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Energie
3. März 2013

Neues ROBIN WOOD Magazin mit Schwerpunkt ENERGIE jetzt auch online!

Vor wenigen Tagen ist das neue ROBIN WOOD MAGAZIN mit einem Schwerpunkt zum Thema Energie erschienen. Mit Artikeln über die Situation in Fukushima zwei Jahre nach dem mehrfachen Super-GAU, über die Proteste für den Atomausstieg am 9 März in Deutschland, über die Probleme und Risiken, die es bei der Stilllegung von Atomkraftwerken gibt, über die Uranfabrik Gronau, mit Infos über die Kampagnen für die Rekommunalisierung der Energienetze in Berlin und Hamburg und mit einem Bericht über den Versuch, in Polen ein neues Atomkraftwerk zu bauen. Infos über das ROBIN WOOD Magazin, das als Printausgabe auch bestellt werden kann, hier.
Über Energiepolitik und -Aktionen informiert ROBIN WOOD auf seiner Homepage. Die Artikel der aktuellen Ausgabe vom März 2013 sind auch online verfügbar (alle als PDF).

Aktion, Energie
1. März 2013

Zwei Jahre Katastrophe Fukushima: Aktions- und Menschenkette um das AKW Grohnde

Aufbau im Camp Grohnde (Foto: Chris Grodotzki / visual-rebellion.com)

Am 9. März 2013 findet rund um das AKW Grohnde eine Aktions- und Menschenkette statt. (Foto: Chris Grodotzki / visual-rebellion.com)

Zwei Jahre dauert die Katastrophe in Fukushima an, die Reaktoren sind immer noch nicht unter Kontrolle, große Flächen verstrahlt, Lebensmittel verseucht und 200.000 Menschen mussten wegen der hohen Strahlung unter chaotischen Umständen evakuiert werden. Die Region Fukushima ist zu großen Teilen und möglicherweise für Jahrzehnte unbewohnbar. Ausführlicher berichtet über die Lage in Japan nach dem Super-Gau das neue ROBIN WOOD Magazin. (PDF) Das Risiko, dass sich eine solche Katastrophe auch in Deutschland wiederholt, besteht noch immer. Auch wenn die acht ältesten AKWs nach dem Super-GAU in Japan abgeschaltet wurden: In jedem der noch am Netz befindlichen Anlagen tickt eine Zeitbombe, so zum Beispiel auch im Atomkraftwerk Grohnde im Weserbergland. Der halbherzige Atomausstieg als Reaktion auf Fukushima reicht nicht aus, denn die Sicherheitsvorkehrungen in Deutschland sind absolut unzureichend. Fukushima mahnt – AKW Grohnde abschalten! Deshalb: Umweltorganisationen und Anti-Atom-Initiativen, darunter auch ROBIN WOOD, rufen anlässlich des zweiten Jahrestages der Katastrophe von Fukushima bundesweit zu Großaktionen für den Atomausstieg am 9. März 2013 auf. Wir wollen mit den Aktionen bisher rund um das Atomkraftwerk Grohnde zeigen, welche Dimensionen ein Super-GAU hätte: Deshalb soll mit einer Aktions- und Menschenkette von 350 Kilometern Länge von Hannover über Hildesheim und Göttingen, weiter über Beverungen, Detmold, Herford, Minden und Stadthagen wollen wir im Abstand von etwa 40 Kilometern vom Reaktor zeigen, welches Ausmaß eine Katastrophe wie Fukushima in Deutschland haben könnte und die Stilllegung der noch laufenden Atomanlagen fordern. Das ganze Gebiet wird abgesperrt, Lautsprecherwagen informieren, Dekontaminationsstationen werden errichtet und Lebensmittel werden ausgemessen. Aber auch weitere Ideen sind erwünscht. Also kommt einfach am Samstag, den 09. März 2013, zwischen 12.05 und 12.50 Uhr aus dem Katastrophengebiet zur Kette oder von außen dazu und kämpft mit uns für ein Ende des Wahnsinns! Alle Infos zur Aktions- und Menschenkette rund um das AKW Grohnde hier. Überblick Aktions- und Menschenkette und BUSSE für die Anreise! Bundesweite Anti-Atom-Proteste zum zweiten Fukushima-Jahrestag. Mehr über das ROBIN WOOD Magazin Text: Alexander Fricke

