Blog, Energie
28. April 2016

Yes! We expect Sweden to take responsibility for the consequences of its coal business

An answer to a mail (see below) to ROBIN WOOD:

Dear Writer,

Instead of initiating a controlled coal exit, Vattenvall and with it the Swedish government wants to evade responsibility for climate protection and the workers in the Lausitz coal mining region, leaving the field to the tough investor EPH.

A coal phaseout would not be (like you write) a „unilateraly“ one, forced by the  German government. It also is the consequence of the Swedish government’s committments.
Why? The Swedish government signed several national and international commitments for climate protection. Climate Protection is only possible when power plants and opencast mines are shut down. Selling plants and mines to EPH won’t in fact reduce any emissions. The emissions keep the same as before. By dumping responsibility for Vattenfall’s extremely climate-damaging lignite sector, the Swedish Government continues to the worsening of the climate crisis.

You write „don’t expect Sweden to pay for … closing the coal mines“.
Let’s say it like this: For decades Vattenfall has earned billions on the lignite.
It is totally unsecured, if the immense costs for the re-cultivation of the gigantic open pit holes and the pension funds of the workes will be covered with the 1,7 billion Euro Vattenfall gave to EPH. That is why we are saying: Yes! We expect Sweden to take responsibility. It is Vattenfall and therefore Sweden which has to take responsibility and with it also has to pay for the consequences of its business (the recultivation of the mining area and the pension funds of the workers). Up to now it seems that immense costs will be externalized to the general public – not a fair deal for climate and society!

In fact you are right: With its „current policy“ Germany won’t be able to achieve a fair and successful „Energiewende“, i.e. a change of its energy system towards renewables.
We are also demanding the German government: Stop the sellout of the Renewable Energy Law „EEG“. What is needed is a fair basis for the further success of the reorganisation of the energy system towards 100 % renewables. But what we also need is a closing of the Vattenfall lignite assets in Germany.

Best regards,
Philip Bedall

 

Mail to ROBIN WOOD, sent 2016-04-27:

 Dear Robin, 
 while I completely agree with you that coal should be phased out, 
 Germany is a rich country. If you want to phase out coal, lobby 
 your own government to take over and close the coal mines, don't 
 expect Sweden to pay for it or to decide your energy policy by 
 unilateraly closing mines and power plants. 
 
 Not closing your nuclear power plants would probably make getting 
 rid of coal easier, but that's your choice. Apparently EPH figure 
 you won't be able to wean yourself off coal with your current policy, 
 and that is more worrying than who owns the mines. 
 Sincerely, XY

Blog, Energie, Klima
18. April 2016

Schlechter Deal für Klima und Gesellschaft

Der tschechische Konzern EPH (Energetický a Průmyslový Holding) kauft die Braunkohlesparte des Energiekonzerns Vattenfall – eine Fehlkalkulation von beiden Seiten.

TagebauKraftwerk_SloganAm heutigen Montag, 18.4., unterzeichnete Vattenfall die Verkaufsvereinbarung für sein Braunkohlegeschäft in Deutschland. Damit trennt sich der Konzern – wie bereits 2014 angekündigt – von den Kohlekraftwerken Jänschwalde und Schwarze Pumpe in Brandenburg, Boxberg und Block R der Anlage Lippendorf in Sachsen sowie den dazugehörigen Tagebauen in Jänschwalde, Nochten, Welzow-Süd, Reichwalde und dem kürzlich geschlossenen Tagebau Cottbus Nord.

Vattenfall verspricht sich damit eine deutliche Reduktion seiner Treibhausgasemissionen – laut Konzern von 80 Millionen Tonnen auf weniger als 25 Millionen Tonnen im Jahr. Zukünftig soll nur noch in erneuerbare Energien investiert werden. In Deutschland will der schwedische Staatskonzern aktiver Teil der Energiewende sein. Bislang nahm Strom aus erneuerbarer Energie hier nur einen Anteil von unter 4 Prozent der Stromerzeugung Vattenfalls ein.

