40 Jahre Tschernobyl: Aus Katastrophen lernen
ROBIN WOOD fordert konsequente Energiewende ohne Atomkraft als Beitrag zum Frieden und einzig zuverlässigem Schutz vor weiteren atomaren Katastrophen
Am 26. April 2026 jährt sich zum 40. Mal die Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl. ROBIN WOOD gedenkt der Opfer und fordert die Stilllegung aller Atomanlagen weltweit als Beitrag zum Frieden und einzig zuverlässigem Schutz vor weiteren atomaren Katastrophen. Die Bundesregierung muss in Deutschland und der EU – zum Schutz von Mensch, Klima und Umwelt – eine sozial gerechte, ökologische Versorgung mit 100 Prozent Erneuerbaren vorantreiben.
„Die verheerenden Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima zeigen: Eine friedliche, sichere Energieversorgung ist nur ohne Atomkraft möglich. Spekulationen in der Union über den Bau neuer Atomkraftwerke sind verantwortungslos. Atomkraft erhöht die Gefahr weiterer kriegerischer Auseinandersetzungen und setzt Mensch und Natur unkontrollierbaren Gefahren aus“, sagt Florian Kubitz, Vorstandssprecher von ROBIN WOOD.
Politiker*innen wie der Unions-Fraktionsvorsitzende Jens Spahn, CSU-Chef Markus Söder und Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche versuchen, eine neue Debatte über Atomkraft vom Zaun zu brechen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat die Abkehr von der Atomkraft sogar als „strategischen Fehler“ bezeichnet.
Dabei führt der Krieg in der Ukraine der Weltöffentlichkeit vor Augen, dass Atomkraftwerke zu Angriffszielen werden und die Bedrohung vervielfachen. Das Sperrgebiet um das ehemalige AKW Tschernobyl wurde seit Kriegsbeginn wiederholt bei russischen Angriffen getroffen. Seit Anfang März 2022 ist zudem Europas größtes Kernkraftwerk Saporischschja in der Ukraine besetzt. Mehrfach wurde die Anlage beschossen, es gab Brände auf dem Gelände.
Zivile und militärische Nutzung der Atomenergie lassen sich nicht eindeutig trennen. Atomprogramme steigern die Gefahr der Verbreitung von atomwaffenfähigem Material und Atomwaffentechnologie und untergraben Bemühungen um Abrüstung. Die Urananreicherung für Atombomben verschärft internationale Konflikte und Kriege.
Trotz des wichtigen, von einer starken Anti-AKW-Bewegung erkämpften Atomausstiegs in Deutschland laufen hierzuande die Atomanlagen in Gronau und Lingen weiter – mit unbefristeter Betriebserlaubnis. Sie produzieren Brennstoff für Atomkraftwerke in aller Welt und erhöhen damit international die Atomgefahr. Dabei kooperieren die Betreiber der Brennelementefabrik in Lingen auch mit dem russischen Staatskonzern Rosatom und füllen auf diese Weise Putins Kriegskasse.
Für den ewig tödlich strahlenden, hochradioaktiven Atommüll gibt es hierzulande weiterhin kein Endlager.
ROBIN WOOD fordert die Bundesregierung auf, sich in Deutschland, der EU und weltweit für den Ausstieg aus der Atomkraft und gegen jegliche Förderung der Atomkraft einzusetzen. Die Finanzmittel müssen stattdessen in die Förderung von Erneuerbaren Energien, Speichertechnologien und Energieeinsparung investiert werden, um einen gesellschaftlichen Nutzen zu schaffen.
Kontakt:
- Ute Bertrand, ROBIN WOOD-Pressesprecherin, Tel. 0171 8359515, presse@robinwood.de