Aktion, Energie
27. Februar 2013

9. März 2013: Zwei Jahre Fukushima – Atomanlagen abschalten! Urananreicherung in die Zange nehmen!

robinwood_uranfabrig_gronauZwar hat die deutsche Bundesregierung den Atomausstieg beschlossen, doch das Ende der Atomenergie mit deutscher Beteiligung bedeutet das noch lange nicht: in der Uranfabrik Gronau wird weiterhin Brennstoff für jedes zehnte Atomkraftwerk weltweit verarbeitet. Einen Zwiespalt scheint man in der Politik nicht zu sehen. Die Bundesregierung hält eine Stilllegung der Uranfabrik nicht für sinnvoll, weil sie „wesentlich zum Wohlstand einer strukturschwachen Region Deutschlands“ beiträgt! (Drucksache des Bundestages 17/11975). (mehr…)

Aktion, Blog, Energie, Münsterland
23. Februar 2013

Münsterland Antiatom-Infotour mit Kletteraktionen in Emsdetten und Rheine

RheineAm heutigen Tage wurde die Münsterland-Infotour mit zwei weiteren Stationen fortgesetzt: In Emsdetten mit einem Infostand und einer Kletteraktion, wobei nach einer guten Stunde der Martkleiter  die Genehmigung für den Infostand entzog , nur weil in der Nähe zwei AktivistInnen oben zwischen zwei Bäumen ein Transparent aufgespannt hatten. Er drohte mit dem Bürgermeister und Einzug des Infostandes. Die KletterInnen durften in den Bäumen weiter demonstrieren – möglicherweise weil die Polizei eh nicht an sie heran kommen konnte… (mehr…)

Blog, Energie, Münsterland
22. Februar 2013

Münsterland-Antiatom-Infotour in Dülmen

 Heute entfalteten Atomkraftgegner_innen von Robin Wood und dem Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen ein Transparent über dem Dülmener Marktplatz. Sie informierten über die Urananreicherungsanlage in Gronau und die anstehende Demo zum 2.Fukushima-Jahrestag am 9. März. Nach gut zwei Stunden waren alle mitgebrachten Flyer verteilt und die Kletteraktion wurde ohne Probleme beendet.

Aktion, Energie
19. Februar 2013

Fukushima-Benefiz in Bremen: Deutsche Kammerphilharmonie spielt für Fukushima-Opfer

Zwei Jahre nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima wird in Deutschland nicht nur gemahnt und demonstriert. In Bremen findet am 9. März in der Kirche Unser Lieben Frauenein Benefiz-Konzert statt: Mitglieder der Deutschen Kammerphilharmonie spielen an diesem Tag zugunsten der Opfer der Atomkatastrophe. Unterstützt wird dieses Konzert von verschiedenen Umweltorganisationen, darunter ROBIN WOOD, dem Umweltbeauftragten der ev. Kirche Bremen und anderen.  Das Konzert beginnt um 18 Uhr. Der Eintritt ist zwar kostenlos, aber die Initiatoren und das Orchester erhoffen sich, das die Konzert-BesucherInnen mit einer großzügigen Spende zu Gunsten der Opfer und für ein atomfreies Japan das Anliegen der Initiatoren unterstützen. Die Spenden sollen zwei Projekten zu Gute kommen: Einer Initiative aus dem Raum Fukushima, die sich für ein atomfreies Japan einsetzt. Infoseite auf Englisch hier. Außerdem wird das Kinderhilfsprojekt “Helft den Kindern von Fukushima Hokkaido” unterstützt: Die Initiative lädt Kinder aus Fukushima ein, ihre Sommerferien auf Hokkaido zu verbringen, wo sie sich unbeschwert im Freien aufhalten und neue Kraft tanken können. Neben dem Freizeitprogramm steht auch eine medizinische Untersuchung auf dem Programm. Eine Untersuchung, wie sie in der Präfektur Fukushima nicht angeboten wird. Die Initiative wird von der Stadt Sapporo unterstützt.Anfang März sind Mitglieder der Initiative und der Stadt Sapporo in Deutschland, um für eine Unterstützung des Hilfsprojektes zu werben. Frau Hirokawa (Stadt Sapporo) und Birgit Bianca Fuerst (als Dolmetscherin) werden am 9. März in Bremen sein und das Projekt “Helft den Kindern von Fukushima Hokkaido” persönlich vorstellen. Mehr Informationen auf der Seite der Stadt Sapporo und hier. Unterstützen Sie vor dem Konzert auch die Aktionen der Anti-Atom-Bewegung für den Atomausstieg in Deutschland. Mehr Informationen dazu auf der Homepage von ROBIN WOOD.  