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Richtiges Ziel, falsches Mittel

Wo sich die schwedische Regierung einen Beitrag zum Klimaschutz erhofft, trägt sie zur Verschärfung der Klimakatastrophe bei. Denn, das Klima wird nicht gerettet, wenn die Kohle weiter verbrannt wird, auf den Kraftwerken aber von nun an ein anders Logo prangt. Statt eines Verkauf trägt nur die Schließung von Kraftwerken und Tagebauen zu wirklichem Klimaschutz bei. Hierzu bedarf es jetzt den Strukturwandel in der Region einzuleiten. Schwedische Regierung und Parlament stehen in der Pflicht ihrem Bekenntnis zu Klimaschutz Taten folgen zu lassen.

EPH hingegen erhofft sich perspektivisch ein lukratives Geschäft mit der Kohle. Doch ob und wieviel Geld mit der Braunkohle noch erwirtschaftet werden kann, ist einerseits davon abhängig, wie lange noch gebaggert werden darf, andererseits davon, wie sich die Strompreise entwickeln. Gegenwärtig ist keineswegs sicher, ob die Braunkohlesparte sich für die Tschechen wirklich rechnen wird. Aktuell ist mit Kohle kaum Geld zu verdienen. EPH wurde deshalb von Vattenfall dazu verpflichtet, für die ersten drei Jahre keine Gewinne abzuschöpfen. Beobachter, wie Patrick Graichen vom Berliner Thinktank Agora Energiewende kommen zu der Einschätzung, es sei „schlicht unrealistisch, dass EPH jemals die Kosten für Rekultivierung und Betriebsrenten wieder einspielt“. Wie so oft, drohen die Kosten schlussendlich auf Gesellschaft und Beschäftigte übertragen zu werden.

Aktion, Energie, Klima, Süd-West
4. März 2016

Klimagerechtigkeit beginnt hier – MVV raus aus der Kohle!

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Alle MVV-AktionärInnen mussten an dem Banner vorbei – Vor dem Congress Centrum Rosengarten in Mannheim (Fotos: Jens Volle, Robin Wood)

Mit Kohle ist keine Kohle mehr zu machen. In Mannheim aber hat die Großkraftwerk Mannheim AG – wider alle Klimavernunft – 2015 sogar noch einen neuen Kohleblock ans Netz genommen. Das Großkraftwerk Mannheim (GKM) ist seitdem die größte Dreckschleuder im Lande.

Dagegen gab es heute Protest von ROBIN WOOD gemeinsam mit der Interventionistischen Linken Rhein-Neckar, 100pro Energie und der Grünen Jugend Worms. Denn im Mannheimer Congress Center Rosengarten versammelten sich die AktionärInnen der MVV Energie, die zusammen mit RWE und EnBW am bundesweit größten Steinkohlekraftwerk beteiligt ist.

„ENDE GELÄNDE: Keine Kohleverstromung – Klimagerechtigkeit jetzt! – mit diesem Slogan auf einem großen Banner demonstrierten ROBIN WOOD-AktivistInnen vor dem Eingang zum Kongresszentrum.

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Rowo und Gendarm – Auf Schritt und Tritt persönliche Begleitung

ROBIN WOOD-AktivistInnen in Klettermontur bekamen persönlichen Begleitschutz. Die Bewacher wichen ihnen nicht mehr von der Seite, sondern folgten im Abstand von etwa einem Meter den UmweltschützerInnen auf Schritt und Tritt bis vor die Türen eines Lokals. Dort wurde auch der Hinterausgang von den Beamten in Beschlag genommen.

