grün.power

Grün.power GmbH ist ein bundesweiter Ökostromversorger mit Schwerpunkt im Bereich der regionalen Stromvermarktung. Seit 2013 versorgt grün.power Endkunden mit Strom aus Wind-, Wasser- und Solarenergie – dabei bemüht sich der Anbieter, Strom möglichst von Kraftwerke im direkten Umkreis größerer Kundengruppen zu beziehen. Grün.Power gehört zur in.power-Gruppe, deren Mutterkonzern, die in.power GmbH, sich bereits seit 2006 der Direktvermarktung von Erneuerbaren Energien widmet und verschiedene Dienstleistungen in diesem Bereich anbietet (wie z. B. ein virtuelles Kraftwerk mit Erneuerbaren Energien, regionale Ökostrommodelle, Fernsteuerbarkeit, einen Messstellenbetrieb).

Woher kommt der Strom von grün.power?

Der Strom-Mix von grün.power setzte sich im Jahr 2018 wie folgt zusammen: 87 % stammten aus Laufwasserkraftwerken, 9 % aus Windkraftanlagen und 4 % aus Fotovoltaikanlagen.

Der Strombezug läuft bei grün.power über die sogenannte „sonstige Direktvermarktung“, ein Verfahren, bei dem eingekaufte Strommengen aus der Förderung genommen und somit direkt als Ökostrom (ohne Umweg über die Strombörse) an Endkunden weitergegeben werden können. Im Jahr 2018 bezog grün.power Strom von 14 Kraftwerken in Deutschland, darunter überwiegend kleinere Wind- und Solaranlagen unabhängiger Projektierer und Betreiber oder Genossenschaften. Der Wasserkraftanteil stammte aus dem Laufwasserkraftwerk Töging am Inn der VERBUND Innkraftwerke GmbH, das seit 1924 in Betrieb ist. Der Strombezug aus Anlagen mit einem Anlagenalter von maximal zehn Jahren lag 2018 bei 4,43 %. 86,74 % wurden aus Anlagen bezogen, die 21 Jahre oder älter sind. Detaillierte Informationen zu den Kraftwerken und deren Eigentümer können in der Tabelle weiter unten zum Download eingesehen werden.

Wie investiert grün.power in die Energiewende?

Grün.power investiert derzeit ca. 3 bis 5 % seines Umsatzes in den Bau neuer Anlagen, was einem Betrag von ca. 1,6 Cent / Kilowattstunde (kWh) entspricht. Grün.power und die Muttergesellschaft in.power beteiligen sich an verschiedenen Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Ein zentrales Thema ist dabei die Angleichung von Energie-Erzeugung und Energie-Verbrauch. Hierzu hat in.power ein eigenes System entwickelt, das die Organisation und Bündelung dezentraler Erzeugungskapazitäten in einem virtuellen Kraftwerk ermöglicht. Darüber hinaus wurde in den letzten fünf Jahren auf dem Firmengebäude eine PV-Anlage mit Speicher und Elektrotankstelle errichtet, die im kommenden Jahr auch erweitert werden soll. Ein Schwerpunkt, der ab 2021 hinzukommen soll, ist der Weiterbetrieb von Erneuerbare-Energien-Anlagen nach Auslaufen der EEG-Förderung.

Das Unternehmen grün.power

Grün.power ist Teil der in.power-Gruppe, die zurzeit 15 Mitarbeiter*innen beschäftigt. Sowohl die Muttergesellschaft, die in.power GmbH, als auch die 100 %ige Tochter, grün.power GmbH, sind inhabergeführt und haben je zwei geschäftsführende Gesellschafter, die das operative Geschäft der Gruppe (und damit auch der grün.power GmbH) leiten. Darüber hinaus gibt es weitere, ebenfalls inhabergeführte Tochtergesellschaften, die verschiedene Dienstleistungen rund um die Direktvermarktung Erneuerbarer Energien anbieten. Gründer, Inhaber und Geschäftsführer von grün.power sind Josef Werum und Matthias Roth.

Wirtschaftliche Verflechtungen der Kraftwerksbetreiber

Grün.power bezieht z. T. Strom aus Wasserkraftwerken der VERBUND AG, die auch ein Fernheizkraftwerk betreibt, bei dem Kohle und Gas zum Einsatz kommen. Durch den Strombezug aus Kraftwerken der VERBUND AG verdient außerdem der Energiekonzern EnBW AG geringfügig am Strombezug mit, da er indirekt an der VERBUND AG beteiligt ist. Außerdem ist der EnBW an der Kraftwerksbetreibergesellschaft VERBUND Innkraftwerke GmbH indirekt beteiligt. Eine direkte Einflussnahme durch EnBW auf VERBUND kann jedoch aufgrund des Umfangs der Beteiligungen ausgeschlossen werden.

 

Die Recherchen für den aktuellen Bericht wurden zwischen August und November  2019 durchgeführt. Für den Bericht sind wir in weiten Teilen auf die, uns vom Anbietern zur Verfügung gestellten Informationen angewiesen.