Aktion, Energie, Floßtour
11. Mai 2013

Erfolgreiche Elbblockade gegen Vattenfall

Mehr als 20 Schiffe beteiligten sich gestern an der Elbblockade gegen das Klimakillerkraftwerk Moorburg. Auch das ROBIN WOOD Floß war dabei: “Moorburg muss gestoppt werden!” lautete die Botschaft.

Ein erstes Bild der Elbblockade / Foto: Stefan Schneider, ROBIN WOOD

Ein erstes Bild der Elbblockade / Foto: Stefan Schneider, ROBIN WOOD

Die Boote bildeten in Höhe der Landungsbrücken eine Kette quer über die Elbe, um symbolisch die Lieferroute für Steinkohle aus Kolumbien zum Kraftwerk Moorburg zu blockieren. Zeitgleich gab es Proteste in Kolumbiens Hauptstadt Bogotá.

Nach Recherchen von gegenstrom13 plant Vattenfall seinen Kohlebedarf in Kolumbien zu decken. Kolumbien zählt zu den weltweit führenden Exportländern. Enorme Staubemissionen führen bei den AnwohnerInnen – darunter viele Indigene – zu schweren Erkrankungen. Wie in den Vattenfall-Braunkohle-Gebieten in der Lausitz, werden auch dort ganze Dörfer vernichtet, die den Kohlebaggern im Weg sind.

Hier ein Film von Graswurzel.tv:

Bereits  zum Jahreswechsel 2009/2010 besetzten AktivistInnen erfolgreich Bäume im Altonaer Gählerpark gegen die so genannte Moorburg-Trasse.

ROBIN WOOD fordert alle KundInnen des Energiekonzerns auf, zu einem Öko-Stromanbieter zu wechseln und am 22. September 2013 den Volksentscheid für die vollständige Rekommunalisierung der Hamburger Energienetze zu unterstützen.

Eine Bilderstrecke gibt es unter anderem auch in der Mopo Online:
http://www.mopo.de/nachrichten,5067140,22729172.html

und einen Bericht im NDR – ab Minute 9:40
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/media/hamj26881.html

Weitere Informationen:

flosstour.de
gegenstrom13.de

Das Floß auf der Elbblockade von gegenstrom13 / Foto: visual-rebellion.com

Das Floß auf der Elbblockade von gegenstrom13 / Foto: visual-rebellion.com

Aktion, Energie
24. April 2013

Immer mehr Kohlestrom von Vattenfall und Co: “Die Kohle ist blutbefleckt”

Termin vormerken: 10. Mai 2013 Elbblockade gegen Vattenfall-Kraftwerk in Hamburg

Termin vormerken: 10. Mai 2013 Elbblockade gegen Vattenfall-Kraftwerk in Hamburg

Kohlekraftwerke bringen Umweltzerstörung, Gesundheitsrisiken und Klimakatastrophe mit sich. Nicht nur in Deutschland, sondern z.B. auch dort, wo die Kohle abgebaut wird. “Die Zeit” berichtet jetzt erneut über das Beispiel Kolumbien:  “Ganze Dörfer müssen in Kolumbien dem Bergbau weichen. Menschen werden bedroht und ermordet. Der Tagebau verursacht enorme Umweltschäden. Deutsche Versorger, die kolumbianische Kohle importieren, kümmert das wenig” (hier der gesamte Text auf der Seite der Autorin Alexandra Endres).

Auf diese Probleme will auch die Aktion Gegenstrom13 aufmerksam machen. Dazu läuft eine Kampagne gegen das noch im Bau befindliche Vattenfall-Steinkohlekraftwerk in Hamburg-Moorburg. Am 10. Mai findet als Höhepunkt der Kampagne eine symbolische Hafenblockade in Hamburg statt. Die Kampagne will auf die enormen Schäden aufmerksam machen, die mit der Kohleverstromung weltweit zusammen hängen. Unterstützt wird diese Aktion auch von ROBIN WOOD. Wir werden mit dem Floss ROBINA WALD an der Aktion im Hamburger Hafen dabei sein.
Siehe auch hier.

Aktion, Energie
20. April 2013

Gegen Vattenfall lesen….