Währenddessen gelang es Aktiven der Interventionistischen Linken Rhein-Neckar, in den Saal zu kommen und vor der Bühne den versammelten AktionärInnen ein weiteres Banner zu präsentieren. Die Aufschrift: „Kohleverstromung bleibt Investitionsrisiko. Ende Gelände!“

Die ROBIN WOOD-Aktiven freuen sich über die gelungene Bündnisarbeit. Alle Protestierenden am heutigen Aktionstag eint das Ziel: Die MVV muss aus der Kohleverstromung aussteigen und im Sinne  der Klimagerechtigkeit soziale Verantwortung übernehmen.

* * *

Wer jetzt online gegen den Klimakiller Kohle protestieren möchte, klickt am besten gleich hier.

Für ROBIN WOOD Stuttgart

Aktion, Verkehr
23. Februar 2016

Nein zur Deutschen Autobahn AG – Fachtag „Verkehrspolitische Konsequenzen einer Fernstraßengesellschaft“

Auf Einladung von Gemeingut in BürgerInnenhand (GiB) haben VertreterInnen von Umweltorganisationen, VerkehrsexpertInnen und Bundestagsabgeordnete mögliche Folgen einer „Bundesfernstraßengesellschaft (BFG)“ diskutiert. Sie kamen dabei übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass eine BFG die ökologisch dringend notwendige Verkehrswende behindert und gefährdet. Gleichzeitig wurde deutlich, dass das Projekt zwar im Verkehrssektor angesiedelt ist, aber selbst kein genuin verkehrspolitisches Vorhaben ist.

PlattformGegenNeu

„Die Privatinvestoren werden renditeorientiert in Projekte der Bundesfernstraßengesellschaft investieren. Viele neue Straßen versprechen viel Rendite. Das steht einer ökologischen Verkehrsplanung, deren oberstes Ziel Verkehrsvermeidung sein muss, diametral entgegen“ so Katrin Kusche, Bundesgeschäftsführerin der GRÜNEN LIGA e.V.

Werner Reh vom BUND betonte, „die Scheindebatte über die BFG soll vom Versagen der herrschenden Verkehrspolitiker ablenken: Es gibt immer noch keine Gesamtverkehrsplanung, die diesen Namen verdient und die Klimaziele beachtet.“

Monika Lege, Verkehrsreferentin von ROBIN WOOD: „Die geplante Autobahn AG würde mehr Straßenverkehr, aber der großen Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger keine bessere Mobilität bringen.“

Carl Waßmuth von Gemeingut in BürgerInnenhand (GiB) zum Fachtag: „GiB kritisiert die BFG als Privatisierungsprojekt. Auf dem Fachtag haben uns Verkehrs- und UmweltexpertInnen bestätigt, dass eine BFG auch ökologisch kontraproduktiv wäre – und dass die darin vorgesehene Privatisierung ein zentrales Problem an dem Konstrukt ist.

Zu den Vorträgen:

https://www.gemeingut.org/fachtag-verkehrspolitische-konsequenzen-einer-fernstrassengesellschaft/

Blog, Energie, Klima
21. Februar 2016

Klare Absage gegenüber Klima-Terrorismus durch Braunkohleverstromung

Da hatte der Verein „Pro Lausitzer Braunkohle e.V.“ am 19. Februar ein Statement zur Zukunft der Kohleförderung gepostet, das es sogar auf die Online-Plattform „Niederlausitz aktuell“ schaffte (vgl. hier). Doch irgendwie war der Fehlerteufel reingeraten.
Wir helfen deshalb und versuchen es an dieser Stelle erneut, wobei wir den Original-Text als Vorlage nehmen und an den fehlerhaften Stellen korrigieren. Denn wo der Verein recht hat: Es gibt sie die „radikalisierten Mitglieder“ einer Gruppe, die „die Gesundheit und das Leben von Menschen gefährden“, „gegen privates Eigentum vorgehen“ und „Erdlöcher“ graben.

