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Aktion, Energie
23. April 2014

26. April: AKW Brokdorf abschalten – Protest und Kulturmeile am Tschernobyl – Jahrestag

Brokdorf2014Jeden Tag erzeugt das AKW Brokdorf nicht nur das Risiko schwerer Störfälle, sondern auch immer mehr hochradioaktiven Atommüll. Dennoch soll der Atommeiler an der Unterelbe noch bis Ende 2021 am Netz bleiben. Dagegen protestieren wir gemeinsam mit zahlreichen Initiativen am 26. April auf der Protest- und Kulturmeile: AKW Brokdorf jetzt abschalten!

Mit einer gemeinsamen Presseerklärung hatten die Initiatoren – darunter auch ROBIN WOOD – zu der Aktion am kommenden Samstag aus Anlass des Jahrestages der Katastrophe von Tschernobyl aufgerufen: Überflüssig, unwirtschaftlich und hoch riskant: AKW Brokdorf muss abgeschaltet werden.

ROBIN WOOD unterstützt die Protest- und Kulturmeile am AKW Brokdorf, wird mit Infostand und einem Schnupper-Klettern vor Ort sein. Außerdem wird der Energiereferent Dirk Seifert auf der Kundgebung sprechen. Alle Informationen zum Programm und auch über die Anreisemöglichkeiten per Fahrrad, Bus und Bahn erfährt man auf der Seite www.akw-brokdorf-abschalten.de. Dort ist es auch möglich, die Aktion online zu unterstützen!

Energie
23. April 2014

Atomforschungsanlagen GKSS/HZG Geesthacht: Wie geht die Stilllegung?

Atomforschungsanlage GKSS/HZG: Abgeschaltet, aber wie geht es weiter? Foto: Dirk Seifert

Atomforschungsanlage GKSS/HZG: Abgeschaltet, aber wie geht es weiter? Foto: Dirk Seifert

Die Atomanlagen der ehemaligen GKSS sind stillgelegt. Nun soll der Rückbau erfolgen. Der heutige Betreiber, das Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) hat dazu einen “konsensorientierten Dialog” ins leben gerufen und seit rund eineinhalb Jahren diskutieren Betreiber und eine Begleitgruppe über das weitere Vorgehen. Am 8. Mai laden sie zu einer weiteren Veranstaltung, um die Öffentlichkeit über den Stand der Dinge und die nächsten Schritte zu informieren und kritisch zu diskutieren. Die gemeinsame Einladung der Begleitgruppe und der HZG gleich unten.

Über die bisherige Arbeit informierten beide Seiten auch auf der Tagung “Atommüll ohne Ende” der Umweltverbände Ende März in Berlin. Die Vorträge der Tagung inkl. einer gemeinsamen Präsentation von HZG/Begleitgruppe ist hier online.

Aktion, Energie
17. April 2014

Atomenergie und Atomwaffentechnik: Uranfabrik Gronau ist Start des Ostermarsches in NRW

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Mehr als 10.000 Unterschriften für die Stilllegung der Uranfabrik in Gronau hat ROBIN WOOD der Landesregierung in NRW überreicht. Trotz Atomausstieg hat die Anlage weiterhin eine unbefristete Betriebsgenehmigung. Sie versorgt nicht nur Atomkraftwerke weltweit mit Brennstoff. Auch für die Weiterverbreitung von Atomwaffen-Technik stellt sie ein enormes Risiko da. Foto: Chris Grodotzki

Der Auftakt des diesjährigen Ostermarsches in NRW beginnt am morgigen (Kar)Freitag an der Uranfabrik in Gronau. Bei der URENCO, an der die Atomkonzerne E.on und RWE mit einem Drittel beteiligt sind, wird Uran für den Betrieb von Atomkraftwerken angereichert. Je ein weiteres Drittel gehört der niederländischen und der britischen Regierung. Die bei der URENCO eingesetzte Technik ist allerdings grundsätzlich auch in der Lage, hochangereichertes Uran für die Herstellung von Atomwaffen zu produzieren. Die Anlage unterliegt deshalb strengen Kontrollen, damit das nicht geschieht. Aber: „Die Urananreicherung ist der einfachste Weg zur Atombombe“, stellte Michael Sailer, Mitglied der Reaktor-Sicherheitskommission und Vorsitzender der Entsorgungskommission im April 2013 in der taz fest. Diese Gremien beraten die Bundesregierung. (mehr…)