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Hanna Poddig liest im Gängeviertel gegen Vattenfall

Gleich zweimal heißt es in Hamburg derzeit: Lesen gegen Vattenfall. Mit den Veranstaltungsreihen “Lesen ohne Atomstrom” und den “HEW-Lesetagen” wollen die Initiatoren den offiziellen “Vattenfall-Lesetagen” contra geben. Literatur ist eine gute Sache, aber nicht wenn ein Atom- und Klimakiller-Konzern damit von seiner katastrophalen Energiepolitik ablenken will. ROBIN WOOD unterstützt die HEW-Lesetage, gestern abend auch mit einer Veranstaltung im Gänge-Viertel. Hanna Poddig las aus ihrem Buch “Radikal mutig: Meine Anleitung zum anders sein”. Über Absurditäten aus deutschen Gerichtssälen, von klimaneutralen Würsten und den Problemen mit Tschüss-Vattenfall-Aufklebern und SPD-Wahlplakaten wusste Hanna Poddig amüsant, aber immer kritisch zu berichten. Die etwas über 4o Gäste hatten sichtlich Spaß.  Unterstützt wurde die Lesung von dem Duo Cheerup, die mit Latin und Soul-Musik für eine wunderbare Untermalung der Gespräche über und gegen Vattenfall sorgten.

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Cheerup mit Latin und Jazz gegen Vattenfall

Keinen Spaß hat Vattenfall mit den Lesetagen. Jetzt wurde bekannt, dass die Kuratorin der Vattenfall-Lesetage Autoren von “Lesen ohne Atomstrom” per Mail vor “linksradikalen Unterstützern” gewarnt hat, die mit “Öko-Saft-Produzenten” und Prominenten zusammen arbeiten. Sie wollte damit wohl erreichen, dass diese ihre Unterstützung zurück ziehen. Außerdem sollen Vattenfall-Manager die Geschäftsführerin der “Hamburger Öffentlichen Bücherhallen” unter Druck gesetzt haben. Die Bücherhallen hatten die letzten Jahre die Vattenfall Lesetage unterstützt und haben in diesem Jahr die Fronten gewechselt. Das wollte Vattenfall verhindern. Mehr dazu unter diesem Link.

Die HEW-Lesetage finden noch bis Sonntag statt. Das Programm findet sich hier. Am Dienstag nächster Woche startet dann “Lesen ohne Atomstrom“.

Aktion, Energie, Hamburg/Lüneburg, Klima
27. Januar 2013

Kraftwerk Moorburg blockieren – Gegenstrom 13

Am 10. Mai  plant die Kampagne “Gegenstrom 13″ eine (symbolische) Blockade der Steinkohle-Lieferungen an das Kraftwerk Moorburg in Hamburg, welches im Jahr 2014 in Betrieb gehen soll. Auf dem Wasser soll eine “Demonstration” zahlreicher Schiffe stattfinden – öffentlichkeitswirksam zum Hafengeburtstag.

Gegenstrom 13 - am 10 Mai in Hamburg

Gegenstrom 13 – am 10 Mai in Hamburg

 

Die Kampagne richtet sich grundsätzlich gegen das Klimakillerkraftwerk Moorburg. Des Weiteren aber auch gegen den geplanten Kohleimport aus Kolumbien, sowie gegen die sozialen, wie ökologischen Umstände und Folgen des Kohleabbaus dort. Beide „Kampagnenpole“ sollen gleichberechtigt behandelt werden. Die jeweiligen konkreten Anliegen sollen zusammen geführt und bestärkt werden.

Auch ROBIN WOOD unterstützt die Kampagne – mit einer Baumbesetzung haben wir bereits dazu beigetragen, dass die Moorburgtrasse – eine Fernwärmeleitung des Kraftwerks nicht gebaut wurde.

Die Initiatoren rufen auf: “Wir müssen mindestens 30 Schiffe und Boote werden, um die Blockade geschlossen aufstellen zu können. Je mehr, desto kräftiger der Ausdruck!”

Weitere Informationen:

http://www.gegenstrom13.de/

Energie
27. September 2012

Vattenfall Kraftwerk Wedel – BürgerInnen fordern Moratorium

Die Bürgerinitiative gegen ein von Vattenfall geplantes Kraftwerk in Wedel hat gestern das Unternehmen aufgefordert, den Bauantrag auszusetzen und damit die Grundlage für einen Dialog über die Planungen und die Alternativen zu schaffen. Insbesondere den Hamburger Senat bzw. die SPD Hamburg forderten sie auf, die Entscheidung für den Bau eines Kraftwerks in Wedel zu überprüfen. Diese Forderungen waren das Ergebnis einer Veranstaltung der Wedeler Bürgeriniative, nachdem sie über mögliche Alternativen zu dem geplanten Kraftwerk informiert und diskutiert hatte. (weiterlesen …)