„Vor dem Hintergrund aktueller Aktionen der Klima-Terroristen der radikalisierten, angeblich der Lausitz verbundenen Gruppe „Pro-Lausitzer-Braunkohle“ versichert Philip Bedall von Robin Wood e.V. den von der Folgen der Braunkohleförderung und Verstromung betroffenen Solidarität und Unterstützung zu. „Aus Perspektive der Klimagerechtigkeit müssen wir jeden Bieter für die Vattenfall-Braunkohlesparte ablehnen, der dort die Braunkohleförderung weiter vorantreiben will. Wer sich für einen Wandel hin zu einer nachhaltigen Lausitz der „erneuerbaren Energien“ einsetzt – mit vielfältigen Effekten für das wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben – der kann sich auf die Unterstützung der klimabewegten Menschen weltweit verlassen. Wer die kurz- und langfristig sozial und ökologisch desaströsen Folgen der Braunkohle zur Kenntnis nimmt – seien sie lokal, regional oder global – und dennoch an ihr festhält, muss auf seinen Verstand befragt werden, mindestens aber sich seiner Mitmenschlichkeit vergewissern“, so Bedall, Energiereferent bei Robin Wood e.V.

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Eine klare Absage erteilt er an die radikalisierten Mitglieder der vermeintlichen Unterstützergruppe der Region, der Gruppe „Pro Lausitz e.V.“. Auch dazu hat er eine klare Meinung: „Wer aufgrund von Profitinteressen die Gesundheit und das Leben von Menschen gefährdet, wer für Propaganda immense Sachschäden in Kauf nimmt (seien es die Zerstörungen durch Umsiedlungen, durch die Tagebaue und zukünftig infolge der Klimakatastrophe), die private Körperschaften oder die gesamte Öffentlichkeit betreffen, der bewegt sich außerhalb unseres Verständnisses von Gerechtigkeit. Genau diese Eigenschaften kennzeichnen die Braunkohlekonzerne, die meines Erachtens klar als Klima-Terroristen zu bezeichnen sind, wie bereits ihre unzähligen Klimaverbrechen in der Lausitz und im Rheinland gezeigt haben. Wir erteilen dieser Gewalt eine klare Absage. Man kann verschiedener Meinung sein, muss Argumente aber im Rahmen unserer demokratischen Regeln austauschen und auch in prekären Debatten fair miteinander umgehen können.“

Unverständnis zeigt er für eine Berichterstattung, in der die Aktivitäten dieser vermeintlichen „pro Lausitzer“ Gruppe als „sozial gerecht“ und für die positive zukünftige Entwicklung der Region als „alternativlos“ gewertet werden. Wer inmitten unserer Demokratie mit Baggern gegen privates Eigentum vorgeht, die Gesundheit und das Leben Anderer gefährdet und immense Erdlöcher gräbt – der muss endlich auch als das bezeichnet werden, was er ist: als Klima-Terrorist.

Bedall von Robin Wood e.V. ist darüber hinaus überzeugt, dass sich die Klimabewegung von solchen Gruppen nicht einschüchtern lassen darf. Das Gelingen der Energiewende wird auch in den kommenden Jahrzehnten nur möglich sein, wenn die Bundesrepublik aus der Kohlekraft aussteigt. Die Klimabewegung und Robin Wood wird ihren wichtigen Beitrag dazu leisten – für die Zukunft der Erde und die der Region!

Weitere Informationen:
www.robinwood.de/kohle

Energie, Klima
28. Dezember 2015

Sternmarsch gegen Tagebaue am 3. Januar

Am Sonntag, den 3. Januar 2016 findet wieder der traditionelle Sternmarsch der vom geplanten Tagebau Jänschwalde-Nord bedrohten Dörfer statt. Obwohl bereits zum neunten Mal, ist es in diesem Jahr besonders wichtig, ein klares Signal an Vattenfall und eventuelle Käufer der Kohlesparte zu senden, dass sich die Region Tagebaupläne wie Jänschwalde-Nord nicht gefallen lässt!

