Aktion, Energie
21. April 2013

Kurz vor Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe: AtomkraftgegnerInnen demonstrieren für Sofort-Ausstieg

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Sicher ist nur das Risiko. AKW Brokdorf sofort abschalten. Foto: Dirk Seifert / ROBIN WOOD

Rund 2.000 Menschen demonstrierten nach Medienberichten heute am Atomkraftwerk Grafenrheinfeld für die sofortige Stilllegung. Ebenso viele Menschen forderten am AKW Brokdorf die Stilllegung.  Laut Hamburger Abendblatt soll die Polizei 800 TeilnehmerInnen gezählt haben. Auch ROBIN WOOD hatte zur der Aktion in Brokdorf aufgerufen und war mit Infostand und einem Schnupper-Kletter-Angebot bei der Protestmeile dabei. Am AKW Grohnde kettete sich eine Aktionsgruppe von rund 15 Menschen an das Eingangstor zum Atommeiler.

Anlass der Aktionen für den Atomausstieg ist der bevorstehende 27. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl.

 

Energie
8. April 2013

AKW Brokdorf stilllegen – keine Castoren ins AKW Brunsbüttel

MobilsierungBrokdof-Husum-April2013Die Mobilisierung für die Protest- und Kulturmeile für die Stilllegung des AKW Brokdorf läuft auf vollen Touren. Auch ROBIN WOOD ist mit dabei. Am 21. April wird anläßlich des 27. Tschernobyl-Jahrestages demonstriert! Gleich um die Ecke von Brokdorf liegt das abgeschaltete Vattenfall-AKW Brunsbüttel. Dort wird es am Dienstag um 19 Uhr auf einer Veranstaltung um die Frage gehen, wie denn der Rückbau konkret erfolgen soll und welche Risiken es dabei gibt. Vor allem aber wird es um die Frage gehen: Wohin soll eigentlich der gesamte Atommüll? Ein Endlager für hochradioaktiven Atommüll gibt es auf absehbare Zeit nicht – ob da Endlagersuchgespräche zwischen Partei-Oberen und LänderchefInnen helfen, ist mindstens zweifelhaft. Aber auch mit dem leicht- und mittelradioaktiven Atommüll gibt es nur Probleme. Im Schacht Konrad, der dafür zwar genehmigt ist, der aber auch nicht sicher ist, gibt es immer wieder neue Probleme: Erst vor wenigen Tagen wurde eine mögliche Inbetriebnahme zum wiederholten Male verschoben. Jetzt ist von frühestens 2021 die Rede. Dann könnte – vielleicht – der Probebetrieb beginnen, wenn nichts dazwischen kommt.

Als wären das nicht schon genug Probleme: Um einen Parteien-Kompromiss in Sachen Endlagersuche zu erreichen, hat nun ausgerechnet ein Grüner Energieminister aus Schleswig-Holstein vorgeschlagen, dass der für Gorleben vorgesehene Atommüll aus der Wiederaufarbeitung in Frankreich und England als “Lastenausgleich” vielleicht im AKW Brunsbüttel zwischengelagert werden könnte. Jede Menge Zündstoff also für die Veranstaltung über Stillegung von Atomkraftwerken und den Atommüll:

Veranstaltung im Elbeforum Brunsbüttel, Von-Humboldt-Platz 5, am 9. 4. 2013, 19:00 Uhr mit

  •        Dr. Robert Habeck, Energieminister Schleswig-Holstein
  •        Stefan Mohrdieck, Bürgermeister Brunsbüttel
  •        Dr. Wolfgang Cloosters,    Atomaufsicht Kiel
  •        Dr. Michael Hoffmann,   Bundesamt für Strahlenschutz
  •        Dirk Seifert,    ROBIN WOOD – Fachreferent „Energie“
  •        N.N., Vertreter von Vattenfall  sind eingeladen
  •        Diskussionsleitung:  Bernd Voß,  MdL

Veranstalter:  Bündnis 90/Die Grünen, Landtagsfraktion,  Regionalbüro Bernd Voß

Energie
4. April 2013

Uranfabriken URENCO: Tochterunternehmen ETC stoppt nach tötlichem Unfall Produktion

