Aktion, Allgemein, Blog, Tropenwald, Wald
17. Dezember 2014

Händler nehmen billigend in Kauf, dass Tropenholz aus illegalen Quellen in die Läden kommt

Holzschnitt Rosewood

Tangentialschnitt durch Kosemetikpinsel, gefunden bei Douglas (2014), ermittelt: African Rosewood aus dem tropischen Afrika

ROBIN WOOD hat bei vorweihnachtlichen Testkäufen Produkte mit Tropenhölzern gefunden, die auf der Roten Liste als gefährdete Arten geführt werden und deren legale Herkunft nicht belegt werden konnte. Von elf in unserem Auftrag durch das Thünen-Institut analysierten Tropenhölzern werden acht auf der Roten Liste als ‚gefährdet’ gelistet. Die Hölzer kommen ausschließlich aus zentral- und westafrikanischen Ländern: Einer krisenreichen Region, in der ein Großteil der Hölzer illegal geschlagen und gehandelt wird. Auf unsere Nachfragen hin konnte kein einziger Anbieter der Waren die unbedenkliche Herkunft der Hölzer lückenlos und glaubhaft belegen. Die Händler/innen nehmen damit billigend in Kauf, dass Tropenholz aus illegalem Raubbau sowie von gefährdeten Arten in den Verkauf gelangt. Zu den von uns untersuchten Produkten zählen u.a. Schachbretter, Pfeffermühle, Kosmetikpinsel, Besteck und Tischtennisschläger. Gekauft haben wir die Waren bei Karstadt, Galeria Kaufhof, Karstadt Sport, Douglas und Idee-Creativmarkt.

Kaum eine Käufer/in ahnt, dass sie sich mit dem adventlichen Shopping womöglich ein Stück illegal geholzten Tropenwald mit nach Hause nimmt. Erkennen kann sie brisantes Holz beim Einkauf nicht. Denn Art und Herkunft des Holzes müssen nicht gekennzeichnet werden. Die meisten Verbraucher/innen glauben, dass illegale oder bedrohte Hölzer nicht mehr nach Deutschland importiert und hier gehandelt werden und wiegen sich damit in falscher Sicherheit. (Ergebnisse des Marktchecks und der Händlerbefragung: weiterlesen.)

DSCN0150Auch die knapp zwei Jahre alte EU-Holzhandelsverordnung hat bisher keine Kehrtwende gebracht, sondern ist ein zahnloser Tiger geblieben. Die Verordnung verbietet zwar den Import und den Handel mit illegal eingeschlagen Holz, doch bisher hat die Verordnung zu viele Schlupflöcher, um wirklich greifen zu können. Theoretisch muss derjenige, der Holzprodukten von außerhalb der EU in die EU einführt, belegen können, dass es sich dabei sehr wahrscheinlich um Holz aus legalen Quellen handelt. Jedoch greift die Verordnung bei sehr vielen Produkten gar nicht, da sie pauschal ausgenommen sind. So fällt zum Beispiel keines der von uns getesteten Produkte in den Geltungsbereich der Verordnung. Auch beim Import von Holzkohle, Büchern, Sitzmöbeln, Beleuchtungskörpern und Werkzeugen muss kein Legalitätsnachweis erbracht werden. Außerdem sind die Kontrollen und Strafvorschriften zu schwach. Auffällig ist zum Beispiel, dass der für die Umsetzung der Verordnung zuständigen Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) bisher kein einziger Verstoß vorliegt, der zu einer Strafanzeige geführt hat. Die EU-Holzhandelsverordnung muss dringend verschärft werden, um den Import von Tropenholz aus illegalen Quellen wirksam zu unterbinden. Eine Revision der Verordnung ist für 2015 geplant.

ROBIN WOOD wird das Thema weiterverfolgen und bei Herstellern, Händlern und Verkäufern weiter Druck machen.

Allgemein, Blog, Wald
16. Dezember 2014

O Tannenbaum… wie öko sind deine Blätter?

In der „Anstalt“ vom ZDF  gab es neulich erste Vorbereitungen für ein „möglichst harmonisches Weihnachtsfest“. „Wir holen uns ein Stück Wald in unser trautes Heim“, verkündete Max Uthoff in feierlichem Ton (ZDFmediathek, ab 6. Sendeminute). Da platzte auch schon ein Mann samt Tannenbaum herein – am Leib einen Schutzanzug, in der Hand eine Giftspritze, mit der er beherzt in alle Richtungen sprühte. Die Herren an der festlich gedeckten Weihnachtstafel kamen ins Husten – wieder nichts mit  besinnlicher Festtagsstimmung.

