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17. November 2016

Veranstaltungsreihe zur sozial-ökologischen Wende in Lüneburg

plakatROBIN WOOD lädt zu einer Veranstaltungsreihe zu aktuellen sozial-ökologischen Konflikten. Jeden zweiten Dienstag im Monat von November bis März informiert einE ReferentIn zu einem brisanten Thema. Zur Müllvermeidungswoche gibt es zudem eine zusätzliche Veranstaltung. Veranstaltungsort ist immer das „Anna & Arthur“ in der Katzenstraße 2 in Lüneburg. Beginn ist jeweils um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Den Auftakt der Reihe bildete der Vortrag des ROBIN WOOD-Tropenwaldreferenten Sven Selbert zum Thema: „Industrielle Tierproduktion. Warum sich der Kampf um die Zukunft von Waldökosystemen weltweit auf unseren Tellern abspielt.“ am 8. November.

Es geht am 22. November 2016 mit dem Vortrag von Jannis Pfendtner (Fachreferent Wald bei ROBIN WOOD)  mit der Überschrift „Rächer der Becher? Warum der Müllberg weiter wächst – und wie wir ihn stoppen werden.“ weiter. Der referent bietet Erzählungen aus der ROBIN WOOD-Kampagne gegen Wegwerfbecher im Rahmen der Müllvermeidungswoche des Öko?-logisch!-Referats des AStA.

Weitere Veranstaltungstermine:

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7. November 2016

EU klagt Deutschland wegen Überdüngung an

ROBIN WOOD ruft Samstag zur Demo gegen Tierproduktion auf

Nach Exklusiv-Informationen des WDR liegt die 40seitige Klageschrift der EU-Kommission seit über einer Woche bei der Bundesregierung. Der Grund: Deutschland hält sich nicht an die schon 1991 verabschiedete Nitratverordnung und lässt keinen bedeutenden Änderungswillen erkennen. Doch das Grundwasser wird immer stärker belastet, und die Böden sind in ihrer Nitrataufnahmefähigkeit meist an ihre Grenzen gelangt (ähnlich einem nassen Schwamm, der lange Wasser aufnimmt, aber irgendwann aber alles weitere abgibt). Die Bundesregierung hat die seit Jahren geplante neue Düngeverordnung allerdings immer wieder hinausgeschoben, allem Anschein nach auf Druck der starken deutschen Agrarindustrielobby. So wirft die EU der deutschen Regierung auch vor wissenschaftliche Erkenntnisse zu ignorieren und veränderte Begrifflichkeiten zu nutzen um Veränderungen vorzutäuschen.

Zwei Drittel aller Bäume sind geschädigt

Zwei Drittel aller Bäume sind geschädigt

ROBIN WOOD warnt seit Jahren unter dem Motto „Gülle killt Wald“ vor der massiven industriellen Tierproduktion. Denn auch die Bäume können die hohen Stickstoffimmissionen auf Dauer nicht vertragen. So wurden zwar seit dem Waldsterben in den 80er Jahren die Stickoxide aus der Industrie und dem Verkehr reduziert, die Ammoniak-Emissionen aus der Landwirtschaft blieben aber über all die Jahre nahezu konstant. Heute sind zwei Drittel aller Bäume geschädigt – keine gute Ausgangslage für weitere Herausforderungen wie den Klimawandel. Sowohl das grundwasserbelastende Nitrat als auch der Luftschadstoff Ammoniak haben ihren Ursprung zum allergrößten Teil in der Landwirtschaft und der Tierproduktion.

Aufruf zur Demo am 12.11. in Hannover

Aufruf zur Demo am 12.11. in Hannover

„Je länger die Bundesregierung gewartet hat – und das hat sie – desto radikaler müssen die Veränderungen jetzt sein“, sagt WDR-Reporter Jürgen Döschner, der heute über die Klageschrift berichtete. Die notwendigen Veränderungen müssen also schnell angegangen werden, und dazu braucht es starken Druck von unten. ROBIN WOOD ruft zusammen mit dem Netzwerk Animal Climate Action zur Demonstration diesen Samstag, den 12. November um 14 Uhr in Hannover auf. Dort wird sich das who-is-who der Agrarindustrie auf der Tierproduktionsmesse EuroTier die nächsten Tage treffen. Wir wissen: Diese Menge an Tierproduktion ist nicht mehr auszuhalten! Kommt mit uns diesen Samstag nach Hannover – setzen wir zusammen ein Zeichen!

