Aktion, Klima, Verkehr
30. Juli 2010

Proteste gegen Abriss für S21

In Stuttgart hat ein großes Polizeiaufgebot gestern gegen 21.00 Uhr begonnen den Bahnhof abzuriegeln und den abrissbedrohten Nordflügel des Hauptbahnhofes einzuzäunen, um in den nächsten Tagen mit dem Abriss beginnen zu können. Die Polizei nutzte die Einsatzkräfte, die schon in Stuttgart vor Ort waren und vorher ein öffentliches Gelöbniss der Bundeswehr beschützt hatten um in einer Nacht-und-Nebel Aktion den Zaun und die ersten Baumaschinen am Nordflügel zu postieren.

Straßenblockade in Stuttgart gegen den Abriss des Nordflügels des Stuttgarter Hauptbahnhofs. (Foto: C.Grodotzki/ROBIN WOOD)

Nach kürzester Zeit waren jedoch, dank SMS-Ketten, E-Mail und Twitter, schon Tausende auf den Straßen Stuttgarts unterwegs und blockierten zuerst den Zaunbau am Nordflügel mit einer Sitzblockade, danach mehrere große Kreuzungen in der Innenstadt. Der Verkehr kam teilweise komplett zum erliegen. Die Polizei räumte erst einige Sitzblockaden, beschränkte sich dann aber darauf den Bauzaun zu bewachen. Die Proteste zogen sich noch bis gegen vier Uhr morgens hin und wurden heute fortgesetzt.

Neues im Twitter: @abrissaufstand

Presseberichte: StZ, Stern/dpa, SWR

Update (01.08.10): Die Proteste gegen den die Vorbereitungen des Abrisses halten unvermindert an. Jeden Abend treffen sich gegen 19:00 Uhr tausende zum “Schwabenstreich” – Sie protestieren vor dem Nordflügel gegen den Abriss und das gesamte Projekt Stuttgart 21, veranstalten für einige Minuten einen ohrenbetäubenden Lärm und ziehen danach spontan quer durch die Innenstadt, blockieren Straßenkreuzungen und marschierten heute sogar zum zweiten mal, trotz Bannmeile, direkt vor’s Landesparlament.

Jeden Abend Schwabenstreich (Foto: Grodotzki/ROBIN WOOD)

Zudem hat das Bündnis gegen S21 Strafanzeige, wegen Betrugs und Missbrauch von Steuergeldern, gegen die Bauherren des Projektes gestellt und ruft nun dazu auf diese Anzeige mitzuzeichnen. Die Anzeige kann auf der Bündnis-Seite heruntergeladen werden. (direkter Download)

Morgen ab 06:00 Uhr geht der Protest vor’m Nordflügel weiter. Es wird befürchtet, dass die Abriss-Bagger dann, in den Morgenstunden, anrollen könnten. Dann wollen die Parkschützer und S21-GegnerInnen blockieren. Abends um 18:00 Uhr beginnt dann wieder die allwöchentliche Montagsdemo und danach ist wieder “Schwabenstreich” und Stadtblockade angekündigt. (^cg)

Aktion, Floßtour, Klima, Verkehr
27. Juli 2010

Floßlogbuch Teil 2 Bad Wimpfen – Heidelberg

In Heilbronn starten wir mit Mark Twain im Gepäck, der die selbe Strecke vor 130 Jahren auch schon mit dem Floß befuhr. Hier gibt es nun die aktuellen Logbucheinträge:

Heilbronn – Bad Wimpfen 27.07.

Gegen 9.00 Uhr hatten wir eine Arbeitsbesprechung, das Wetter war  nicht sonderlich schön und wir legten früh ab. Vorher versorgten wir uns noch mit dem nötigsten und wurden vom Reformhaus Maier großzügig beschenkt – für die nächsten Tage haben wir ausgesorgt.

Wir fuhren den Altarm zurück und nahmen den Weg über den “Kanal”, der Neckar heißt. Hinter der Schleuse und vor dem Kohlekraftwerk erwarteten uns Boote der Wasserschutzpolizei welche zwischen uns und dem Kai Position bezogen hatten um ständig mit auf gleicher Höhe zu bleiben.

Das Kohlekraftwerk ist der zweitgrößte Kohlendioxidemittent in Baden-Württemberg und so bedachten wir es auch mit einer Mini-Ansprache per Megaphon.