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Erst vor wenigen Wochen hat ROBIN WOOD in Düsseldorf der zuständigen Atomaufsichtsbehörde mehr als 10.000 Unterschriften mit der Forderung nach Stilllegung der URENCO Uranfabriken übergeben. Foto: Dirk Seifert / ROBIN WOOD

“Der Zentrifugen-Hersteller Enrichment Technology hat nach dem Tod von zwei Arbeitern die Produktion an mehreren Standorten gestoppt, darunter in Deutschland. Die beiden Arbeiter waren im niederländischen Almelo verunglückt. Die Nachricht bestätigte eine Sprecherin des Unternehmens am Mittwoch. Enrichment Technology beliefert seine Muttergesellschaften Areva und Urenco mit Maschinen zur Urananreicherung. Betroffen seien neben Deutschland auch Niederlassungen in Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und den USA.” Das berichtet die Berliner Morgenpost mit dem Datum 3. April. ROBIN WOOD engagiert sich für die Stilllegung der URENCO-Uranfabriken und hat erst vor kurzem 10.000 Unterschriften mit dieser Forderung an die zuständige Behörde der rot-grünen Landesregierung übergeben. (weiterlesen …)

Blog, Energie
26. März 2013

Uranfabrik Gronau – Unbefristete oberirdische Atommüll-Lagerung bis ins nächste Jahrhundert?!

robinwood_uranfabrig_gronauMit einem einfachen Trick wird im westfälischen Gronau Atommüll möglicherweise für 100 Jahre und mehr gelagert. Möglich ist dies, weil die Betreiberfirma URENCO den anfallenden Atommüll einfach zum Wertstoff erklärt. Einen konkreten Nachweis, wie diese Verwertung aussieht, braucht sie dafür nicht zu erbringen. Das ergibt sich aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage. In England will die URENCO ganz offiziell abgereichertes Uran bis zum Jahr 2120 oberirdisch lagern. (weiterlesen …)

Energie
12. März 2013

Uranfabrik Gronau in NRW: Initiativen fordern Taten der rot-grünen Landesregierung

robinwood_uranfabrig_gronauInitiativen aus dem Münsterland und Gronau haben heute die Landesregierung in NRW aufgefordert, endlich mit sichtbaren Taten die Abschaltung der Uranfabrik in Gronau anzugehen. Die Anlage ist vom 2011 beschlossenen Atomausstieg ausgenommen und darf ohne jede Befristung dauerhaft weiter produzieren. Fast jedes zehnte AKW auf der Welt erhält aus Gronau seinen Uranbrennstoff. Erst letzte Woche hat die Umweltorganisation ROBIN WOOD in Düsseldorf über 10.000 Unterschriften mit der Forderung nach Stilllegung der Uranfabrik Gronau an die zuständige Atomaufsichtsbehörde im Wirtschaftsministerium übergeben. (weiterlesen …)

Aktion, Energie
8. März 2013

Lesetage gegen Vattenfall – ROBIN WOOD ist mit dabei

hew-plakatganz-klein-279x300Auch in diesem Jahr wird der Stromkonzern Vattenfall seine Lesetage in Hamburg durchführen, diesmal vom 18. – 25. April 2013 . Mit viel Getöse versucht der Konzern von seiner extrem klimaschädlichen und radioaktiven Energiepolitik abzulenken. Unterstützt wird Vattenfall vom SPD-Senat: am 11. März darf der Konzern sein Programm im Hamburger Rathaus vorstellen und die Kultursenatorin wird das toll finden.

