ROBIN WOOD beim Open Ohr-Festival in Mainz
Das OPEN OHR-Festival in der Mainzer Zitadelle ist etwas Besonderes: Beim bundesweit einzigen nichtkommerziellen, thematischen Jugendkulturfestival erwarten euch vier Tage voller Musik, Theater, Kabarett, Aktionskunst - und die Gelegenheit, sich intensiv mit politischen Themen auseinanderzusetzen. Dieses Jahr drehen sich die Debatten um das Thema "Körperbau". ROBIN WOOD beteiligt sich an der Podiumsdiskussion "Politische Körper in der Zukunft".
Mehr darüber findet ihr im Festival-Programm:
"Die Geburtsstunde der Demokratie war eine Versammlung. Revolutionen nahmen ihren Anfang in Demonstrationen und körperlicher Verweigerung. Mit dem Internet und neuen Möglichkeiten digitaler Vernetzung wurden die Fragen um den politischen Körper und seine Position in der Öffentlichkeit um eine Dimension erweitert, die zwar auch einen Körper benötigt, aber keine körperliche Präsenz im öffentlichen Raum verlangt.
Wie hat sich die Protest- und Demonstrationskultur dadurch verändert und welche Trends sind für die Zukunft absehbar? Wie werden sich die Auswirkungen sowohl von Protesten als auch von institutionalisierten Aushandlungen verändern? Auch auf staatlicher Ebene sind bisher alle wichtigen Entscheidungsprozesse mit körperlicher Anwesenheit verbunden: Bei der Wahl muss zum Wahllokal gegangen werden, Abstimmungen im Bundestag finden im Plenum statt und Parteien nutzen Parteitage, um Diskussionen zu führen und zu Entscheidungen zu finden. Wie wichtig ist körperliche Anwesenheit für demokratische Prozesse, sei es im Parlament oder auf der Straße?"
Es diskutieren: Ute Bertrand (Robin Wood), Dr. Priska Daphi (Leiterin der Gruppe „Konflikt und Soziale Bewegungen“ am Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- u. Konfliktforschung), Katharina Nocun (Autorin, Netzaktivistin)
Moderation: Dr. Merlin Wolf