Aktion, Energie, Klima
16. Mai 2011

Bäume gegen die Trasse und CCS

CCS ist eine Abkürzung die ziemlich merkwürdig, oder vielleicht harmlos klingt – CO2-”Endlagerung” klingt da schon etwas griffiger. Und im Rahmen der Aktion “Obstbäume statt  CO2-Endlager” haben wir verschiedene Bäume als Zeichen des Protests gepflanzt…u.a. mit der Bürgerinitiative (BI) “Moorburgtrasse stoppen” und an verschiedenen anderen Orten.

Protestbaum im Suttnerpark

Protestbaum im Suttnerpark (Foto: Moorburgtrasse stoppen! und Robin Wood)

Am Freitag pflanzten wir einen Baum im Suttnerpark in Hamburg – gemeinsam mit der BI “Moorburgtrasse stoppen”. Der Baum und die Aktion waren nicht groß…aber symbolisch wichtig. Ein Ahornbäumchen aus der Lausitz, wo Vattenfall Braunkohletagebaue betreibt und ganze Dörfer von der Landkarte verschwinden lässt wird dort gepflanzt, wo der Park für die Moorbugtrasse weichen soll.

Im Winter des Jahres 2009/2010 haben Aktive aus der unmittelbaren Nachbarschaft des Gählerparks und von Robin Wood Bäume im Gählerpark besetzt, um die Zerstörung dort aufzuhalten…und hatten es geschafft. In einem neuen Anlauf möchte Vattenfall nun Parks auf einer anderen Strecke zerstören.

Und so verbindet dieser Baum – symbolisch – den Protest ganz unterschiedlicher Regionen gegen neue Braunkohletgebaue, gegen das Kohlekraftwerk und die Trasse in Hamburg und die CO2-Endlagerung – für Klimagerechtigkeit und die Energiewende.

Baumbesetzung gegen die Vattenfall-Moorburgtrasse im Dezember 2009

Baumbesetzung gegen Klimakiller Vattenfall

Weitere Informationen auch im Suttnerblog, wo treffender Weise steht, dass unser Bäumchen nicht gerade eine Rampensau ist…
und zu einem Käffchen im Park am 22. Mai um 15.00 Uhr eingeladen wird.

Blog, Energie, Klima
29. April 2011

Weiden gegen CCS

Am Ostermontag pflanzten Aktive von ROBIN WOOD bei Dresden Weiden als Uferschutz und gegen CCS. Die “Aktion” ist Teil der Initiative “Obstbäume statt CO2-Endlager”. Neben dem Risiko der “Endlager” wollen sie auch darauf hinweisen, dass die Technologie Energie verbraucht, die u.a. durch neue Braunkohletagebaue erzeugt werden soll.

Bäume als Uferschutz und gegen CO2-"Endlager" (Foto: Christian Grodotzki / ROBIN WOOD)

Bäume als Uferschutz und gegen CO2-"Endlager" (Foto: Christian Grodotzki / ROBIN WOOD)

Unter dem Motto „Obstbäume statt CO2-Endlager“ ruft ein Bündnis von Umweltverbänden und Baumpflanz-Initiativen dazu auf, durch das Pflanzen von Obstbäumen ein Zeichen gegen die Pläne zu setzen, Kohlendioxid aus Kohlekraftwerken unterirdisch zu speichern. Alle sind dazu aufgerufen, Obstbäume bis zum 15. Mai 2011 zu pflanzen, Ziel sind Baumpflanzungen an mehr als 200 Orten.

Hier geht es zur Internetseite, auf der die gepflanzten Bäume eingetragen werden können… und hier gibt es die Aktion als Facebook-Event…

Aktion, Energie
25. April 2011

Strommast am AKW Unterweser erklettert

Während der Umzingelung des AKWs Unterweser mit 5200 Menschen erkletterten heute drei Robin Wood AktivistInnen einen zur Zeit abgeschalteten Strommast am Atomkraftwerk. Dort hängten sie in ca. 15 m Höhe ein Transparent mit einem Radioaktiv-Totenkopf auf. Die Aktion stieß auf große Begeisterung bei den vielen Menschen, die sich an der Umzingelung beteiligten. In luftiger Höhe und bei wunderschönem Wetter hatten die drei KlettererInnen einen guten Blick auf die Menschenkette um das AKW.

Aufstieg am Strommast

Aufhängen des Transparentes

Das Transparent hängt - Zeit zum Abhängen und Sonne genießen!

Auch auf der Weser wurde das AKW umzingelt. Der Nachbau der Hansekogge war ebenfalls mit einem Robin Wood Transparent geschmückt.