Die Satire hat einen realen Hintergrund: Mehr als 80 Prozent der Weihnachtsbäume stammen inzwischen nicht mehr aus dem Wald, sondern aus Plantagen. Und dort wird kräftig gespritzt und gedüngt: Insektizide gegen Rüsselkäfer und Sitkalaus, Herbizide gegen konkurrierendes Gewächs, Mineraldünger für gleichmäßigen Wuchs und für eine intensive Grün- oder Blaufärbung der Nadeln. Das ist eine enorme Belastung für Böden und Gewässer.

Öko-Weihnachtsbäume sind ohne Pestizide und Mineraldünger herangewachsen (Foto: ROBIN WOOD)

Öko-Weihnachtsbäume sind ohne Pestizide und Mineraldünger herangewachsen (Foto: ROBIN WOOD)

Dabei geht es auch anders. Das zeigen Forstbetriebe, die nach klaren, ökologisch ausgerichteten Regeln wirtschaften und dies auch von unabhängiger Seite kontrollieren lassen.

ROBIN WOOD recherchiert jedes Jahr, wo man Öko-Weih-nachtsbäume kaufen kann. Erfreulicher Trend: Die Zahl der Anbieter steigt. Spitzenreiter ist das Bundesland NRW, wo wir in diesem Jahr 45 Verkaufsstellen gezählt haben.

Wer also auch in diesem Jahr Weihnachten unterm Tannenbaum feiern möchte, findet hier Tipps rund um Öko-Weihnachtsbäume und eine nach Bundesländern sortierte Liste mit rund 100 Verkaufsstellen.

Blog, Rhein-Main, Wald
1. August 2014

Alleenschutz in Wiesbaden

Am Donnerstag, 31. Juli unterstützten Robin Wood Aktivisten die Initiative „Rettet unsere Kastanien“ auf der Wiesbadener Maaraue mit Transparent und „Baumschmuck“. Die Initiative hatte an diesem Tag zu einer Demonstration vor der von der Fällung bedrohten Allee aufgerufen, um Öffentlichkeit für eine nicht öffentlichen Begehung der Lesselallee von Mitgliedern des Magistrats und des Umweltausschusses zu schaffen.

aufbäumen / Foto: Willfried Jaspers

aufbäumen / Foto: Willfried Jaspers

Während die Kommunalpolitiker ohne Schutzhelme durch die Allee spazieren konnten, wachte die Polizei den ganzen Tag streng darüber, dass sich sonst niemand dieser „Gefahr“ aussetzte. So wurde ein junger Mann, der die Nacht in einer Hängematte in einer der „kranken“ Kastanien verbracht hatte, genauso von der Polizei „hinausbegleitet“, wie Robin Wood Aktivisten, die sich erlaubt hatten, durch den an einigen Stellen offenen Bauzaun zu spazieren, um die Bäume auf die Begehung vorzubereiten und zu „schmücken“.

Auf der Maaraue, einer Insel im Bereich der Mainmündung, die für das gesamte Rhein-Maingebiet ein wichtiges Naherholungsgebiet darstellt, will die Stadt Wiesbaden im Herbst eine über hundert Jahre alte Kastanienallee, die Lesselallee, mit über 75 Bäumen fällen lassen, weil die Kastanien laut einem Gutachten krank seien. Inzwischen gibt es andere Gutachten, die diesen Befund nicht bestätigen. Die Untere Naturschutzbehörde und die Stadt Wiesbaden, allen voran Baudezernent Franz beharren aber darauf, dass die Kastanien eine Gefahr darstellen und gefällt werden müssen. An anderen baumbestandenen Straßen auf der Maaraue warnen Schilder mit der Aufschrift „Vorsicht, Astbruchgefahr“ Spaziergänger und Fahrradfahrer. Es stellt sich die Frage, warum dies bei der Lesselalle nicht möglich ist. Ein Unwetter im letzten Monat führte zu erheblichem Astbruch auf der Maaraue, nicht allerdings bei den als „krank“ und „gefährlich“ diagnostizierten Kastanien in der Lesselalle. Bereits im März wurde die Allee mit einem Bauzaun mehr oder weniger abgeriegelt.
Da es Ideen gibt, die Maaraue zu bebauen („Wohnen am Fluss“), vermuten Anwohner, dass die Fällung der Allee eher mit diesen Vorhaben als mit der „Krankheit“ der Bäume zu tun hat.
Weitere Informationen unter: http://lesselallee.de/ oder: facebook.com/lesselallee