Energie
18. Februar 2013

Risiko Uranfabrik Gronau: Flugverbotszone zu klein

Bürgerinitiativen rund um die Uranfabrik Gronau warnen vor Sicherheitsrisiken, weil die Flugverbotszone viel zu klein ausgelegt ist. Das ergibt sich aus einem Urteil des Berliner Oberverwaltungsgerichts. Die Pressemitteilung gibt es gleich unten im Text. Gemeinsam mit den Bürgerinitiativen und dem BBU setzt sich ROBIN WOOD für die Stilllegung der Uranfabrik in Gronau ein. Dort wird Uran für jedes zehnte AKW auf der Welt angereichert. Deshalb hat ROBIN WOOD einen ONLINE-PROTEST am Start. Bitte unterstützt diesen Protest mit eurer Unterschrift hier: www.robinwood.de/uran. “Flugverbotszone über Urananreicherungsanlage Gronau zu klein: – Konsequenzen aus Berliner Flugrouten-Urteil gefordert, – „Jetzige Mini-Flugverbotszone bietet keinen Schutz“ Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen sowie der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau fordern die NRW-Landesregierung auf, aus dem wegweisenden Flugrouten-Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Berlin-Brandenburg vom 23. Januar 2013 unverzüglich Konsequenzen für die Flugverbotszone rund um die Urananreicherungsanlage Gronau zu ziehen. Die Berliner OVG-Richter hatten eine Flugroute für den geplanten Berliner Großflughafen für unwirksam erklärt, weil die Flugzeuge in einer Höhe von 2600 Metern und in einer Entfernung von 3 Kilometern den Forschungsreaktor BER II am Wannsee passiert hätten. Erst am 10. Januar 2013 hatte die NRW-Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Piratenfraktion jedoch mitgeteilt, dass rund um die Urananreicherungsanlage Gronau nur eine Flugverbotszone von rund 600 Metern Höhe und 1,5 km Abstand gelte (Landtagsdrucksache 16-1832, s. Anhang dieser PM). Bereits vor dem Urteil mussten am Wannsee Sportflugzeuge einen Abstand von 3,7 km einhalten. „Die Berliner Richter haben juristisch neue Maßstäbe für Flugverbotszonen über Atomanlagen gesetzt. Darauf muss die Landesregierung in Düsseldorf nun reagieren. Die jetzige Mini-Flugverbotszone rund um die Urananreicherungsanlage Gronau bietet vor Flugzeugabstürzen  keinerlei Schutz“, so Udo Buchholz vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz und Mitglied im Arbeitskreis Umwelt Gronau. Es ist zudem zu bedenken, dass die Urananreicherungsanlage auch nach Auskunft der Landesregierung nicht verbunkert ist, und dass Tausende Tonnen Uranhexafluorid in einem „Freilager“ unter freiem Himmel lagern. Die Urananreicherungsanlage Gronau ist also kein kleines Punktziel, sondern aus der Luft weithin sichtbar. Somit ist auch eine wesentlich größere Gefahr gezielter Anflüge gegeben. Konsequenzen auch für andere Atomanlagen? „Das Urteil aus Berlin bestätigt, dass die Sicherheitsvorkehrungen rund um die Urananreicherungsanlage Gronau nicht mehr auf dem aktuellen Stand sind. Es fragt sich zudem, welche Konsequenzen sich für die anderen Atomanlagen in NRW und Umgebung ergeben, also für das Atommülllager in Ahaus, die Atommüllkonditionierungsanlage Duisburg, das Forschungszentrum Jülich sowie das Atomkraftwerk und die anderen Atomanlagen in Lingen. Letztlich lassen sich die Gefahren von Flugzeugabstürzen nur durch die sofortige Stilllegung der aktiven Atomanlagen minimieren. Die Landes- und die Bundesregierung müssen den Umfang von Flugverbotszonen jedenfalls völlig neu bewerten,“ so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen. Demonstration in Gronau und Anti-Atom-Info-Tour Mittlerweile rufen rund 80 Organisationen und Initiativen für den 9. März um 13 Uhr aus Anlass des 2. Jahrestags der Reaktorkatastrophe von Fukushima zu einer überregionalen Demonstration vor der Urananreicherungsanlage Gronau auf. Bis zur Demonstration veranstaltet das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen zudem eine Info-Tour durch mehrere Städte des Münsterlandes (weitere Infos: www.fukushima-jahrestag.de). Weitere Infos: www.fukushima-jahrestag.de, www.sofa-ms.de, www.bbu-online.de, www.urantransport.de, www.kein-castor-nach-ahaus.de”