Das Atomkraftwerk Unterweser ging 1979 ans Netz. Betreiber ist eon. Der Druckwasserreaktor gehört zu den sieben ältesten deutschen AKWs, die aufgrund des Atom-Moratoriums derzeit abgeschaltet sind. Nach dem Atomkonsens hätte das AKW ohnehin dieses Jahr abgeschaltet werden müssen, durch die Laufzeitverlängerung sollte es jedoch bis 2020 am Netz bleiben. Wie alle deutschen AKWs weist auch Unterweser verschiedene gravierende Sicherheitsmängel auf – so ist der u.a. der Schutz gegen Hochwasser unzureichend, weil die Deiche zu niedrig sind.

Sicher ist nur das Risiko – Unterweser stilllegen!

Aktion, Energie
21. April 2011

Bericht FFM: Gemeinsam Zeichen setzen

Am Sonntag den 17.4.2011 ließen 6 Robin Wood Aktivist_innen das Transparent “Gegen Kohle und Atom Die Zukunft ist erneuerbar” von der
Frankfurter Sehenswürdigkeit dem Eisernen Steg hinab. Mit der klipp und klaren Aussage sollte nicht nur verdeutlicht werden, dass es mehr als
überfällig ist, sich von einer nicht regenerativen Stromgewinnung zu verabschieden. Gleichzeitig wurde auch für die am 25.4. stattfindenden
Großdemonstrationen anlässlich des Tschernobyl-Gedenktages geworben.


Lasst uns gemeinsam Zeichen setzen:
http://www.tschernobyl25.de/

RG Rhein-Main

Blog, Energie, Klima
20. April 2011

Obstbäume statt CO2-”Endlager”

Unter dem Motto „Obstbäume statt CO2-Endlager“ ruft ein Bündnis von Umweltverbänden dazu auf, durch das Pflanzen von Obstbäumen ein Zeichen gegen die Pläne der Bundesregierung zu setzen, Kohlendioxid aus Kohlekraftwerken unterirdisch zu speichern. Ziel ist es, bis 15. Mai Pflanzungen an mehr als 200 Orten zu erreichen. Also seid dabei!

Am 13. April hatte das Bundeskabinett ein Gesetz verabschiedet, wonach die CCS-Techologie (Carbon Dioxide Capture and Storage) zur unterirdischen Speicherung von Kohlendioxid aus Kohlekraftwerken erprobt werden soll. Das Gesetz muss noch von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden.

Im Internet kann die Pflanzung unter http://www.bund.net/obstbaeume-statt-co2-endlager gemeldet und sichtbar gemacht werden. Dort gibt es auch weitere Informationen und z.B. Pflanzanleitungen.

Energie, Klima
18. April 2011

Endlager-Propaganda in Schulen

Die “Endlagerung” von Kohlendioxid ist eine umstrittene und hochriskante Technologie – in mehr als 25.000 Schulen soll sie nun als Umweltschutz verkauft werden – finanziert durch die Energiekonzerne.

Um Interessen durchzusetzen gründen Konzerne gern Lobbyverbände und so wurde zum Thema CO2-”Endlagerung” (CCS, Carbon Capture and Storage) das Informationszentrum (IZ) Klima gegründet. Das IZ Klima hieß lange Zeit im Untertitel auch: Informationszentrum für klimafreundliche Kohlekraftwerke, da dies aber zu offensichtlich war, nennt es sich jetzt Informationszentrum für CO2-Technologien. Finanziert wird es im Wesentlichen von den großen Energiekonzernen. Auf den Kongressen treten dann auch schon einmal EU-Kommissar für Energie Oettinger etc. auf und stellen natürlich Forderungen im Sinne der Konzerne…auch wenn sie damit ihre politischen Befugnisse überschreiten.

Aber die Konzerne haben auch dazu gelernt, dass es eben nicht reicht, Lobbyismus in Richtung der Politik zu betreiben – für die Technologie muss auch Akzeptanz geschaffen werden. Genug Geld gibt es, Akzeptanz kaum. Und anstatt zu akzeptieren, dass die Bevölkerung nicht auf einer Gas-Blase leben möchte, wird immer wieder versucht, Akzeptanz zu schaffen – natürlich angeblich ergebnisoffen. Dabei gehen die PR-Spezialisten nun einen Schritt weiter und verteilen Broschüren “Klimaschutz und CCS” an Schulen – natürlich uneigennützig. Herausgeber ist Zeitbild, eine PR-Agentur mit Verlag, deren Hefte laut Eigenwerbung an 25.000 Schulen gehen. Die Strategie ist perfide, denn die jungen Menschen sollen sich schon einmal an die Endlager gewöhnen – oder besser sogar noch ihre Eltern überzeugen.

