Aktion, Verkehr, Wald
13. September 2010

Gericht verhandelt hinter verschlossenen Türen gegen Umweltaktivisten

Am kommenden Donnerstag, 16.September, um 10 Uhr beginnt vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten der dritte Verhandlungstag im Strafprozess gegen einen Berliner Kletteraktivisten und Flughafenausbaugegner. Im Zusammenhang mit einer Baumbesetzung im August 2009 im Kelsterbacher Wald gegen den Bau einer weiteren Landebahn für den Frankfurter Flughafen wirft ihm die Staatsanwaltschaft Hausfriedensbruch vor. Der Strafbefehl fordert 15 Tagessätze. Am zweiten Prozesstag – er fand in einem Hochsicherheitssaal statt – schloss der Richter jegliche Öffentlichkeit vom gesamten weiteren Verfahren aus. Donnerstag sollen als erste Zeugen zwei Staatsschützer aus Frankfurt eingeflogen werden.

Unterstützer_innen des Aktivisten treffen sich am Donnerstag um 9:30 Uhr vor dem Eingang Wilsnacker Straße.

Verkehr, Wald, Welt retten
8. Juni 2010

Autobahn durch Absurdistan

A44 Infografik

Die Infografik zur A44 (Sebastian Vollnhals / Robin Wood, Lizenz: CC BY-SA)

Quer durch Naturparks, FFH-Gebiete und das Grüne Band soll in Hessen und Thüringen die Autobahn A44 gebaut werden. Seit Jahren befindet sich die Trasse in absurden Schwebesituationen ungenehmigter, unplanbarer und unbezahlbarer Unmöglichkeiten. Das einzige, 2005 fertig gestellte Teilstück befindet sich abgeschnitten mitten in der Landschaft, immerhin kommen die Menschen so komfortabel von Hessisch-Lichtenau nach Walburg.

Anlässlich unseres Protestes im Wald bei Kaufungen am kommenden Sonntag haben wir die Situation rund um dieses widersinnige Verkehrsprojekt in einer wunderbaren Infografik (PDF) zusammengefasst. Natürlich sind alle herzlich eingeladen, sich vor Ort bei einer Waldbegehung (14:00 Uhr) selbst ein Bild vom Wald zu machen und das Klettern in Bäumen selbst auszuprobieren (12:00 Uhr). Wir treffen uns unweit der geplanten A44 auf dem Wanderparkplatz Ziegelhütte / Ruheforst und freuen uns über alle Menschen, die den Weg zu uns ins hessische Absurdistan finden.

Papier, Tropenwald, Wald
20. April 2010

Wälder werden heruntergespült

Foto: Wikipedia/gemeinfrei

27.000 Bäume werden jeden Tag die Toilette herunter gespült, stellt ein Bericht des World-Watch-Instituts fest. Der Gebrauch von Toilettenpapier nimmt weltweit zu und erreicht dramatische Größenordnungen. Rund 10 Prozent des verwendeten Papiers werden einfach in der Toilette runtergespült und ist eben selbstverständlich nicht wieder zu verwenden.

ROBIN WOOD empfiehlt den Gebrauch von recyceltem Toilettenpapier, für das keine Frischfasern verwendet werden und was auch wesentlich weniger Wasser in der Produktion verbraucht.

Aktion, Wald
20. März 2010

Keine Beschneidung des Baumschutzes in Sachsen

Am Freitag protestierten Aktive von ROBIN WOOD gegen die von der sächsischen Staatsregierung geplanten Änderungen von Umwelt- und Baumgesetzen. Besonders dramatisch ist die Absicht, den Kommunen das Recht zu nehmen, in Satzungen wie bisher den Baumschutz auch für Wohngrundstücke zu regeln.

Proteste zur Änderung der Baumsatzung in Dresden

Proteste zur Änderung der Baumsatzung in Dresden

Unter anderem soll es Privatpersonen so möglich sein, Bäume auf privatem Grund einfach zu fällen. Bäume sind aber kein Privateigentum, sondern gehören der Allgemeinheit, argumentieren unsere Aktiven.

Und gerade dies ist auch ein Beispiel zu verpflichtendem Eigentum in jedem Jura-Kurs: Ein Baum auf einem Privatgrundstück kann eben nicht einfach gefällt werden, sondern er gehört auch der Allgemeinheit. Dies will die Staatsregierung in Sachsen nun ändern.

Dagegen stemmen sich nicht nur die sächsischen Naturschutzverbände, sondern auch kommunale Spitzenverbände, die die Kommunen und Landkreise vertreten, wie der Sächsische Städte- und Gemeindetag und der Sächsische Landkreistag. Auch  Naturparkverwaltungen, Landschaftspflegeverbände und Baumschulen wenden sich gegen die Aufhebung des Baumschutzes.

Mit einem großen Transparent verliehen die Aktiven vor dem Sächsischen Landtag Ausdruck. Zu den von der Staatsregierung geplanten Änderungen von Umweltgesetzen hatten die Oppositionsparteien Linke, SPD und Grüne eine  Sachverständigenanhörung durchgesetzt.

Klima, Verkehr, Wald
3. Februar 2010

Offener Brief an VW und Film zum Querumer Forst

In einem von ROBIN WOOD initiierten offenen Brief fordern acht Umweltverbände von VW, die Arbeiten im Querumer Forst bei Braunschweig zu stoppen.

Der Querumer Forst soll für eine Verlängerung der Start- und Landebahn des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg gefällt werden. Dies ist für VWs Firmenjet nötig, damit die Manager nicht mehr wie bisher ca. 60km fahren müssen, um im voll betankten Flugzeug um die Welt zu reisen.