Energie
30. Januar 2013

Krieg in Mali – Uran im Niger – AREVA und die Uranfabrik Gronau

Uranminen der AREVA im Niger – Landeskonferenz der Anti-Atom-Gruppen NRW nimmt Stellung Am 27.1.2013 hat in Münster die Landeskonferenz der AntiAtomGruppen in NRW nicht nur die Aktionen zum zweiten Jahrestag der Katastrophe von Fukushima weiter vorbereitet, sondern auch zu dem Militäreinsatz französischer Truppen bei den Uranminen der AREVA im Zusammenhang mit dem Kriegseinsatz in Mali folgendermaßen Stellung genommen. AREVA ist einer der wichtigen Lieferanten für die Uranfabrik in Gronau. Hier die Erklärung der LAKO. Unterstützt den Online-Protest gegen die Uranfabrik Gronau hier. (mehr…)

Energie
17. Januar 2013

Uranfabrik Gronau – Maßnahmen gegen Flugzeugabsturz sind Geheimsache – Sicherheitsprüfung zieht sich hin

Die Landesregierung in NRW teilt in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Piraten-Fraktion (Drucksache 16/1832) mit, dass die Sicherheitsüberprüfung für die Uranfabrik in Gronau noch immer nicht abgeschlossen ist. Dabei hatte sie direkt nach der Katastrophe von Fukushima zugesagt, so schnell wie möglich Ergebnisse einer solchen Prüfung vorzulegen. Ausgerechnet zu Fragen der Sicherheit der Urananlage bei Flugzeugabstürzen erklärt die Regierung, dass Gegenmaßnahmen geheim gehalten werden. In der Antwort auf die kleine Anfrage heißt es: “Die Ergebnisse der hinzugezogenen Sachverständigen wurden Ende 2012 vorgelegt. Jetzt werden die Sachverständigen-Gutachten durch die atomrechtliche Aufsichtsbehörde abgenommen und ausgewertet.” Außerdem: “Die Erstellung der Unterlagen durch die Betreiberin, ca. 100 Ordner, dauerte bis Anfang 2012. Die Prüfung dieser Unterlagen durch die hinzugezogenen Sachverständigen nimmt erfahrungsgemäß etwa ein Jahr in Anspruch.” Auf Basis der von den Sachverständigen Ende 2012 vorgelegten Stellungnahmen wird nun die zuständige Atomaufsicht in NRW eine Bewertung vornehmen. Die Uranfabrik in Gronau, die trotz angeblichem Atomausstieg völlig unbefristet weiter betrieben werden darf, versorgt weltweit jedes zehnte Atomkraftwerk mit Brennstoff. Schon vor dem Unfall von Fukushima hat es immer wieder Kritik an der mangelnden Sicherheitsauslegung der Urananlage gegeben. Nach Fukushima räumte sogar der Geschäftsführer der URENCO in Gronau ein, dass die Anlage nicht ausreichend gegen Flugzeugabstürze gesichert sei und die Behälter mit Uranhexafluorid, die unter freiem Himmel lagern, bei einem Brand schon nach einer halbe Stunde versagen würden. Die Landesregierung spielt dieses Risiko herunter: Im November teilte sie ebenfalls in der Antwort auf eine kleine  Anfrage (Drucksache 16/1244) mit: ““In den atomrechtlichen Genehmigungsverfahren für die Urananreicherungsanlage in Gronau wurde das mit einem unterstellten Flugzeugabsturz auf die Anlage verbundene Risiko umfassend bewertet. Es wurde festgestellt, so zuletzt mit Bescheid 7/6 UAG vom 14.02.2005 zum Endausbau der Urananreicherungsanlage in Gronau, dass die Anlage in Übereinstimmung mit den geltenden Lastannahmen und Richtlinien geschützt ist. Von einer Verbunkerung der Anlage wurde wegen des im Vergleich zu Kernkraftwerken wesentlich geringeren Aktivitätsinventars abgesehen; es wurden jedoch risikomindernde Maßnahmen getroffen.” Mit keiner Silbe erwähnt die Landesregierung, dass sich die Fragen nach dem Risiko von Flugzeugabstürzen, aber auch Hochwasser etc. seit Fukushima neu stellen! Auf Nachfrage durch die Piraten teilt die Landesregierung – während die Prüfung von Gutachten noch läuft – in der Drucksache 16/1832  mit: “Als risikomindernde Maßnahme gegen Flugzeugabsturz herrscht unterhalb 2000 Fuß (ca. 600m) und in einem Abstand von 1,5 km der erkennbaren Grenzen der Urananreicherungsanlage Gronau ein Überflugverbot. Des Weiteren verfügt die Urananreicherungsanlage Gronau über geneigte Freilager-Betonflächen, die in ein unterirdisches Volllaufsystem entwässern. Damit wird ein länger anhaltender Brand von auslaufendem Kerosin in Folge eines Flugzeugabsturzes unterbunden und Vorsorge gegen ein Überdruckversagen der dort gelagerten, mit Uranhexafluorid gefüllten, Behälter getroffen. Weitergehende Informationen über Maßnahmen gegen (erzwungene) Flugzeugabstürze sind im öffentlichen Interesse geheimhaltungsbedürftig und daher als Verschlusssachen eingestuft. Naheliegend dürfen diese daher nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.” Sicherheitsfragen: Geheim, Verschlusssache! Ob das Naheliegend ist, darf sehr bezweifelt werden. Und komisch eigentlich, dass der URENCO-Geschäftsführer trotzdem Mängel einräumt. Für die Stilllegung der Uranfabrik wird aus Anlass des zweiten Fukushima-Jahrestags am 9. März demonstriert. Dann heißt es: Uranfabrik Gronau in die Zange nehmen. ROBIN WOOD ist dabei. Infos und Onlineprotest von ROBIN WOOD hier unterstützen! Zur Uranfabrik Gronau und den rot-grünen Vereinbarungen im Koalitionsvertrag NRW siehe auch: Uranfabrik – Aktionen in Gronau – Atomaufsicht im Dornröschenschlaf