Protest regt sich, aber klar ist auch, dass nicht vor jeder Schule Umweltschützer mit Transparent und Infobroschüre stehen können, um dem etwas entgegen zu halten. Die betroffenen Bürgerinitiativen fordern, die Verteilung der Broschüren einzustellen.

Aktion, Energie
24. März 2011

Ein rauchendes AKW vor dem Kanzlerinnenamt

Im strahlenden Sonnenschein rauchte am Mittwoch ein Atomkraftwerk vor dem Kanzlerinnenamt. Damit protestierten wir für einen sofortigen Atomausstieg…und gegen weitere Arbeitskreise der Bundesregierung. Die Polizei vor Ort fand das Bild passend und es gab ein großes Interesse von Fotografen.

Ein rauchendes AKW vor dem Kanzlerinnenamt / Foto: Daniel Häfner / ROBIN WOOD

Ein rauchendes AKW vor dem Kanzlerinnenamt / Foto: Daniel Häfner / ROBIN WOOD

Dass das Moratorium der Bundesregierung ein rein wahltaktisches ist, geben die Regierenden mittlerweile ja auch selbst zu. Wir wollen nicht – mit Protesten – auf die Einsicht der Regierenden hoffen, wir wollen den sofortigen und unumkehrbaren Atomausstieg. Das dies nicht leicht wird, das wissen wir – aber es gibt keine Alternative. Natürlich ist es wichtig zu mahnen und zu demonstrieren. Deshalb rufen wir auch zu den Großdemonstrationen am Samstag in Hamburg, Berlin, Köln und München auf. Doch Fukushima ist keine wirkliche neue Zäsur – Fukushima ist eine Folge der Risiken der Atomtechnologie – die uns schon vor 25 Jahren mit Tschernobyl vor Augen geführt wurde. Und die Atomlobby und die Regierenden wissen das.

Aber wir müssen auch verstärkt darüber nachdenken, was wir selbst tun können…

- zu einem Ökostromanbieter wechseln
- Energiesparen
- unsere Stadtwerke atomstromfrei machen
- erneuerbare Energien fördern – z.B. durch die eigene Solaranlage

Möglichkeiten gibt es viele und diese sind meist sehr individuell. Der Umstieg auf eine solare Vollversorgung ist möglich und nötig. Er wird ein kollektiver Kraftakt – eine Alternative dazu gibt es aber nicht.

Am Samstag sind wir mit dem Atomkraftwerk auf der Demonstration in Berlin zu finden…vielleicht können wir da auch über konkreteres sprechen.

Energie
16. März 2011

Massenhafte (weitere) Anti-Atom-Proteste

Die Lage in Japan spitzt sicher immer weiter zu, und wir schauen mit Besorgnis und Mitgefühl dorthin. Nichts desto trotz gilt es nun, zumindest bei uns eine solche Atomkatastrophe zu verhindern. Das wahltaktische sogenannte Moratorium der Regierung reicht hierfür nicht, zumal es keinerlei rechtliche Bindung hat und z.B. RWE bereits angekündigt hat, dagegen vorzugehen.

Neben den tagesaktuellen Protesten und Aktionen, die auch online stattfinden, kristallisieren sich verschiedene Termine für große gemeinsame Proteste heraus: der nächste Montag mit Mahnwachen, der 26. März mit Großdemonstrationen sowie Kundegbungen am 25. April anlässlich des 25. Jahrestages der Tschernobyl-Katastrophe. Und sollte es zu einem Super-GAU kommen, dann wird an vielen Stellen schon jetzt zu Mahnwachen und Demonstrationen am selben Tag um 18.00 Uhr aufgerufen.

Wie hier in Heidelberg gab es an weit mehr als 400 Orten Mahnwachen (Foto: Michi/ROBIN WOOD)

Wie hier in Heidelberg gab es an weit mehr als 400 Orten Mahnwachen (Foto: Michi/ROBIN WOOD)

21. März: Nachdem sich am letzten Montag mehr als 100.000 Menschen an mehr als 450 Orten zu Mahnwachen zusammen gefunden haben, wird es auch am nächsten Montag wieder viele Mahnwachen geben. Ja, wir wollen den Atomausstieg, aber zunächst sollten unsere Gedanken den Menschen in Japan gelten. Deshalb werden viele Mahnwachen am Montag besser organisiert und größer werden…die Opfer in Japan sollten aber auch respektiert werden.

