Aktion, Cottbus, Klima
24. April 2013

Klima- und Energiecamp 2013 in der Lausitz

Auch in diesem Jahr wird es wieder eine Klima- und Energiecamp in der Lausitz geben. Nach Jänschwalde/Janšojce 2011 und Cottbus/Chóśebuz 2012 wird das Camp diesmal vom 13.–22.07. in Rohne/Rowne in Sachsen stattfinden. Dieses sorbische Dorf ist vom Tagebau Nochten betroffen und durch den beantragten Tagebau Nochten II akut von Umsiedlung und Abbaggerung bedroht. Es steht beispielhaft für acht weitere gefährdete Dörfer mit mehr als 3.000 Einwohnern in Brandenburg und Sachsen, die dem Braunkohletagebau zum Opfer fallen sollen.

Der Tagebau Cottbus Nord - Anlass für bereits zwei Klimacamps

Der Tagebau Cottbus Nord – Anlass für bereits zwei Klimacamps

Im Aufruf zum Camp heißt es: Der Raubbau an der Natur in der Lausitz durch den Kohlebergbau ist nach wie vor extrem.

Allein in den vergangenen 80 Jahren verschwanden 186 Orte ganz oder teilweise von der Landkarte, verloren 30 000 Menschen ihre Heimat. Der Bergbau hat wertvollen Boden, vitale Wälder vernichtet und den Wasserhaushalt der Lausitz auf einer Fläche so groß wie das Saarland zerstört. Ebenso ist wertvolles kulturelles Erbe in den Dörfern und Siedlungen, insbesondere der sorbischen Kultur, unwiederbringlich verlorengegangen. Aktuell drohen fünf neue Tagebaue in der Lausitz und ein Großtagebau gleich hinter der polnischen Grenze.

Diese Natur- und Kulturzerstörung muss dringend gestoppt werden.

Weitere Informationen: www.lausitzcamp.info

Aktion, Blog, Energie, Klima
17. August 2012

Kraftwerk Jänschwalde blockiert

Seit dem frühen Nachmittag blockieren ca. 150 Personen die Zufahrt zum Braunkohlekraftwerk Jänschwalde in der Lausitz. Sie wollen die Zukunft des Energiesystems selbst in die Hand nehmen.

Nach einer Demonstration vor dem Kraftwerk Jänschwalde, an der Menschen aus der Region und Besucher*innen des aktuell in Cottbus stattfindenden Klima- und Energiecamps teilnahmen, sitzen Demonstrierende auf der Hauptzufahrtsstraße und den Gleisen, die auf das Kraftwerksgelände führen. Unter dem Motto „Blockupy Vattenfall“ blockieren sie so den Schichtwechsel der Kraftwerksmitarbeiter*innen. Ziel der Protestierenden ist es, auf die weiterhin bestehenden Pläne des Vattenfall-Konzerns zum Ausbau der Braunkohleverstromung aufmerksam zu machen und Alternativen für eine soziale, demokratische, dezentrale und erneuerbare Energieversorgung zu diskutieren. Dazu haben sie inhaltliche Arbeitsgruppen gebildet, gleichzeitig werden auch Aktions- und Blockadetrainings durchgeführt.

Blockade des Kraftwerks Jänschwalde

Blockade des Kraftwerks Jänschwalde

„Dass ein Konzern wie Vattenfall Arbeitsplätze, Fördermittel oder Ausgleichszahlungen nutzen kann um eine ganze Region in Abhängigkeit zu halten, hängt unmittelbar mit der zentralistischen und undemokratischen Struktur unseres Energiesystems zusammen. Das ist nicht hinnehmbar.“, führt Michelle Wenderlich vom Bündnis „Vattenfall in die Tonne“ die Gründe für den Protest aus. „Energie darf nicht länger von Konzernen monopolisiert werden, denn alle haben ein Anrecht auf Energie und sollen darüber mitbestimmen dürfen. Um dahin zu kommen, ist es legitim, zu Mitteln des friedlichen zivilen Ungehorsams zu greifen.“.

Update: Gegen 17.30 Uhr wurde die Blockade beendet.

Weitere Informationen: www.lausitzcamp.info

Aktion, Berlin, Cottbus, Energie, Klima, Köln, Leipzig
10. August 2012

Klimacamps: Aktionen gegen das Klimachaos

Gleich drei Klimacamps gibt es in diesem Jahr – in allen Braunkohlerevieren der Bundesrepublik. Das erste im Rheinischen Revier ist beinahe beendet, nach zwei größeneren Aktionen gegen das Klimachaos. In der Lausitz beginnt morgen das Lausitzer Klima- und Energiecamp – eine erste Aktion fand in Berlin bereits statt.

