Aktion, Blog, Energie, Hamburg/Lüneburg, Pressemitteilungen, Robin Wood regional
23. Mai 2013

Nach Beinahe-Katastrophe: Protest-Kletter-Aktion gegen Atomtransporte in HH

Nach dem 16stündigen Brand auf einem Frachter mit radioaktiver Ladung im Hamburger Hafen Anfang Mai protestierten Aktive heute u.a. in luftiger Höhe gegen weitere Atomtransporte und die mangelhafte Information der Bevölkerung.

Mehrere AktivistInnen von ROBIN WOOD haben heute Vormittag mit einer Kletter- und Banneraktion an einem historischen Kran in der Hamburger Speicherstadt einen Stopp von Atomtransporten durch die Hansestadt gefordert.

Während der Kletteraktion gelang es ihnen, ein über zehn Meter großes Transparent mit der Aufschrift „Hallo! Geht’s noch? Atomtransporte stoppen“ zu entrollen. Mit Flyern informierten sie zudem PassantInnen über die Gefahren der Atomtransporte.

Erst vor einer Woche war bekannt geworden, dass sich Anfang Mai bei einem Brand an Bord der ‘Atlantic Cartier’ im Hamburger Hafen in unmittelbarer Brandnähe radioaktives Material, u.a. das besonders gefährliche Uranhexafluorid, befunden hatte.

Kran Aktion

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Energie
16. Mai 2013

Brennender Atomfrachter in Hamburg – wollte die Umweltbehörde vertuschen?

 

Am 1. Mai brannte in Hamburg der Frachter “Atlantic Cartier”. Die Hamburger Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz, um den Brand zu löschen. Die Ladung, so hieß es bislang in den Medien (z.B. NDR oder Hamburger Abendblatt), hätte aus Autos und Gefahrstoffen bestanden. Jetzt enthüllt eine Schriftliche Kleine Anfrage der Grünen Bürgerschaftsfraktion an den SPD-Senat, dass sich auch insgesamt 20 Tonnen radioaktiver Stoffe an Bord des Atomfrachters befanden. Darunter auch neun Tonnen des besonders gefährlichen Uranhexafluorid.  Außerdem, so die Grünen, sei auch Munition an Bord gewesen. Der Feuerwehr ist es gelungen, dass es zu keiner Katastrophe gekommen ist. (Siehe auch aktuell Abendblatt).

Zurecht stellen die Hamburger Grünen fest: “Es ist eine Ungeheuerlichkeit, dass der Senat die Öffentlichkeit nicht von sich aus über diese Beinahekatastrophe informiert hat. Hier muss man von einem Vertuschungsversuch sprechen.”

Uranhexafluorid wird in der Uranfabrik in Gronau angereichert, um später Brennstäbe für Atomkraftwerke daraus herzustellen. Der Betrieb dieser Anlage ist trotz Atomausstiegbeschluss unbefristet. Die Anlage versorgt weltweit rund jedes zehnte AKW mit Uranbrennstoff. Bei der Anreicherung entstehen je Tonne angereichertes Uran etwa fünf Tonnen abgereichertes Uran.

Siehe auch:

Atomtransporte: 117 mal radioaktive Kernbrennstoffe durch Hamburg im Jahr 2012

Uranfabrik Gronau – Unbefristete oberirdische Atommüll-Lagerung bis ins nächste Jahrhundert?!

Uranfabriken stilllegen – Anti-Atom-Camp im Münsterland

Über die Uranfabrik Gronau, die das gefährliche Uranhexafluorid verarbeitet informiert ROBIN WOOD auch hier.

 

Aktion, Energie
16. Mai 2013

Castoren für Brunsbüttel – Einlagerung ist möglich?

“Auf dem Gelände des stillgelegten Kernkraftwerks Brunsbüttel können theoretisch alle 26 Castor-Behälter zwischengelagert werden, die Deutschland in den kommenden Jahren aus den Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague und Sellafield zurücknehmen muss. “Selbst dieses Maximum dürfte kein Problem sein”, sagte der Vorsitzende der Entsorgungskommission des Bundes, Michael Sailer, gestern im Wirtschaftsausschuss des Landtags.” Das schreibt die SHZ über die gestrige Sitzung in Schleswig-Holstein. (weiterlesen …)

