Aktion, Cottbus, Energie, Klima
28. Mai 2014

Tagebau? Cottbus-Mitte!

Dass auch unter der Stadt Cottbus (100.000 Einwohner) Braunkohle liegt ist seit langem bekannt. Um die populistischen Kampagnen von Vattenfall und “Pro Lausitzer Braunkohle” aufzugreifen und neue Wählerpotentiale zu erschließen haben SUB/Die PARTEI in Cottbus nun die Konsequenzen gezogen: Sie fordern den Tagebau Cottbus-Mitte für Arbeitsplätze und einen später rekultivierten Innenstadt-See.

Tagebau Cottbus-Mitte!

Tagebau Cottbus-Mitte!

Immer wieder kursierten Gerüchte und schon seit Jahren wurde in Graffitis und mit Aufklebern der Tagebau Cottbus-Mitte gefordert – nun hat das Vorhaben eine politische Stimme erhalten. Die Aktion war scheinbar auch erfolgreich, denn SUB (Sozialer Umbruch Cottbus) und Die PARTEI erhielten einen Sitz in der Stadtverordnetenversammlung.

konkrete Planungen des Tagebaus Cottbus-Mitte!

konkrete Planungen des Tagebaus Cottbus-Mitte!

Hier die Argumente: “Die geplante Erschließung eines ersten Tagebaus im Bereich einer Innenstadt ist weltweit eine Premiere und bietet den Verbrauchern einmalige Vorteile: Neben der Umsiedlung in eine deutlich modernere Siedlungsstruktur werden die Transportwege zum Kunden deutlich verkürzt. Dies ist gerade in Zeiten stark steigender Energiekosten, eine unumgängliche Notwendigkeit, möglichst effiziente und kostengünstige Energiekosten zu gewährleisten. [...]

Außerdem wird nach Abschluss der Arbeiten (aktueller Stand 2050) das Tagebaurestloch durch direkte Einspeisung der Spree in eine hochwertige innerstädtische Erholungslandschaft verwandelt. Nach der Auskohlung der Innenstadt, erwartet die Bevölkerung ein Spaßbad mit Beachanlage.”

Noch etwas naiv zeigten sich die Jungunternehmer jedoch in Bezug auf den Konkurrenten Vattenfall, der in der Region regiert – eventuell bestehen hier jedoch Chancen im Bereich des Nischen-Tagebaus, da sich die Umsätze in der Höhe der Portokasse von Vattenfall bewegen dürften – oder genauer in Höhe der Zahlungen an die Aufsichtsratsmitglieder von SPD und Gewerkschaft.

Ein gut besuchter Infostand verweist auf ein großes Interesse der lokalen Bevölkerung!

Ein gut besuchter Infostand verweist auf ein großes Interesse der lokalen Bevölkerung!

Die konkreten Planungen gibt es hier: Plan Tagebau Cottbus Mitte

Anmerkungen der Redaktion: Dieser Beitrag wurde erst nach der Kommunalwahl veröffentlicht, da Robin Wood grundsätzlich ein distanziertes Verhältnis zu Parteien wahrt, auch wenn Robin Wood Cottbus sich gelegenlich klammheimlich interessiert an den Planungen gezeigt hat. Und ja: dies ist Satire…

Cottbus, Energie, Klima
2. Mai 2014

Tagebau beschlossen – gegen 120.000 Einwendungen

Rund 120.000 Einwendungen gab es gegen den Tagebau “Welzow Süd II” in der Lausitz – beschlossen wurde er am Montag (28.4.) trotzdem. Mit der Landesplanerischen Entscheidung, die nun durch das Landeskabinett beschlossen werden soll wird der Weg frei für 1900 Hektar Tagebau, alle weiteren Verfahren sind Detailklärungen. Im Tagebau sollen rund 200 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert werden, rund 800 Menschen sollen für den Tagebau umgesiedelt werden. Unter anderem sieht der Plan vor, dass die zu erwartenden Schäden am Wasserhaushalt nicht von Vattenfall getragen werden müssen.

