Wie öko ist der Ökostrom?

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Die empfohlenen Anbieter im Überblick
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ROBIN WOOD legt aktuellen Recherchebericht vor: Sieben bundesweite Ökostrom-Anbieter sind empfehlenswert. Die Rechercheergebnisse veröffentlicht die Umweltorganisation heute online in ihrem Ökostrombericht. Die empfehlenswerten Anbieter sind nicht direkt verflochten mit Kohle- oder Atomkonzernen, sie investieren in Erneuerbare Energien, und ihr Strom stammt zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien. Ein Wechsel zu diesen Ökostromanbietern bringt daher die Energiewende voran. Erfüllt werden die ROBIN WOOD-Kriterien von: Bürgerwerke, Elektrizitätswerke Schönau, Greenpeace Energy, Naturstrom, Polarstern sowie Ökostrom+/Solidarstrom. Das Unternehmen Lichtblick wird von ROBIN WOOD ebenfalls empfohlen – allerdings mit der kleinen Einschränkung, dass ein Prozent des Strommixes bei Lichtblick aus Erdgas-betriebener Kraft-Wärme-Kopplung stammt.

Inzwischen liegt der Anteil der Erneuerbaren Energien in Deutschland bei rund 30 Prozent an der gesamten Stromerzeugung. Damit hat sich auch der Ökostrom-Markt in den letzten Jahren zum Massenmarkt entwickelt. Nahezu jedes Unternehmen und jedes Stadtwerk vermarktet heutzutage Strom als Ökostrom. Viele Ökostrom-Angebote aber bieten keinen neuen Nutzen für die Umwelt und das Klima. Einerseits wird Strom aus seit Jahrzehnten bestehenden Laufwasserkraftwerken schlicht als Ökostrom gelabelt und verkauft. Andererseits handeln die meisten Unternehmen – oftmals in Tochtergesellschaften oder in konventionellen bzw. GewerbekundInnen-Tarifen – weiterhin mit Atom- und Kohlestrom.

Um den KundInnen den Wechsel zu einem Ökostromanbieter zu erleichtern, der die Energiewende tatsächlich voranbringt, gibt ROBIN WOOD seit etlichen Jahren den Ökostrom-Recherchebericht heraus. Er liefert aktuelle, nachvollziehbare und transparente Empfehlungen für Ökostrom. Der Bericht enthält Kurzportraits der Anbieter sowie tabellarische Übersichten über die Kraftwerke, aus denen die Unternehmen ihren Strom beziehen.

„ROBIN WOOD ruft alle Strom-KundInnen dazu auf, jetzt zu einem empfehlenswerten Ökostromanbieter zu wechseln. Der Wechsel geht einfach und schnell. Meist kostet der Ökostrom nicht mehr, je nach Region sogar weniger, als der umweltschädliche normale Strommix“, erläutert Philip Bedall, ROBIN WOOD-Energiereferent.

Die Umweltorganisation wird auch künftig den Ökostrommarkt genau beobachten und arbeitet bereits daran, die Kriterien weiter zu entwickeln. Denn neben den bundesweit tätigen Anbietern sind inzwischen zahlreiche regionale Angebote etwa von Bürgerenergiegenossenschaften und Stadtwerken entstanden.

„Wir befürworten eine dezentrale Energiewende“, sagt Bedall. „Daher möchten wir künftig Anbieter, die den Strom aus Anlagen beziehen, die sich im Besitz von Bürgerenergiegesellschaften oder auch im Privatbesitz befinden, ebenfalls positiv herausstellen.“
 

Für Rückfragen:
Dr. Philip Bedall, Energiereferent, Tel. 040 / 380 892 21, energie(at)robinwood.de
Ute Bertrand, Pressesprecherin, Tel. 040 / 380 892 22, presse(at)robinwood.de