Aktion, Energie, Klima
19. August 2012

Jetzt umsatteln auf Ökostrom! – Banneraktion bei “Vattenfall Cyclassics”

Auch Vattenfall möchte gern mal mit anderen Nachrichten als solchen über stillgelegte Schrott-AKWs, klimakillende Kohlekraftwerke und Preiserhöhungen in die Schlagzeilen kommen. Ein PR-Rezept dagegen: ein tolles Event! Drum radeln heute wieder Zigtausende durch Hamburg bei den “Vattenfall Cyclassics 2012″.

Protestaktion bei Vattenfall Cyclassice auf der Freihafenbrücke in Hamburg, 19.8.2012 (Foto: ROBIN WOOD)

Protestaktion bei Vattenfall Cyclassice auf der Freihafenbrücke in Hamburg, 19.8.2012 (Foto: ROBIN WOOD)

ROBIN WOOD-AktivistInnen gaben heute auf ihre Weise einen Kommentar zu der Veranstaltung ab: Sie spannten ein Banner mit der Aufschrift „Umsatteln! Ökostrom statt Kohle und Atom“ quer über die Rennstrecke. Jedermänner wie Profis, die  jeweils zweimal drunter längs fuhren, bekamen die Botschaft so mit auf den Weg.

Noch ist Vattenfall „Grundversorger“ in der Hansestadt. Wer nichts tut, landet also automatisch bei diesem Konzern, der mit Dreckstrom aus Kohle und Atom sein Geld verdient. Viele haben Vattenfall schon den Stecker gezogen, aber längst nicht alle. Für sie unser dringender Tipp: Kurz aufraffen und zu einem Ökostromanbieter wechseln! Welche empfehlenswert sind, hat ROBIN WOOD recherchiert und hier veröffentlicht.

Cottbus, Energie, Hamburg/Lüneburg, Klima, Welt retten
11. April 2012

Lesetage selber machen – Vatenfall Tschüss sagen

In Hamburg unterstützt Vattenfall seit Jahren das Projekt der Lesetage – das ist der völlig falsche Sponsor meinen verschieden Initiativen und organisieren einfach selbst ein Lesefestival “Lesetage selber machen – Vattenfall tschüss sagen” heißt dieses dann auch. Das alternative Lesefestival findet vom 18.04. bis 27.04. 2012 in Hamburg statt.

Lesetage selber machen - Vattenfall tschüss sagen

Lesetage selber machen - Vattenfall tschüss sagen

Eine der Initiatorinnen des Festivals ist Astrid Matthiae, die im Rahmen der Initiative “Moorburgtrasse – stoppen” mit ROBIN WOOD u.a. zusammen arbeitete, um mit einer Baumbesetzung in Hamburg eine Fernwärmetrasse und damit das Kohlekraftwerk Moorburg zu stoppen.

„Lesetage selber machen – Vattenfall Tschüss sagen“ gibt es, weil die InitiatorInnen dieser Aktion die Glaubwürdigkeitslücke nicht mehr ertragen konnten, die sich auftut zwischen einem durchaus akzeptablen Lesefestival, den Vattenfall Lesetagen, und dem unverantwortlichen Kerngeschäft des Energieriesen. “Lesetage selber machen – Vattenfall Tschüss sagen” hat sich zum Ziel gesetzt, für die freie Sicht auf das Kerngeschäft des Klimakillers und Atommüllproduzenten zu sorgen. Und dies gelingt auch, denn immer mehr Autor_innen springen dem Konzern-gesponsorten Festival ab, sogar die Bild-Zeitung meint, das Vattenfall-Festival zeige sich “Mit auffällig dünnem Programm, bei dem vor allem die prominenten Namen fehlen.

Aber das Festival steht nicht nur für eine dezentrale Energieversorgung – es ist ebenso darum bemüht auch ein Kultur von unten, eine Kultur des selber-machens zu fördern. Dies ist der zweite Aspekts des Mottos. Und mit mehr als 60 Veranstaltungen gelingt dies auch.