Energie
17. April 2014

Debatte Atommüll-Lagerung: Kopfstände und Beiträge einer Tagung zum Nachlesen

Atommuell-TagungDie Debatte um einen sicheren Umgang mit dem Atommüll geht in die nächste Runde. Nach der von Umweltverbänden und dem DNR organisierten Tagung “Atommüll ohne Ende” (siehe unten) haben Bundestag und Bundesrat die Einsetzung der Kommission zur Endlagersuche für hochradioaktive Abfälle trotz der massiven Kritik der Umweltverbände beschlossen. (mehr…)

Energie
8. April 2014

Atomtransporte: Weltweiter Uran-Handel über den Hamburger Hafen

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Rangierbahnhof Hamburg Süd: 150 Tonnen Uran-Konzentrat aus Namibia warten auf die Weiterreise quer durch Deutschland nach Südfrankreich. Einer von vielen geheim gehaltenen Atomtransporten, die jährlich über die Atomdrehscheibe Hamburger Hafen stattfinden. Foto: Dirk Seifert

In Namibia leiden die Menschen unter den Folgen des Uranbergbaus. Seit Jahrzehnten wird dort mit nur wenig Umweltauflagen und Arbeitsschutz das für die Atommeiler benötigte Uran aus dem Erz gefördert – mit Einsatz giftiger Chemikalien und mit der Hinterlassenschaft riesiger radioaktiver Abraumhalden. Das Uran-Konzentrat aus Namibia wurde gestern im Hamburger Hafen angelandet und vom Schiff auf die Bahn umgeschlagen. Vermutlich rund 150 Tonnen von dem strahlenden Material wurden verladen. Die Transporte gelten als geheim, Behörden verweigern die Auskunft über Routen und Fahrpläne. (mehr…)

Energie
3. April 2014

Atomtransporte Hamburg – Kein Wasser, wenn es brennt!

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Die Bremer Spedition Kieserling führt Atomtransporte im Hamburger Hafen durch. Darauf machte ROBIN WOOD mit einer Aktion im August 2013 aufmerksam.

Trotz der Abschaltung einiger Atomkraftwerke bleibt der Hamburger Hafen Drehscheibe für Atomtransporte aller Art. Hinzu kommen zahlreiche Atomtransporte auf der Straße und auch Schiene. Vor allem das extrem giftige Uranhexafluorid (UF6) und Uranbrennelemente werden kreuz und quer durch Hamburg transportiert. Während Bremen seine Häfen zumindest für einen Teil der Atomtransporte gesperrt hat, können die atomaren Frachten in Hamburg ungestört weiter transportiert werden. Der Hamburger SPD-Senat hat es jüngst abgelehnt, Atomtransporte durch den Hafen wenigstens einzuschränken. Die Atomtransporte vor allem mit Uranhexafluorid sind hochriskant. Kommt es zu nach einem Unfall zu einer Leckage, kann dies zu schweren Verätzungen bis hin zum Tod noch in einigen 100 Metern Entfernung führen. Auch können radioaktive Substanzen eingeatmet werden. (mehr…)

Energie
2. April 2014

Kommentar zur Atommüll-Debatte: Politik verweigert Verständigung.

Atommuell-TagungEines hat die Atommüll-Tagung der Umweltverbände und Anti-Atom-Initiativen am vergangenen Wochenende gezeigt: Mit großer Ernsthaftigkeit und viel Fachkunde ist sie bereit, sich verantwortlich an der Suche um sinnvolle Wege für den sicheren Umgang mit den immer noch wachsenden Atommüllbergen zu beteiligen. Dafür müssen allerdings auch ihre An-Forderungen, wie ein gesellschaftlicher Konsens für einen sicheren Umgang erreicht werden kann, aufgegriffen werden. Mit dem derzeitigen Gesetz zur Endlagersuche und der Besetzung der damit verbundenen Kommission „Lagerung hoch radioaktiver Abfälle“ ist das aber bislang nicht zu machen. (mehr…)

Energie
11. März 2014

Debatte und Tagung: Atommüll ohne Ende – Auf der Suche nach einem besseren Umgang

Atommuell-TagungWas tun mit dem Atommüll, der landauf landab und in jedweder Form an AKW-Standorten, in alten Atomforschungsanlagen, in so genannten Zwischenlagern, oder gar als Wertstoff getarnt in viel zu großen und immer noch wachsenden Mengen rumliegt und nichts als Probleme macht? Darüber diskutiert die Anti-Atom-Bewegung auf einer Tagung am 28. und 29. März in Berlin unter dem Titel: “Atommüll ohne Ende – Auf der Suche nach einem besseren Umgang”. (Hier der Programmflyer als PDF). Die Tagung wird von ROBIN WOOD und vielen anderen Umweltverbänden und Anti-Atom-Initiativen unter dem Dach des Deutscher Naturschutz Ring organisiert und durchgeführt. (mehr…)