Kohlezugblockade am 07. August

Kohlezugblockade am 07. August

Am Dienstag ab 8.30 Uhr hatten zeitweise bis zu 170 Aktivist_innen, darunter auch zahlreiche Teilnehmende des Klimacamps, einen Abschnitt der Hambachbahn blockiert. Auf dem Streckenabschnitt der Bahn fahren normalerweise Züge, die die Kohle vom Tagebau Hambach zu den Kraftwerken transportiert. Die Aktivist_innen hielten Transparente, zum Beispiel mit dem Slogan „System change not climate change“. Gegen 18 Uhr wurde die Sitzblockade von der Polizei geräumt.

Am Mittwoch hatten sich drei Klima-Aktivisten gegen 8.00 Uhr mit Stahlbetonröhren im Gleisbett der RWE-eigenen Kohlebahn verankert um den Transport der Kohle aus dem Tagebau Hambach zu unterbinden. Ein später hinzukommendes Technikteam der Polizei schaffte es nicht, die Blockade zu lösen, stattdessen wurden die betreffenden Schienenabschnitte heraus getrennt. Die Aktivisten wurden gegen 15.00 Uhr in Gewahrsam genommen.

Eisbären gegen Vattenfall, Aktion in der schwedischen Botschaft

Eisbären gegen Vattenfall, Aktion in der schwedischen Botschaft

Am gestrigen Donnerstag haben Aktivist*innen und Eisbären die Nordischen Botschaften in Berlin-Tiergarten besucht.Mit der friedlichen Intervention demonstrieren sie gegen klimaschädliche Unternehmensstrategie des schwedischen Staatskonzerns Vattenfall. Dem schwedischen Botschafter wurden Forderungen übergeben. Um sprichwörtlich fünf vor zwölf marschierten rund 15 Akvistist/innen und zwei Eisbären in die Nordischen Botschaften in Berlin. Ihr Ziel: Das Büro des schwedischen Botschafters, Staffan Carlsson. Die Aktivist/innen aus dem Umfeld des Lausitzers Klimacamps wollten ihm eine Forderungsliste übergeben. Die Forderungen wurden einer Mitarbeiterin übergeben.

Morgen beginnt das Klimacamp in der Lausitz mit einer Auftaktdemonstration ab 12.30 Uhr in Cottbus.

Weitere Informationen:

Klimacamp im Rheinland, 03.-12. August
www.klimacamp.ausgeco2hlt.de

Klima- und Energiecamp Lausitz, 11.-19. August
www.lausitzcamp.info

Klimacamp Hohenmölsen, 20.-26. August
www.zukunftsbund-luetzen.de

Blog, Cottbus, Energie, Klima, Köln, Leipzig
3. August 2012

3 Klimacamps in den nächsten Wochen

Zwischen dem 3. und 26. August finden zum ersten Mal in allen drei Braunkohlerevieren Deutschlands Klimacamps statt. Die Aktivist*innen wollen gegen die Pläne von RWE, Vattenfall und der MIBRAG protestieren und einen Raum für Vernetzung, Austausch und Diskussionen über Alternativen schaffen. Während die Camps in ihren Inhalten und Aktionen regionale Akzente setzen, eint sie die klare Ablehnung der klima- und umweltzerstörerischen Braunkohleverstromung.

Die Klimacamps finden im Rheinland  (03.-12. August), in der Lausitz (11.-19. August) und in Sachsen-Anhalt/ Hohenmölsen (20.-26. August) statt.

Bereits 2011 fanden im Rheinischen Braunkohlerevier bei Köln und in der Lausitz Klimacamps mit mehreren hundert Teilnehmer_innen statt. Klima- und Energiecamps bieten Raum für Workshops, Austausch und Diskussion über Alternativen zu Kohle und Atom und fördern basisdemokratische Organisierung. Auch Aktionen und Demos gehören mit zum Programm. Im Rheinland wurden 2011 die Gleise der Kohlebahn besetzt, in Brandenburg mündeten die Proteste in der Besetzung der Parteizentralen von SPD und Linke. In Großbritannien, dem Ursprungsland der Klimacamps, hat diese Protestform maßgeblich dazu beigetragen, dass es keine weiteren Planungen für neue Kraftwerke oder Tagebaue mehr gibt.

Weitere Informationen:

Klimacamp im Rheinland, 03.-12. August
www.klimacamp.ausgeco2hlt.de

Klima- und Energiecamp Lausitz, 11.-19. August
www.lausitzcamp.info

Klimacamp Hohenmölsen, 20.-26. August
www.zukunftsbund-luetzen.de

 

Energie, Klima
30. August 2011

Klimaaktivist_innen blockieren Kohlebahn

Am Dienstag, den 30. August, blockierten mehr als 50 Aktive im Rahmen eines Klimacamps die Kohlebahn von RWE Power im Garzweiler-Gebiet. Die Blockade dauerte rund 11 Stunden an. Die Aktivist_innen spannten Transparente und jonglierten auf den Gleisen. Vor Ort wurden sie mit Essen versorgt und durch lokale Bürgerinitiativen unterstützt.

