Aktion, Klima, Verkehr
8. Juni 2012

Stoppt den dritten Startbahnwahn – Kletteraktion am Münchner Siegestor

Keine dritte Startbahn - Protestaktion am Münchner Siegestor, 8.6.2012

Keine dritte Startbahn - Protestaktion am Münchner Siegestor, 8.6.2012

Wer hat noch Zweifel, wie er oder sie am 17. Juni beim Bürgerentscheid über den Bau einer dritten Startbahn am Münchner Flughafen abstimmen soll? Der hat heute eine klare Entscheidungshilfe bekommen. “Stoppt den 3. Startbahnwahn” und “Nein am 17.6.” – Banner mit diesen Slogans haben heute Mittag KletterInnen von ROBIN WOOD am Münchner Siegestor aufgehängt. Unterstützt werden sie dabei von Plane Stupid Germany, einer Aktionsgemeinschaft gegen den Flughafenausbau.

Viele PassantInnen waren von der Aktion sehr angetan. Einige entschlossen sich  sogar, spontan mitzumachen und halfen beim Aufspannen des Boden-Banners.

Mehr dazu gibt es hier.

 

Klima, Tropenwald, Verkehr
2. Dezember 2010

Kranich im Blindflug

Lufthansa klopft sich für Agro-Sprit-Pläne selbst auf die Schulter und täuscht damit die Öffentlichkeit

Die Lufthansa will ab 2011 ein Agro-Spritmix versuchsweise als Flugzeugtreibstoff einsetzen. Dafür feiert sich das Unternehmen als Klimaschützer. In der sechsmonatigen Versuchsphase sollen dadurch rund 1.500 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden, teilte das Unternehmen mit. Um etwaige Ökobedenken gegen den Pflanzensaft gleich im Keim zu ersticken, setzte Lufhansa Vorstand Mayrhuber noch einen drauf: „Unser Treibstoff ist nachhaltig. Fest steht, dass für Lufthansa-Biotreibstoff kein Regenwald gerodet wird.“

Das ist natürlich Quatsch mit Soße, denn die Geschichte vom klimaschonenden und umweltfreundlichen Agro-Sprit ist längst als Ökomärchen entlarvt. Fliegen mit Pflanzen – Robin Wood Magazin 1/2010 Dabei ist es unerheblich, woher der Rohstoff für die angeblich grüne Fliegerei auch stammen mag. Sei es Raps aus Europa, Palmöl aus Indonesien, oder Jatropha aus Afrika – die Nachfrage von Konzernen wie Lufthansa führt am Ende dazu, dass sich weitere Agrarflächen in die vorhandenen Naturräume dieser Erde hineinfressen. Fachleute nennen diesen Effekt indirekte Landnutzungsänderungen. Dabei können riesige Mengen des Klimagases Kohlenstoffdioxid in die Luft gepustet werden.

In keinem guten Licht steht auch Nesteoil da – der Brennstoff-Lieferant für Lufthansas Agro-Abenteuer. Bei unseren Kollegen von Greenpeace Finnland steht der Konzern wegen Regenwaldzerstörung bereits am Pranger.

Das für diesen Unsinn auch noch Steuergelder aus dem Fenster geworfen werden, ist ein weiterer Skandal. Das Bundesforschungsministerium subventioniert Lufthansa bei diesem Projekt mit zweieinhalb Millionen Euro. Ausgerechnet der notorische Klimakiller Lufthansa bekommt so mit öffentlichem Geld ein grünes Mäntelchen umgehängt.

Aktion, Klima, Verkehr
3. Juni 2010

Luftiger Kommentar zu Klimaverhandlungen

In Bonn laufen die UN-Klimaverhandlungen. Proteste aber gibt es nicht nur vor Ort. In Frankfurt machen ROBIN WOOD-AktivistInnen heute morgen mit einer Kletteraktion deutlich, was Klimaschutz für sie bedeutet.

Aktivist_innen von Robin Wood haben den Baukran der Landebahn-Baustelle am Frankfurter Flughafen gekapert (Foto: ROBIN WOOD / Häfner)

Save the Climate – Stop Airport Expansion“ (Rettet das Klima – Stopp Flughafenausbau) – ein rund 130 Quadratmeter großes Transparent mit dieser Forderung haben vier ROBIN WOOD-AktivistInnen auf einen Baukran an der Baustelle zur Autobahnüberführung (Rollbrücke West) am Frankfurter Flughafen gehängt. Die Baustelle ist Teil der Flughafenerweiterung. Ihre Botschaft: Wartet nicht darauf, dass die Regierungen das Klima retten.

Werdet selbst aktiv, baut Druck von unten auf und wehrt euch gemeinsam gegen extrem klimaschädliche Bauvorhaben wie den Ausbau von Flughäfen.

Mehr Infos zu Protesten und Veranstaltungen in Bonn.
Mehr zum Widerstand gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens.

Updates von vor Ort:

8:42 Uhr: Noch immer sind die Aktiven in luftiger Höhe, einige Pressevertreter sind anwesend und die Polizei und Fraport stehen unten herum.

9:30 Uhr: Die vier AktivistInnen sind jetzt abgestiegen und guter Dinge.