Wenn 3,2 Kilometer Autobahn von Berlin-Neukölln bis zum Treptower Park 475 Millionen Euro kosten sollen, dann kostet der Meter knapp 150.000 Euro. 80 Millionen Euro hat Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, CSU, zur Belohnung der Großen Berliner Koalition aus der Handkasse – im Original “Infrastrukturbeschleunigungsprogramm II” – für die A 100 springen lassen. Das reicht immerhin für 533 Meter. Dafür hat er heute gemeinsam mit dem Berliner Senator für Stadtentwicklung und Umwelt Michael Müller, SPD, Spaten gestochen. Müller ist Stellvertreter des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit, SPD, der zur gleichen Zeit an einer Sitzung des Aufsichtsrats für den ähnlich haarscharf kalkulierten Berliner Großflughafen teilnahm. Dieser könnte vielleicht irgendwann Schritt für Schritt in Betrieb gehen, so gesehen sind 533 Meter Autobahn schon ein Grund zum Feiern.
Antiatom Infotour in Heide
Robin Wood AktivistInnen setzten ihre Anti-Atom-Infotour in Schleswig Holstein heute fort. Mit einer Kletteraktion am Markt in Heide machten sie auf die Anti-Atom-Demonstration am 21. April zum Tschernobyl Jahrestag in Brockdorf aufmerksam. Die Stadt Heide müsste im Falle eines atomaren Unfalls in Brockdorf evakuiert und zur Sperrzone erklärt werden – vielen MarktbesucherInnen war es nicht bewusst. Es wurden außerdem Flugblätter einer örtlichen Antiatom-Initiative zu einer Veranstaltung am 20. April 2013 um 18 Uhr in Meldof (in „Traumausstatter“, Süderstr. 9) über die „schleichende Katastrophe am Beispiel Asse“ verteilt. Die AktivistInnen von Robin Wood wollten in ihrer eigener Art und Weise die örtliche Antiatom-Initiative unterstützen und Kontakte knüpfen, es ist ihnen gelungen!
Statt sich Gedanken über die Gefährdung durch das AKW Brockdorf, zu machen, bevorzugte es der örtliche Chef der Versammlungsbehörde (Ordnungsamt) den DemonstrantInnen das Verteilen von Flugblättern und das Erklimmen von Bäumen zum Zweck der Meinungsäußerung zu untersagen.
Antiatom-Infotour geht weiter
Die Antiatom-Infotour in Schleswig Holstein ging heute mit Stationen in Neumünster und Rendsburg weiter. Die AktivistInnen verteilten Informationen über die Atomkraft und den Protest dagegen, insbesondere über die Demonstration vom 21. April beim AKW Brockdorf
Hier sind ein paar Bilder des heutigen Tages.
Neumünster am Vormittag
Uranfabriken stilllegen – Anti-Atom-Camp im Münsterland
Überall heißt es „Atomausstieg“ – aber in Gronau und Lingen stehen immer noch Atomfabriken, die angereichertes Uran und Brennstäbe für Atomkraftwerke weltweit produzieren. Diese Anlagen haben eine unbefristete Betriebsgenehmigung und produzieren noch Müll für Generationen. Verbunden damit sind alltägliche Atomtransporte, etwa alle drei Tage fährt in Lingen und Gronau ein Atomtransport per Bahn oder LKW raus oder rein. Produziert werden auch Unmengen von Atommüll, bei denen niemand weiß, wohin damit. Im Zwischenlager Ahaus wird Atommüll angeliefert – auch hier bringt jede Woche ein LKW schwach- und mittelradioaktiven Müll hinein.
Im Münsterland gibt es also gleich drei Atomanlagen und viele Atomtransporte. Wir wollen dagegen und für einen echten Atomausstieg aktiv werden. Deshalb wird es vom 19. bis 27. Juli 2013 im Münsterland ein Anti-Atom-Camp geben. Wir würden uns freuen, wenn das viele von euch genauso sehen und Lust haben, im Sommer zu kommen und vielleicht sogar sich in der Vorbereitung miteinzubringen.
Mehr Informationen gegen die Uranfabrik in Gronau bei ROBIN WOOD hier. Mehr Infos zum Camp hier.
Grob ungehörig über Wasser: kämpferischer Prozessauftakt

Nachdem ein Schiff mit Atommüll im vergangenen Jahr Pfingsten anhielt, weil zwei Aktivist_innen sich in Münster von einer Brücke abgeseilt hatten, verschickte die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Bußgeldbescheide wegen einer „grob ungehörigen Handlung“ und „verbotenem Benutzen bundeseigener Schifffahrts- und Betriebsanlagen“ in Höhe von je 165 Euro. Die Betroffenen legten Einspruch ein. Darüber wurde heute vor dem Dortmunder Schifffahrtsgericht verhandelt. Die Verhandlung wurde nach einer knappen dreiviertel Stunde auf den 28. März 2013 um 14 Uhr vertagt.
