Aktion, Klima, Rhein-Main, Verkehr, Wald
18. Juni 2014

Ab morgen Sommercamp gegen Flughafenausbau – Programm & Menue

Grodotzki_5055Morgen nachmittag startet das Sommercamp gegen Flughafenausbau am südöstlichen Rand des Frankfurter Flughafens. Der Treburer Oberwald zwischen Zeppelinheim und Walldorf ist von der Rodung bedroht, um eine Autobahnzufahrt für den Bau eines dritten Terminal zu bauen. Erst mit diesem dritten Terminal könnten die mit der 2011 in Betrieb genommenen Nordwestlandebahn zusätzlich geschaffenen Kapazitäten realisiert werden. Doch schon jetzt macht der Lärm der fast 500.000 jährlichen Starts und Landungen die Menschen  in der Rhein-Main-Region krank. Feinstaub und andere Abgase belasten die Luft. Die Treibhausgasemissionen aus dem Luftverkehr steigen rasant und machen Klimaschutzbemühungen in anderen Bereichen zunichte. Über 22 Quadratkilometer erstreckt sich das Betriebsgelände des Frankfurter Flughafens, riesige Waldflächen sind verschwunden. Zeit, im Nordwesten wieder aufzuforsten statt im Südosten weiter zu roden!

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Aktion, Blog, Tropenwald, Wald
11. Juni 2014

Tasmaniens Urwälder in Gefahr: Das Welterbe soll dem Kahlschlag weichen!

Im australischen Tasmanien stehen die größten Laubbäume der Welt und sehr alte Regenwälder – hier lebt auch der tasmanische Teufel, die Natur ist einzigartig und schützenswert. Seit über 30 Jahren sind diese Urwälder deswegen Teil des Welterbes.

Weld Valley, Tasmania by Bill Hatcher

Weld Valley in Tasmanien, Australien von Bill Hatcher

Die australische Regierung unter Tony Abott hat andere Pläne. Sie will hier Kahlschlag betreiben, dafür sollen 74.000 Hektar des tasmanischen Urwaldes von der Liste des Welterbes gestrichen werden. Vom 15. bis 25. Juni trifft sich das „World Heritage“ Gremium in Doha. Die IUCN (International Union for Conservation of Nature) hat den zerstörerischen Plan Abotts bereits abgelehnt, damit steigen die Chancen das Tasmaniens Wälder Teil des Welterbes bleiben.

Wir wollen den Druck erhöhen und starten gemeinsam mit der australischen Wilderness Society eine Protestaktion. Wir wollen dem Welterbe Gremium und der australischen Regierung zeigen, dass die tasmanischen Wälder Schutz verdienen. In Australien werden Proteste in Melbourne und Hobart statt finden, sei online dabei.

Hier könnt ihr via Twitter und Facebook mit machen:

https://www.thunderclap.it/projects/12089-save-myworldheritage?locale=en

Unter dem Hashtag #myworldheritage könnt ihr mit Menschen aus der ganzen Welt die Aktion unterstützen. Bitte tweetet auch während des Treffens des Welterbe Komitees in Doha weiter, um eure Unterstützung zu zeigen.

Tweets könnt ihr auch an den australischen Umweltminister Greg Hunt (@GregHuntMP)und den Premierminister Tony Abott (@TonyAbbottMHR) senden – zeigt ihnen das euch das australische Welterbe am Herzen liegt.

Mehr Infos:

IUCN (International Union for Conservation of Nature) Report und Empfehlung die tasmanischen Urwälder nicht von der Liste des Welterbes zu streichen

Robin Wood Bericht: Der Kampf um Tasmaniens Urwälder

 

 