In Bad Wimpfen angekommen bauten wir unseren Infostand auf und wurden von vielen Fahrradfahrern besucht, welche das Floss neugierig und interessiert unter die Lupe nahmen. Jule, Benni, Guzzi, Lena und Simon hängten Seile in eine am Floß gelegene Trauerweide und übten ein wenig “Retten aus dem Baum”.

Während dessen trafen 3 Polizeibeamte ein, welche sich über eine mögliche (Kletter-)Aktion am Bad Wimpfener Chemiewerk “Solvay” sorgen machten,  da einige engagierte Bürger gegenüber der Polizei mit viel “Zivilcourage” ihre Bedenken via 110 geäußert hatten. Während dessen kam Günther in den Genuss einer persönlichen Präsentation des Werkes durch die Geschäftsführung, in welcher darauf hingewiesen wurde, dass sich das Unternehmen um Umweltschutz bemühe. Die Nervosität wird verständlich, wenn klar ist, dass dieses Werk der letzte große FCKW-Produzent in Deutschland war, gegen den massiv protestiert wurde, bis die Produktion eingestellt wurde.

Anschließend gingen einige der Crew schwimmen und wir verbrachten einen gemütlichen Abend auf dem Floss mit sternenklarem Himmel.

Crew: Guzzi, Benni, Jule, Simon, Lena, Daniel, Günther, Wilfried, Gerrit
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Aktion, Blog, Klima, Verkehr
26. Juli 2010

Stuttgart 21 besetzt

Mehrere Dutzend Aktive haben vor wenigen Minuten den Nordflügel des Stuttgarter Bahnhofs besetzt. Sie protestieren damit gegen den drohenden Abriss, mit dem die Bahn vollendete Tatsachen für Stuttart 21 schaffen will.

Das Milliardenprojekt Stuttgart 21 trifft auf massiven Widerstand in der Bevölkerung und so demonstrieren regelmäßig tausende gegen das Projekt, welches Milliarden kostet und Fahrzeiten nicht verkürzt, aber dazu beiträgt, dass weniger Regionalzüge verkehren.

Ein Aktivist blickt aus dem besetzten Nordflügel auf die hunderten UnterstützerInnen vor dem Gebäude (Foto: C.Grodotzki)

Vor dem Bahnhof befinden sich derzeit noch hunderte Menschen, die Polizei hat das Gebäude abgeriegelt und bereits einen SWR-Journalisten festgenommen. Die Lage ist angespannt.

Direkte Neuigkeiten gibt es bei Twitter unter: #abrissaufstand und #s21.

Update 21.00 Uhr:

Die Polizei geht in den Keller des Flügels. Die Unterstützenden draußen sollen den Platz räumen.

Update 22.20 Uhr:

Die Lage hat sich scheinbar etwas beruhigt, viel Polizei, die Besetzer_innen haben ein Plenum und bitten um Unterstützung. Der aktuellste Ticker ist: #abrissaufstand

Update 0 Uhr:

Die Polzei begann mit der Räumung, diese ist mitlerweile fast abgeschlossen. Aktive mit ROBIN-WOOD-Shirts sind aus dem Bahnhof getragen worden. Die Polizei besetzt den Bahnhof nun für die Deutsche Bahn.

Hier ein Artikel des SWR. Auf trueten.de gibts auch noch einen sehr lesenswerten Artikel über die aktuelle Stimmung in Stuttgart und immer aktuelle Bilder und Infos.

Floßtour, Klima
23. Juli 2010

Floßlogbuch Teil 1 – Stuttgart bis Heilbronn

Die Floßtour ist gestartet und hier nun das Logbuch der ersten Floßtage in Bad Cannstatt. Dieser Artikel wird regelmäßig mit den Logbucheinträgen der nächsten Tage bis Heilbronn aktualisiert.

Stuttgart-Bad Cannstatt (20-22.07.)