Text: Anne Mühlemeier

Aktion, Klima, Rhein-Main, Verkehr, Wald
18. Juni 2014

Sommercamp gegen Flughafenausbau – Programm & Menue

Grodotzki_5055Morgen nachmittag startet das Sommercamp gegen Flughafenausbau am südöstlichen Rand des Frankfurter Flughafens. Der Treburer Oberwald zwischen Zeppelinheim und Walldorf ist von der Rodung bedroht, um eine Autobahnzufahrt für den Bau eines dritten Terminal zu bauen. Erst mit diesem dritten Terminal könnten die mit der 2011 in Betrieb genommenen Nordwestlandebahn zusätzlich geschaffenen Kapazitäten realisiert werden. Doch schon jetzt macht der Lärm der fast 500.000 jährlichen Starts und Landungen die Menschen  in der Rhein-Main-Region krank. Feinstaub und andere Abgase belasten die Luft. Die Treibhausgasemissionen aus dem Luftverkehr steigen rasant und machen Klimaschutzbemühungen in anderen Bereichen zunichte. Über 22 Quadratkilometer erstreckt sich das Betriebsgelände des Frankfurter Flughafens, riesige Waldflächen sind verschwunden. Zeit, im Nordwesten wieder aufzuforsten statt im Südosten weiter zu roden!

WegbeschreibungFliegenFlyerTitel

Programm & Menue: (mehr …)

Aktion, Blog, Tropenwald, Wald
11. Juni 2014

Tasmaniens Urwälder in Gefahr: Das Welterbe soll dem Kahlschlag weichen!

Im australischen Tasmanien stehen die größten Laubbäume der Welt und sehr alte Regenwälder – hier lebt auch der tasmanische Teufel, die Natur ist einzigartig und schützenswert. Seit über 30 Jahren sind diese Urwälder deswegen Teil des Welterbes.

Weld Valley, Tasmania by Bill Hatcher

Weld Valley in Tasmanien, Australien von Bill Hatcher

Die australische Regierung unter Tony Abott hat andere Pläne. Sie will hier Kahlschlag betreiben, dafür sollen 74.000 Hektar des tasmanischen Urwaldes von der Liste des Welterbes gestrichen werden. Vom 15. bis 25. Juni trifft sich das „World Heritage“ Gremium in Doha. Die IUCN (International Union for Conservation of Nature) hat den zerstörerischen Plan Abotts bereits abgelehnt, damit steigen die Chancen das Tasmaniens Wälder Teil des Welterbes bleiben.

Wir wollen den Druck erhöhen und starten gemeinsam mit der australischen Wilderness Society eine Protestaktion. Wir wollen dem Welterbe Gremium und der australischen Regierung zeigen, dass die tasmanischen Wälder Schutz verdienen. In Australien werden Proteste in Melbourne und Hobart statt finden, sei online dabei.

Hier könnt ihr via Twitter und Facebook mit machen:

https://www.thunderclap.it/projects/12089-save-myworldheritage?locale=en

Unter dem Hashtag #myworldheritage könnt ihr mit Menschen aus der ganzen Welt die Aktion unterstützen. Bitte tweetet auch während des Treffens des Welterbe Komitees in Doha weiter, um eure Unterstützung zu zeigen.

Tweets könnt ihr auch an den australischen Umweltminister Greg Hunt (@GregHuntMP)und den Premierminister Tony Abott (@TonyAbbottMHR) senden – zeigt ihnen das euch das australische Welterbe am Herzen liegt.

Mehr Infos:

IUCN (International Union for Conservation of Nature) Report und Empfehlung die tasmanischen Urwälder nicht von der Liste des Welterbes zu streichen

Robin Wood Bericht: Der Kampf um Tasmaniens Urwälder

 

 

Aktion, Rhein-Main, Veranstaltung, Verkehr, Wald
2. Juni 2014

Rhein-Main: Sommercamp am Flughafenzaun vom 19. bis 22. Juni

Der Frankfurter Flughafen hat als Ruhestörer und Klimakiller längst die Grenzen des Zumutbaren überschritten. Trotzdem ist ein Ende seines Ausbaus nicht in Sicht. Nach der Nordwest-Landebahn droht jetzt der karte treburer-ober-wald-webBau eines dritten Terminals. Obwohl die eigentliche Baugenehmigung noch aussteht, lässt Fraport schon vorbereitende Baumaßnahmen durchführen. Nur eine breite und vielfältige Protestbewegung kann dem Flughafenausbau Einhalt gebieten. Über hundert Montagsdemos im Flughafenterminal zeigen eindrucksvoll den Widerstand gegen Wachstumskurs. Jetzt ist es an der Zeit, im Treburer Wald ein weiteres Zeichen zu setzen. Ab September drohen hier Rodungen für den Bau eines Autobahnzubringers zum Terminal 3. Zeigen wir, dass wir den Wald nicht der Fraport überlassen werden!
Wir rufen dazu auf, hier vier Tage im Juni zusammenzukommen und unserem Protest Ausdruck zu verleihen. Ganz egal ob Jung oder Alt, aus dem Nachbarort oder von weiter her, ob für eine Stunde am Tag oder Nachts im eigenen Zelt – stellen wir uns gemeinsam dem Flughafenausbau in dem Weg.