Eine Vertagung der Sitzung wurde abgelehnt. Zuvor hatten  mehrere Ausschussmitglieder kritisiert, dass die über 3.500 Seiten Vorlage (Schriftgröße 7) in der Kürze der Zeit nicht gründlich durchzuarbeiten sei. Vor dem Sitzungsort protestiereten Betroffene und Umweltverbände gegen den drohenden Tagebau. Der Firmenverband Proschim klagt gegen den drohenden Verlust von derzeit rund 100 Arbeitsplätzen im landwirtschaftlichen Bereich und die Beeinträchtigung durch den Tagebau.

Proteste vor dem Braunkohleausschuss in Cottbus

Proteste vor dem Braunkohleausschuss in Cottbus

Zur Durchsetzung der in der Lausitz geplanten fünf neue Tagebaue mit insgesamt 3.200 Umsiedlungen und mehr als 1 Milliarde Tonnen Kohlendioxidemissionen, hat der Vattenfall-Konzern seit November eine massive Imagekampagne für die Braunkohle in der Lausitz durchgeführt. LobbyControl kritisierte diese Kampagne ausführlich und befürchtet auch Beeinflussungen der Kommunalwahl, die in Sachsen und Brandenburg am 25. Mai stattfindet. Gerade die von Tagebauplanungen betroffenen Kommunalparlamente entscheiden wesentlich darüber mit, ob und wie Vattenfall seine Interessen in der Region durchsetzen kann.

Protest gegen einen weiteren drohenden Tagebau in Sachsen

Protest gegen einen weiteren drohenden Tagebau in Sachsen

Blog, Cottbus, Energie, Klima
17. Dezember 2013

Ende der Anhörung Tagebau Welzow: Bündnis fordert Einstellung des Verfahrens

Am Montagabend endete nach 5 Tagen eine Erörterung über den Entwurf eines Braunkohlenplans zum geplanten Tagebau Welzow Süd Teilfeld II in den Cottbuser Messehallen. Das Bündnis „Kein weiteres Dorf abbaggern“ fordert nach dem Ende der fünftätigen Anhörung eine Einstellung des Verfahrens. Bereits am Freitag bekräftigte René Schuster von der Grünen Liga: „Die aufgezeigten Mängel sind so gravierend, dass es mit Nachbesserungen nicht getan ist. Die einzig richtige Antwort auf diese Fehlplanung ist ein Verzicht auf das Teilfeld II und eine dementsprechende Überarbeitung des Braunkohleplans.“

Protest vor der Erörterung zumTagebau Welzow Süd II: Lausitz.weiter.denken - Braunkohle ist gestern!

Protest vor der Erörterung zumTagebau Welzow Süd II: Lausitz.weiter.denken – Braunkohle ist gestern!

„Zum zweiten Mal konnte die Planungsbehörde nicht in einem einzigen Punkt plausibel darlegen, warum wir der Braunkohle weichen sollen“, sagte Günter Jurischka aus dem von der Abbaggerung bedrohten Ort Proschim. Der Plan weise eklatante Mängel auf.  So konnte die energiepolitische Notwendigkeit für die Vertreibung, Enteignung und Umsiedlung von über 800 Menschen nicht nachgewiesen werden. Zudem konnte der perspektivische Schutz des Wassers in der Region nicht belegt werden. Mittlerweile hat sich auch die Planungsbehörde geäußert, dass der Plan so problematisch sei, dass er zumindest noch einmal überarbeitet werden müsse. Ein erster Entwurf des Braunkohleplans von 2011 musste bereits wegen gravierender Mängel überarbeitet werden. Mehr als 120.000 Bürger hatten im September 2013 Einwendungen gegen den Tagebau Welzow-Süd II eingereicht. Soviel wie in keinem anderen Verfahren dieser Art je zuvor. Hintergrund: Der geplante Tagebau Welzow-Süd Teilfeld II würde weitere 1.900 Hektar südlich von Cottbus den Braunkohlebaggern opfern und 200.000.000 Tonnen CO2 würden bei der Verstromung der Braunkohle entstehen. Der erste Entwurf des Braunkohlenplanes für Welzow-Süd II musste wegen schwerwiegender Mängel überarbeitet werden. Gegen die nun zur Erörterung stehende Neuauflage haben mehr als 120.000 Menschen Einwendungen eingereicht. Zu den Initiatoren von „Kein weiteres Dorf abbaggern“ gehören: Allianz für Welzow, Klinger Runde, Grüne Liga, BUND Brandenburg, Dorf-Kohle-Umwelt (Proschim), klima-allianz deutschland, Netzwerk-Tagebaurand, Bürgerinitiativen Brandenburg gegen CCS, Deutsche Umwelthilfe und Robin Wood