26. März: Großdemonstrationen werden in den Städten Hamburg, Berlin und Köln stattfinden – eine weitere Demonstration soll es in Süddeutschland geben. Dazu rufen verschiedene Umweltorganisationen, u.a. ROBIN WOOD auf. Und im Internet wird dieser Termin schon weit verbreitet.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass es dauert, in so kurzer Zeit eine so gewaltige Logistikaufgabe zu stemmen. Plakate drucken, Orte, Bühnen, Ordner, Busse etc. zu organisieren, das dauert etwas. An den genannten Städten und dem Datum wird sich aber nichts mehr ändern. Spenden an die verschiedenen Organisationen können hier helfen.
Selbst handeln, ist hier wichtig. Also: Schon einmal mit den Nachbarn treffen und verabreden. Spätestens zu den Mahnwachen am nächsten Montag wird es genauere Informationen geben.

25. April: Ostern jährt sich die Katastrophe von Tschernobyl zum 25. mal – mit trauriger Aktualität. Schon lang vorbereitet, wird es an 10 Atomkraftwerken und an 3 Atomstandorten größere Aktionen und Demonstrationen geben. Doch bis dahin ist es noch etwas, weitere Informationen gibt es dann hier oder unter http://www.tschernobyl25.de/

Super-GAU: Sollte es zu einem Super-GAU kommen, dann rufen verschiedene Initiativen schon jetzt zu jeweils kleinen Demonstrationen auf…dann am selben Tag um 18.00 Uhr, wahrscheinlich an den jeweiligen Stellen der Mahnwachen.

Bis dahin bleibt uns, auf die verschiedenen Newsseiten zu verweisen, die einfach aktueller sein können als unser Blog. Auch bei Facebook und Twitter sind wir mit News zu finden.

Energie
14. März 2011

Laufzeitverlängerung ausgesetzt

In verschiedenen Medien wird darüber spekuliert, dass Frau Merkel die Laufzeitverlängerung aussetzen will. Dies soll dazu dienen, die Sicherheit der deutschen Atomkraftwerke neu zu prüfen…Offiziell bekannt gegeben werden soll dies heute gegen 16.00 Uhr.

Sicherheitstechnisch macht es aber sicher wenig Sinn, die alten Schrottreaktoren weiterlaufen zu lassen. Sollte die Laufzeitverlängerung ausgesetzt oder rückgängig gemacht werden, so müsste z.B. das AKW Neckarwestheim sofort vom Netz, da hier die Reststrommenge des “Atomkonsens” aufgebraucht ist…

Doch wir bleiben dabei: Aufgrund der enormen Risiken fordert ROBIN WOOD den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergienutzung.

Um 18.00 Uhr sind heute hunderte Mahnwachen angekündigt…

Update:

Die Bundesregierung hat heute ein 3monatiges Moratorium der Laufzeitverlängerungen verkündet. Doch das reicht uns nicht: Die Situation in Japan zeigt, dass es sich bei der Atomtechnologie um eine menschenverachtende Hochrisikotechnologie handelt. Schon jetzt sind weitere Proteste angekündigt.

Energie
13. März 2011

Mahnwachen am Montag: Atomausstieg jetzt!

Die Situation in Japan bei den Atomkraftwerken ist immer noch nicht geklärt. Doch wir und viele Organisationen nehmen diesem traurigen Anlass, um weiter für den sofortigen Atomausstieg zu streiten. Die Atomenergie ist eine menschenverachtende Hochrisikotechnologie, die nicht zu beherrschen ist. Montag um 18 Uhr gibt es bundesweit Mahnwachen gegen die Atomenergie: Fukushima ist überall!

Die Risiken durch den Betrieb von Atomkraftwerken, durch den anfallenden Atommüll und auch für die Weiterverbreitung von atomwaffenfähigem Material sind nicht zu verantworten! Die gesamte Atomspirale – angefangen vom Uranabbau über die Urananreicherung, die Brennelemte-Fertigung, dem Betrieb von Atommeilern bis hin zur Lagerung der dabei entstehenden radioaktiven Abfälle sowie die jeweiligen Atomtransporte zwischen diesen Stationen – birgt riesige und unverantwortbare Gefahren für die Umwelt.

Aufgrund dieser enormen Risiken fordert ROBIN WOOD den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergienutzung.

Am Montag werden an vielen Städten gegen 18.00 Uhr Mahnwachen stattfinden. Eine Übersicht über einige der Kundgebungen gibt es hier…