Flyer zum Download

Aktion, Klima, Rhein-Main, Verkehr, Wald
28. Mai 2014

Runter vom Sofa: Erst Glotzen, dann Campen

Kommenden Freitag um 21.45 Uhr zeigt ARTE die Doku „Zu viele Flieger am Himmel?“ (F 2009, 56 Min.): „Obwohl der Treibhauseffekt verringert werden soll, steigt der Flugverkehr weiter an – ein wirtschaftliches Dilemma. Durch den kommerziellen Luftverkehr wird heute mehr Kohlendioxid freigesetzt als der gesamte afrikanische Kontinent produziert. Kerosin ist für fast drei Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Und dann will die Europäische Union die Anzahl der Flugzeuge bis zum Jahr 2020 auch noch verdoppeln. Die Verantwortlichen der Branche sind gefordert, Abhilfe zu schaffen: Die Verringerung des Treibhauseffekts ist eines der vorrangigen gesellschaftlichen und politischen Ziele des 21. Jahrhunderts. Filmemacher Alain Lasfargues untersucht, wie das Problem behoben werden kann.“

ROBIN WOOD rät: Durch Rückbauten von Flughäfen.

Deshalb kommt zum Som­mer­camp vom 19. bis 22. Juni im Wald am Frankfurter Flughafen!

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Ab September drohen Rodungen im Treburer Oberwald für eine Zufahrt zu einem neuen Terminal. Mit diesem dritten Terminal könnte die Fraport AG die mit der vierten Landebahn geschaffenen Kapazitäten zur Verdopplung der Flugbewegungen am Fankfurter Flughafen realisieren. Der Lärm macht schon jetzt hunderttausende Anwohner krank. Der weitere Ausbau würde jeden grünen Satz zum Klimaschutz Lügen strafen.

FlyerFlughafencamp2014

Informationen zu Anreise und Programm auf www.waldbesetzung.blogsport.de

 

Aktion, Rhein-Main, Verkehr, Wald
19. Mai 2014

100. Montagsdemo im Frankfurter Flughafen: Unrecht per Gesetz

Heute um 18 Uhr beginnt die 100. Montagsdemonstration im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens. Seit der Inbetriebnahme der Nord-West-Landebahn im Oktober 2011 demonstrieren tausende Bürger_innen allwöchentlich gegen den krank machenden Fluglärm und für eine lebenswerte Rhein-Main-Region. ROBIN WOOD hatte sich an einer neun Monate währenden Waldbesetzung gegen den Bau der Landebahn beteiligt. Das Walddorf wurde im Februar 2009 brutal geräumt, nachdem die schwarz-gelbe Landesregierung von Roland Koch, CDU, im zweiten Versuch wiedergewählt worden war. Beim Widerstand gegen den Bau der Landebahn hieß eine Parole “Wer jetzt schläft, kann bald nicht mehr schlafen”. Das wurde mit der Inbetriebnahme der Nordwestlandebahn für tausende Bürger_innen der Rhein-Main-Region Ohren betäubende Realität. Denn nach geltendem Recht ist die Planung von Flughafenneu- und -ausbauten getrennt von der Festlegung der Flugrouten. Deshalb ist es möglich, einen Ausbau zu genehmigen, für den es keine einzige umweltverträgliche Flugroute gibt. Die Festlegung der Flugrouten erfordert im Unterschied zur Baugenehmigung keine Umweltverträglichkeitsprüfung. So wird ein krank machender Flugbetrieb “rechtens”.

ROBIN WOOD-Aktion am 21.10.2011 im Terminal 2 des Rhein-Main-Airport. Foto: Philip Eichler

 

Wald
23. April 2014

Ich will Kommissar Kopper auf Spurensuche im Urwald sehen!

Kanadische Wälder:

Bär

© Klaus Pommerenke / www.bears-and-more.de

Vorher

 

 

 

 

 

 

 

Teersandabbau

Teersandabbau / (c) Greenpeace/ Ray Giguere

Nachher

 

 

 

 

 

 

 

Noch Fragen?

