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Die Green City Power GmbH hat im Frühjahr 2017 die Belieferung von Privatkunden und Gewerbekunden deutschlandweit aufgenommen. Sie ist Tochter der Green City AG – welche  außerdem im Bereich der Projektierung von erneuerbaren Kraftwerken und der Entwicklung von Elektromobilität tätig ist. Darüber hinaus führt sie Beratungs- und Beteiligungsprozesse zum Thema Stadtplanung durch und bietet Kapitalanlagen in eigene Projekte und Aktien der Green City AG an. Hinter der Green City AG steht als Hauptaktionär der gemeinnützige Verein Green City e.V.

Der Münchener Verein Green City e. V. wurde 1990 unter dem Namen "München 2000 Autofrei" gegründet. Neun Jahre später realisierte der Verein seine erste Bürgerbeteiligungs-Solaranlage auf Münchener Dächern - mit 225,8 kWp der damals weltweit größte Bürgersolarpark. 2005 wurde die Tochtergesellschaft Green City Energy GmbH gegründet, aus der die GreenCity AG entstand, welche schrittweise in andere Geschäftsbereiche expandierte.

Woher kommt der Strom von Green City Power?

Der Strom-Mix von Green City Power setzte sich im Jahr 2018 wie folgt zusammen: 92 % stammten aus Laufwasserkraftwerken, 7 % aus Windkraftanlagen und 1 % aus Fotovoltaikanlagen.

Im Jahr 2018 bezog Green City Power Strom von zehn Kraftwerken in Deutschland, darunter fünf Wind- und Solaranlagen. Der Strombezug aus Anlagen mit einem Anlagenalter von maximal zehn Jahren lag 2018 bei 17,4%. 82,6% wurden aus Anlagen bezogen, die 21 Jahre oder älter sind. Detaillierte Informationen zu den Kraftwerken und deren Eigentümern können in der Tabelle weiter unten zum Download eingesehen werden.

Wie investiert Green City Power in die Energiewende?

Die von Green City Power in die Realisierung von Neuanlagen investierten Mittel betragen ca. 3% des Umsatzes (Bezugsjahr 2018) und entsprechen ca. 0,7 Cent / Kilowattstunde (kWh).

Green City investiert in den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien. So wurden insgesamt 350 Energieanlagen (Solar, Wind, Wasser, Biogas) mit einer Gesamtleistung von 244 Megawatt ans Netz gebracht.

Die Green City Power GmbH hat seit 2018 verschiedene Mieterstromprojekte realisiert und im Januar 2020 in München die erste öffentliche Ladesäule in Betrieb genommen. Mit den Tarifen "Green City Power2Drive" und "Green City Power2Heat" werden Elektromobilitäts- und Wärmepumpentarife angeboten.

Das Unternehmen Green City Power

Rund 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten derzeit für die Green City AG an den Standorten München und Toulouse. Die Green City Power GmbH ist als Stromlieferant für private und gewerbliche Endkunden sowie als Projektierer von Mieterstromprojekten und Ladeinfrastruktur Teil dieser Gruppe. Geschäftsführer der Green City Power GmbH sind Jens Mühlhaus und Michael Renninger.

Die Muttergesellschaft, die Green City AG, ist mehrheitlich im Besitz des gemeinnützigen Münchener Vereins „Green City e.V.“ (53,6% der Anteile). 12,6 % der Anteile werden von Mitarbeiter*innen der GreenCity AG gehalten. Die restlichen 33,8% befinden sich im Streubesitz. Die Aktien sind nicht an der Börse notiert und sind über die Handelsplattform der Green City AG handelbar.

Neben der Green City Power gibt es vier weitere Geschäftsbereiche der Green City AG: Green City Renewables, Green City Finance, Green City Drive und Green City Experience. Diese bieten verschiedene Dienstleistungen rund um die Planung, Realisierung, Finanzierung und den Betrieb von Erneuerbarer-Energien-Anlagen an, entwickeln Mobilitätskonzepte und führen Beratungs- und Beteiligungsprozesse durch.

Kooperationen: Im Rahmen eines Joint-Ventures hat Green City mit der Emmy Green City GmbH 400 E-Roller finanziert, die in München zum Verleih stehen.

Wirtschaftliche Verflechtungen der Kraftwerksbetreiber

Der Wasserkraftanteil des 2018 von GreenCity Power bezogenen Stroms stammte aus Laufwasserkraftwerken der VERBUND Innkraftwerke GmbH. Die VERBUND AG als Muttergesellschaft ist mehrheitlich im Besitz der Republik Österreich und gewinnt 95 % ihres Stroms aus Wasserkraft, betreibt aber aktuell immer noch auch ein mit Steinkohle und Gas befeuertes Heizkraftwerk in Österreich.

Durch den Strombezug aus Kraftwerken der VERBUND AG verdient außerdem der Energiekonzern EnBW AG geringfügig am Strombezug mit, da er indirekt an der VERBUND AG beteiligt ist. Außerdem ist EnBW an der Kraftwerksbetreibergesellschaft VERBUND Innkraftwerke GmbH indirekt beteiligt. Eine direkte Einflussnahme durch EnBW auf VERBUND kann jedoch aufgrund des Umfangs der Beteiligungen ausgeschlossen werden.

Die Recherchen für den aktuellen Bericht wurden zwischen Dezember 2019 und Januar 2020 durchgeführt. Für den Bericht sind wir in weiten Teilen auf die uns vom Anbieter zur Verfügung gestellten Informationen angewiesen.