Aktion, Energie, Klima
29. April 2013

Leipzig: Protest gegen “Ostdeutsches Energieforum 2013″

OLYMPUS DIGITAL CAMERALeizipg – 29. April 2013: Bundeswirtschaftsminister Rösler und das Thema “Energie für die Zukunft”? Kein Wunder, wenn es da zu Protesten kommt. Kaum jemand anderes versucht wirklungsvollen Klimaschutz und den Ausbau der Erneuerbaren Energien derart zu behindern, wie Rösler. Daher demonstrierten ca. 15 KlimaschützerInnen von BUND, der BI Profen (Braunkohlekraftwerks-Standort) und ROBIN WOOD Leipzig heute anläßlich des “Ostdeutschen Energieforums 2013″. “Kohle + Uran + Solarkürzungen = Energienwende? – Durchgefallen, Herr Rösler”  war auf einem Banner der ROBIN WOOD – AktivistInnen zu lesen. (weiterlesen …)

Aktion, Energie
21. April 2013

Kurz vor Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe: AtomkraftgegnerInnen demonstrieren für Sofort-Ausstieg

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Sicher ist nur das Risiko. AKW Brokdorf sofort abschalten. Foto: Dirk Seifert / ROBIN WOOD

Rund 2.000 Menschen demonstrierten nach Medienberichten heute am Atomkraftwerk Grafenrheinfeld für die sofortige Stilllegung. Ebenso viele Menschen forderten am AKW Brokdorf die Stilllegung.  Laut Hamburger Abendblatt soll die Polizei 800 TeilnehmerInnen gezählt haben. Auch ROBIN WOOD hatte zur der Aktion in Brokdorf aufgerufen und war mit Infostand und einem Schnupper-Kletter-Angebot bei der Protestmeile dabei. Am AKW Grohnde kettete sich eine Aktionsgruppe von rund 15 Menschen an das Eingangstor zum Atommeiler.

Anlass der Aktionen für den Atomausstieg ist der bevorstehende 27. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl.

 

Aktion, Energie
20. April 2013

Gegen Vattenfall lesen….

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Hanna Poddig liest im Gängeviertel gegen Vattenfall

Gleich zweimal heißt es in Hamburg derzeit: Lesen gegen Vattenfall. Mit den Veranstaltungsreihen “Lesen ohne Atomstrom” und den “HEW-Lesetagen” wollen die Initiatoren den offiziellen “Vattenfall-Lesetagen” contra geben. Literatur ist eine gute Sache, aber nicht wenn ein Atom- und Klimakiller-Konzern damit von seiner katastrophalen Energiepolitik ablenken will. ROBIN WOOD unterstützt die HEW-Lesetage, gestern abend auch mit einer Veranstaltung im Gänge-Viertel. Hanna Poddig las aus ihrem Buch “Radikal mutig: Meine Anleitung zum anders sein”. Über Absurditäten aus deutschen Gerichtssälen, von klimaneutralen Würsten und den Problemen mit Tschüss-Vattenfall-Aufklebern und SPD-Wahlplakaten wusste Hanna Poddig amüsant, aber immer kritisch zu berichten. Die etwas über 4o Gäste hatten sichtlich Spaß.  Unterstützt wurde die Lesung von dem Duo Cheerup, die mit Latin und Soul-Musik für eine wunderbare Untermalung der Gespräche über und gegen Vattenfall sorgten.

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Cheerup mit Latin und Jazz gegen Vattenfall

Keinen Spaß hat Vattenfall mit den Lesetagen. Jetzt wurde bekannt, dass die Kuratorin der Vattenfall-Lesetage Autoren von “Lesen ohne Atomstrom” per Mail vor “linksradikalen Unterstützern” gewarnt hat, die mit “Öko-Saft-Produzenten” und Prominenten zusammen arbeiten. Sie wollte damit wohl erreichen, dass diese ihre Unterstützung zurück ziehen. Außerdem sollen Vattenfall-Manager die Geschäftsführerin der “Hamburger Öffentlichen Bücherhallen” unter Druck gesetzt haben. Die Bücherhallen hatten die letzten Jahre die Vattenfall Lesetage unterstützt und haben in diesem Jahr die Fronten gewechselt. Das wollte Vattenfall verhindern. Mehr dazu unter diesem Link.

Die HEW-Lesetage finden noch bis Sonntag statt. Das Programm findet sich hier. Am Dienstag nächster Woche startet dann “Lesen ohne Atomstrom“.