Cottbus, Energie, Klima
7. Dezember 2013

Kampagne der Braunkohlelobby in der Lausitz beenden – Offener Brief

Fremdgesteuerte Umweltaktivisten wollten die Braunkohleverstromung in der Lausitz verhindern – das ist die Kernaussage einer Kampagne des Vereins “Pro Lausitzer Braunkohle e.V.”. Die klimaschädliche Braunkohle gehöre quasi-natürlich zur Lausitz. Protest würde es nur von Öko-Touristen geben. Was sich so verschwörungstheoretisch absurd anhört, verfängt in Teilen der Lausitz und führt bis hin zu Anschlägen auf Braunkohle-Kritiker. In einem offenen Brief wenden sich nun Lausitzer Betroffene und Umweltverbände an den Verein und die Öffentlichkeit. Unter anderem in einer flächendeckend im Cottbuser Wochenkurier verbreiteten Anzeige zitiert der „Pro Lausitzer Braunkohle“-Verein seinen Vorsitzenden Wolfgang Rupieper mit den Worten „Wichtig ist den Menschen hier in der Region, dass sie ihr Schicksal (…) nicht in die Hände von Ökotouristen fern der Lausitz legen wollen.“ Lausitzer Kommunalpolitiker und Bürgerinitiativen kritisieren dieses Vorgehen des Vereins „Pro Lausitzer Braunkohle“. Der Kohle-Lobbyverein schüre systematisch Vorurteile gegen Andersdenkende und missbrauche die politische und wirtschaftliche Macht seiner Mitglieder. Unterstützung erhält der Verein unter anderem von Vattenfall, der Gewerkschaft IGBCE und zahlreichen Politikern der SPD, die gleichzeitig in verschiedenen Aufsichtsräten von Vattenfall sitzen. Mit den aktuellen Briefkastenanschläge gegen Kritiker des Tagebaues Nochten 2 ist aus Sicht der Unterzeichner des offenen Briefes eine Linie überschritten: „Hier sollen Andersdenkende eingeschüchtert und verängstigt werden. Es ist gefährlich, über Monate Vorurteile gegen Tagebaukritiker zu schüren, denn das bereitet den geistigen Boden für solche Taten. Wir erwarten vom Pro Braunkohle-Verein, dass er sich öffentlich von solchen Taten distanziert und wirksam an ihrer Aufklärung mitarbeitet.“ fordert die Landtagsabgeordnete Monika Schulz-Höpfner.

Zweiter gesprengter Briefkasten in Nochten

Zweiter gesprengter Briefkasten in Nochten

Insbesondere problematisch an dieser Kampagne ist auch, dass sie eben gerade die Zukunftsoptionen der Lausitz schmälert. In dieser Situation wäre es wichtig, den Strukturwandel einzuleiten. Doch dies ist nicht in Sicht. Statt dessen heißt es: weiter so: bis in den Abgrund. Verzeihung: bis in die Grube. Braunkohle ist der klimaschädlichste aller Energieträger und für ihn sollen weitere Dörfer zerstört und mehr als 3.000 Menschen umgesiedelt werden. Dass sich die Menschen dagegen wehren Haus und Hof zu verlieren ist eigentlich einleuchtend. Allein die Kohle aus dem Tagebau Welzow Süd II soll 200 Millionen Tonnen CO2 in dieLuft pusten. Robin Wood Cottbus wird weiter gegen neue Braunkohletagebaue arbeiten – und solidarisch wird dies auch die gesamte Organisation Robin Wood tun – denn das Klima geht uns alle an! Den Offenen Brief gibt es hier: Offener Brief Braunkohle Weitere Informationen: www.kein-weiteres-dorf.de

Aktion, Berlin, Cottbus, Energie, Klima, Köln, Leipzig
10. August 2012

Klimacamps: Aktionen gegen das Klimachaos

Gleich drei Klimacamps gibt es in diesem Jahr – in allen Braunkohlerevieren der Bundesrepublik. Das erste im Rheinischen Revier ist beinahe beendet, nach zwei größeneren Aktionen gegen das Klimachaos. In der Lausitz beginnt morgen das Lausitzer Klima- und Energiecamp – eine erste Aktion fand in Berlin bereits statt.