Gut ist, dass es seit Jahren literarischen Widerstand gibt. Vom 15. bis zum 21. April wird es z.B. unter dem Motto “Lesen gegen Vattenfall” die “HEW-Lesetage” geben. HEW steht für “Hamburger Energie Wechsel”, eine Anspielung auf die Hamburgischen Electricitäts Werke (HEW), die Anfang der 2000er Jahre von Vattenfall gekauft wurden. Über 30 Lese-Veranstaltungen, u.a. in der Kampnagel-Fabrik, im Monsum-Theater, im Gängeviertel, diversen Buchhandlungen oder auch in Kirchen, werden in diesen sechs Tagen stattfinden. Das Programm der HEW-Lesetage ist jetzt veröffentlicht worden. Veranstaltet werden die HEW-Lesetage vom Nautislus-Verlag, der Gewerschaft Erziehung und Wissenschaften (GEW), der GWA St.Pauli (Gemeinwesenarbeit) und anderen.

Auch ROBIN WOOD mischt bei den HEW-Lesetagen mit: Z.B. mit einer eigenen Veranstaltung am 19. April in der Jupibar im Gängeviertel. Hanna Poddig, ehemalige ROBIN WOOD Aktivistin und derzeitige VollzeitaktivistIn wird aus ihrem Buch “Radikal Mutig” lesen, musikalisch wird sie von dem Duo Cheerup unterstützt. (Beginn: 20 Uhr, Eintritt: Spende, hier den Flyer Radikal-Mutig_HEW-Lesetage2013 downloaden und weiter verbreiten, PDF).

Die HEW-Lesetage unterstützen auch den in Hamburg anstehenden Volksentscheid für die vollständige Rekommunalisierung der Energienetze in Hamburg. Derzeit werden die noch von Vattenfall (Strom- und Fernwärme) sowie E.on (Gas) betrieben. Mit dem Volksentscheid soll am 22. September erreicht werden, dass die Energienetze wieder vollständig in die öffentliche Hand kommen. Auch ROBIN WOOD findet den Volksentscheid prima.

Eine weitere Gegen-Lese-Reihe wird unter dem Titel “Lesen ohne Atomstrom – Die erneuerbaren Lesetage” stattfinden. Das Programm ist allerdings noch nicht veröffentlicht.

Aktion, Energie
6. März 2013

ROBIN WOOD auf Dienstreise für den Atomausstieg – Ein Tag in Düsseldorf für die Stilllegung der URAN-Fabrik Gronau

Wenige Tage vor den bundesweiten Protesten zum zweiten Jahrestag der Atomkatastrophe von Fukushima – hat ROBIN WOOD heute gemeinsam mit Initiativen aus dem Münsterland über 10.000 Unterschriften für die Stilllegung der URANFABRIK Gronau im Wirtschaftsministerium von NRW überreicht. Dort sitzt die für Gronau zuständige Atomaufsichtsbehörde. Zum Auftakt der Aktion konnten die Anti-Atom-Gruppen auf Einladung der Landespressekonferenz ihre Forderungen zum Atomausstieg erläutern.

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Im Anschluss an die LPK machten sich die AktivistInnen auf den Weg zum Wirtschaftsministerium.

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Im Foyer entrollen ROBIN WOOD …..

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und der Bundesverband der Bürger-Initiativen (BBU) Transparente

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Die über 10.000 Unterschriften für die Stilllegung von Gronau waren dem Thema angemessen in Atomüllfässer verpackt

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Dietmar Nottebohm von der Atomaufsicht und der Pressesprecher Matthias Kietzmann nahmen von ROBIN WOOD Sprecher Florian Kubitz die Unterschriften entgegen.

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Da stehen sie nun – die Forderungen von ROBIN WOOD und den vielen UnterstützerInnen für die Abschaltung der Uranfabrik Gronau …

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Auch das Gewinner-Foto aus einer ROBIN WOOD – Facebook-Aktion zum Thema “Bilder über Gronau” wurden den Vertretern der Behörde überreicht.

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Was ist nun zu tun, Pressesprecher Kietzmann und der Abteilungsleiter der Atomaufsicht Nottebohm beraten…

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ROBIN WOOD empfiehlt:

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Wir bedanken uns bei allen, die die Unterschriften-Aktion unterstützt haben und werden uns weiter gemeinsam mit den Initiativen aus Gronau, dem Münsterland und der Anti-Atom-Bewegung dafür einsetzen, dass der Atomausstieg weiter geht und die Uranfabrik Gronau endlich abgeschaltet wird! Versprochen!