Na ja, schon: Was hat Tatort-Kommissar „Kopper“ mit dem schlafenden Bärchen und der Tagebau-Wüste zu tun? Er will da hin. Nach Kanada. Um die Zerstörung unglaublich wundervoller Natur zu verhindern.

Und was habe ich mit Andreas Hoppe alias Kopper zu tun? Ich habe ihm heute auf die Sprünge geholfen :-) und hoffe, dass er bald fährt.

Wir unterstützen das Projekt von Schauspieler und Umweltschützer Andreas Hoppe und Journalist Konstantin Muffert: Sie wollen eine Dokumentation drehen über die unglaublichen Pläne der kanadischen Regierung, den Ölsandabbau in gigantischem Maß auszuweiten und das Öl durch eine Pipeline quer durch Kanada in den Great Bear Rainforest zu leiten. Aus dieser unberührten Fjordlandschaft sollen Mega-Tanker das Öl abtransportieren. Es handelt sich um viele Kilometer lange, enge Fjorde. Die Öl-Katastrophe im Paradies Great Bear Rainforest ist vorprogrammiert.

Der Teersandabbau im Osten des Great Bear Rainforests (Provinz Alberta) auf einer geplanten Fläche von der Größe Frankreichs wird die dortige Landschaft für immer in eine tote und durch Chemikalien verseuchte Mondlandschaft verwandeln.

Kein Sender wollte die Doku finanzieren, doch Hoppe und Muffert sind dran geblieben.

Andreas Hoppe ist ziemlich engagiert: „Noch haben wir die Chance, (die) Zerstörung (der wundervollen, intakten Natur) durch die Pipeline zu verhindern. Mich treibt das an. Es ist doch toller, sich einzusetzen, einzumischen und Demokratie zu leben, als zu sagen: Ich kann eh nichts tun.“

Jou, mich treibt das auch an! Deshalb habe ich gerade unsere Unterstützung für die Doku überwiesen. Wir – also ROBIN WOOD – brauchen Unterstützung in Bild und Ton für die Kampagne gegen das Mega-Projekt Teersandabbau samt Ölpipeline quer durch Kanada!

Wir engagieren uns seit vielen Jahren gegen die Pipeline und für den Schutz des Great Bear Rainforest. Dieser Film würde unsere Arbeit enorm unterstützen! Natürlich hoffen wir, dass die Publicity von Andreas Hoppe dazu beiträgt, den Film richtig bekannt zu machen.

Und was hab ich jetzt mit dem schlafenden Bärchen zu tun? Na, das Öl am Fuße seines Schlafbaums landet im Tank meines Linienbusses, wenn ich mich nicht darum kümmere.

 

Also auf und das Filmprojekt auf walkampagne.de unterstützen!

Mehr Infos bei uns im Magazin

Mehr Bilder:
http://www.robinwood.de/Bildergalerie-Great-Bear-Rainforest.865.0.html

 

Katja Schenkel

 

Blog, Energie, Klima, Wald
20. März 2014

Hambacher Forst: Polizeieinsatz gegen Klimaschützer

Die „Wiesenbesetzung“ gegen den Braunkohleabbau im Hambacher Forst wurde heute von einem Großeinsatz der Polizei gestürmt. Die dort Anwesenden wurden in der Früh aus ihren Zel­ten und Un­ter­künf­ten ge­ris­sen und durchsucht, elek­tro­ni­sche Ge­rä­te wie Han­dys und Com­pu­ter wurden beschlagnahmt. Danach liefen Polizisten von der Wiese aus mit Ket­ten­sä­gen zur Wald­be­set­zung und kappten Si­cher­heitss­ei­le in den Bäu­men. Das teilten die BesetzerInnen heute in einer Presse-Info mit. Ideen zu ihrer Unterstützung gibt es hier.

Die seit 2012 laufenden Besetzungen im Hambacher Forst (NRW) richten sich gegen die Pläne des Energieriesen RWE, den Wald komplett zu zerstören und in eine gigantische Grube für den Braunkohletagebau zu verwandeln.

Druck von unten gegen die extrem klimaschädliche Braunkohleverstromung ist nötiger denn je. Zwar ist allerorten von „Energiewende“ die Rede, tatsächlich aber steigt der Anteil der Kohleverstromung am Energiemix. Trotz großer Überkapazitäten am Strommarkt bauen die Energiekonzerne neue Kohlekraftwerke. Im Rheinland und auch in der Lausitz sollen neue Tagebaue aufgeschlossen werden. Ganz im Sinne von RWE und Vattenfall setzen die Regierungen in Bund und Ländern voll auf den Energieträger Kohle und behindern dadurch den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Dagegen werden auch am kommenden Wochenende wieder Tausende auf die Straße gehen: Energiewende retten!