Kohlezugblockade am 07. August

Kohlezugblockade am 07. August

Am Dienstag ab 8.30 Uhr hatten zeitweise bis zu 170 Aktivist_innen, darunter auch zahlreiche Teilnehmende des Klimacamps, einen Abschnitt der Hambachbahn blockiert. Auf dem Streckenabschnitt der Bahn fahren normalerweise Züge, die die Kohle vom Tagebau Hambach zu den Kraftwerken transportiert. Die Aktivist_innen hielten Transparente, zum Beispiel mit dem Slogan „System change not climate change“. Gegen 18 Uhr wurde die Sitzblockade von der Polizei geräumt. Am Mittwoch hatten sich drei Klima-Aktivisten gegen 8.00 Uhr mit Stahlbetonröhren im Gleisbett der RWE-eigenen Kohlebahn verankert um den Transport der Kohle aus dem Tagebau Hambach zu unterbinden. Ein später hinzukommendes Technikteam der Polizei schaffte es nicht, die Blockade zu lösen, stattdessen wurden die betreffenden Schienenabschnitte heraus getrennt. Die Aktivisten wurden gegen 15.00 Uhr in Gewahrsam genommen.
Eisbären gegen Vattenfall, Aktion in der schwedischen Botschaft

Eisbären gegen Vattenfall, Aktion in der schwedischen Botschaft

Am gestrigen Donnerstag haben Aktivist*innen und Eisbären die Nordischen Botschaften in Berlin-Tiergarten besucht.Mit der friedlichen Intervention demonstrieren sie gegen klimaschädliche Unternehmensstrategie des schwedischen Staatskonzerns Vattenfall. Dem schwedischen Botschafter wurden Forderungen übergeben. Um sprichwörtlich fünf vor zwölf marschierten rund 15 Akvistist/innen und zwei Eisbären in die Nordischen Botschaften in Berlin. Ihr Ziel: Das Büro des schwedischen Botschafters, Staffan Carlsson. Die Aktivist/innen aus dem Umfeld des Lausitzers Klimacamps wollten ihm eine Forderungsliste übergeben. Die Forderungen wurden einer Mitarbeiterin übergeben. Morgen beginnt das Klimacamp in der Lausitz mit einer Auftaktdemonstration ab 12.30 Uhr in Cottbus. Weitere Informationen: Klimacamp im Rheinland, 03.-12. August www.klimacamp.ausgeco2hlt.de Klima- und Energiecamp Lausitz, 11.-19. August www.lausitzcamp.info Klimacamp Hohenmölsen, 20.-26. August www.zukunftsbund-luetzen.de

Blog, Cottbus, Energie, Klima, Köln, Leipzig
3. August 2012

3 Klimacamps in den nächsten Wochen

Zwischen dem 3. und 26. August finden zum ersten Mal in allen drei Braunkohlerevieren Deutschlands Klimacamps statt. Die Aktivist*innen wollen gegen die Pläne von RWE, Vattenfall und der MIBRAG protestieren und einen Raum für Vernetzung, Austausch und Diskussionen über Alternativen schaffen. Während die Camps in ihren Inhalten und Aktionen regionale Akzente setzen, eint sie die klare Ablehnung der klima- und umweltzerstörerischen Braunkohleverstromung. Die Klimacamps finden im Rheinland  (03.-12. August), in der Lausitz (11.-19. August) und in Sachsen-Anhalt/ Hohenmölsen (20.-26. August) statt. Bereits 2011 fanden im Rheinischen Braunkohlerevier bei Köln und in der Lausitz Klimacamps mit mehreren hundert Teilnehmer_innen statt. Klima- und Energiecamps bieten Raum für Workshops, Austausch und Diskussion über Alternativen zu Kohle und Atom und fördern basisdemokratische Organisierung. Auch Aktionen und Demos gehören mit zum Programm. Im Rheinland wurden 2011 die Gleise der Kohlebahn besetzt, in Brandenburg mündeten die Proteste in der Besetzung der Parteizentralen von SPD und Linke. In Großbritannien, dem Ursprungsland der Klimacamps, hat diese Protestform maßgeblich dazu beigetragen, dass es keine weiteren Planungen für neue Kraftwerke oder Tagebaue mehr gibt. Weitere Informationen: Klimacamp im Rheinland, 03.-12. August www.klimacamp.ausgeco2hlt.de Klima- und Energiecamp Lausitz, 11.-19. August www.lausitzcamp.info Klimacamp Hohenmölsen, 20.-26. August www.zukunftsbund-luetzen.de  