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18. April 2013

Kanalschiff-Prozess: Großer Aufwand für symbolische Bußgelder

Protest vorm Gericht in DortmundUrteil im Prozess um gestopptes Atommüllschiff

Im Prozess gegen zwei Umweltaktivist_innen wurde am dritten Verhandlungstag das Urteil gesprochen: Bußgelder in Höhe von 10 und 20 Euro wegen „verbotenem Benutzen bundeseigener Schifffahrtsanlagen“. Sie hatten im Mai 2012 ein mit Atommüll beladenes Schiff durch eine Abseilaktion in Münster über dem Dortmund-Ems-Kanal gestoppt. Gegen die Bußgeldbescheide in Höhe von jeweils 165 Euro hatten sie Widerspruch eingelegt, über den in drei Prozesstagen vor dem Amts- und Schifffahrtsgericht in Dortmund verhandelt wurde.

Mit ihrer Aktion hatten sich die Atomkraftgegner_innen von ROBIN WOOD gegen die zahlreich stattfindenden Atomtransporte und den Weiterbetrieb der Atomanlagen gewandt. „Jeder Atommülltransport verschleiert das nicht lösbare Entsorgungsproblem. Deshalb ist es auch weiterhin notwendig, gegen Atomtransporte Widerstand zu leisten“, erklärt Martin, einer der betroffenen Umweltaktivist_innen. (weiterlesen …)

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13. April 2013

Grob ungehörig über Wasser – Akte 3

* Dritter Prozesstag zum Atommüllschiff-Stopp auf dem Dortmund-Ems-Kanal
* Termin: 17. April, 11:00 Uhr am Amtsgericht Dortmund

Am kommenden Mittwoch wird vor dem Amts- und Schifffahrtsgericht in Dortmund der Prozess wegen Bußgeldbescheiden gegen zwei UmweltaktivistInnen fortgesetzt. Die beiden hatten sich am 28. Mai 2012 mit einem Transparent („Vermeiden statt Verschieben“) von einer Brücke über dem Dortmund-Ems-Kanal in Münster abgeseilt. Das mit Atommüll aus dem AKW Obrigheim beladene Schiff „Edo“ hatte vor den abgeseilten AktivistInnen angehalten. Ihnen werden nun Ordnungswidrigkeiten vorgeworfen: das „verbotene Benutzen bundeseigener Schifffahrts- und Betriebsanlagen“ sowie eine „grob ungehörige Handlung“.

Mit ihrer Aktion wollten die AtomkraftgegnerInnen die öffentliche Aufmerksamkeit auf die zahlreichen Atomtransporte lenken, die auf verschiedenen Wegen täglich quer durch die Bundesrepublik unterwegs sind, ohne dass die Bevölkerung darüber informiert wird.

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13. April 2013

Antiatom Infotour in Heide

Robin Wood AktivistInnen setzten ihre Anti-Atom-Infotour in Schleswig Holstein heute fort. Mit einer Kletteraktion am Markt in Heide machten sie auf die Anti-Atom-Demonstration am 21. April zum Tschernobyl Jahrestag in Brockdorf aufmerksam. Die Stadt Heide müsste im Falle eines atomaren Unfalls in Brockdorf evakuiert und zur Sperrzone erklärt werden – vielen MarktbesucherInnen war es nicht bewusst. Es wurden außerdem Flugblätter einer örtlichen Antiatom-Initiative zu einer Veranstaltung am 20. April 2013 um 18 Uhr in Meldof (in „Traumausstatter“, Süderstr. 9)  über die „schleichende Katastrophe am Beispiel Asse“ verteilt. Die AktivistInnen von Robin Wood wollten in ihrer eigener Art und Weise die örtliche Antiatom-Initiative unterstützen und Kontakte knüpfen, es ist ihnen gelungen!
Statt sich Gedanken über die Gefährdung durch das AKW Brockdorf, zu machen, bevorzugte es der örtliche Chef der Versammlungsbehörde (Ordnungsamt) den DemonstrantInnen das Verteilen von Flugblättern und das Erklimmen von Bäumen zum Zweck der Meinungsäußerung zu untersagen.

Protest in Heide 1

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12. April 2013

Antiatom-Infotour geht weiter

Die Antiatom-Infotour in Schleswig Holstein ging heute mit Stationen in Neumünster und Rendsburg weiter. Die AktivistInnen verteilten Informationen  über die Atomkraft und den Protest dagegen, insbesondere über die Demonstration vom 21. April  beim AKW Brockdorf

Hier sind ein paar Bilder des heutigen Tages.

Neumünster am Vormittag

Neumünster

Rendsburg am Nachmittag
Rendsburg1

Rendsburg 2