Forderungen

  • 1 Kein Tropenwald im Futtertrog!

    Während die deutsche Lebensmittelindustrie stolz mit der Regionalität ihrer Produkte wirbt, verschweigt sie, dass ihre Massentierhaltung auf Soja, und damit auf Entwaldungen in Lateinamerika, basiert. Nach dem braslianischen Amazonas-Regenwald müssen nun vermehrt ökologisch wertvolle Trockenwälder und Amazonas-Flächen außerhalb Brasiliens für den Sojaanbau weichen. Wenn wir die Tropenwälder schützen und die Rechte der örtlichen Bevölkerung waren wollen, brauchen wir länderübergreifende Ansätze, die alle schützenswerten Flächen einschließen und soziale Aspekte einbeziehen.

  • 2 Transparenz der Warenströme!

    Wir brauchen absolute Transparenz: vom Feld über die Futtertröge bis zum Endprodukt im Supermarkt! Nur so kann Soja aus Raubbau sicher verhindert werden.

  • 3 Nachfrage nach Soja reduzieren!

    Entschärfen werden sich die Probleme in Lateinamerika erst, wenn auch die Nachfrage nach Soja nicht immer weiter zunimmt. Das wird ohne eine deutliche Reduktion der Tierproduktion hier bei uns in Europa nicht funktionieren. Außerdem brauchen wir den verstärkten Anbau von Eiweißplanzen hier bei uns, damit die massenhaften Importe von Eiweißfuttermittel überflüssig werden.

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Für den Sojaanbau in Südamerika werden Kleinbäuer*innen von ihrem Land vertrieben
Foto ▸ Jim Wickens/Ecostorm via Mighty Earth

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Soja-Moratorium: Viehbesitzer*innen, deren Rinder auf nach 2009 gerodeten Weiden grasen, dürfen ihre Rinder eigentlich nicht mehr verkaufen
Foto ▸ Jim Wickens/Ecostorm via Mighty Earth

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Luftbild von gerodeter Fläche im Amazonas-Regenwald
Der Sojaanbau ist, nach der Weidehaltung für die Produktion von Rindfleisch, der größte Waldvernichter in Lateinamerika. Etwa ein Viertel der Amazonas-Entwaldung bis 2004 ging auf das Konto des Sojaanbaus.
Foto ▸ Jim Wickens/Ecostorm via Mighty Earth

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Brandrodung im Tropenwald
Foto ▸ Jim Wickens/Ecostorm via Mighty Earth

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Die Zerstörung geht weiter: Neben dem tropischen Regenwald müssen nun auch andere tropische Wälder wie der Chiquitano- Trockenwald oder artenreiche Savannengebiete wie die Cerrados dem Soja weichen
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Die US-Agrargiganten Cargill und Bunge stehen trotz umfangreicher Nachhaltigkeitsversprechen in Verdacht, weiterhin Naturwälder für Soja zu vernichten
Foto ▸ Jim Wickens/Ecostorm via Mighty Earth