Nachdem wir unser Floß ROBINA WALD II in Stuttgart-Hofen zusammengebaut hatten, begann die Floßtour 2010 unter dem Motto „KLAR ZUM ENTERN – KLIMASCHUTZ SELBER MACHEN“. Es gab anfänglich unerwartete Diskussionen mit regionalen Behörden, die von uns eine Anmeldung als Sondertransport verlangten, obwohl wir seit 2 Jahren als Kleinfahrzeug zugelassen und ohne spezielle Genehmigung unterwegs sind. Auf dem Weg vom Aufbauort zum Startpunkt der Tour in Stuttgart-Bad Cannstatt begrüßten zwei Aktivisten von Robin Wood das Floß, indem sie sich mit einem großen Transparent mit der Aufschrift „Klimaschutz statt Kohleschmutz“ an der Brücke am Kohlekraftwerk von EnBW im Stadtteil Münster auf das Floß abseilten.

Aktion am Stuttgarter Kohlekraftwerk der EnBW am 20.07.10 auf dem Weg nach Cannstatt (Foto: C. Grodotzki/ROBIN WOOD)

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Aktion, Floßtour, Klima
23. Juli 2010

Erste Aktionen auf dem Floß

Bereits am Montag beteiligte sich unsere Floßcrew in Stuttgart an der Montagsdemonstration gegen das sinnlose Milliardenprojekt Stuttgart 21.

Am Dienstag startete das Floß dann hochoffiziell in Stuttgart Bad-Cannstatt unter großem Presserummel. “Klimaschutz selbst gemacht” – und “Klimaschutz von unten” sind die Themen der Tour und diese sind vielfältig. Unsere Aktive wollen Menschen bewegen, selbst tätig zu werden und in die lokalen Probleme einzugreifen. Und dies kann von der Solaranlage auf dem Dach bis hin zu Aktionen des zivilen Ungehorsams gehen.

Einige Tipps haben die Aktiven in einem Flyer zusammengefasst, und wissen, dass auch dies nicht reicht. Klimaschutz ist mehr als “eine Energiesparlampe einzuschrauben” und was genau dies sein kann, darüber wollen sie mit den Menschen im nächsten Monat ins Gespräch kommen.

Aktion gegen das Klimakiller-Kraftwerk von EnBW

Aktion gegen das Klimakiller-Kraftwerk von EnBW

Wie vielfältig das Thema Klimaschutz ist zeigte auch schon eine Aktion am ersten Tag. Unsere Aktiven seilten sich von einer Brücke ab, um gegen das Kohlekraftwerk von EnBW zu protestieren. Jeder und jede kann zu einem Ökostromanbieter wechseln, um den Konzernen das Geld für ihre klimaschädliche Politik zu entziehen. Insgesamt müssen wir aber daran arbeiten, dass nur noch Ökostrom aus der Steckdose kommt – immer und überall und am liebsten sofort.

Aber dazu und von den Erfahrungen auf dem Floß mehr in den nächsten Tagen, hier, bei Twitter und auf der Seite der Floßtour.

Energie, Floßtour, Klima, Verkehr
19. Juli 2010

Logbuch Floßvorbereitung

Tada… da ist das Floß heißt es dann in einer Pressemittelung, aber viele fleißige Hände waren auch schon vorher am Werk, um es ins Wasser zu bringen. Deshalb hier die ersten Logbucheinträge zur Vorbereitung der Floßtour…..

Hamburg/Bremen 14.7.

In der Robin Wood – Pressestelle packten Alex und Kathrin alles dort befindliche Material für die Floßtour in stabile Zarges-Aluboxen. Per Miettransporter ging es nach Bremen. Dort warteten Rebecca und Marco in der Robin Wood – Geschäftsstelle, wo weitere Ausrüstung verladen wurde. Während die beiden mit dem Transporter über Leipzig, wo noch unsere Solaranlage eingepackt wurde, nach Stuttgart fuhren, machte sich Alex mit dem Nachtzug auf nach Obernzell bei Passau, um dort das Floß zu verladen.

Obernzell, Stuttgart 15.7.

Kurz vor der österreichischen Grenze, in einem idyllisch gelegenen Yachthafen, wurde heute das Floß nach der langen Winterpause auf einen Tieflader verladen. Thomas von der Braun-Werft rangierte die beiden 2,5 Tonnen schweren Hälften virtuos mit seinem Kran auf den LKW. Nach nur 1 Stunde war alles fertig, Trucker Jürgen und Alex fuhren los nach Stuttgart. Es war ein heißer Tag, aber die Straße war frei, so daß wir wie geplant abends um 18.30 im Hafen Stuttgart ankamen.