Sternmarsch im benachbarten Nochten April 2014 / Foto: Daniel Häfner

Sternmarsch im benachbarten Nochten April 2014 / Foto: Daniel Häfner

Der Marsch wird auch im Zeichen des Protestes gegen den benachbart in Polen geplanten Tagebau Gubin stehen, zu dem noch bis 12. Januar die Einwendungsfrist läuft. Bei Gubin plant der polnische Konzern PGE einen neuen 8.000 Hektar großen Braunkohle-Tagebau und ein Kohlekraftwerk von 2.700 Megawatt. Der Tagebau soll ab 2025 über rund 50 Jahre hinweg jährlich 17 Millionen Tonnen Kohle fördern, die im Kraftwerk verbrannt werden sollen. Rund 3.000 Menschen müssten für den neuen Tagebau umgesiedelt werden. Die Grüne Liga / Umweltgruppe Cottbus hat dagegen einen zweiseitigen Musterbrief entworfen. Die Einwendungen werden gesammelt und im Januar persönlich bei der polnischen Behörde abgegeben.

Treffpunkte für den Sternmarsch sind: 13:00 Uhr in Grabko, 13:15 Uhr in Atterwasch oder 13:30 Uhr in Kerkwitz, in Kerkwitz besteht Bahnanschluss. Gegen 14:00 Uhr kommen alle Züge am „Alten Schafstall“ zwischen den drei Orten zusammen. Der Sternmarsch findet seit 2008 immer am ersten Sonntag im Jahr statt

 

 

Hintergrund:

Der schwedische Konzern Vattenfall plant, seine Braunkohlesparte zu verkaufen. Er hat aber noch verschiedene Planungsverfahren eingeleitet, u.a. für die Tagebaue Welzwow Süd II und den Tagebau Jänschwalde-Nord. Für den Tagebau Jänschwalde-Nord sollen die Dörfer Kerkwitz, Grabko und Atterwasch abgebaggert werden, zwischen denen der diesjährige Sternmarsch stattfindet. Der Neuaufschluß des Tagebaus Jänschwalde-Nord wird aber immer unwahrscheinlicher bspw. weil bis 2018 im Rahmen der „Überführung in die Kraftwerksreserve“ 2 Blöcke des Kraftwerks Jänschwalde (1.000 MW) abgeschaltet werden. Um so wichtiger ist auch der politische Druck, damit sich die energiepolitischen Rahmenbedingungen nicht wieder ändern.

Energie, Klima
27. Dezember 2015

Einwendungen gegen polnischen Tagebau Gubin einreichen!

Einen neuen 8.000 Hektar großen Braunkohle-Tagebau und ein Kohlekraftwerk von 2.700 Megawatt plant der polnische Konzern PGE bei Gubin an der Grenze zur Lausitz. Der Tagebau soll ab 2025 über rund 50 Jahre hinweg jährlich 17 Millionen Tonnen Kohle fördern, die im Kraftwerk verbrannt werden sollen. Es geht isgesamt also um mehr als 800 Millionen Tonnen Kohlendioxid – fast soviel wie die BRD in einem Jahr. Rund 3.000 Menschen müssten für den neuen Tagebau umgesiedelt werden.

Eine grenzübergreifende Umweltverträglichkeitsstudie zu dem Vorhaben liegt bis Ende Dezember in kleinen Teilen Südost-Brandenburgs aus (Forst, Peitz, Schenkendöbern und Guben). Im Internet wurde sie hier veröffentlicht: http://www.lbgr.brandenburg.de/sixcms/detail.php/728066

Die betroffenen Gemeinden in Polen haben sich per Bürgerentscheid gegen den Tagebau ausgesprochen. PGE und Regierung wollen das offenbar nicht akzeptieren. Den Dörfern, die auf deutscher Seite vom Tagebau Jänschwalde betroffen oder von Jänschwalde-Nord bedroht sind, läge der polnische Tagebau gegenüber in Sichtweite! Deshalb kämpfen die Bürgerinitiativen auf beiden Seiten der Neiße seit Jahren gemeinsam gegen neue Tagebaue.