Alle Informationen zur Demo am 12.11.
ROBIN WOOD Aufruf: Keine neuen Tierfabriken – Wälder weltweit erhalten

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21. Oktober 2016

Branche zeigt erste Veränderungen – ROBIN WOOD macht weiter Druck

Die Anfragen von ROBIN WOOD bei verschiedensten Einzelhändlern gegenüber ihrem Papierverbrauch durch Wegwerfbecher aus dem Sommer 2016 zeigen erste Wirkungen. Während die Deutsche Bahn inzwischen freudig in ihrem DB Magazin die Frage beantwortet, was sie gegen Wegwerfbecher tut (unsere Meinung: Schon etwas, aber da geht noch mehr!), wird McDonalds in Zukunft einen zehn Cent Rabatt auf mitgebrachte Mehrwegbecher geben. Zum Zeitpunkt unserer Befragung hatte McDonalds noch verschiedenste Bedenken diese überhaupt zu erlauben – wir freuen uns, dass diese nun ausgeräumt wurden! Auch in der Deutschen Bahn konnten die KundInnen damals noch keine eigenen Mehrwegbecher befüllen lassen.

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Die Deutsche Bahn über Wegwerfbecher. Foto: ROBIN WOOD

Andere Unternehmen haben schon längst einen größeren Rabatt von beispielsweise 30 ct auf mitgebrachte Mehrwegbecher und bewerben diese intensiv. Das Projekt „Just Swap it“ hat beispielsweise bereits ein kleines Pfandsystem für Mehrwegbecher gestartet. So können KundInnen sich mit wenig Geld einen wiederbenutzbaren Becher mitnehmen, und ihn in jeder teilnehmenden Filiale zurückgeben. Damit ist der entspannte und umweltfreundliche Kaffee für unterwegs kein Problem – auch für diejenigen, die sich nicht selbst einen Becher mitnehmen wollten. Umweltschutz und das gute Leben müssen zusammengedacht werden!  ROBIN WOOD fordert daher das Ende der Wegwerfbecher und konsequente und einfache Mehrwegsysteme.

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Auch BackWerk-Konkurrent Backfactory hat Tassen. Foto: ROBIN WOOD.

 

Nur eine der größten Bäckereiketten Deutschlands – BackWerk – macht bisher keine Fortschritte beim Thema Ressourcensparsamkeit. Obwohl ROBIN WOOD mit der laufenden „Kein MüllBERG bei BackWERK“-Kampagne sehr klare und einfache Forderungen wie die Einführung von Tellern und Tassen (statt Papierprodukten) und die Erlaubnis Mehrwegbecher zu befüllen gestellt hat, bewegt sich das Unternehmen bisher nicht. Selbst der Billigkonkurrent Backfactory bietet Tassen für die sitzende Kundschaft an. BackWerk, das für seine veganen Produkte gerade erst einen Preis bekommen hat, muss sich jetzt auch beim Thema Müllvermeidung bewegen. Daher sammelt ROBIN WOOD weiter Unterschriften an die Backwerk-Geschäftsführung und wird auch wieder kreativ vor Ort sein – wir bleiben hartnäckig!

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ROBIN WOOD will BackWerk zu einem ressourcenschonenden Umgang mit Papier und Plastik bewegen: Kein müllBERG bei backWERK!

Aktion, Allgemein, Blog, Energie, Wald
20. Oktober 2016

Bure: Aufruf zum Bau von Widerstandshütten gegen das atomare Klo

Blick über den Tellerand: Der Widerstand gegen den Bau des atomaren Endlagers in Bure (Lothringen) freut sich über kletternde Unterstützung!

Von Bure zur ZAD*, vom Norden in den Süden, der Ruf des Waldes

Ab dem 24. Oktober 2016, Bauwochen im befreiten Wald von Mandres-en-Barrois

Wald Mandres-en-BarroisHier kämpfen die Eulen gegen Cigéo und verteidigen den Wald von Mandres-en-Barrois gegen das wahnsinnige Atomkloprojekt.

Dort setzten sich die Molche gegen einen Flughafen zur Wehr und besetzen den zu einer zu verteidigende Zone (ZAD) erklärte Bocage gegen das Unnütze Großprojekt.

