Aktion, Energie
25. August 2011

Urananreicherung in Gronau stilllegen – Widerstandscamp

Während die offizielle deutsche Politik vom Atomausstieg redet, wird im westphälischen Gronau Schritt für Schritt der Ausbau der Urananreicherungsanlage voran getrieben. Gut, wenn die regionalen Anti-Atom-Gruppen daher nicht locker lassen und die sofortige Stilllegung dieser Atomanlage weiter einfordern. Auch ROBIN WOOD ist an diesen Protesten beteiligt. Jetzt rufen die regionalen Gruppen, darunter das SOFA aus Münster, zu einer nächsten Aktion auf: Vom 17. bis 18.9. wird es in Gronau ein internationales Vernetzungscamp geben, an dem auch russisches Gäste teilnehmen werden. In Russland lagert ein Großteil des in Gronau entstandenen Atommülls. Eine ausführliche Einladung gibt es unter www.urantransport.de

Für den Betrieb der Atomkraftwerke muss der Anteil des spaltbaren Uran 235 auf ca. fünf Prozent angereichert. Im Uranerz beträgt dieser Anteil normalerweise nicht mal ein Prozent. Von ehemals 1.000 Tonnen soll die UAA Gronau auf eine Anreicherungsmenge von 4.500 Tonnen erweitert werden. Die Genehmigung dafür hat in 2005 die damalige rot-grüne Landesregierung von Nordrhein-Westphalen erteilt. Aktuell können dort 3.200 Tonnen verarbeitet werden. Mehr über die UAA Gronau.

Prüfen statt abschalten?

Statt am Ausstieg wird in Gronau also am Ausbau der Atomenergie gearbeitet. Im Juni – als Folge der Katastrophe von Fukushim hat der Bundesrat sich für die Stilllegung der UAA Gronau ausgesprochen. (Drucksache 340/11 (Beschluss)). In die Neufassung des Atomgesetzes ist diese Forderung allerdings nicht aufgenommen worden. Außerdem hat die Landesregierung in NRW angekündigt, eine Sicherheitüberprüfung in Gronau durchzuführen. Allerdings: Ergebnisse sollen nicht vor 2013 vorliegen. Man wolle sich aber – so ein Sprecher des zuständigen Wirtschaftsministeriums – “bemühen”, Teilergebnisse schon “früher” verfügbar zu machen.

Unabhängig von dieser Überprüfung der zuständigen Atomaufsicht auf Landesebene will nun auch noch die Entsorgungskommission, ein Beratungsgremieum des Bundesumweltministeriums, einen “Crash-Test” für die UAA Gronau (und die Brennelementefabrik in Lingen) auf den Weg bringen. Analog dem “Crash-Test” über die deutschen AKWs sollen dann auch Risiken wie Flugzeugabstürze, Erdbeben, Hochwasser etc. geprüft werden. Ergebnisse dieser Untersuchung, die im Herbst anlaufen soll, werden für das zweite Quartal 2012 erwartet.

Der grüne Abgeordnete Oliver Krischer hat sich nun vom wissenschaftlichen Dienst des Bundestages bescheinigen lassen, das zumindest eine Befristung des Betriebs der UAA Gronau möglich sei. Welche Konsequenzen die Grünen in NRW und im Bund aus dieser Stellungnahme ziehen werden, ist bislang offen.

Der Politik Beine machen!

Es gibt also gute Gründe, dass die Anti-Atom-Bewegung nicht locker lässt. Das Widerstandscamp am 17. und18. September ist ein nächster Schritt, um den Druck auf die rot-grüne Landesregierung zu erhöhen und weitere Aktionen und Projekte für die Stilllegung der UAA voranzubringen.

Aktion, Energie
24. August 2011

Keine Feier im AKW Brokdorf

E.on hat die für den 1. September geplante Jubelfeier zum 25 jährigen Betriebsjubiliäum des AKW Brokdorf abgesagt. Als Begründung gab ein E.on-Sprecher an, dass die wirtschaftliche Lage des Konzerns kein Grund zum Feiern sei. E.on plant weltweit ca. 11.000 Stellen zu streichen, nachdem der Konzern insgesamt einen Schuldenberg von 30 Mrd. Euro in den letzten Jahren aufgebaut hat.