Gerade lief der Tagebau Cottbus-Nord in der Lausitz aus und Vattenfall will seine Braunkohlesparte in der Lausitz verkaufen. Der Neubau eines Kraftwerkes am bisherigen Standort Jänschwalde (3.000 MW, nordöstlich von Cottbus) ist unwahrscheinli. An diesem Standort sollen gerade 2 Blöcke (je 500 MW) bis 2018 in die sogenannte Stillegungsreserve überführt werden – und damit wird auch ein Neuaufschluss des Tagebaus Jänschwalde-Nord unwahrscheinlich.

Blick in Richtung des ehemaligen Teichgebietes von Lacoma und dem Braunkohlekraftwerk Jänschwalde / Foto: Daniel Häfner

Blick in Richtung des ehemaligen Teichgebietes von Lacoma und des Braunkohlekraftwerks Jänschwalde / Foto: Daniel Häfner

Die Grüne Liga / Umweltgruppe Cottbus hat einen zweiseitigen Musterbrief entworfen, den jede(r) für seine Einwendung nutzen kann. Die Einwendungen werden gesammelt und im Januar persönlich bei der polnischen Behörde abgegeben. Ausgefüllte und unterschriebene Briefe können mit der Post bis zum 8. Januar an die Umweltgruppe Cottbus geschickt werden. Beides spart im Vergleich zu einem Brief nach Polen nicht nur Porto, sondern es gibt außerdem einen Überblick, wie viele Bürger sich mindestens beteiligt haben.

Aktion, Berlin, Süd-West, Verkehr
15. Dezember 2015

Klimaschutz braucht die Bahn für Alle – 4056 Unterschriften übergibt Robin Wood morgen der Deutschen Bahn

Am 9. Oktober, dem siebten Jahrestag des geplatzten Börsengangs der Deutschen Bahn AG, hat Robin Wood dazu aufgerufen, von Bahnchef Grube ein Nachtzugnetz und faire Preise für Tickets ohne Zugbindung und die BahnCard 50 zu fordern. 4056 Menschen sind unserem Appell für Klimaschutz im Fernverkehr gefolgt und haben den Aufruf unterzeichnet. Morgen wird Robin Wood die Unterschriften der DB AG in der Konzernzentrale am Potsdamer Platz in Berlin überreichen – zusammen mit einer hochbrisanten neuen Prognose erneut explorierender Kosten des Immobilienprojektes Stuttgart 21.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz vom Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 und unserem Bündnis Bahn für Alle werden wir morgen um 11 Uhr die brisanten neuen Zahlen der Öffentlichkeit vorlegen. Zeitgleich tagt der Aufsichtsrat der DB AG. Das Kontrollgremium des bundeseigenen Konzern soll über die Zukunft der Nachtzüge und die Abschaffung des Normalpreises für Tickets ohne Zugbindung entscheiden. Auf der Tagesordnung steht auch eine Teilprivatisierung.

Wir fordern einen sofortigen Stopp des Bahn-Abbauprojektes S21, die Wiederbelebung bereits gestrichener und den Erhalt bestehender Nachtzugverbindungen als Alternative zu innereuropäischen Flügen. Wir fordern faire Preise für Tickets ohne Zugbindung und die BahnCard 50 als Alternative zu Auto und Fernbus. Klimaschutz baucht die Bahn für Alle!

Protest bei DB-Aufsichtsratssitzung – 16.12.2015
Allgemein, Tropenwald, Welt retten
25. November 2015

Gratisexemplar bestellen: Das neue ROBIN WOOD-Magazin ist da!