Aktion, Rhein-Main, Veranstaltung, Verkehr, Wald
2. Juni 2014

Rhein-Main: Sommercamp am Flughafenzaun vom 19. bis 22. Juni

Der Frankfurter Flughafen hat als Ruhestörer und Klimakiller längst die Grenzen des Zumutbaren überschritten. Trotzdem ist ein Ende seines Ausbaus nicht in Sicht. Nach der Nordwest-Landebahn droht jetzt der karte treburer-ober-wald-webBau eines dritten Terminals. Obwohl die eigentliche Baugenehmigung noch aussteht, lässt Fraport schon vorbereitende Baumaßnahmen durchführen. Nur eine breite und vielfältige Protestbewegung kann dem Flughafenausbau Einhalt gebieten. Über hundert Montagsdemos im Flughafenterminal zeigen eindrucksvoll den Widerstand gegen Wachstumskurs. Jetzt ist es an der Zeit, im Treburer Wald ein weiteres Zeichen zu setzen. Ab September drohen hier Rodungen für den Bau eines Autobahnzubringers zum Terminal 3. Zeigen wir, dass wir den Wald nicht der Fraport überlassen werden!
Wir rufen dazu auf, hier vier Tage im Juni zusammenzukommen und unserem Protest Ausdruck zu verleihen. Ganz egal ob Jung oder Alt, aus dem Nachbarort oder von weiter her, ob für eine Stunde am Tag oder Nachts im eigenen Zelt – stellen wir uns gemeinsam dem Flughafenausbau in dem Weg.

Flyer zum Download

Aktion, Klima, Rhein-Main, Verkehr, Wald
28. Mai 2014

Runter vom Sofa: Erst Glotzen, dann Campen

Kommenden Freitag um 21.45 Uhr zeigt ARTE die Doku „Zu viele Flieger am Himmel?“ (F 2009, 56 Min.): „Obwohl der Treibhauseffekt verringert werden soll, steigt der Flugverkehr weiter an – ein wirtschaftliches Dilemma. Durch den kommerziellen Luftverkehr wird heute mehr Kohlendioxid freigesetzt als der gesamte afrikanische Kontinent produziert. Kerosin ist für fast drei Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Und dann will die Europäische Union die Anzahl der Flugzeuge bis zum Jahr 2020 auch noch verdoppeln. Die Verantwortlichen der Branche sind gefordert, Abhilfe zu schaffen: Die Verringerung des Treibhauseffekts ist eines der vorrangigen gesellschaftlichen und politischen Ziele des 21. Jahrhunderts. Filmemacher Alain Lasfargues untersucht, wie das Problem behoben werden kann.“

ROBIN WOOD rät: Durch Rückbauten von Flughäfen.

Deshalb kommt zum Som­mer­camp vom 19. bis 22. Juni im Wald am Frankfurter Flughafen!

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Ab September drohen Rodungen im Treburer Oberwald für eine Zufahrt zu einem neuen Terminal. Mit diesem dritten Terminal könnte die Fraport AG die mit der vierten Landebahn geschaffenen Kapazitäten zur Verdopplung der Flugbewegungen am Fankfurter Flughafen realisieren. Der Lärm macht schon jetzt hunderttausende Anwohner krank. Der weitere Ausbau würde jeden grünen Satz zum Klimaschutz Lügen strafen.

FlyerFlughafencamp2014

Informationen zu Anreise und Programm auf www.waldbesetzung.blogsport.de

 

Aktion, Rhein-Main, Verkehr, Wald
19. Mai 2014

100. Montagsdemo im Frankfurter Flughafen: Unrecht per Gesetz

Heute um 18 Uhr beginnt die 100. Montagsdemonstration im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens. Seit der Inbetriebnahme der Nord-West-Landebahn im Oktober 2011 demonstrieren tausende Bürger_innen allwöchentlich gegen den krank machenden Fluglärm und für eine lebenswerte Rhein-Main-Region. ROBIN WOOD hatte sich an einer neun Monate währenden Waldbesetzung gegen den Bau der Landebahn beteiligt. Das Walddorf wurde im Februar 2009 brutal geräumt, nachdem die schwarz-gelbe Landesregierung von Roland Koch, CDU, im zweiten Versuch wiedergewählt worden war. Beim Widerstand gegen den Bau der Landebahn hieß eine Parole “Wer jetzt schläft, kann bald nicht mehr schlafen”. Das wurde mit der Inbetriebnahme der Nordwestlandebahn für tausende Bürger_innen der Rhein-Main-Region Ohren betäubende Realität. Denn nach geltendem Recht ist die Planung von Flughafenneu- und -ausbauten getrennt von der Festlegung der Flugrouten. Deshalb ist es möglich, einen Ausbau zu genehmigen, für den es keine einzige umweltverträgliche Flugroute gibt. Die Festlegung der Flugrouten erfordert im Unterschied zur Baugenehmigung keine Umweltverträglichkeitsprüfung. So wird ein krank machender Flugbetrieb “rechtens”.

ROBIN WOOD-Aktion am 21.10.2011 im Terminal 2 des Rhein-Main-Airport. Foto: Philip Eichler

 

Wald
23. April 2014

Ich will Kommissar Kopper auf Spurensuche im Urwald sehen!