Energie
24. Februar 2014

ROBIN WOOD MAGAZIN: Alles Energiewende – Schlaglichter einer Katastrophe

Neues ROBIN WOOD MAGAZIN 1/14 ist erschienen

Alle reden von der Energiewende. Doch kaum jemand vom Klimaschutz. Wie seit den 90er Jahren nicht mehr, erreicht die Braunkohleverstromung Rekordwerte. Nicht nur in Deutschland: Weltweit steigt der Anteil der Kohleverbrennung. Was da gerade geschieht, ist im neuen ROBIN WOOD MAGAZIN nachzulesen. Schlaglichter einer Katastrophe, die zeigen, was hinter dem Wort Energiewende versteckt werden soll und wie die neue Bundesregierung Wind- und Sonnenstrom abdrehen will. Erschreckende Bilder von den Kohlefeldern in Jharia in Indien und genauso beklemmend, wie (deutsche) Banken das internationale Kohlegeschäft mit ihren Krediten anfeuern. Ach, und dann ist ja da noch das ungelöste Atommüll-Desaster und der nicht Enden wollende Versuch, das Fracking schleichend zuzulassen.

Über diese Energie-Themen und mehr aus den Bereichen Verkehr, Tropen/Wälder berichtet das neue ROBIN WOOD Magazin. Probeexemplare lassen sich hier bestellen. (mehr…)

Blog, Energie, Prozess
22. Februar 2014

Prozess gegen AtomkraftgegnerInnen in Fulda

Termin: Dienstag, den 25. Februar 2014 – Beginn 10:00 Uhr – im Saal 1.120 – Amtsgericht Fulda

Terminankündigung der Aktionsgruppe Fuldatalsperre vom 20.2.2014 (keine Robin Wood Aktion)

Weil sie im November 2011 – wenige Monate nach dem Fukushima-GAU – gegen einen CASTOR-Transport nach Gorleben in Fulda protestierten und auf die Gefahren der gefährlichen Fracht aufmerksam machten, stehen zwei AktivistInnen vor Gericht. Nach einer 12 stündigen Aktion waren vier AktivistInnen durch ein Sondereinsatzkommando aus Bäumen an der Bahnstrecke heruntergeholt worden. Die Aktion sorgte für Wirbel.

Laut Polizei erhielten in der Zeit von 22:30 Uhr bis 06:35 Uhr 131 Züge insgesamt 8.480 Minuten Verspätung. Der Castor soll eine halbe Stunde Verspätung gehabt haben. Ursache dafür war jedoch die Überreaktion der Polizei, die die Strecke teilweise sperrte und die Oberleitung abschalten ließ. Der Vorwurf des gefährlichen Eingriffs in den Schienenverkehr konnte trotz umfangreicher Ermittlungen und einer Gerichtsakte von über 500 Seiten nicht aufrecht erhalten werden.

Übrig bleibt einzig der Vorwurf der Sachbeschädigung gegen zwei AktivistInnen. Der Castor und ein Turmwagen der Bahn sollen laut Anklage etwas Farbe abbekommen haben. AREVA und die Deutsche Bahn haben Strafantrag gestellt. Die Staatsanwaltschaft Fulda hat Anklage erhoben.

“Es ist absolut notwendig, die radioaktive Verseuchung unserer Umwelt zu stoppen. Farbe auf einem Castortransport macht auf die tödliche Fracht aufmerksam und zeigt deren Angreifbarkeit und ist deshalb im Gegensatz zum Betrieb von Atomkraftwerken legitim – völlig unabhängig davon, ob tatsächlich Farbe auf dem Castor war und wer das war” erklärt eine Unterstützerin.

Die Gerichtsverhandlung ist öffentlich. Die Angeklagten und ihre UnterstützerInnen stehen schon eine halbe Stunde vor Prozessbeginn für Rückfragen zur Verfügung.

Am abend vor der Gerichtsverhandlung, den 24. Februar um 19 Uhr im Café Panama, veranstaltet die attac Gruppe Fulda eine Lesung mit Kletteraktivisitn Cécile Lecomte. Sie liest aus ihrem Buch „Kommen Sie da runter!“.

Hintergründe zur Aktion unter http://fuldatalsperre.blogsport.de

Hintergründe zum Prozess unter http://nirgendwo.info/fulda

Lesung im Café Panama: http://blog.eichhoernchen.fr/public/Flyer/2014_Buch_Fulda.pdf

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