Nach kurzer Zeit waren auch Andreas mit seinen floß-erfahrenen Söhnen David und Jan, Kei Rebecca und Marco da. Mit einem großen Ausleger-Kran wurde das Floß ins Wasser gesetzt und die beiden Hälften sofort mit LKW-Gurten verbunden. Dann noch der Boden drauf und es hätte losgehen können – wenn uns der Klabautermann nicht eine Gewitterfront mit Sturmböen und Regen geschickt hätte. Aus Sicherheitsgründen vertagten wir die Überfahrt zum Stuttgarter Max-Eyth-See, wo der weitere Zusammenbau in den nächsten Tagen passieren soll, auf morgen. Vom Hausmeister eines Metallbetriebes im Hafen bekamen wir eine starke Autobatterie zum Starten unseres Diesel-Außenborders geschenkt. Wir fuhren zur Wassersport Gemeinschaft Stuttgart am Max-Eyth-See, wo wir auf dem Gemeinschaftsboot schlafen und unser Material lagern durften. Weit nach Mitternacht schliefen wir erschöpft ein.

Stuttgart 16.-19.7.

In den nächsten Tagen bauten wir die Robina Wald auf. Der Boden wurde repariert, die Reling und das Dach angeschraubt, die Solaranlage angebracht. Wir hatten einen Liegeplatz unter einem alten Baum bei der Wassersport Gemeinschaft Stuttgart, hier bauten wir schon 1999 das erste Robin Wood Floß, mit dem wir damals bis nach Duisburg fuhren. Auch Claus war noch da, der uns damals mit seinem alten Traktor zwei 10m lange Baumstämme zum Ufer fuhr, nachdem wir die restlichen per Hand und Holzrollen ins Wasser bugsiert hatten. Damals brauchten wir eine Woche, um das Floß zu bauen. Robina Wald Version 2.0 ist jetzt schon 5 Jahre alt und immer noch in gutem Zustand, der Aufbau der Oberkonstruktion ist inzwischen in 1 Tag zu schaffen. Die Robin Wood Gruppe Stuttgart verlässt für diesen Tag ihre “Baustelle” Stuttgart 21, um bei uns mit anzufassen. Wir lassen sie gerne wieder zurück in die Innenstadt, wissen wir doch, daß sie einen wichtigen Job zu tun haben. Sie sind dabei, mit vielen anderen die Bahn von ihrem Milliarden verschwendenden Projekt S21 abzubringen und aufs richtige Gleis zu führen: eine Bahn, die bezahlbaren öffentlichen Nah- und Fernverkehr in der Fläche bietet, statt auf teure Prestigeprojekte zu setzen, die vor allem den beteiligten Baufirmen nutzen.
Unsere neue Dachplane können wir gleich am ersten Tag bei einem Regenschauer testen: sie ist stabiler, größer und lichtdurchlässiger als alle bisherigen, und unsere Transparente sind sogar darunter lesbar.
Wilfried stößt zu uns, um einen Film über unsere Floßtour zu drehen. Er hat Erfahrung mit uns: schon 2000 und 2003 dokumentierte er einen Teil unserer damaligen Fahrten. Seine Filme sind unterv dem Label Quer-TV auf youtube unter dem Namen “querdenker” zu sehen und beleuchten immer wieder politische Auseinandersetzungen im Rhein-Main-Gebiet und anderswo.

Energie, Klima
14. Juli 2010

CCS-Gesetz führt in die Sackgasse

Heute wurde in Berlin der Entwurf für ein CCS-Gesetz (Carbon Capture and Storage) vorgestellt. Das Gesetz soll die  Grundlage für Vattenfall schaffen, das bei der Verbrennung fossiler Rohstoffe anfallende Kohlendioxid probehalber unterirdisch einzulagern. In den Regionen in Ostbrandenburg (Beeskow und Neutrebbin) regt sich dagegen massiver Widerstand.

Betroffene aus der Region Neutrebbin bei einem Festival Ende Juni in der Region Letschin/Neutrebbin, ROBIN WOOD Aktive unterstützen das Festival durch ein Schnupperklettern

Betroffene aus der Region Neutrebbin bei einem Festival Ende Juni, ROBIN WOOD Aktive unterstützen das Festival durch ein Schnupperklettern

Die Technologie ist wissenschaftlich nicht untersucht und gefährdet Mensch und Umwelt. Das Trinkwasser wird gefährdet und bei Austritt größerer Mengen des Gases besteht Erstickungsgefahr.