Kanadische Wälder:

Bär

© Klaus Pommerenke / www.bears-and-more.de

Vorher

 

 

 

 

 

 

 

Teersandabbau

Teersandabbau / (c) Greenpeace/ Ray Giguere

Nachher

 

 

 

 

 

 

 

Noch Fragen?

Na ja, schon: Was hat Tatort-Kommissar „Kopper“ mit dem schlafenden Bärchen und der Tagebau-Wüste zu tun? Er will da hin. Nach Kanada. Um die Zerstörung unglaublich wundervoller Natur zu verhindern.

Und was habe ich mit Andreas Hoppe alias Kopper zu tun? Ich habe ihm heute auf die Sprünge geholfen :-) und hoffe, dass er bald fährt.

Wir unterstützen das Projekt von Schauspieler und Umweltschützer Andreas Hoppe und Journalist Konstantin Muffert: Sie wollen eine Dokumentation drehen über die unglaublichen Pläne der kanadischen Regierung, den Ölsandabbau in gigantischem Maß auszuweiten und das Öl durch eine Pipeline quer durch Kanada in den Great Bear Rainforest zu leiten. Aus dieser unberührten Fjordlandschaft sollen Mega-Tanker das Öl abtransportieren. Es handelt sich um viele Kilometer lange, enge Fjorde. Die Öl-Katastrophe im Paradies Great Bear Rainforest ist vorprogrammiert.

Der Teersandabbau im Osten des Great Bear Rainforests (Provinz Alberta) auf einer geplanten Fläche von der Größe Frankreichs wird die dortige Landschaft für immer in eine tote und durch Chemikalien verseuchte Mondlandschaft verwandeln.

Kein Sender wollte die Doku finanzieren, doch Hoppe und Muffert sind dran geblieben.

Andreas Hoppe ist ziemlich engagiert: „Noch haben wir die Chance, (die) Zerstörung (der wundervollen, intakten Natur) durch die Pipeline zu verhindern. Mich treibt das an. Es ist doch toller, sich einzusetzen, einzumischen und Demokratie zu leben, als zu sagen: Ich kann eh nichts tun.“

Jou, mich treibt das auch an! Deshalb habe ich gerade unsere Unterstützung für die Doku überwiesen. Wir – also ROBIN WOOD – brauchen Unterstützung in Bild und Ton für die Kampagne gegen das Mega-Projekt Teersandabbau samt Ölpipeline quer durch Kanada!

Wir engagieren uns seit vielen Jahren gegen die Pipeline und für den Schutz des Great Bear Rainforest. Dieser Film würde unsere Arbeit enorm unterstützen! Natürlich hoffen wir, dass die Publicity von Andreas Hoppe dazu beiträgt, den Film richtig bekannt zu machen.

Und was hab ich jetzt mit dem schlafenden Bärchen zu tun? Na, das Öl am Fuße seines Schlafbaums landet im Tank meines Linienbusses, wenn ich mich nicht darum kümmere.

 

Also auf und das Filmprojekt auf walkampagne.de unterstützen!

Mehr Infos bei uns im Magazin

Mehr Bilder:
http://www.robinwood.de/Bildergalerie-Great-Bear-Rainforest.865.0.html

 

Katja Schenkel

 

Blog, Energie, Klima, Wald
20. März 2014

Hambacher Forst: Polizeieinsatz gegen Klimaschützer

Die „Wiesenbesetzung“ gegen den Braunkohleabbau im Hambacher Forst wurde heute von einem Großeinsatz der Polizei gestürmt. Die dort Anwesenden wurden in der Früh aus ihren Zel­ten und Un­ter­künf­ten ge­ris­sen und durchsucht, elek­tro­ni­sche Ge­rä­te wie Han­dys und Com­pu­ter wurden beschlagnahmt. Danach liefen Polizisten von der Wiese aus mit Ket­ten­sä­gen zur Wald­be­set­zung und kappten Si­cher­heitss­ei­le in den Bäu­men. Das teilten die BesetzerInnen heute in einer Presse-Info mit. Ideen zu ihrer Unterstützung gibt es hier.

Die seit 2012 laufenden Besetzungen im Hambacher Forst (NRW) richten sich gegen die Pläne des Energieriesen RWE, den Wald komplett zu zerstören und in eine gigantische Grube für den Braunkohletagebau zu verwandeln.