Klimacamp Garzweiler

Klimacamp Garzweiler

Mit einer gewaltfreien Sitzblockade unterbanden sie bis auf weiteres den Transport der Kohle vom Tagebau Hambach zu den Kraftwerken Frimmersdorf, Neurath und Niederaußem. Mit der Blockade der Kohlebahn wendeten sich die Aktivist_innen gegen die Folgen des Braunkohleabbaus und dessen Verstromung durch RWE Power. Bei dem Garzweiler-Gebiet handelt es sich um das Gebiet mit dem größten CO2-Ausstoß in Europa.

Dort forderten die Aktivistinnen:

1. Schluss mit dem Abbau von Braunkohle und deren Verstromung
2. Schluss mit der Zerstörung von Ökosystemen und den Lebensgrundlagen der Menschen – in Nord und Süd
3. Hin zu einem veränderten Konsumverhalten und Kritik am Wachstumsgedanken
4. Aufbau von Energiesouveränität durch Demokratisierung und Dezentralisierung der Energiegewinnung auf Basis der Erneuerbaren

Das Klimacamp findet mit Workshops und weiteren Protesten noch bis zum 04. September in der Nähe von Köln statt.
Ein Interview mit den Aktivist_innen gibt es hier…

Blog, Energie, Klima, Welt retten
10. August 2011

Klimacamp in der Lausitz

Am Sonntag startete das Klima- und Energiecamp in der Lausitz. Am Ort Jänschwalde (Janšojce) befindet sich das zweitgrößte Braunkohlekraftwerk der Republik, für dieses Kraftwerk sollen neue Tagebaue aufgeschlossen werden und auch die CO2-Abscheidung und Endlagerung soll hier das erste Mal von Vattenfall getestet werden. Bis zum 14. August wird es dort Workshops und Raum für Vernetzungen geben.

Ausblick vom Klimacamp

Ausblick vom Klimacamp auf das Kraftwerk Jänschwalde

Das Klimacamp findet an einem entscheidenden Ort statt: in Jänschwalde, wo das zweitgrößte Braunkohlekraftwerk der Republik steht.Für dieses Kraftwerk sollen neue Tagebaue aufgeschlossen werden und hier soll auch das Kohlendioxid abgeschieden werden, welches in “Endlager” in Ostbrandenburg verpresst wird, Das Verfahren wird kritisiert, weil es als hochriskant gilt, was Leckagen und die Grundwasserversalzung angeht.

Auch ROBIN WOOD ist mit dabei, mit verschiedenen Workshops und zum Beispiel einem Schnupperklettern. Am Samstag den 13. August ist eine Demonstration in Cottbus geplant: “Unsere Energie ist nicht eure Kohle! Für Klimagerechtigkeit, gegen neue Tagebaue und CCS!”

Energie, Klima
15. April 2011

Klima- und Energiecamp in der Lausitz

Ende Januar haben sich verschiedene Gruppen und Einzelpersonen zusammengeschlossen, um vom 7. bis 14. August 2011 ein Klima- und Energiecamp in der Lausitz (Jänschwalde bei Cottbus/Brandenburg) zu veranstalten. Das Camp nimmt nun langsam Gestalt an, es gibt aber auch noch viel Raum für eigene Ideen.

Klima- und Energiecamp in der Lausitz

Klima- und Energiecamp in der Lausitz

Hier ein erster Text aus dem Aufruf: “Das Klimachaos scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein: Mit extremen Wetterverhältnissen, der Versteppung ganzer Regionen, dem Anstieg des Meeresspiegels und der Bedrohung der Lebensgrundlagen vieler Menschen schreitet  der Klimawandel voran. Dass die Antwort nicht Atomkraft heißen kann, ist spätestens seit Fukushima klar. Aber anstatt konsequent auf erneuerbare Energien zu setzen und die fossilen Brennstoffe im Boden zu lassen, werden Kohlekraftwerke und die Risikotechnologie CCS als Alternativen zur Atomkraft propagiert.

Wir nehmen das nicht hin! Wir wollen an Auseinandersetzungen um Klimagerechtigkeit und Energiesouveränität anknüpfen und mit einem Camp Alternativen zum „business as usual“ denken, leben und erstreiten.

Weitere Informationen gibt es unter: www.lausitzcamp.info