Der Grund für die Eile besteht neben Vorgaben aus Brüssel darin, dass sich die Landesregierung in Brandeburg darauf festgelegt hat, neue Braunkohletagebaue nur zuzulassen, wenn die Endlagerfrage geklärt sei. Vattenfall soll in der Lausitz weitere Dörfer für die Braunkohle abbaggern, Landschaften verwüsten, das Grundwasser absenken und Menschen vertreiben. Die Regierungspolitik in Bund und Land gibt dem Konzern dafür die Rückendeckung, indem sie den Einsatz einer noch unausgereiften CCS-Technik rechtlich absichert.

Protest bei dem ersten Spatenstich des CCS-Pilotkraftwerks in Spremberg 2008

Protest beim ersten Spatenstich des CCS-Pilotkraftwerks in Spremberg 2006

Noch ist offen, ob die CCS-Technologie jemals sicher funktionieren und bezahlbar sein wird. Bislang ist klar, dass sie viel Energie im eigenen Prozess verbraucht, riskant für Mensch und Umwelt ist – und überall, wo eingelagert werden soll, auf massiven Widerstand der Bevölkerung stößt.

Der Sprecher der BI aus Beeskow Mike Kess sagte hierzu: „Doch wenn das eingelagerte CO2 sich nicht verhält, wie von den Ministern gewünscht, ist selbst die als Erprobung deklarierte Endlagerung als gefährlich anzusehen. Damit legitimiert die Politik das größte jemals in Deutschland geplante Experiment mit Gefahr für Mensch, Umwelt und Wasserversorgung auf deutschem Boden.“

Auch das Marketing-Argument, die Technik werde zum Exportschlager und China sei sehr daran interessiert, wirkt wenig überzeugend – zumal Ende des Jahres bei Bejing das erste Kraftwerk mit chinesischer CCS-Abscheidetechnik probehalber in Betrieb geht.

Die Technologie die hier verfolgt wird ist nur ein Feigenblatt für die Fortführung der zentralistischen Strukturen der Energiewirtschaft, einer Energiewende stehen diese im Weg. Im wahrsten Sinne ist dies eine end-of-pipe-Technologie, an derem einen Ende Dörfer und Naturschutzgebiete abgebaggert werden und am anderen Ende unkalkulierbare Gefahren entstehen. Wichtig wäre es, die Energiewende herbeizuführen und die alten Technologiepfade zu verlassen, die in die Sackgasse führen.

Aktion, Energie, Floßtour, Klima, Verkehr
13. Juli 2010

Floßtour “Klimaschutz selbst gemacht”

Am 20. Juli startet sie  – die Floßtour für “Klimaschutz von unten”. In Stuttgart geht es los und dann über Neckar, Rhein und Main bis nach Frankfurt.

An der Strecke gibt es verschiedene Orte, an denen ROBIN WOOD für den Klimaschutz aktiv ist: Stuttgart 21, das Kohlekraftwerk in Mannheim oder der Ausbau des Frankfurter Flughafens. Und da wollen die Aktiven von ROBIN WOOD Menschen für einen Klimaschutz von unten begeistern. Eine Energiesparlampe einzuschrauben und Ökostrom zu beziehen ist notwendig, aber es reicht eben nicht aus, sich dem Klimachaos entgegen zu stellen. Da müssen die Menschen selbst aktiv werden: z.B. für eine andere Verkehrs- und Energiepolitik. Was eben nicht selbst gemacht wird….

Protest gegen das Mittlerweile eingestellte Projekt des Kohlekraftwerks in Düsseldorf im Jahr 2007 / Foto : Daniel Häfner

Protest gegen das mittlerweile eingestellte Projekt des Kohlekraftwerks in Düsseldorf bei der Floßtour im Jahr 2007 / Foto : Daniel Häfner

Alle sind herzlich eingeladen, die Aktiven auf dem Floß zu besuchen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Mit einer Solaranlage und Solarladegeräten an Bord gibt es auch praktischen Gesprächsstoff, und Infomaterial gibt es natürlich auch. So kann an Bord direkt zu einem Ökostromanbieter gewechselt werden.

Weitere Informationen, z.B. zu den Anlegestellen gibt es unter www.flosstour.de