Druck von unten gegen die extrem klimaschädliche Braunkohleverstromung ist nötiger denn je. Zwar ist allerorten von „Energiewende“ die Rede, tatsächlich aber steigt der Anteil der Kohleverstromung am Energiemix. Trotz großer Überkapazitäten am Strommarkt bauen die Energiekonzerne neue Kohlekraftwerke. Im Rheinland und auch in der Lausitz sollen neue Tagebaue aufgeschlossen werden. Ganz im Sinne von RWE und Vattenfall setzen die Regierungen in Bund und Ländern voll auf den Energieträger Kohle und behindern dadurch den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Dagegen werden auch am kommenden Wochenende wieder Tausende auf die Straße gehen: Energiewende retten!

Klima, Rhein-Main, Robin Wood regional, Verkehr, Wald
6. März 2014

Wieder Kahlschlag im hessischen Bannwald – dieses Mal für eine Kiesgrube

Von Peter Illert, Regionalgruppe Rhein-Main

Bei der 90. Montagsdemo am Frankfurter Flughafen wurde im Terminal mit Ästen und Hackschnitzeln aus einem frisch gerodeten Wald gegen den neuerlichen Waldverlust in der Region demonstriert. Sieben Hektar eines eigentlich als Bannwald geschützten Gebietes waren kurz zuvor kahlgeschlagen worden – diese Mal für die Kiesgrube Langen (Hessen) des Unternehmers Sehring. Weitere 56 Hektar sollen folgen. Bonmot des Unternehmers: „Ich mache meinen Schotter mit Kies.“

90. Montagsdemo am Frankfurter Flughafen, 24.2.2014 - Protest gegen die - legale - Zerstörung des Bannwaldes in Langen (Hessen), Foto: P. Illert

90. Montagsdemo am Frankfurter Flughafen, 24.2.2014 – Protest gegen die – legale – Zerstörung des Bannwaldes in Langen (Hessen), Foto: P. Illert

Am 20. Februar dieses Jahres hatte das Verwaltungsgericht Kassel eine Klage gegen den Sofortvollzug der Rodungsmaßnahme abgewiesen – zunächst ohne eine Begründung, was ungewöhnlich ist. Bereits am nächsten Morgen hatte der Einschlag des Waldes begonnen. Mit einem Harvester und einem Handsägetrupp waren die Arbeiten, geschützt von einem Wachdienst, innerhalb einer Woche abgeschlossen worden.

Der Kahlschlag fand statt, obwohl der Wald als Bannwald geschützt war. Roland Koch hatte zu seiner Zeit als Hessens Ministerpräsident den Schutzstatus im Bannwaldgesetz weitgehend wieder aufgehoben. Nur so ließ sich der Bau einer neuen Landebahn am Frankfurter Flughafen durchsetzen.

Nach den Rodungsarbeiten an der Langener Kiesgrube (Foto: P. Illert)

Nach den Rodungsarbeiten an der Langener Kiesgrube (Foto: P. Illert)

Ausgerechnet während der schwarz-grünen Koalitionsverhandlungen in Hessen wurde der Sofortvollzug der Rodungsmaßnahme durch das Regierungspräsidium Darmstadt angeordnet. Dies war eine Brüskierung der Grünen, die dies aber hinnahmen.

Jetzt will die schwarz-grüne Koalition das Waldgesetz wieder dahingehend ändern, dass eine Aufhebung des Bannwaldstatus stark erschwert wird. UmweltschützerInnen fordern aber eine gesetzliche Rückwidmung der Waldflächen zu Bannwald, die diesen Status schon einmal besessen haben.

Frühere Fällungen wären dann nicht möglich gewesen. Das gilt etwa für ein LKW-Terminal in Lorsch sowie den von der Firma Opel beanspruchten Wald bei Dudenhofen.

Der Treburer Wald bei Zeppelinheim, der für das geplante Terminal 3 am Frankfurter Flughafen gerodet werden soll, könnte so gerettet werden.

Außerdem würden die Chancen steigen, die restlichen 56 Hektar Bannwald zu erhalten, die Sehring zu „Schotter“ machen will.

Pressemitteilungen, Wald
28. Februar 2014

Obi stoppt Verbrauchertäuschung und nimmt Streusalz-Produkt aus dem Verkauf

Der Winter ist in diesem Jahr weitgehend ausgefallen – anders als in den schneereichen Jahren zuvor. Da ging Streusalz weg in rauen Mengen. Nun bleiben die Anbieter drauf sitzen.

