Klima, Tropenwald
19. März 2010

Video-Spot(t): Rama – Urwald auf’s Brot!

ROBIN WOOD-Aktive haben im Rahmen der Palmölkampagne einen Anti-Werbe-Spot gemacht, der die aktuelle “Rama”-Werbung auf die Schippe nimmt. Hintergrund ist, dass in “Rama” nicht nur vielbeworbene Nährstoffe stecken, sondern auch viele Tausend Hektar gerodeter Tropenwald. Ach so gesund ist die Unilever-Margarine also weder für den Tropenwald noch für seine Bewohner_innen…

Mehr Infos auf unserer Webseite.

Tropenwald
18. Dezember 2009

Unilever wird seiner Verantwortung bislang nicht gerecht

Obwohl Unilever von ROBIN WOOD auf die skandalösen Zustände bei seinem Palmöl-Lieferanten Wilmar hingewiesen wurde, ist die Reaktion des Konsumgüter-Konzerns bislang enttäuschend.

Wilmar ist einer der größten Palmölkonzerne der Welt und verfolgt in Indonesien einen aggressiven Expansionskurs – auf Kosten der Naturflächen in Indonesien. Dies ist ein Desaster für das Weltklima und die Menschen in Indonesien.

Bislang hat Unilever Wilmar nicht erkennbar in seinen Expansionsplänen gestoppt. Konkret geht es um mehr als 130 000 ha Naturflächen, die Wilmar bald zur Palmöl-Wüste umwandeln will. Unilever (Knorr, Rama, Langnese) muss Wilmar bei seinen Expansionsplänen in die Schranken weisen.

Die Öffentlichkeit erwartet von Unilever, dass sich das Unternehmen durch Taten seiner Verantwortung für den Klimaschutz und die Menschenrechte stellt. Unilever muss endlich selbst eine aktive Rolle bei der Lösung der – durch seine Nachfrage verursachten – Probleme übernehmen. ROBIN WOOD wird gemeinsam mit seinen indonesischen Partner-NGOs die weitere Entwicklung genau beobachten und die Öffentlichkeit durch geeignete Aktivitäten informieren.

Klima
15. Dezember 2009

Neues in und aus Kopenhagen

Die Demonstration Change the food system not climate!” heute verlief ohne größere Störungen. Eine Sambaband spielte, die Polizei war für Kopenhagener Verältnisse relativ entspannt und so konnten endlich auch die politischen Ziele der Demonstration besser kommuniziert werden.

Regionale Produkte zu verwenden ist gur für das Klima, Bio-Genüse ist noch besser (Foto: Daniel Häfner ROBIN WOOD)

Regionale Produkte zu verwenden ist gut für das Klima, Bio-Genüse ist noch besser (Foto: Daniel Häfner ROBIN WOOD)

Lediglich das Wetter spielte nicht ganz mit und es gab Schneeregen. Vor einem Discounter-Supermarkt einer auch in Deutschland bekannten Kette, stoppte die Demo. Der Eingang blockiert, es wurden einige Reden gehalten und Flyer verteilt. Das Thema hier war der unsinnige Transport von Lebensmitteln. Im Anschluss zog die Demo weiter zu einer Tankstelle. Diese wurde in weiser Voraussicht von der Polizei abgesperrt, so dass sie nicht blockiert werden musste. Einige Aktive aus Indonesien sprachen hier über Agrotreibstoffe, für die Regenwald vernichtet wird, wodurch Fläche für den Nahrungsmittelanbau verloren geht.

Ich war heute auch noch bei einem Podiumsgespräch zum Thema Leave it in the ground!. Hier habe ich das erste mal mit einer Indonesierin und einem Vertreter der Arbeiterbewegung auf einem Podium gesessen. Ich habe vieles gelernt und auch das erste mal das globale dieses Treffens in Kopenhagen wirklich begriffen.

Morgen soll es den Peoples-Summit im Bella-Center geben. Der Konferenzraum des Klimagipfels soll von Menschen besucht werden, die dort sonst keinen Zugang haben, um ihnen eine Stimme zu geben. Im Vorfeld der Aktion wurde bereits einer der Pressesprecher von Climate Justice Action verhaftet und eine weitere Durchsuchung fand statt, bei der Fahrräder für die morgige Aktion beschlagnahmt wurden. Viele der Aktiven rechnen heute Nacht mit Durchsuchungen der Schlafquartiere.

Energie, Klima, Tropenwald
5. Dezember 2009

Auch Vattenfall vernichtet Regenwald

Wie die Umweltorganisation Rettet den Regenwald bekannt gemacht hat, beteiligt sich der Atom- und Kohlekonzern Vattenfall an der Vernichtung des Regenwaldes. Im Fernheizwerk Neukölln wird Palmöl verheizt, das vor allem auf gerodeten Regenwaldflächen produziert wird.

Perfider Weise lässt sich Vattenfall diesen Umweltfrevel mit 1,1 Millionen Euro Förderung nach dem EEG bezahlen.

Mit einem Stromanbieterwechsel allein ist es in diesem Fall nicht getan, eine Protestmail an die Verantwortlichen ist aber auf alle Fälle sinnvoll.

Update (9.12.): Vattenfall hat reagiert:

Das Fernheizwerk Neukölln setzt für den Betrieb der Anlagen Palmöl ein, das im Sinne des Erneuerbaren Energien Gesetzes als nachwachsender Rohstoff aus landwirtschaftlichen Betrieben anerkannt ist. Die Lieferanten sind zudem im RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil – wvw.rspo.org) engagiert und setzen sich für die nachhaltige Palmölproduktion ein.

Obwohl sich Palmöl im Ergebnis des Projektes als Ersatzbrennstoff für Heizöl grundsätzlich bewährt hat, wird das Fernheizwerk Neukölln zum Ende dieses Jahres auf die Erzeugung von Strom und Wärme mit Palmöl vezichten.

[...]

Ausschlaggebend für unsere Entscheidung ist, dass es bisher keine Palmöl- Erzeugungskette gibt, in der alle Kriterien eines langfristig nachhaltigen und verlässlichen Einsatzes von Palmöl gesichert und garantiert sind.

Also zumindest kein Regenwald-Palmöl mehr bei Vattenfall, sondern “nur” noch Braunkohle und Atomstrom. Immerhin: Sogar Vattenfall findet den “Runden Tisch für nachhaltiges Palmöl” suspekt.

Aktion, Klima, Tropenwald
26. November 2009

Mit Unilever in die Klimakatastrophe

Knorr, Lagnese und Rama kennen wir alle. Das sind Marken des Lebensmittelkonzerns Unilever, dem größten Abnehmer von Palmöl für Lebensmittel.

Für den Anbau von Ölpalmen wird Regenwald abgeholzt,  Heute haben wir den Werken von Unilever in Pratau, Kleve, Heilbronn, Heppenheim und Auerbach jeweils einen kleinen Besuch abgestattet, um Unilever dazu zu bewegen, die weitere Expansion der Palmölplantagen in Indonesien zu verhindern.

Nach drei Stunden des friedlichen Protestes mit Kletteraktionen und Tripods gab Unilever nach: Wir erhielten die Zusage des Konzernsprechers, dass Unilever die Umsetzung unserer Forderungen von Zulieferern einfordern wird. Im Januar werden wir nachprüfen, ob Unilever es ernst meint und sich tatsächlich was getan hat. Falls nicht, werden wir wohl noch nachdrücklicher fordern müssen, dass die Regenwaldvernichtung gestoppt wird.

Update (3.12.): Jetzt gibt es ein Video der Protestaktion in Auerbach