AtomkraftgegnerInnen, die für die geplante Feier Gegenaktivitäten angekündigt hatten, sehen in diesem Schritt einen kleinen Erfolg: “Widerstand lohnt sich”, stellte Dirk Seifert, Energiereferent von ROBIN WOOD fest. “Das E.on im Angesicht der Katastrophe von Fukushima überhaupt an eine Feier gedacht hat, ist schon unanständig gewesen.”

E.on plant außerdem, den Reaktor in Brokdorf möglichst schnell mit nur halber Leistung wieder in Betrieb zu nehmen. Ein entsprechender Antrag zum Wiederanfahren ist bei der Atomaufsicht in Kiel eingereicht. Kurz nach der letzten Revision im AKW Brokdorf musste die Anlage nach dem Totalcrash eines Transformators abgeschaltet werden. Jeder Tag Stillstand kostet E.on laut Pressemeldungen rund eine Million Euro Einnahmeverlust. Daher will E.on das AKW Brokdorf nun mit nur noch einem Transformator so schnell wie möglich wieder in Betrieb nehmen, notfalls eben mit nur halber Leistung.

“Wirtschaftliche Not bei E.on ist nicht gerade ein Hinweis, dass Sicherheit an höchster Stelle steht”, so Dirk Seifert. Auch das AKW Brokdorf ist nicht gegen Abstürze großer Verkehrsflugzeuge gesichert und sollte sofort stillgelegt werden.

Die geplanten Gegenaktivitäten am 1. September der Anti-Atom-Initiativen sind ABGESAGT! Heute Abend findet in Itzehoe eine Informationsveranstaltung zur Unsicherheit des AKW Brokdorf statt. Rechtsanwalt Dr. Ulrich Wollenteit wird über die “Rechte von Nachbarn gegen Atomanlagen” referieren. Ort: „Himmel und Erde“, Kirchenstr. 5, 25576 Itzehoe, Beginn: 19.30 Uhr.

Dirk Seifert, Energiereferent ROBIN WOOD, 040-380892-21, energie@robinwood.de

Prozess, Verkehr
11. Juli 2011

Prozess gegen die S21-Baggerbesetzer_innen geht in die zweite Runde

Am kommenden Dienstag, den 12. Juli, findet um 13:30 vor dem Landgericht in Stuttgart die Fortsetzung des Verfahrens gegen einen der Baggerbesetzer_innen vom 30.08.10 statt. Damals war einer der Bagger, der den Nordflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs anreißen sollte besetzt worden. Dem Angeklagten wird von der Staatswanwaltschaft Hausfriedensbruch vorgeworfen und das Amtsgericht verurteilte ihn zu 30 Tagessätzen a 10 Euro. Gegen dieses Urteil hatte der Angeklagte Berufung eingelegt.
Auf der Demonstration am 09.07. gegen S21 (Foto: Chris Grodotzki | visual-rebellion.com)

Auf der Demonstration am 09.07. gegen S21 (Foto: Chris Grodotzki | visual-rebellion.com)

Den Bagger besetzten insgesamt drei Personen, deren gemeinsames Verfahren bereits in der ersten Instanz in zwei seperaten Prozessen verhandelt wurde. Grund dafür war die Abwesenheit am Prozesstermin zweier Angeklagter sowie der Weigerung des Gerichts diesen Termin zu verschieben. Daraufhin wurde nur gegen einen Baggerbesetzer verhandelt dessen Berufungsverfahren am kommenden Dienstag stattfindet. Die zwei anderen Angeklagten wurden vor dem Amtsgericht ebenso verurteilt. Gegen dieses Urteil wurde von ihnen Berufung eingelegt. Eine Zusammenlegung mit gemeinsamen Prozesstermin aller Verfahrensbeteiligten wurde von dem Gericht mit der Begründung, es läge keine Berufung vor, abgelehnt. Der Berufungstermin der beiden weiteren Angeklagten steht noch aus.

Ebenso hat das Gericht einer Verschiebung des Termins am kommenden Dienstag nicht zugestimmt. Obwohl der Angeklagte im zweiten Prozess seinen Anwalt wechselte und dieser zum Prozesstermin aufgrund anderer Termine nicht erscheinen kann, weigert sich das Gericht den Prozess zur verlegen. Begründet wird dies damit, dass die Absprache mit der vorherigen Anwältin auch von zukünftigen eingehalten werden müssen, ansonsten würde das Verfahren durch Wechsel von Rechtsanwälten unnötig in die Länge gezogen werden. Ob der Angeklagte zum Prozess einen Rechtsanwalt zur Verfügung hat ist zum jetzigen Zeitpunkt unklar.
Wenn ihr die Angeklagten unterstützen wollt gibt es hier ein Schreiben an Wolff und Müller, das ihr beliebig ändern könnt. Euren fertigen Brief schickt, faxt oder mailt an:

Wolf und Müller Spezialbau GmbH und Co KG -
Schwieberdinger Straße 107 – 70435 Stuttgart
Telefax +49 711 8204-335
info@wolff-mueller.de

Besetzung des Abrissbaggers durch Aktivist_innen von ROBIN WOOD und den Parkschützern (Foto: Bei Abriss Aufstand)

Weitere Informationen: http://www.robinwood.de/tag/baggerbesetzung/

von Benni

Blog, Vereinsmeierei
29. Juni 2011

ROBIN WOOD im Kino

Im März 2012 kommt ein neuer Film mit Namen „Was weg ist, ist weg“in die Kinos. Das Filmprojekt, welches seinen Ursprung in der bayrischen Provinz hat, spielt in den 80er Jahren und beschreibt den Weg eines Jungen, der, zwischen Familienproblemen und Umweltschutz hin- und hergerissen seinen Weg zur Rainbow-Warrior macht. Auch unser Lieblingsverein ROBIN WOOD bekam in dem Film eine kleine Rolle: Extra zu diesem Zweck reisten Ende Mai ein Aktivist und eine Aktivistin an, um den dortigen ROBIN WOOD Infostand gebührend zu betreuen.

ROBIN WOOD Infostand - zurück in den 80ern (Foto: Alexander Gerschner / ROBIN WOOD)

ROBIN WOOD Infostand - zurück in den 80ern (Foto: Alexander Gerschner / ROBIN WOOD)

Wir steuerten einige Originalbanner aus der Beginnerzeit der Rowos bei, die den Marktplatz des kleinen Örtchens verschönerten. Leider konnten wir uns nicht verkneifen, die etwas schlampig aufgehangenen Transpis auch professionell und ordentlich zu richten :) Ansonsten war es, wie meistens bei solchen Dreharbeiten, ein langer Tag, an dem wir weniger zu tun hatten als bei realer Infostandarbeit. Bleibt nur zu hoffen, dass es sich gelohnt hat.

Schluß mit dem Autowahn - eine scheinar zeitlose Forderung (Foto: Alexander Gerschner / ROBIN WOOD)

Schluß mit dem Auto-Wahn - eine scheinar zeitlose Forderung (Foto: Alexander Gerschner / ROBIN WOOD)

von Steffi Thiemig

Aktion, Prozess, Verkehr
6. Mai 2011

Ungewöhnlicher Prozessauftakt: Bagger-Prozess gegen S21 GegnerInnen

Am 3. Mai, dem ersten Prozesstag gegen zwei Robin Wood AktivistInnen, die letzten Sommer gegen Stuttgart 21 auf einem Bagger kletternd protestierten, ging es hart zur Sache.

Baggerprozess gegen S21 - Auftaktprotest

Baggerprozess gegen S21 - Auftaktprotest (Foto: Hanna Poddig)

Eigentlich hätte es für das Stuttgarter Amtsgericht ein leichtes Spiel werden sollen: Zwei Angeklagten ohne juristische Ausbildung und ohne Anwalt und der in Prozessen gegen S21-GegnerInnen inzwischen übliche Vorwurf “Hausfriedensbruch”. Doch, dass Urteile wie am Fließband gesprochen werden und Angeklagten elementare strafprozessuale Rechte nicht zugestanden werden, wollten die beiden AktivistInnen nicht einfach hinnehmen.

“Die Verhandlungsführung werde ich mir nicht aus der Hand nehmen lassen”, wiederholte die von die Schlagfertigkeit und juristisch sachliche präzise Argumentation der Angeklagten überraschte Richterin mehrfach. ” Die Richterin konnte sich nicht vor der Flut der Anträge Retten, die sie schlagfertig stellten”, kommentierte eine Zuschauerin.

Gegen 18:30 wurde die Verhandlung geschlossen. Am 10. Mai geht es um 15:30 mit der Vernehmung zweier weiteren Polizeizeugen und Beweisanträge der Verteidigung weiter.

Weitere Informationen und ausführliche Berichte gibt es unter http://blog.eichhoernchen.fr/, in den Stuttgarter Nachrichten und hier gibt es einen Flyer zu den nächsten Prozesstagen, die wir gespannt erwarten.