Andernorts nagen die Murmeltiere in der Gegend Haute-Durance an die Masten der Hochspannungsleitung.**

Der 14. August 2016, der Tag der kollektiven Zerstörung der „Schammauer“ der ANDRA (Nationale Agentur zur Entsorgung von Atommüll), war der Höhepunkt eines ereignisreichen Notandssommers (in Anspielung an den in Frankreich aktuell im noch geltenden Ausnahmezustand) mit zahlreichen Aktionen zur Verteidigung des Waldes Namens „Bois Lejuc“, der den Vorarbeiten für das Atomklo Cigéo zum Opfer fallen soll. Der Wald wurde an diesem Tag vom Joch der Atomlobbyisten befreit. Die durch das Gericht in Bar-le-Duc für illegal erklärten Rodungen ruhen. Ca. 1000 Betonstelen liegen auf dem Boden und die Militarisierung der Gegend ist rückgängig. Auf den Trümmern der neuen Welt wurden in den wunderschönen Buchen und Eichen Hütten errichtet.

Die ANDRA hat jedoch vor wenigen Wochen zum Gegenschlag ausgeholt.

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Aktion, Klima, Rhein-Main, Verkehr, Wald
7. Oktober 2016

Weltweit Proteste gegen Greenwashing-Deal der ICAO


Heute geht die 39. Hauptversammlung der ICAO, der Internationalen Organisation für zivile Luftfahrt, zu Ende. Weltweit haben während der Verhandlungen Menschen gegen das so genannte „Carbon Neutral Growth“-Konzept der ICAO protestiert. Auch Robin Wood protestierte am Frankfurter Flughafen, dem größten deutschen Airport.

Im Ergebnis haben die Regierungsdelegationen der Luftfahrt eine Lizenz zum Wachstum erteilt – mit einem Beschluss, der auf Freiwilligkeit basiert, viel zu spät und auf viel zu hohem Schadstoff-Level ansetzt und der vor allem keine Treibhausgase aus der Luftfahrt nach dem Verursacherprinzip reduziert. Er sieht vor, dass Fluggesellschaften sich durch „Offsets“ in anderen Ländern und Sektoren aus ihrer Verantwortung für den Klimaschutz freikaufen können. Weder dem Kyoto-Protokoll noch dem Abkommen von Paris ist damit Rechnung getragen. Airliner und ihre Kund_innen können weiter das Paris-Ziel sabotieren, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2 Grad Celsius seit Beginn der Industrialisierung zu begrenzen. Sie repräsentieren nur einen kleinen Teil der Weltgesellschaft: Weniger als ein Zehntel aller Menschen ist je geflogen, aber wenige fliegen immer öfter. Sie werden nun behaupten, „sauber“ zu sein.

Nach Meinung von Robin Wood ist der ICAO-Beschluss Greenwashing mit dem Gütesiegel der UN – eine kosmetische Maßnahme zur Imagepflege von Airlinern, intransparent, hochbürokratisch und ohne Nutzen, voraussichtlich mit Schaden für Klima und Menschen. Wie Bill Hemmings, der die ICAO-Verhandlungen für Transport & Environment beobachtete, es gestern nachmittag auf den Punkt brachte: „Fliegen ist die schnellste und billigste Art, den Planeten zu grillen und dieser Deal wird die Nachfrage nach Kerosin um nicht einen Tropfen mindern.“

Blog, Klima, Wald
14. September 2016

Wälder schützen und Klima schützen – zusammendenken!

Mit über 11 Millionen Hektar ist rund ein Drittel der Fläche Deutschlands bewaldet. Fast 50 % dieser Fläche ist mit Fichte und Kiefer bestockt – meist in gleichaltrigen Monokulturen, in langen Reihen und oft ohne viele weitere Pflanzen. Diese beiden Baumarten produzieren viel Holz, und waren in Kriegszeiten und danach wichtig um den Holzbedarf der Bevölkerung zu decken – aber die Zeiten haben sich geändert. Heute wissen wir wie anfällig solche künstlich hergestellten Waldsysteme sind: Massenvermehrungen von Borkenkäfern, zunehmende Versauerung der Waldböden, und eine deutlich größere Anfälligkeit gegenüber Stürmen sind nur einige der Folgen. Beide Baumarten bekommen auch zunehmende Probleme mit Temperaturanstiegen und Trockenheit durch den Klimawandel. Und jeder der viel im Wald unterwegs ist, sieht sofort die großen Unterschiede in der Artenvielfalt zwischen den gleichaltrigen Monokulturen und einem strukturreichen Mischwald.