Vor Prozessbeginn kletterten zwei Aktivist_innen auf die Fahnenmasten vorm Dortmunder Gericht und hängten ein Transparent auf, mit der Überschrift “Mit dem Strom gegen Atom”. Weitere Menschen verteilten Flyer und klärten die PassantInnen über den anstehenden Prozess und die kommenden Demonstrationen zum Fukushima Jahrestag auf. (weiterlesen …)
ROBIN WOOD auf Dienstreise für den Atomausstieg – Ein Tag in Düsseldorf für die Stilllegung der URAN-Fabrik Gronau
Wenige Tage vor den bundesweiten Protesten zum zweiten Jahrestag der Atomkatastrophe von Fukushima – hat ROBIN WOOD heute gemeinsam mit Initiativen aus dem Münsterland über 10.000 Unterschriften für die Stilllegung der URANFABRIK Gronau im Wirtschaftsministerium von NRW überreicht. Dort sitzt die für Gronau zuständige Atomaufsichtsbehörde. Zum Auftakt der Aktion konnten die Anti-Atom-Gruppen auf Einladung der Landespressekonferenz ihre Forderungen zum Atomausstieg erläutern.
Im Anschluss an die LPK machten sich die AktivistInnen auf den Weg zum Wirtschaftsministerium.
Im Foyer entrollen ROBIN WOOD …..
und der Bundesverband der Bürger-Initiativen (BBU) Transparente
Die über 10.000 Unterschriften für die Stilllegung von Gronau waren dem Thema angemessen in Atomüllfässer verpackt
Dietmar Nottebohm von der Atomaufsicht und der Pressesprecher Matthias Kietzmann nahmen von ROBIN WOOD Sprecher Florian Kubitz die Unterschriften entgegen.
Da stehen sie nun – die Forderungen von ROBIN WOOD und den vielen UnterstützerInnen für die Abschaltung der Uranfabrik Gronau …
Auch das Gewinner-Foto aus einer ROBIN WOOD – Facebook-Aktion zum Thema “Bilder über Gronau” wurden den Vertretern der Behörde überreicht.
Was ist nun zu tun, Pressesprecher Kietzmann und der Abteilungsleiter der Atomaufsicht Nottebohm beraten…
ROBIN WOOD empfiehlt:
Wir bedanken uns bei allen, die die Unterschriften-Aktion unterstützt haben und werden uns weiter gemeinsam mit den Initiativen aus Gronau, dem Münsterland und der Anti-Atom-Bewegung dafür einsetzen, dass der Atomausstieg weiter geht und die Uranfabrik Gronau endlich abgeschaltet wird! Versprochen!
Die Pressemitteilung zu der heutigen Aktion ist hier: ROBIN WOOD-Unterschriften-Aktion: Über 10.000 für die Stilllegung der Urananreicherungsanlage in Gronau.
Aktuell über die Uranfabrik Gronau im neuen ROBIN WOOD Magazin: Gronau: Uran – Krieg – Gewinne – Risiko
Mehr Infos auf www.robinwood.de/uran!
Alle Fotos: Dirk Seifert @ROBIN WOOD
Münsterland-Antiatom-Infotour in Dülmen
H
eute entfalteten Atomkraftgegner_innen von Robin Wood und dem Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen ein Transparent über dem Dülmener Marktplatz. Sie informierten über die Urananreicherungsanlage in Gronau und die anstehende Demo zum 2.Fukushima-Jahrestag am 9. März.
Nach gut zwei Stunden waren alle mitgebrachten Flyer verteilt und die Kletteraktion wurde ohne Probleme beendet.
Fukushima-Benefiz in Bremen: Deutsche Kammerphilharmonie spielt für Fukushima-Opfer
Zwei Jahre nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima wird in Deutschland nicht nur gemahnt und demonstriert. In Bremen findet am 9. März in der Kirche Unser Lieben Frauenein Benefiz-Konzert statt: Mitglieder der Deutschen Kammerphilharmonie spielen an diesem Tag zugunsten der Opfer der Atomkatastrophe. Unterstützt wird dieses Konzert von verschiedenen Umweltorganisationen, darunter ROBIN WOOD, dem Umweltbeauftragten der ev. Kirche Bremen und anderen. Das Konzert beginnt um 18 Uhr. Der Eintritt ist zwar kostenlos, aber die Initiatoren und das Orchester erhoffen sich, das die Konzert-BesucherInnen mit einer großzügigen Spende zu Gunsten der Opfer und für ein atomfreies Japan das Anliegen der Initiatoren unterstützen.