Streusalz-Produkt mit irreführendem Umwelt-Siegel (Foto: ROBIN WOOD)

Streusalz-Produkt mit irreführendem Umwelt-Siegel (Foto: ROBIN WOOD)

Die Baumarktkette Obi hat noch aus einem weiteren Grund unverkäufliche Ware. Obi hatte in dieser Wintersaison bundesweit Streusalz angeboten, auf dessen Verpackung das Umweltzeichen „Blauer Engel“ aufgedruckt ist. Eine klare Irreführung der KundInnen, denn  Streusalz schädigt Straßenbäume, Böden und Grundwasser und wird daher nicht mit dem „Blauen Engel“ ausgezeichnet. ROBIN WOOD hatte dies Ende Januar 2014 aufgedeckt und Obi aufgefordert, das Produkt sofort aus dem Angebot zu nehmen.

Die Rechtsabteilung von Obi hat jetzt reagiert und ROBIN WOOD schriftlich mitgeteilt: „Wir konnten den Sachverhalt mittlerweile jedoch insgesamt aufklären und haben uns zu einem sofortigen Verkaufsstopp sämtlicher Artikel entschieden, die mit der von Ihnen beanstandeten Verpackung versehen sind.“

Das Ganze hat eine Vorgeschichte. ROBIN WOOD hatte Obi schon 2011 auf den Missbrauch des „Blauen Engels“ bei dem Streusalz-Produkt hingewiesen. Eingeschaltet hatte sich auch die RAL, die Vergabestelle des „Blauen Engels“. Sie hatte 2011 den Streusalz-Produzenten Green Partners International (GPI) aufgefordert, die irreführende Werbung sofort einzustellen. GPI hatte dies damals zugesichert. Erlaubt war ihnen der Abverkauf der Restbestände. Doch wie riesig sollen die gewesen sein, wenn – trotz einiger schneereicher Winter – von 2011 bis ins Jahr 2014 „abverkauft“ wurde? Auch Obi hatte offensichtlich kein Problem damit, seine KundInnen jahrelang zu täuschen – solange es nicht öffentlich allzu breit bekannt wurde.

Zum umweltschädlichen Streusalz gibt es Alternativen wie Split, Granulat und Sand. Deshalb fordert ROBIN WOOD den Einzelhandel auf, Streusalz generell aus dem Sortiment zu nehmen.

Aktion, Rhein-Main, Veranstaltung, Verkehr, Wald
30. Januar 2014

Frankfurt: “mal eben München dranklatschen” – Sonntagsspaziergang gegen Flughafenausbau

Am Sonntag, den 2. Februar, ab 14 Uhr lädt das Bündnis von mehr achtzig Bürgerinitiativen gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens zum Waldspaziergang in den Treburer Oberwald zwischen Zeppelinheim und Walldorf ein.  Karte und Wegbeschreibung finden Sie hier.

Die Sonntagsspaziergänge im Wald rund um den Frankfurter Flughafen gehen auf den Widerstand gegen die Startbahn West zurück. Denn nach dem Ausbau ist bei Fraport immer vor dem Ausbau. Nach der A380-Halle im Gundwald und der Landebahn im Kelsterbacher Stadtwald soll nun für ein drittes Terminal im Treburer Oberwald wieder Bannwald gerodet werden. “Bannwald” ist eigentlich die höchste Schutzstufe für ein Waldgebiet und forstrechtlicher Ausdruck des politischen Versprechens der hessischen Landesregierung nach Durchprügeln der Startbahn West: “Kein Baum soll mehr fallen.”

ROBIN WOOD kämpft seit 2003 gegen die Rodungen und hat 2005 erstmals neun Tage lang mehrere Bäume zur Verhinderung der Fällungen im Gundwald besetzt. Im Februar 2009 wurde nach einem dreiviertel Jahr Besetzung das Waldcamp in Kelsterbach

Das Terminal 3 soll die Kapazität des Frankfurter Flughafens um 20 bis 25 Millionen Passagiere im Jahr erhöhen – oder wie Roger Treuting von der BI Rüsselsheim so schön sagt: “mal eben den Münchner Flughafen noch drangeklatscht”.

Den besten Überblick gibt Ihnen der Film von querTV vom letzten Sonntagsspaziergang am 12. Januar 2014.