Feuer für Biodiesel! Seit Monaten wüten in Indonesien Waldbrände, die die Umwelt zerstören und den Klimawandel vorantreiben. Der giftige Smog nebelt Millionen Menschen und Tiere ein, zehntausende IndonesierInnen mussten schon im Krankenhaus behandelt werden. Und wofür? Für sogenannten „Biodiesel“ aus Palmöl: Damit immer mehr riesige Ölpalmenplantagen angelegt werden können, fackeln Konzerne alles ab, was vorher auf den begehrten Flächen steht. Mehr dazu findet Ihr im aktuellen Magazin, das gerade erschienen ist.

ROBIN WOOD-Magazin 3-2015

Unter „Lasst uns die großen Verschmutzer rausschmeißen!“ könnt Ihr ein Plädoyer für eine starke Klimabewegung lesen. Wenn sich Ende November die Delegierten in Paris zur 21. Klimakonferenz der Vereinten Nationen treffen, ist eines von Anfang an klar: Eine angemessene Lösung des Problems Klimawandel werden die Verhandlungen nicht bringen. Trotzdem ist wichtig, dass die Umweltbewegung aktiv wird. Denn klar ist auf jeden Fall auch, dass die Lobby der großen Verschmutzer in Paris dabei sein und Einfluss nehmen wird. Mehr Infos dazu im neuen ROBIN WOOD-Magazin.

Unter der Rubrik „Forum“ kommen wieder die Förderinnen und Förderer von ROBIN WOOD zu Wort. Buch- und aktuelle Filmtipps runden unser Magazin ab.

Das ROBIN WOOD-Magazin informiert Euch viermal im Jahr fundiert, konkret und anschaulich über alle wichtigen Themen im Bereich Umwelt- und Naturschutz.

Ein unverbindliches und kostenloses Probemagazin könnt Ihr gerne anfordern unter Tel. 0421-598288 oder per e-Mail unter info(at)robinwood.de.

Blog, Klima
17. November 2015

Zivilgesellschaft einig und solidarisch, weiter in Bewegung für das Klima

coalitionclimatPresseerklärung des französischen Klimabündnisses Coalition Climat 21 vom Montag, 16. November 2015:

„Das Bündnis Climat 21 und alle beteiligten Organisationen drücken ihre Solidarität mit den Opfern vom 12. November in Beirut und vom 13. November in Paris aus, mit ihren Familien und ihren Lieben.

Die Welt, die wir immer verteidigt haben, ist nicht die, die wir in dieser Nacht gesehen haben. Die Welt, die wir verteidigen, ist eine Welt des Friedens, der Gerechtigkeit und des Kampfes gegen Ungleichheiten und den Klimawandel.

parisUnser Kampf für Klimagerechtigkeit wird nicht aufhören. Wir haben die Pflicht, aufrecht stehen zu bleiben und den Kampf für einen gerechten und lebenswerten Planeten für Alle fortzusetzen. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, eine Welt frei von Kriegen, frei von Gewalt und den Verwüstungen durch die Klimakrise aufzubauen. Wir werden weiter Lösungen und Alternativen voran bringen, um den Klimawandel zu bekämpfen.

Gerade angesichts der Ausnahmesituation sind wir überzeugt, dass COP21 nicht ohne Partizipation und Mobilisierung der Zivilgesellschaft in Frankreich stattfinden kann. Deshalb bemühen wir uns, all das aufrecht zu erhalten, was bisher an Mobilisierung läuft. In Rücksprache mit den Behörden geben wir unser Bestes, damit die Sicherheit von allem und aller gewährleistet ist.

Vergessen wir nicht, dass es eine globale Bewegung sein wird: Hunderttausende Menschen sind in den zwei Verhandlungswochen von COP21 auf den Beinen und Vertreter_innen der Länder des Südens wie des Nordens werden in Paris vor Ort sein.

Die ganze Welt ist betroffen, und wir werden uns dieser Herausforderung stellen.“

[Übersetzung des französischen Originals von Monika Lege, Robin Wood]


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