Die Pressemitteilung zu der heutigen Aktion ist hier: ROBIN WOOD-Unterschriften-Aktion: Über 10.000 für die Stilllegung der Urananreicherungsanlage in Gronau.

Aktuell über die Uranfabrik Gronau im neuen ROBIN WOOD Magazin: Gronau: Uran – Krieg – Gewinne – Risiko

Mehr Infos auf www.robinwood.de/uran!

 

Alle Fotos: Dirk Seifert @ROBIN WOOD

Energie
5. März 2013

Energienetze Hamburg: Verfassungsklage der CDU nicht zulässig – Volksentscheid wird kommen!

Bei der CDU-Fraktion in Hamburg dürfte Halbmast geflaggt sein: Die Verfassungsklage, mit der die Christdemokraten den Volksentscheid für die vollständige Rekommunalisierung der Energienetze verbieten lassen wollten, ist gescheitert! Das Verfassungsgericht hat die Klage schlicht abgelehnt! Auch in den Konzernzentralen von Vattenfall und E.on dürfte die Stimmung schlecht sein. Denn immerhin haben sie gute Gründe davon auszugehen, dass nun am 22. September per Volksentscheid eine Mehrheit der HamburgerInnen ihnen die Rote Karte zeigt und mit ihrem Kreuz für die Initiative “Unser Hamburg – unser Netz” stimmen wird. Bislang betreiben diese beiden Unternehmen die Netze für Strom, Fernwärme und Gas. Das Bündnis “Unser Hamburg – Unser Netz” aus Umweltorganisationen, Kirchen, Verbraucherzentrale und Mieterverbänden hat laut einer repräsentativen Umfrage des Hamburg Abendblatt eine deutliche Mehrheit hinter sich.

Hier die Pressemeldung des Bündnisses zu dem Urteil des Hamburgischen Verfassungsgerichts:

Energienetze: Verfassungsklage der CDU nicht zulässig / Volksentscheid wird kommen!

Das Hamburgische Verfassungsgericht hat heute die CDU-Verfassungsklage gegen den geplanten Volksentscheid zur Rücknahme der Energienetze in die Öffentliche Hand abgewiesen. Damit ist der Weg für den Volksentscheid am 22. September 2013 frei.

Das Verfassungsgericht kommt zu dem einstimmigen Beschluss, dass die Verfassungsklage unzulässig ist. Die CDU hatte im Dezember 2012 Verfassungsklage eingereicht, damit aber die Fristen für eine solche Überprüfung nicht eingehalten. Mit seiner Entscheidung folgt das Gericht der Auffassung der Initiative UNSER HAMBURG – UNSER NETZ, derzufolge eine Überprüfung der Verfassungsmäßigkeit in der Regel vor der zweiten Stufe der Volksgesetzgebung, dem Volksbegehren, zu erfolgen hat. Das Volksbegehren hatte UNSER HAMBURG – UNSER NETZ bereits im Juni 2011 mit über 116.000 Unterschriften durchgeführt.

„Wir freuen uns über das grüne Licht für den Volksentscheid. Die Hamburger Bürgerinnen und Bürger sind nun aufgefordert, über diese zentrale Weichenstellung der Energiepolitik zu entscheiden. Kommunale Netze sind gut für die Energiewende, und die Gewinne aus dem Netzbetrieb verbleiben zudem in Hamburg“, so Manfred Braasch, Theo Christiansen und Günter Hörmann, die Vertrauenspersonen von UNSER HAMBURG – UNSER NETZ.

UNSER HAMBURG UNSER NETZ wurde im Verfahren vor dem Hamburgischen Verfassungsgericht durch Dr. Till Steffen von der Kanzlei elblaw Rechtsanwälte vertreten.

Energie
3. März 2013

Neues ROBIN WOOD Magazin mit Schwerpunkt ENERGIE jetzt auch online!