Aktion, Blog, Cottbus, Süd-West, Tropenwald, Wald
19. Februar 2012

Unterstützung gegen die Zerstörung Tasmanischer Urwälder

Seit nunmehr 30 Jahren toben die Auseinandersetzungen um die noch aus “Gondwana” (dem Urkontinent) stammenden Urwälder in Tasmanien (Australien). Mittlerweile die dritte Generation von UmweltschützerInnen stellt sich der abstrusen Logik des Abholzens von einzigartigen Regenwäldern für Toilettenpapier und Parkett-Fußboden entgegen. Doch die intakten Waldflächen werden kleiner und kleiner. Der weltweit bekannte – gerade im Aussterben befindliche – Tasmanische Teufel hat genau in diesem Gebieten sein zu Hause. Doch darauf wird, wie immer wenn es um Profitinteressen von internationalen Konzernen geht, keine Rücksicht genommen. Vor nun 6 Monaten gab es ein Hoffnungszeichen – 430.000 Hektar Wald wurden unter Schutz gestellt. Doch das nun die Fällarbeiten in den per sofortiger Wirkung geschützten einmaligen Biotopien gestoppt würden – weit gefehlt. Es wird weder von der Regierung noch von der Polizei etwas unternommen um dies durch zu setzen. Ein weltweiter Aktionstag am 14. und 15. Februar war der Beweis der globalen Bedeutung der Wälder Tasmaniens. Hunderte von Menschen organisierten mehr als 70 Aktionen in 15 Ländern.

Solidarität in Stuttgart - noch kurz vor der Räumung in Stuttgart beteiligen sich die Aktiven mit einem Banner am Baumhaus am internationalen Aktionstag für Tasmanien. (Foto: Chris Grodotzki/ visual-rebellion.com)

Solidarität in Stuttgart - noch kurz vor der Räumung in Stuttgart beteiligen sich die Aktiven mit einem Banner am Baumhaus am internationalen Aktionstag für Tasmanien. (Foto: Chris Grodotzki/ visual-rebellion.com)

Mit Straßentheater, Transparenten, Demonstrationen und Projektion der Bildern von Tasmaniens Wälder auf Gebäude zeugen von arbeitsreichen 24 Stunden mit kreativen und inspirierenden Aktionen. Bei einer gewagten Aktion seilten sich AktivistInnen vom Black Mountain Tower in Canberra (Australien) ab, um die Botschaft der Unterstützung zu zeigen.
Solidarität mit Tasmanien vor dem Wahrzeichen von Cottbus (Foto: Daniel Häfner)

Solidarität mit Tasmanien vor dem Wahrzeichen von Cottbus (Foto: Daniel Häfner)

In Solidarität mit den UmweltschützerInnen in Tasmanien haben sich Aktive von ROBIN WOOD in Cottbus und Stuttgart am Dienstag, den 14. Februar an einer Solidaritätsaktion beteiligt. Mit dieser Unterstützung ging es darum zu zeigen, dass uns der Klimawandel alle angeht und das wir die Abholzung von  intakten, einmaligen Wäldern mit einer sehr großen Artenvielfalt nicht hinnehmen – weder hier noch in Tasmanien – am sogenannten anderen Ende der Welt! Hintergrundinformationen gibt es hier, Informationen zum Aktionscamp vor Ort hier und Fotos des Aktionstages hier.

