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Davos: 67 zivilgesellschaftliche Organisationen kritisieren Weltwirtschaftsforum in internationaler Erklärung

19. Januar 2026
Verschiedenes
Gemeinsame Pressemitteilung
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Protestwanderung gegen das Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos: Die Demonstrierenden sind unterwegs für neue demokratische globale Wirtschaftsinstitutionen und mehr Macht für soziale Bewegungen
Foto: ROBIN WOOD / Julian Smaluhn
Pressemitteilung

Eine Koalition von 67 zivilgesellschaftlichen Organisationen aus über 26 Ländern kritisiert das Weltwirtschaftsforum als Symbol für ein autoritäres Wirtschaftssystem, das die Welt in Kriege, soziale und ökologische Krisen treibt. In einer internationalen Erklärung fordern sie, das Weltwirtschaftsforum mit solidarischen Alternativen wie dem Weltsozialforum zu ersetzen und eine grundlegende Demokratisierung der Weltwirtschaft mit einem Ende der Ausbeutung von Mensch und Natur. 

 

Max Voegtli von StrikeWEF kritisiert: „Wir lehnen das Weltwirtschaftsforum als Symbol einer autoritären Wirtschaft ab, die nur wenigen dient und diejenigen ausschließt, die Tag für Tag hart arbeiten und von den Krisen der heutigen Zeit betroffen sind: Kriege, Klimakatastrophen und soziale Prekarität.“

„Wir fordern eine grundlegende Demokratisierung der Weltwirtschaft und eine Umverteilung des Reichtums, um unsere krassen globalen Ungleichheiten zu bekämpfen“, erläutert Thomas Eberhardt-Köster von Attac Deutschland. 

Massa Koné, einer der Hauptorganisatoren des Weltsozialforums 2026, betont: „Wir setzen uns für alternative solidarische globale Foren ein, die von und für die Menschen organisiert werden. Das Weltsozialforum 2026 in Benin wird die Menschen befähigen, sich für eine gerechtere Gestaltung der Lebensgrundlagen selbst zu organisieren.“

Die Erklärung wurde initiiert von den Organisatoren des Weltsozialforums 2026 (dem westafrikanischen Netzwerk für Land- und Wassergerechtigkeit „La Convergence Globale des Luttes de Terre et de l’Eau – L’Afrique de Ouest”), den deutschen Organisationen WEED – Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung und Attac, der transnationalen Bewegung Afrique-Europe-Interact sowie vom Schweizer Bündnis StrikeWEF, das die diesjährigen Proteste in Davos organisiert. 

Für weitere Informationen und Interviews:

  • Adrian Schlegel, Vorstand von WEED-Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung, +49 163 337 6965, Adrian.schlegel@weed-online.org
  • Julian Smaluhn, Vorstand von ROBIN WOOD, +49 40 380 892-17, julian.smaluhn@robinwood.de