Energie
17. Januar 2013

Fukushima mahnt: AKW Grohnde nicht auf Notfall vorbereitet

AtomkraftgegnerInnen aus dem Weserbergland haben gestern auf einer Pressekonferenz sicherheitsrelevante Mängel beim AKW Grohnde kritisiert und eine Kurzstudie der Gutachterin Oda Becker präsentiert. Einem Bericht der taz ist zu entnehmen: “Die nach dem Unglück in Fukushima erfolgten Sicherheitsüberprüfungen durch die deutsche Reaktorsicherheitskommission und der EU-weite „Stresstest“ hätten unter anderem gezeigt, dass Grohnde nicht ausreichend gegen Erdbeben und Hochwasser geschützt sei. Auch die Funktionsfähigkeit der Notfallmaßnahmen sieht Becker nicht gewährleistet. ” Die AtomkraftgegnerInnen fordern deshalb die Atomaufsichtsbehörde in Niedersachsen auf, angesichts der vorhandenen Mängel endlich schärfer gegen den Betreiber E.on vorzugehen. Umfassende Sicherheit könne aber nur die sofortige Abschaltung des AKW Grohnde bringen. Kritisiert wurde auch der völlig mangelhafte Katastrophenschutz. Bislang sehen die Pläne vor, dass es zu Evakuierungen nur in der unmittelbaren Nahzone des AKW Grohnde im Bereich von 10 km kommen würde. Spätestens seit der Katastrophe in Fukushima sei aber klar, dass Evakuierungen in erheblich größerer Entfernung vom Reaktor erforderlich sind. Selbst das Bundesamt für Strahlenschutz hat das in einer Studie aufgezeigt und spricht davon, dass auch noch in einer Entfernung von bis zu 170 km Menschen dauerhaft evakuiert werden müssten. Katastrophenschutzbehörden räumen inzwischen diesen Mangel ein, gehen aber auch davon aus, dass Evakuierungsmaßnahmen in dieser Dimension in Deutschland nicht möglich wären. Dabei kann es in den immer noch neun Atommeilern, die in Deutschland in Betrieb sind, jederzeit zu einer Kernschmelze und einer massiven Freisetzung von Radioaktivität kommen.  Auch deshalb fordern die Initiativen die sofortige Stilllegung des AKW Grohnde. Für den 9. März rufen zahlreiche Anti-Atom-Gruppen und Umweltorganisationen zu einer AKTIONS- UND MENSCHENKETTE rund um das AKW Grohnde auf. Anlass ist der zweite Jahrestag der Atomkatatrophe von Fukushima. Mehr Informationen dazu auf grohnde-kampagne.de/ Über die bundesweiten Proteste zum zweiten Fukushima-Jahrestag u.a. an den AKWs in Gundremmingen und gegen die Uranfabrik Gronau gibt es hier mehr Infos.  

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