Energie
18. März 2011

26. März – Anti-Atom-Großdemonstrationen – weitere Informationen

Am 26. März wird es bundesweit große Demonstrationen für den Atomausstieg geben. Diese sollen in Hamburg, Berlin, Köln und München stattfinden (Update: die Demonstration in Stuttgart findet so nicht statt). Hier haben wir erste Informationen zusammen getragen, diese werden ständig ergänzt, derzeit entwickelt sich alles sehr dynamisch.

 

Anti-Atom-Kundgebung / Quelle: Andreas Conradt / PubliXviewinG

Anti-Atom-Kundgebung / Quelle: Andreas Conradt / PubliXviewinG

 

Hamburg:
BUND, attac, ROBIN WOOD und viele weitere Menschen und Organisationen rufen zu der Demonstration auf. Der Ablauf in Hamburg soll wie folgt aussehen:

12 Uhr – Moorweide / Bahnhof Dammtor – Auftaktkundgebung
14 Uhr – Rathausmarkt – Großkundgebung mit Livemusik und mehr

Ab Dienstag können Plakate und anderes Material u.a. hier abgeholt werden…

Berlin:
ab 11.00 Uhr Auftakt am Potsdamer Platz
12.00 Uhr Demonstrationsbeginn
14.00 Uhr Kundgebung in der Straße des 17. Juni

Bei Facebook gibt es hierzu die folgende Veranstaltung… für weitere Informationen.

Köln:
14.00 Uhr – Deutzer Werft, gegenüber Kölner Dom – Auftakt

Stuttgart: Update 18.03.: es gab die Vereinbarung, die Demonstration in Süddeutschland in München stattfinden zu lassen.

München:
hier haben wir noch keine weiteren Informationen.

Mehr zu allen Demonstrationen demnächst in diesem Blog, bei .ausgestrahlt oder Facebook

Update 18.03. 24.00 Uhr:

Als zentrale Seite für die Demonstrationen ist nun die Internetseite http://anti-atom-demo.de/ online…

Energie
18. März 2011

Schon mehr als 600 Mahnwachen am nächsten Montag

An mehr als 450 Orten gedachten am letzten Montag mehr als 110.000 Menschen den Opfern in Japan und forderten den Atomausstieg. Auch an diesem Montag, den 21. März wird es zahlreiche Mahnwachen geben – schon jetzt sind mehr als 600 Mahnwachen gemeldet. Doch es finden auch viele andere spontane Aktionen und Demonstrationen statt. (weiterlesen …)

Energie
14. März 2011

Kein Protest-Moratorium – mehr als 400 Mahnwachen, Ankettaktion und weitere Massenproteste

Die Aussetzung der Laufzeitverlängerung durch die Bundesregierung führte heute zu keinem Protest-Moratorium: Bundesweit fanden heute ab 17.00 Uhr Mahnwachen in mehr als 400 Städten statt. Beim Atomkraftwerk Biblis ketteten sich zwei Aktivist_innen an. Weitere Proteste werden gerade vorbereitet.

Besinnlich aber entschlossen war die Stimmung auf vielen Mahnwachen am heutigen Abend. An mehr als 400 Orten fanden sich die Menschen zusammen, um den Opfern der Flutkatastrophe zu gedenken und gegen die Nutzung der Atomenergie zu protestieren. Insgesamt sollen mehr als 100.000 Menschen bei den Mahnwachen gewesen sein.

Wie hier in Heidelberg gab es an weit mehr als 400 Orten Mahnwachen (Foto: Michi/ROBIN WOOD)

Wie hier in Heidelberg gab es an weit mehr als 400 Orten Mahnwachen (Foto: Michi/ROBIN WOOD)

Am Atomkraftwerk Biblis, einem der ältesten Schrottreaktoren in der Bundesrepublik, gab es heute eine Ankettaktion an einem der Zufahrtstore. Weitere Menschen waren mit Transparenten vor Ort, um für die sofortige Stilllegung der zwei Reaktoren in Biblis sowie aller Atomanlagen weltweit zu demonstrieren. „Stillegen. Sofort. Sonst knallt’s … kapiert?“ stand auf einem Transparent, welches vor dem Kraftwerk in Biblis aufgehängt wurde. „Wir haben uns für die Aktionsform der Blockade entschieden, weil wir entschlossenen Widerstand für notwendig halten. Es wäre falsch, abzuwarten und nur auf die Politik zu hoffen – Atomausstieg bleibt Handarbeit!“ erklärte Hanna Poddig, eine der Angeketteten. (hier der neue Link zur Aktion in unserem Blog).