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Foto: Robin Wood

Um den Wald gesünder, widerstandsfähiger, für den Menschen erholsamer und die Natur artenreicher zu machen, haben große Teile der Forstwirtschaft daher seit den 1980er und 90er Jahren den Weg des Waldumbaus beschritten: Die langsame Umwandlung der Monokulturen hin zu naturnahen Mischwäldern, mit an den Standort angepassten Baumarten und mehreren Baumgenerationen auf einer Fläche. Doch seit es diesen Prozess gibt, wird er torpediert, da er gegen die vermeintlich einfachste und wirtschaftlichste Art der Forstwirtschaft steht.

Die nun veröffentlichte Stellungnahme des Wissenschaftlichen Beirats für Waldpolitik reiht sich teilweise in diese Tradition ein. Sie beklagt, dass die „zuwachsstarken Nadelbaumarten“ an Fläche verlieren, und daher weniger CO2 gebunden würde, welches dann in „langlebigen Holzprodukten“ genutzt werden könne. Somit sei die aktuelle Entwicklung negativ für den Klimaschutz in Deutschland. Naturschutz und Klimaschutz können aber aus unserer Sicht nicht gegeneinander ausgespielt werden, und die Uhr lässt sich nicht hinter die Erkenntnisse der letzten Jahre zurückdrehen.

Zum Ersten ist der Wald nicht die Quelle des Klimawandels und das ständige Reden über den Wald als Kohlenstoffsenke (beispielsweise der Flugindustrie) stellt meist den Versuch dar von starken Kohlenstoff-Einsparmaßnahmen abzulenken. Zum zweiten geht eben ein Großteil des Holzes nicht in langlebige Produkte, die viele Jahre Kohlenstoff speichern, wie es sich diese ExpertInnen ausmalen: Die Bundesregierung hat zum Beispiel keine Strategie Holz als nachhaltigen Baustoff zu fördern, und kurzlebige Papierprodukte florieren, wie ROBIN WOOD letzte Woche ausgerechnet hat. Und drittens braucht der Wald in Deutschland dringend den Umbau zu naturnahen und mehrschichtigen Systemen, denn nur sie können im nächsten Jahrhundert den vielfältigen Herausforderungen des Klimawandels begegnen.

Darüber hinaus zeigen Forschungen, dass Naturwälder mittel- und langfristig immer mehr CO2 speichern können, und dieses auch im Boden ablagern. Die Kahlschläge in Fichten- oder Kiefernforsten führen ganz im Gegensatz dazu durch die direkte Sonneneinstrahlung auf den Boden zur Entweichung von Kohlenstoff.

Und so gilt weiterhin: Waldumbau und naturnahe Waldwirtschaft fördern! Klimawandel an den Ursachen anpacken!

Aktion, Klima, Verkehr, Wald
18. August 2016

Hand in Hand zur ICAO: Ministerium und Luftfahrtlobby

Die Bundesregierung hat auf eine kleine Anfrage der Grünen zu Klimaschutz im Flugverkehr geantwortet. Ende September muss die Internationale Organisation für zivile Luftfahrt (ICAO) – 19 (!) Jahre nach dem Kyotoprotokoll  – ihren Beitrag zum internationalen Klimaschutz beschließen. Seit drei Jahren arbeitet deshalb der ICAO-Rat an einem Konzept für ein CO2-neutrales Wachstum („carbon neutral growth“) des Flugverkehrs ab 2020. Es basiert auf Ausgleich („offsetting“) der aus dem Kerosinverbrauch abgeleiteten CO2-Emissionen durch Klimaschutzzertifikate aus anderen Ländern und Wirtschaftssektoren. In der Antwort auf die Grüne Anfrage heißt es: „Die Bundesregierung sieht einen Offsetting-Mechanismus als ein geeignetes, markbasiertes Instrument an, um die CO2-Emissionen des Luftverkehrs zu begrenzen.“

Beim letzten High Level Meeting der ICAO vor der Hauptversammlung war eine Vertreterin der Luftfahrtlobby-Organisation BDL Teil der deutschen Delegation. Umwelt- und Klimaschutzorganisationen sind nicht eingebunden. Nach Meinung von ROBIN WOOD macht sich das federführende Verkehrsministerium zum Sprachrohr der Luftfahrtlobby. Das ICAO-Konzept will eine Licence to Grow für Flugreisen auf Kosten ländlich geprägter Lebensweisen. Dem Klimaziel von Paris – eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad bis 2050 – wird es nicht gerecht, denn

+ 2020 als Basisjahr für eine Deckelung der Treibhausgas-Emissionen aus dem Luftverkehr würde auf viel zu hohen Niveau ansetzen.