Vor wenigen Tagen ist das neue ROBIN WOOD MAGAZIN mit einem Schwerpunkt zum Thema Energie erschienen. Mit Artikeln über die Situation in Fukushima zwei Jahre nach dem mehrfachen Super-GAU, über die Proteste für den Atomausstieg am 9 März in Deutschland, über die Probleme und Risiken, die es bei der Stilllegung von Atomkraftwerken gibt, über die Uranfabrik Gronau, mit Infos über die Kampagnen für die Rekommunalisierung der Energienetze in Berlin und Hamburg und mit einem Bericht über den Versuch, in Polen ein neues Atomkraftwerk zu bauen. Infos über das ROBIN WOOD Magazin, das als Printausgabe auch bestellt werden kann, hier.

Über Energiepolitik und -Aktionen informiert ROBIN WOOD auf seiner Homepage.

Die Artikel der aktuellen Ausgabe vom März 2013 sind auch online verfügbar (alle als PDF).

Aktion, Energie
1. März 2013

Zwei Jahre Katastrophe Fukushima: Aktions- und Menschenkette um das AKW Grohnde

Aufbau im Camp Grohnde (Foto: Chris Grodotzki / visual-rebellion.com)

Am 9. März 2013 findet rund um das AKW Grohnde eine Aktions- und Menschenkette statt. (Foto: Chris Grodotzki / visual-rebellion.com)

Zwei Jahre dauert die Katastrophe in Fukushima an, die Reaktoren sind immer noch nicht unter Kontrolle, große Flächen verstrahlt, Lebensmittel verseucht und 200.000 Menschen mussten wegen der hohen Strahlung unter chaotischen Umständen evakuiert werden. Die Region Fukushima ist zu großen Teilen und möglicherweise für Jahrzehnte unbewohnbar. Ausführlicher berichtet über die Lage in Japan nach dem Super-Gau das neue ROBIN WOOD Magazin. (PDF)

Das Risiko, dass sich eine solche Katastrophe auch in Deutschland wiederholt, besteht noch immer. Auch wenn die acht ältesten AKWs nach dem Super-GAU in Japan abgeschaltet wurden: In jedem der noch am Netz befindlichen Anlagen tickt eine Zeitbombe, so zum Beispiel auch im Atomkraftwerk Grohnde im Weserbergland. Der halbherzige Atomausstieg als Reaktion auf Fukushima reicht nicht aus, denn die Sicherheitsvorkehrungen in Deutschland sind absolut unzureichend.

Fukushima mahnt – AKW Grohnde abschalten!

Deshalb: Umweltorganisationen und Anti-Atom-Initiativen, darunter auch ROBIN WOOD, rufen anlässlich des zweiten Jahrestages der Katastrophe von Fukushima bundesweit zu Großaktionen für den Atomausstieg am 9. März 2013 auf.

Wir wollen mit den Aktionen bisher rund um das Atomkraftwerk Grohnde zeigen, welche Dimensionen ein Super-GAU hätte: Deshalb soll mit einer Aktions- und Menschenkette von 350 Kilometern Länge von Hannover über Hildesheim und Göttingen, weiter über Beverungen, Detmold, Herford, Minden und Stadthagen wollen wir im Abstand von etwa 40 Kilometern vom Reaktor zeigen, welches Ausmaß eine Katastrophe wie Fukushima in Deutschland haben könnte und die Stilllegung der noch laufenden Atomanlagen fordern. Das ganze Gebiet wird abgesperrt, Lautsprecherwagen informieren, Dekontaminationsstationen werden errichtet und Lebensmittel werden ausgemessen. Aber auch weitere Ideen sind erwünscht. Also kommt einfach am Samstag, den 09. März 2013, zwischen 12.05 und 12.50 Uhr aus dem Katastrophengebiet zur Kette oder von außen dazu und kämpft mit uns für ein Ende des Wahnsinns!

Alle Infos zur Aktions- und Menschenkette rund um das AKW Grohnde hier.

Überblick Aktions- und Menschenkette und BUSSE für die Anreise!

Bundesweite Anti-Atom-Proteste zum zweiten Fukushima-Jahrestag.

Mehr über das ROBIN WOOD Magazin

Text: Alexander Fricke