursacht laut einer Studie von CE Delft 5,9 Tonnen CO₂ – so viel, als würde man 16-mal mit einem durchschnittlichen Diesel-Auto von Rom nach Paris fahren. Nach Frankfurt und Berlin ist Hamburg der Flughafen mit den meisten Privatjet-Abflügen deutschlandweit.
„Hamburg kann’s besser: Statt ein Knotenpunkt für Luxusflüge zu sein, sollte der Hamburger Senat dem Willen der Bürger*innen folgen und die Stadt durch ein Privatjet-Verbot sozialer und klimagerechter machen“, fordert ROBIN WOOD- Flugverkehrsexpertin Merle Riebandt. „Als Mehrheitseigentümerin des Flughafens hat die Stadt einen wichtigen Hebel in der Hand. Den sollte sie auch nutzen.“
Die rot-grüne Regierung in Hamburg könnte sich damit profilieren, den Klimaschutz für alle über den Luxus weniger Superreicher zu stellen. In Amsterdam wurde nach Umwelt-Protesten 2022 ein Privatjet-Verbot auf den Weg gebracht, allerdings kurz darauf wieder von Infrastrukturminister Barry Madlener gekippt. In Berlin haben Bündnis 90/Die Grünen die Forderung nach einem Privatjet-Verbot am Flughafen BER in ihr Programm für die Wahl zum neuen Abgeordnetenhaus im September aufgenommen.
Die ROBIN WOOD-Kampagne gegen klimaschädliche Privatjets in Hamburg hat gerade erst begonnen. Wer sie unterstützen möchte, kann sich hier informieren, sich weiteren Protesten anschließen und die Petition unterzeichnen.
Kontakt:
Merle Riebandt, ROBIN WOOD-Kampagne „Privatjets stoppen“, +49 177 1627627, merle.riebandt@robinwood.de
- Ausgewähltes Bildmaterial von der Aktion, das Sie bei Nennung der angegebenen Quelle frei verwenden dürfen, finden Sie im Laufe des Tages hier.
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