Besonders hinweisen wollen wir auf eine Veranstaltung am 24. April um 19.00 Uhr: „Wo Vattenfall ganze Landschaften zerschreddert“ mit
Jurij Koch, Stanislaw Nawka und Gabriela Maria Schmeide mit Texten und Liedern aus der Lausitz. An diesem Abend soll es um die Lausitz gehen und die Dörfer und Landschaften, die der Braunkohletagebau verschlingt. Dazu schreiben die Veranstalter: “‘Vattenfall hat mir das Dorf zerstört, das mir am Herzen lag’, sagte einer der Baumbesetzer, der half, die Moorburgtrasse zu verhindern. Gemeint war Lacoma, ein Dorf, das es seit 2007 nicht mehr gibt. Seitdem interessieren sich mehr Menschen in Hamburg für Deutschlands Fernen Osten, für das, was wegen Vattenfalls Kohlehunger verschwindet und was in der Lausitz lebt – dem Land der Sorben. Jurij Koch, Schriftsteller aus der Lausitz, wird auf Deutsch und Sorbisch aus seinen Werken lesen. Die Thalia-Schauspielerin Gabriela Maria Schmeide wird singen. Stanislaw Nawka, Sorbe, Hamburger Obdachlosenarzt, ausgezeichnet mit dem Bundesverdienstkreuz, liest eigene Texte.

Weitere Informationen und das Programm: http://www.lesetage-selber-machen.de

Chronologie des Kampfes um Lacoma

Informationen zu den Baumbesetzungen von ROBIN WOOD in Lacoma

Blog, Energie, Klima
18. November 2011

Und heute reden wir mal ganz ergebnisoffen über den Bau der Moorburgtrasse

Heute hat in Hamburg das Erörterungsverfahren für die geplante Fernwärmeleitung des Energiekonzerns Vattenfall begonnen. Gegen die rund 12 Kilometer lange Trasse, die mit Fernwärme aus dem noch im Bau befindlichen Kohlekraftwerk Moorburg gespeist werden soll, liegen über 4.600 Einwendungen vor.

Ursprünglich hatten Vattenfall und die Hamburger Umweltbehörde vorgehabt, den Bau der Trasse an den AnwohnerInnen und Umweltverbänden vorbei durchzudrücken. Doch da hatte ihnen das Oberverwaltungsgericht im Februar 2010 einen Strich durch die Rechnung gemacht und statt eines vereinfachten Planverfahrens ein Verfahren mit Beteiligung von BürgerInnen und Verbänden samt Umweltverträglichkeitsprüfung verlangt. Wer gehofft hatte, dass Behörde oder Konzern durch diese Schlappe in irgendeiner Weise etwas dazu gelernt hätten, wurde enttäuscht.

Baumbesetzung gegen die Vattenfall-Fernwärmetrasse, Winter 2009/10

Baumbesetzung gegen die Vattenfall-Fernwärmetrasse, Winter 2009/10 (Foto: Grodotzki/ROBIN WOOD)

Der Termin in einer zugigen Messehalle begann erst einmal damit, dass Vattenfall darauf bestand, sämtliche MedienvertreterInnen von der Anhörung auszuschließen und alle Kameras aus der Halle zu verbannen. Hinzu kam, dass der Termin tagsüber mitten in der Woche stattfand, wenn viele betroffene AnwohnerInnen keine Zeit haben.

Frau Parensen von der Hamburger Umweltbehörde (BSU), die den Termin leitete, behauptete, es handele sich um ein „ergebnisoffenes Verfahren“, sie sei nicht an politische Weisungen gebunden und prüfe unvoreingenommen den Antrag von Vattenfall. Doch wie offen kann so ein Verfahren sein, wenn die Leiterin der Umweltbehörde, Jutta Blankau sowie Bürgermeister Olaf Scholz sich bereits öffentlich für die Trasse ausgesprochen haben? Warum hat die BSU die Plangenehmigung, deren Vollzug das Oberverwaltungsgericht gestoppt hatte, bis heute nicht zurückgenommen? Warum bekamen nur ausgewählte EinwenderInnen Informationen über weitreichende Planänderungen, dazu noch voneinander abweichende mit unterschiedlichen Fristen und erst wenige Tage vor der heutigen Sitzung? Es gab zahlreiche solcher Fragen, auf die die BSU überzeugende Antworten schuldig blieb.

Und die Vattenfall-Vertreter? Sie konnten selbst einfache Sachfragen nicht beantworten, etwa wie viele Privathaushalte in Hamburg mit Fernwärme von Vattenfall versorgt werden. Stattdessen stellte sich der Trassen-Projektleiter von Vattenfall hin und präsentierte die Pläne samt Untertunnelung von Rethe und Elbe, als seien sie längst beschlossene Sache.