+ Klimaschutz im Flugverkehr muss mit Kohlendioxid-Äquivalenten (CO2e) rechnen. State of the Art ist mindestens ein Faktor 2 für die CO2-Emissionen.

+ Die Erfahrung mit Klimaschutzzertifikaten zeigt, dass die Projekte Treibhausgase nicht langfristig binden und bäuerliche Landwirtschaft zerstören.

Bitte unterschreiben Sie unsere internationale Petition für Klimaschutz durch weniger Flugverkehr und gegen die ICAO-Pläne.ButtonohneText

Allgemein, Blog, Energie, Wald
9. Juli 2016

Bure – 16. Juli, wir erobern den Wald zurück

Die Freund*innen aus Frankreich bieten um Verbreitung dieses Aufrufes.

Aufruf zur massiven Wiederbesetzung des Waldes in Bure (Fr)

Seit Ende Juni, leben Kollektive, Vereine, Familien, Anwohner_innen und Bäuer_innen im Wald auf dem Gelände des geplanten Atommüll-Endlager Bure, das von ANDRA illegal gerodet wurde. (Bericht)

Während der Atomstaat das Endlager im Parlament zu legalisieren versucht, haben wir die ehemalige Plattform der Cigeo besetzt, ein symbolischer Ort, da hier die Baustelle beginnen soll. Hütten, eine Küche, einen Gemeinschaftsraum, Klos wurden gebaut, ein Garten angelegt, neue Bäume gepflanzt und ältere Bäume besetzt. Ein buntes Programm an Vorträgen, Filmvorführungen, Diskussionen, Waldspaziergänge und Konzerte wurde auf die Beine gestellt.

Am Donnerstag den 7. Juli wurde unser Camp von der Polizei gewaltsam geräumt. Neben einer verletzen Person, kam es bei der Räumung auch zu einer Verhaftung. Geldstrafen wegen „Beschädigung des Waldes“ wurden absurderweise von denen angedroht, die für den Kahlschlag verantwortlich sind.

Der Wald schafft einen neuen Kristalisationspunkt für die Anti-Atombewegung weltweit. Die physischen und politischen Barrikaden, die wir aufbauen reichen von den bröckelnden Mauern des Pannenreaktors Fessenheim, über das Fass ohne Boden von Flamanville über Cattenom, Gorleben oder Pyhajoki in Finnland

Unser Widerstand geht weiter! Wir werden der Atommafia, die hier seit über 20 Jahren mit Geld und Polizei die Gegend besetzt, den Wald nicht überlassen.

Am Wochenende 16-17 Juli werden wir den Wald und die illegale Baustelle wiederbesetzen. Wir brauchen so viele entschlossene Menschen wie möglich. Je mehr wir sind, desto stärker unser Widerstand. Wir bauen das Camp wieder auf! Sachspenden willkommen.

Mach mit! Weitersagen! Wir steigen nicht runter von den Bäumen ohne Atomausstieg!

kontakt. 0033 758654889 / sauvonslaforet@riseup.net

info: vmc.camp / burestop.eu / burezonelibre.noblogs.org

Blog, Papier, Wald
22. Juni 2016

Rächer der Becher – Neues im Shop

Infomaterial zum Wegwerfbecher-Wahn und ROBIN WOOD-Mehrwegbecher ab jetzt im Shop.

Wegwerfbecher_stoppenWegwerfbecher sind eine große Verschwendung – wie wir bereits im letzten Blogbeitrag und auf unserer Internetseite  deutlich gemacht haben. Sie belasten die Umwelt nicht nur durch den hohen Ressourcenverbrauch, sondern auch weil sie kaum recycelt werden können und nicht aus Altpapier hergestellt werden können. Die wichtigsten Informationen bekommen Sie nun auch kompakt über unseren Flyer „Wegwerfbecher stoppen! Wälder schützen“, den Sie kostenlos im Shop bestellen können. Verteilen Sie ihn gerne im Bekanntenkreis oder legen Sie ihn in Läden und Treffpunkten in Ihrer Umgebung aus.
Rächer der Becher

Zusätzlich haben wir unsere eigene Alternative: Den Rächer der Becher-Mehrwegbecher gibt es jetzt auch für 7,50 Euro im Shop. Mit jeder Wiederbefüllung wird seine Ökobilanz besser – im Gegensatz zu dem Müllhaufen, der mit jedem einzelnen Wegwerfbecher weiter wächst!

