Tropenwald
28. Mai 2010

Indonesiens Abholzungsstopp – nur heiße Luft?

Aktuell in Indonesien: Wilmar, der Palmöllieferant von Rama-Hersteller Unilever zerstört Tropenwälder für neue Plantagen (Foto: Nordin / ROBIN WOOD)

Indonesiens Ministerpräsident Yudhoyono machte ordentlich tam tam mit seiner Ankündigung, einen Abholzungsstopp für Indonesiens Wälder in Kraft treten zu lassen. Norwegens Ministerpäsident Stoltenberg stand ihm dabei zu Seite, denn das nordeuropäische Land will Indonesien dafür eine Milliarde Dollar überweisen. Das Medienecho war gewaltig, von „Durchbruch für den Waldschutz“ war sogar die Rede.

Ich bin da wesentlich skeptischer. Zum einen ist unklar, wie Indonesien Zentralregierung eine solche Regelung umsetzen will und kann. Schon jetzt wird geltendes Umweltrecht häufig mit Füssen getreten. Zum anderen soll der Abholzungsstopp nicht geltende Verträge berühren und erst mal nur für 2 Jahre bei neuen Projekten angewendet werden. Es ist deshalb zu erwarten, dass Holzfällerbanden und Palmöl-Mafiosis auf Ihrem Vernichtungsfeldzug gegen Indonesiens Wälder erst mal nicht gestoppt werden. Eine gute Analyse in englischer Sprache findet Ihr dazu auf REDD-Monitor.

Aktion, Tropenwald, Welt retten
19. Mai 2010

Videos: Protest gegen Unilever in Rotterdam und London

Jetzt gibt es zwei Videos jeweils von unseren Protestaktionen bei den Aktionärsversammlungen von Unilever in Rotterdam und London. Wir haben mit zwei Kletteraktionen gegen die Regenwaldzerstörung durch Palmölplantagen protestiert und uns direkt an die Aktionäre von Unilever gewandt, um der Verwendung von Palmöl aus Raubbau Einhalt zu gebieten. (weiterlesen …)

Aktion, Tropenwald
17. Mai 2010

Hattrick

Aktion, Tropenwald
12. Mai 2010

Unilever kriegt sein Fett weg

Kletteraktion in London (Foto: C. Grodotzki / ROBIN WOOD)

Den Aktionär_innen der Unilever-Hauptversammlung in London bietet sich heute beim Blick aus dem Fenster ein besonderes Bild: ROBIN WOOD-Kletter_innen haben vor dem Queen Elizabeth II Conference Centre ein Banner gespannt, mit dem sie das skrupellose Palmölgeschäft von Unilever anprangern. Jede/r Aktionär_in soll wissen, auf wessen Kosten der Konzern seine fetten Gewinne erwirtschaftet.

Aktion, Tropenwald
11. Mai 2010

Erneut Protest gegen Palmöl aus Raubbau bei Unilever

ROBIN WOOD-Protest bei der Unilever-Hauptversammlung in Rotterdam (Foto: ROBIN WOOD/Christian Grodotzki)

Der weltweit größte Verbraucher von Palmöl, UNILEVER, hat heute Besuch von ROBIN WOOD-Aktivist_innen bekommen. ROBIN WOOD fordert, dass Unilever auf Palmöl aus Raubbau verzichtet. Der Konzern soll insbesondere seine Lieferanten darauf verpflichten, keine neuen Palmöl-Plantagen mehr anzulegen. Protestiert wurde bei der Hauptversammlung des Konzerns in Rotterdam und auch vor der Deutschland-Zentrale in Hamburg. Zum Protest in der Hamburger Hafen-City gibt es ein YouTube-Video .

Klima, Tropenwald
19. März 2010

Video-Spot(t): Rama – Urwald auf’s Brot!

ROBIN WOOD-Aktive haben im Rahmen der Palmölkampagne einen Anti-Werbe-Spot gemacht, der die aktuelle “Rama”-Werbung auf die Schippe nimmt. Hintergrund ist, dass in “Rama” nicht nur vielbeworbene Nährstoffe stecken, sondern auch viele Tausend Hektar gerodeter Tropenwald. Ach so gesund ist die Unilever-Margarine also weder für den Tropenwald noch für seine Bewohner_innen…

Mehr Infos auf unserer Webseite.

Tropenwald
18. Dezember 2009

Unilever wird seiner Verantwortung bislang nicht gerecht

Obwohl Unilever von ROBIN WOOD auf die skandalösen Zustände bei seinem Palmöl-Lieferanten Wilmar hingewiesen wurde, ist die Reaktion des Konsumgüter-Konzerns bislang enttäuschend.