Weitere Proteste werden schon von verschiedenen Seiten angekündigt, so soll es verschiedene regionale und überregionale Proteste geben. Am Samstag, den 26. März soll es in drei bis fünf Großstädten in allen Teilen der Republik, darunter Berlin, Hamburg und Köln Großdemonstrationen geben. Für den 9. April ist ein weiterer dezentraler Aktionstag geplant. Und schließlich wird es am Ostermontag, dem 25. April, anlässlich des 25. Jahrestags der Tschernobyl-Katastrophe an 13 Atomkraftwerken und Atommüll-Standorten Großdemonstrationen geben. Dazwischen wird es sicherlich noch zahlreiche weitere lokale und regionale Proteste geben.

Update 21.00 Uhr: Die Ankettaktion in Biblis dauert noch an.

Energie
13. März 2011

ROBIN WOOD bei der Menschenkette in Baden-Württemberg

Unter dem Eindruck der Ereignisse in Japan haben am Samstag, dem 12. März zwischen den AKWs in Neckarwestheim und Stuttgart insgesamt 60.000 TeilnehmerInnen eine Anti-Atom-Menschenkette gebildet. 14 Tage vor den Landtagswahlen in Baden Württemberg forderten einige RednerInnen auf der Abschlußkundgebung auf dem Stuttgarter Schlossplatz den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie. Die künftige Landesregierung, egal welche Partei sie stelle, müsse aus den Ereignissen in Japan die Konsequenzen ziehen. Auch bundesweit sei in keinem AKW die Gefahr von Kernschmelzunfällen auszuschließen. An zahlreichen Reaktoren treten auch in Deutschland immer wieder Probleme mit der Notstromversorgung auf. Die Konsequenz kann daher nur der Ausstieg aus der Atomenergie sein.

Zu der Menschenkette hatte ein Trägerkreis aus vier Umweltorganisationen aufgerufen, darunter auch ROBIN WOOD.

Bei Ludwigsburg beteiligten sich AktivistInnen von ROBIN WOOD mit einem mehrere hundert Meter langen „Tunnel“ aus Transparenten an der Menschenkette.  von Dirk

Update Aktionsbericht:

Um die Menschenkette zu unterstützen hat ROBIN WOOD entlang einer 500m langen Allee bei Ludwigsburg einen Transparente Tunnel mit Transparenten aus früheren Aktionen aufgebaut. 25 AktivistInnen haben deshalb am Samstag morgen begonnen die Bäume entlang der Allee zu erklimmen um ein Transparent nach dem anderen zu hissen. Unter den Aktiven war die Stimmung durch die Atomkatastrophe in Japan getrübt, jedoch auch entschlossen sich für den sofortigen Atomausstieg einzusetzen, am Samstag und darüber hinaus.

ROBIN WOOD mit einem Transparenttunnel bei der Menschenkette zwischen Stuttgart und Neckarwestheim

ROBIN WOOD mit einem Transparenttunnel bei der Menschenkette zwischen Stuttgart und Neckarwestheim

Gegen 12 Uhr, als die ersten TeilnehmerInnen der Menschenkette auf der Strecke eintrafen, waren bis zu 30 Transparente über und entlang der Strecke aufgehängt. Die Forderungen der Transparente reichten vom sofortigen Atomausstieg über den Ausbau der Erneuerbaren bis hin zur Castor Stopp Forderung.

Atomkraft ist eine Risikotechnologie und deshalb gibt es nur einen Weg für sie, den sofortigen Atomausstieg, weltweit!

von Michi

Blog, Energie, Welt retten
9. Februar 2011

Film: Rebellen der Erde

Der Fernsehsender Arte zeigte am Dienstag, 8. Februar einen Film über UmweltaktivistInnen, in dem auch die Bewegungsarbeiterin und ROBIN WOOD Aktivistin Cécile Lecomte vorgestellt wird. Die Kletteraktivistin seilt sich über Bahngleisen ab und besetzt Bäume, um gegen Atomkraft und Umweltzerstörung zu protestieren. Anlässlich des Themenabends hat Arte ein Fotoalbum und einen langen Bericht von Cécile auf seine Internetseite gestellt. Den Film und weitere Infos gibt es hier.