Der NABU Niedersachsen hatte versucht, auf gerichtlichem Weg einen Baustopp zu erzwingen, leider ohne Erfolg. Vom Flughafenausbau betroffen ist ein Naturschutzgebiet mit mehr als 200 Jahren alten Eichen und Hainbuchen gibt. Noch können die sinnlosen Arbeiten gestoppt werden, auch wenn bereits einige Hektar Wald gefällt wurden.

Auch extra3 nahm sich des Problems an und kommentierte das Projekt in gewohnt ironischer Weise.

Mitunterzeichner des offenen Briefes zur Rettung des Querumer Forsts sind u.A. der BUND Niedersachsen  und das Forum für Umwelt und Entwicklung.

Aktion, Klima, Verkehr, Wald
18. Januar 2010

Galadiner und Kettensägen

Am Samstag, den 16. Januar, lud VW zum Galadiner “Gaumenfreude und Klassik” in die Gläserne Fabrik in Dresden. ROBIN WOOD-AktivistInnen verteilten Flugblätter “Kettensägen und Beton statt Gaumenfreude und Klassik” an die Gäste und spannten ein Transparent “Stoppt VW. Rettet 60.000 Bäume”. Sie protestierten damit gegen die Baumfällungen im Querumer Forst und forderten von VW:

  • Verzichten Sie sofort auf den Ausbau des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg!
  • Stoppen Sie den Kahlschlag im Querumer Forst!
  • Machen Sie ernst mit Klima- und Umweltschutz!
Galadiner und Kettensägen

Aktion bei Volkswagen in Dresden: Galadiner und Kettensägen

Aktion, Klima, Verkehr, Wald
16. Januar 2010

Rodungen im Querumer Forst blockiert

Im Querumer Forst haben mehr als 100 Menschen die Rodungsarbeiten für eine Verlängerung der Startbahn des Flughafens Braunschweig/Wolfsburg blockiert.

Die Umweltschützer, meist Anwohner_innen aus dem Nachbarort, gingen in das Gebiet und blockierten die sogenannten Harvester. Polizei und Waldarbeiter brachen darauf hin die Arbeiten ab.

In der Nähe ist auch ein Waldcamp entstanden, um gegen die Fällungen zu protestieren. Die Einwohner_innen blockierten unter anderem Baumaschinen durch eine Sitzblockade für mehr als eine Stunde.

Der Flughafen soll im Wesentlichen für VW ausgebaut werden. Ein gefällter Baum bindet im Übrigen die durchschnittlichen Jahresemissionen eines VW-Mittelklassewagens. 60.000 Bäume sollen gefällt werden.

Die Fällungen im Querumer Forst und der Bau der Moorburgtrasse zeigen einige Gemeinsamkeiten: Bei beiden Projekten wurden und werden die Interessierte ausgeschlossen. Eine Teilnahme an den Planungsentscheidungen ist bei beiden Projekten ausgeschlossen und Klagen der Umweltverbände wurden abgewiesen.

Um so wichtiger ist es zu zeigen: So nicht!

Aktion, Verkehr, Wald
11. Januar 2010

Umweltschützer blockieren Rodungsarbeiten für den Ausbau des Braunschweiger Flughafens

Der Harvester im Querumer Forst legte am Sonntagmorgen (10.1.10) vorübergehend eine Zwangspause ein. Rund 30 Leute waren in den abgesperrten Bereich gelangt, in dem Bäume für die Verlängerung der Landebahn des Braunschweiger Flughafens gefällt werden sollen. Der Harvester stellte daraufhin bis zum Nachmittag seine Arbeiten ein. Bislang ist eine etwa fünf Fußballfelder große Fläche gerodet.
Weitere Hintergrund-Infos dazu gibt es hier.

Treffpunkt für alle, die die Proteste unterstützen wollen, ist täglich um 15 Uhr am Sportplatz in Waggum.

Aktion gegen die Landebahnverlängerung am Braunschweiger Flughafen am 10.1.2010

Aktion, Energie, Klima
18. Dezember 2009

Baumbesetzung gegen die Moorburg-Trasse

Was wäre ROBIN WOOD nur ohne Baumbesetzungen? Da Vattenfall gerade eine Fernwärmetrasse vom Kohlekraftwerk Moorburg nach Hamburg baut, und da den Bauarbeiten zufällig ein kleiner Park im Weg stand, haben Kletter_innen die Initiative ergriffen und die Bäume besetzt.

Baumbesetzung gegen Klimakiller Vattenfall

Baumbesetzung gegen Klimakiller Vattenfall

Wald
17. Dezember 2009

Ein Kessel Bäume

Schön, dass auch BILD auf unsere Informationen zum umweltverträglichen Weihnachtsbaumkauf hinweist. In unseren Tipps findet sich der schöne wie sinnvolle Satz

Wer glaubt, es sei ökologisch besonders verantwortungsvoll, statt eines geschlagenen Weihnachtsbaums einen mit Wurzeln und Topf zu erstehen, der irrt gewaltig. Der größte Teil dieser Bäume überlebt das Weihnachtsfest nur wenige Wochen oder Monate

Und was empfiehlt das ökologische Gewissen der kleinen Leute namens BILD zum Thema ökologischer Weihnachtsbaum?

Noch länger hat man die Freude an frischen Nadeln allerdings, wenn der Baum samt Ballen ausgegraben und wieder eingepflanzt wird. Gärtnereien könnten auf dieser Basis sogar Bäume vermieten. Doppelter Umweltschutz, denn so entfallen auch die Belastungen einer Entsorgung.