Blog, Energie, Klima, Welt retten
10. August 2011

Klimacamp in der Lausitz

Am Sonntag startete das Klima- und Energiecamp in der Lausitz. Am Ort Jänschwalde (Janšojce) befindet sich das zweitgrößte Braunkohlekraftwerk der Republik, für dieses Kraftwerk sollen neue Tagebaue aufgeschlossen werden und auch die CO2-Abscheidung und Endlagerung soll hier das erste Mal von Vattenfall getestet werden. Bis zum 14. August wird es dort Workshops und Raum für Vernetzungen geben.

Ausblick vom Klimacamp

Ausblick vom Klimacamp auf das Kraftwerk Jänschwalde

Das Klimacamp findet an einem entscheidenden Ort statt: in Jänschwalde, wo das zweitgrößte Braunkohlekraftwerk der Republik steht.Für dieses Kraftwerk sollen neue Tagebaue aufgeschlossen werden und hier soll auch das Kohlendioxid abgeschieden werden, welches in “Endlager” in Ostbrandenburg verpresst wird, Das Verfahren wird kritisiert, weil es als hochriskant gilt, was Leckagen und die Grundwasserversalzung angeht. Auch ROBIN WOOD ist mit dabei, mit verschiedenen Workshops und zum Beispiel einem Schnupperklettern. Am Samstag den 13. August ist eine Demonstration in Cottbus geplant: “Unsere Energie ist nicht eure Kohle! Für Klimagerechtigkeit, gegen neue Tagebaue und CCS!”

Energie, Klima
15. April 2011

Klima- und Energiecamp in der Lausitz

Ende Januar haben sich verschiedene Gruppen und Einzelpersonen zusammengeschlossen, um vom 7. bis 14. August 2011 ein Klima- und Energiecamp in der Lausitz (Jänschwalde bei Cottbus/Brandenburg) zu veranstalten. Das Camp nimmt nun langsam Gestalt an, es gibt aber auch noch viel Raum für eigene Ideen.

Klima- und Energiecamp in der Lausitz

Klima- und Energiecamp in der Lausitz

Hier ein erster Text aus dem Aufruf: “Das Klimachaos scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein: Mit extremen Wetterverhältnissen, der Versteppung ganzer Regionen, dem Anstieg des Meeresspiegels und der Bedrohung der Lebensgrundlagen vieler Menschen schreitet  der Klimawandel voran. Dass die Antwort nicht Atomkraft heißen kann, ist spätestens seit Fukushima klar. Aber anstatt konsequent auf erneuerbare Energien zu setzen und die fossilen Brennstoffe im Boden zu lassen, werden Kohlekraftwerke und die Risikotechnologie CCS als Alternativen zur Atomkraft propagiert. Wir nehmen das nicht hin! Wir wollen an Auseinandersetzungen um Klimagerechtigkeit und Energiesouveränität anknüpfen und mit einem Camp Alternativen zum „business as usual“ denken, leben und erstreiten.” Weitere Informationen gibt es unter: www.lausitzcamp.info

Aktion, Welt retten
23. Juni 2010

Schnupperklettern überall und gegen CCS

Geschnupperklettert wird bei ROBIN WOOD gerade viel. So gab es am letzten Wochenende in Marburg und Cottbus die Möglichkeit, sich in einige Meter Höhe zu bewegen und Bäume und Landschaft von oben zu erleben. Das ist interessant und macht Spass – hat aber auch darüber hinaus einige Aussagen. Und so ist ein Schnupperklettern auf dem Cotbbuser Stadtfest eben auch eine Erinnerung an Lacoma und gegen den Neuaufschluss von Braunkohle-Tagebauen in der Lausitz.

Schnupperklettern in Cottbus / Foto: Jens Pittasch

Schnupperklettern in Cottbus / Foto: Jens Pittasch

Am kommenden Wochenende werden Aktive von ROBIN WOOD auf dem Freshair-Festival in Ortwig bei Letschin in Ostbrandenburg sein und ein Schnupperklettern anbieten. Dort wehren sich Bürgerinititiativen gegen die Verpressung von Kohlendioxid (CCS – Carbon Capture and Storage) aus den Lausitzer Braunkohlekraftwerken, die Menschen und Grundwasser gefährden würde.