Die Spenden sollen zwei Projekten zu Gute kommen: Einer Initiative aus dem Raum Fukushima, die sich für ein atomfreies Japan einsetzt. Infoseite auf Englisch hier. Außerdem wird das Kinderhilfsprojekt “Helft den Kindern von Fukushima Hokkaido” unterstützt:
Die Initiative lädt Kinder aus Fukushima ein, ihre Sommerferien auf Hokkaido zu verbringen, wo sie sich unbeschwert im Freien aufhalten und neue Kraft tanken können. Neben dem Freizeitprogramm steht auch eine medizinische Untersuchung auf dem Programm. Eine Untersuchung, wie sie in der Präfektur Fukushima nicht angeboten wird. Die Initiative wird von der Stadt Sapporo unterstützt.Anfang März sind Mitglieder der Initiative und der Stadt Sapporo in Deutschland, um für eine Unterstützung des Hilfsprojektes zu werben. Frau Hirokawa (Stadt Sapporo) und Birgit Bianca Fuerst (als Dolmetscherin) werden am 9. März in Bremen sein und das Projekt “Helft den Kindern von Fukushima Hokkaido” persönlich vorstellen. Mehr Informationen auf der Seite der Stadt Sapporo und hier.
Unterstützen Sie vor dem Konzert auch die Aktionen der Anti-Atom-Bewegung für den Atomausstieg in Deutschland. Mehr Informationen dazu auf der Homepage von ROBIN WOOD.
Kraftwerk Moorburg blockieren – Gegenstrom 13
Am 10. Mai plant die Kampagne “Gegenstrom 13″ eine (symbolische) Blockade der Steinkohle-Lieferungen an das Kraftwerk Moorburg in Hamburg, welches im Jahr 2014 in Betrieb gehen soll. Auf dem Wasser soll eine “Demonstration” zahlreicher Schiffe stattfinden – öffentlichkeitswirksam zum Hafengeburtstag.

Gegenstrom 13 – am 10 Mai in Hamburg
Die Kampagne richtet sich grundsätzlich gegen das Klimakillerkraftwerk Moorburg. Des Weiteren aber auch gegen den geplanten Kohleimport aus Kolumbien, sowie gegen die sozialen, wie ökologischen Umstände und Folgen des Kohleabbaus dort. Beide „Kampagnenpole“ sollen gleichberechtigt behandelt werden. Die jeweiligen konkreten Anliegen sollen zusammen geführt und bestärkt werden.
Auch ROBIN WOOD unterstützt die Kampagne – mit einer Baumbesetzung haben wir bereits dazu beigetragen, dass die Moorburgtrasse – eine Fernwärmeleitung des Kraftwerks nicht gebaut wurde.
Die Initiatoren rufen auf: “Wir müssen mindestens 30 Schiffe und Boote werden, um die Blockade geschlossen aufstellen zu können. Je mehr, desto kräftiger der Ausdruck!”
Weitere Informationen:
Eine Woche Baumbesetzung gegen die A 100
Seit mehr als einer Woche besetzen Aktive von Robin Wood und freie Aktive eine Pappel in Berlin-Neukölln, um gegen die geplante Trasse der A 100 zu protestieren. Im Frühjahr sollen die Bauarbeiten in diesem Abschnitt beginnen. Ziel der Baumbesetzung und der Mahnwache dort sind, die Aufmerksamkeit wieder auf diesen verkehrspolitischen Unsinn lenken. Die Mahnwache schafft auch einen Ort der Information und des Treffens. Aus dem Hambacher Forst, wo Aktivist*innen gegen einen Braunkohletagebau protestieren, gab es ein Solidaritätserklärung.

A100-Protest von oben: Kaffee und Kuchen am 06. Januar
Auch am morgigen Samstag (12.01.) soll es ab 15 Uhr Kaffee und Kuchen geben. Im Lauf des Nachmittags wird eine Percussion-Band spielen, um 18 Uhr ist ein offenes Treffen. Es soll aus gegebenen Anlass entschieden werden, mit welchen Formen der Protest in Zukunft fortgeführt wird. Die Besetzung findet sich an der Kreuzung Grenzallee / Neuköllnische Allee, nahe dem S-Bahnhof Köllnische Heide
Weitere Informationen gibt es unter anderem hier