Wilmar ist einer der größten Palmölkonzerne der Welt und verfolgt in Indonesien einen aggressiven Expansionskurs – auf Kosten der Naturflächen in Indonesien. Dies ist ein Desaster für das Weltklima und die Menschen in Indonesien.

Bislang hat Unilever Wilmar nicht erkennbar in seinen Expansionsplänen gestoppt. Konkret geht es um mehr als 130 000 ha Naturflächen, die Wilmar bald zur Palmöl-Wüste umwandeln will. Unilever (Knorr, Rama, Langnese) muss Wilmar bei seinen Expansionsplänen in die Schranken weisen.

Die Öffentlichkeit erwartet von Unilever, dass sich das Unternehmen durch Taten seiner Verantwortung für den Klimaschutz und die Menschenrechte stellt. Unilever muss endlich selbst eine aktive Rolle bei der Lösung der – durch seine Nachfrage verursachten – Probleme übernehmen. ROBIN WOOD wird gemeinsam mit seinen indonesischen Partner-NGOs die weitere Entwicklung genau beobachten und die Öffentlichkeit durch geeignete Aktivitäten informieren.

Energie, Klima, Tropenwald
5. Dezember 2009

Auch Vattenfall vernichtet Regenwald

Wie die Umweltorganisation Rettet den Regenwald bekannt gemacht hat, beteiligt sich der Atom- und Kohlekonzern Vattenfall an der Vernichtung des Regenwaldes. Im Fernheizwerk Neukölln wird Palmöl verheizt, das vor allem auf gerodeten Regenwaldflächen produziert wird.

Perfider Weise lässt sich Vattenfall diesen Umweltfrevel mit 1,1 Millionen Euro Förderung nach dem EEG bezahlen.

Mit einem Stromanbieterwechsel allein ist es in diesem Fall nicht getan, eine Protestmail an die Verantwortlichen ist aber auf alle Fälle sinnvoll.

Update (9.12.): Vattenfall hat reagiert:

Das Fernheizwerk Neukölln setzt für den Betrieb der Anlagen Palmöl ein, das im Sinne des Erneuerbaren Energien Gesetzes als nachwachsender Rohstoff aus landwirtschaftlichen Betrieben anerkannt ist. Die Lieferanten sind zudem im RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil – wvw.rspo.org) engagiert und setzen sich für die nachhaltige Palmölproduktion ein.

Obwohl sich Palmöl im Ergebnis des Projektes als Ersatzbrennstoff für Heizöl grundsätzlich bewährt hat, wird das Fernheizwerk Neukölln zum Ende dieses Jahres auf die Erzeugung von Strom und Wärme mit Palmöl vezichten.

[...]

Ausschlaggebend für unsere Entscheidung ist, dass es bisher keine Palmöl- Erzeugungskette gibt, in der alle Kriterien eines langfristig nachhaltigen und verlässlichen Einsatzes von Palmöl gesichert und garantiert sind.

Also zumindest kein Regenwald-Palmöl mehr bei Vattenfall, sondern “nur” noch Braunkohle und Atomstrom. Immerhin: Sogar Vattenfall findet den “Runden Tisch für nachhaltiges Palmöl” suspekt.

Aktion, Klima, Tropenwald
26. November 2009

Mit Unilever in die Klimakatastrophe

Knorr, Lagnese und Rama kennen wir alle. Das sind Marken des Lebensmittelkonzerns Unilever, dem größten Abnehmer von Palmöl für Lebensmittel.

Für den Anbau von Ölpalmen wird Regenwald abgeholzt,  Heute haben wir den Werken von Unilever in Pratau, Kleve, Heilbronn, Heppenheim und Auerbach jeweils einen kleinen Besuch abgestattet, um Unilever dazu zu bewegen, die weitere Expansion der Palmölplantagen in Indonesien zu verhindern.

Nach drei Stunden des friedlichen Protestes mit Kletteraktionen und Tripods gab Unilever nach: Wir erhielten die Zusage des Konzernsprechers, dass Unilever die Umsetzung unserer Forderungen von Zulieferern einfordern wird. Im Januar werden wir nachprüfen, ob Unilever es ernst meint und sich tatsächlich was getan hat. Falls nicht, werden wir wohl noch nachdrücklicher fordern müssen, dass die Regenwaldvernichtung gestoppt wird.

Update (3.12.): Jetzt gibt es ein Video der Protestaktion in Auerbach