Um Öffentlichkeit herzustellen, gab es am Mittag vor der Messehalle einen Pressetermin, bei dem die Initiative „Moorburgtrasse stoppen“, BUND und ROBIN WOOD ihre Kritik am Verfahren und am Bau der Trasse formulierten. Klar ist: Die Einwände gegen das millionenschwere Klimakiller-Projekt sind erheblich und werden sich nicht aus der Welt schaffen lassen. Für den Widerstand heißt das: Fortsetzung folgt.

Energie
21. Oktober 2011

Vattenfall – Partner der Klimakatastrophe: Öffentlichkeitsbeteiligung zur Fernwärmetrasse Moorburg

Der Konzern Vattenfall hält weiter am Bau einer Fernwärmetrasse von Hamburg-Moorburg bis nach Altona fest. Dabei hat ein Gutachten im Auftrag der Hamburger Umweltbehörde gezeigt, dass die Klimaschutzziele der Stadt Hamburg nicht zu erreichen sein werden, wenn Fernwärme weiterhin durch die Verbrennung von Kohle erzeugt wird. Die zuständige Umweltbehörde hat jetzt mitgeteilt, dass die Öffentlichkeitsbeteiligung im Genehmigungsverfahren am 18. November 2011 beginnen soll. Ebenfalls am 18. November findet in der Bürgerschaft vor dem Umweltausschuss die Anhörung für das Volksbegehren UNSER HAMBURG – UNSER NETZ statt. Dabei geht es um die vollständige Übernahme der Strom- und Gasnetze, aber auch um das Fernwärmenetz von Vattenfall.

Das Genehmigungsverfahren für die Fernwärmetrasse ist der zweite Anlauf von Vattenfall: Im Frühjahr 2010 hatte der gemeinsame Widerstand mit Baumbesetzungen und Klagen von Bürgerinitiativen, dem BUND und ROBIN WOOD Erfolg. Das Hamburger Oberverwaltungsgericht hob die erste Genehmigung der Umweltbehörde auf, weil bei diesem „gravierenden Eingriff“ die Öffentlichkeit nicht beteiligt worden war.

Das Hamburger Institut für Energie und Klimapolitik, arrhenius, hatte im Oktober 2010 im Auftrag der Hamburger Umweltbehörde ein Gutachten erstellt, um zu zeigen, wie die Klimaziele von Hamburg erreichbar sind. Das Gutachten betont, wie klimaschädlich eine mit Kohle aus dem im Bau befindlichen Kraftwerk Moorburg befeuerte Fernwärmetrasse wäre und dass die Klimaziele nicht erreicht werden könnten. Die dringende Reduzierung der klimaschädlichen CO2-Emissionen wäre nicht machbar. Außerdem wäre der Umbau des Fernwärmenetzes für den Einsatz erneuerbarer Energien auf lange Sicht blockiert.

Vattenfall macht weiter klar, dass Klimaschutz für das Unternehmen keine entscheidende Rolle spielt. Informationen über das Kohlekraftwerk Moorburg hier. Der Bau des Kraftwerks verzögert sich, nachdem es Rissbefunde in wichtigen Baukomponeten gegeben hat. Dazu die Welt.

Energie
13. September 2011

Rückkauf der Hamburger Energienetze ist finanzierbar

Die Hamburger Umweltbehörde hat jetzt eine weitere Studie zur Rekommunalisierung der Energienetze veröffentlicht. Das Gutachten zeigt auf, dass der Rückkauf der Netze ohne Belastungen für den Hamburger Haushalt möglich ist. Dabei zeigen die Gutachter unterschiedliche Modelle der Finanzierung auf, die in der Politik bisher nicht Gegenstand der Debatte waren. So könnten auch Finanzinvestoren wie die deutschen Pensionskassen oder Lebensversicherungen beteiligt und damit Belastungen oder Risiken für den Haushalt der Hansestadt minimiert werden.

Das Volksbegehren “Unser Hamburg – Unser Netz” fordert die vollständige Übernahme der Netze für Strom, Fernwärme und Gas. Der SPD-Senat will lediglich 25,1 Prozent übernehmen und die Netze weiterhin gemeinsam mit E.on und Vattenfall betreiben. Mehr Infos zur heutigen Pressemitteilung von “Unser Hamburg – Unser Netz” und auf der ROBIN WOOD Seite.