Waldschutz statt Wegwerfbecher – setzen Sie ein Zeichen gegen die Verschwendung!

Alle weiteren Informationen & Aktivitäten auf:
robinwood.de/wald
robinwood.de/papier
robinwood-shop.de/

Berlin, Blog, Papier, Tropenwald, Wald
3. Juni 2016

Wälder retten – Wegwerfbecher stoppen!

Alle reden über Nachhaltigkeit, Deutschland sieht sich als Klimaretter und die Unternehmen wollen jetzt reihenweise „grün“ werden – doch die Wahrheit hinter den Werbetafeln sieht oft anders aus. So stiegen in Deutschland auch im letzten Jahr die CO2 Emissionen wieder leicht an, und der Verbrauch natürlicher Ressourcen wie Papier konnte seit 2010 nicht gesenkt werden. Alles nicht so glänzend also, doch in einigen Bereichen läuft es ganz offensichtlich falsch, wie zum Beispiel beim rasanten Anstieg der Nutzung sogenannter Einwegbecher in Deutschland.

Überall und zu jeder Zeit konsumiert der moderne Mensch nun Coffee-to-go und ähnliche Angebote. Was nützlich ist und auch beispielsweise in der S-Bahn auf dem Weg zur Arbeit konsumierbar, hat aber große Auswirkungen auf Natur und Umwelt, und bringt nicht nur offensichtliche Probleme wie das Überquellen der städtischen Mülleimer. So sind die verschiedenen Becher zum Beispiel kaum recyclingfähig, verbrauchen in der Herstellung große Mengen Wasser & Rohstoffe, und Überreste der Beschichtungen gelangen als Mikroplastik in Boden und Abwasser.

Während Plastiktüten langsam als unnötige Umweltbelastung begriffen werden, und immer mehr Menschen eigene Jutebeutel oder ähnliches mit sich nehmen, ist das Thema Wegwerfbecher noch nicht im breiten Bewusstsein angekommen. Dabei ist die gesamte Müllmenge dieser mit geschätzten 106.000 Tonnen inzwischen deutlich höher als die der Plastiktüte. Und zumindest im Privaten ist die Lösung längst erkannt: Der eigene Mehrwegbecher kann hunderte Male wiederbenutzt werden, und ist somit eine fast saubere Alternative zum Wegwerfbecher. Politik und Unternehmen hätten diesen längst flächendeckend fördern müssen, und nicht wie immer die gesamte Verantwortung auf die einzelnen VerbraucherInnen abschieben.

Wer aber denkt, dass Papierbecher doch immerhin aus nachwachsenden Rohstoffen und somit umweltschonend seien, hat sich gleich mehrfach getäuscht. Zum einen stehen die Wälder weltweit unter Druck, auch weil die Nachfrage auf Holz und Papier immer weiter steigt. Hier muss dringend weniger konsumiert werden, und der zukünftige Verbrauch sollte vor allem aus langlebigen Holzprodukten bestehen – das Gegenteil von Wegwerfbechern!
Besonders verheerend aber sind die Papierbecher, weil sie kaum aus Recyclingpapier hergestellt werden können, weil sie außerdem selbst zum größten Teil nicht recycelt werden können und oft aus nicht-verantwortlicher Forstwirtschaft stammen, wie ROBIN WOOD hier ausführlicher beschreibt.

Übrig bleibt uns deshalb nur ein Schluss: Wegwerfbecher stoppen – weil Wald und natürliche Ressourcen begrenzt und knapp sind! Wir haben nur eine Welt!

Alle weiteren Informationen & Aktivitäten auf:
robinwood.de/wegwerfbecher

PS: Die ROBIN WOOD Gruppe Berlin widmet sich diesen Sonntag, den 05. Juni, zwischen 11 – 19 Uhr auf dem Umweltfestival Berlin auch dem Thema Wegwerfbecher. Schaut vorbei!