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12.3.2010 : 20:31 : +0100

Hintergrundpapier - Bei Rama ist nichts in Butter

Robin Wood Recherche: Palmöl aus Indonesien

ROBIN WOOD verläßt FSC-International

Die Tempo Kampagne

Palmöl

Riesige, unüberschaubare grüne Flächen breiten sich bis zum Horizont aus- Palmölplantagen. Für diese Flächen werden wertvolle Wälder gerodet, unwiederbringliche Natur zerstört, Menschen in ihrer Existenz bedroht und von ihrem Land vertrieben.

Das in Indonesien und Kolumbien produzierte Palmöl landet unter anderem auch bei uns auf dem Frühstückstisch, in der Margarine, der Tiefkühlpizza, der Tütensuppe, im Shampoo oder im Waschmittel. Fast überall ist Palmöl enthalten, oft getarnt als Pflanzenfette oder – öle. Für unseren Konsum werden Wälder zerstört und unzählige Tier- und Pflanzenarten, die in den Regenwäldern in Indonesien und Malaysia heimisch sind, bedroht.

Palmöl und Palmkernöl wird in alle Welt exportiert, Deutschland gehört in Europa mit zu den größten Abnehmern. Es wird hier in einer Vielzahl von Produkten verarbeitet, von Lebensmitteln über Kosmetika bis hin zu Waschmitteln. Finanziert werden die Palmölplantagen auch immer wieder von deutschen Banken. (mehr…)

Landraub und Tropenwald-Zerstörung für Papier

Jeder zweite kommerziell eingeschlagene Baum wandert in die Papierproduktion.  Auch auf dem deutschen Markt wird Papier aus Indonesien angeboten, dass aus dem Holz tropischer Wälder produziert wird. Dort breiten sich industrielle Forstplantagen für die Zellstoffproduktion auf Kosten noch bestehender Wälder aus. Sowohl die industrielle Forstwirtschaft, als auch die regionale Verarbeitung der Hölzer zu Zellstoff und Papier bringen inakzeptable Folgen für Mensch und Natur mit sich. (mehr...)

Gartenmöbel aus dem Regenwald

Ein Beispiel für die sinnlose Zerstörung von Tropenwäldern sind die Gartenmöbel in hiesigen Baumärkten und Kaufhäusern. Obwohl es praktisch gleichwertige Alternativen gibt, werden weiter Möbel aus Kahlschlag und Raubbau verramscht. Selbst wenn auf den Etiketten "Keine Schädigung des Regenwaldes" steht, besteht für die Käuferinnen und Käufer keine Gewissheit, dass diese Beteuerungen das Papier wert sind, auf dem sie gedruckt sind. ROBIN WOOD hat gerade bei Möbeln aus angeblichem Plantagenholz sehr oft Öko-Lügen und Pseudo-Gütesiegel aufgedeckt. Aufgrund zahlreicher Aktionen haben viele große Unternehmen ihre Einkaufspolitik auf den Prüfstand gestellt. (mehr...)

Jatropha - Fluch oder Segen?

Jatropha curcas, auch als Purgiernuss bekannt ist eine der Pflanzen, aus welchem Biodiesel für Europa hergestellt werden soll.

Obwohl Jatropha einen weit höheren Wasserverbrauch benötigt als etwa Raps oder Soja, investieren deutsche Unternehmen weiter in den Anbau in südlichen Ländern. Der Anbau in Monokulturen auf bis zu 13 Mio. ha in Indien und bis zu 17 Mio. ha in Äthiopien wird die weltweite Konkurrenz um Landflächen für Lebensmittel weiter verschärfen. Die Versorgung von weltweit nahezu einer Milliarde Autofahrern stehen notwendige Hilfe für 923 Mio. Hungernde weltweit gegenüber. Durch den Anbau von Jatropha werden in den südlichen Kontinenten landwirtschaftlich nutzbare Flächen sowie Waldstandorte zerstört und in Agrodiesel-Plantagen umgewandelt. Von Landrechtskonflikten und Vertreibungen lokaler Dorfbevölkerung wird beispielsweise aus Indien berichtet. Die europäischen Unternehmen D1 Oil, PROKON, Bayer CropScience, Daimler u.a. sind an dem Anbau und der Weiterverarbeitung in Indien, Äthiopien, Tanzania, Mosambique und anderen Ländern beteiligt, und erste Verarbeitungsanlagen werden in Gross-Britannien und den Niederlanden aufgebaut. Von dort ist der Weg zum Vertrieb nach Deutschland nicht mehr weit. (mehr...)