Blog, Energie
6. November 2014

Uran-Verladung neben Queen Mary 2 und HVV-Fähre „Ovelgönne“

P1080998Wenige hundert Meter von der Queen Mary 2 und der Fähre „Ovelgönne“ (der Hamburger HVV-Fährlinie Linie 72 , die von den Landungsbrücken zur Elbphilharmonie fährt) sind heute morgen von 7 bis 8 Uhr am Max-Brauer-Kai / Süd-West-Terminal der Umschlagfirma C. Steinweg in Hamburg im Steinwerder Hafen 15 Container mit Uranerzkonzentrat aus dem Schiff „Sheksna“ der ASPOL-Reederei  entladen worden. Sollte dabei ein Container abstürzten oder es beim anschließendem Bahntransport zu einem Aufprall-Unfall kommen, kann gelber Pulverstaub frei werden und eingeatmet Lungenkrebs erzeugen. Der Deutschlandfunk berichtete heute in der Sendung „Umwelt und Verbraucher“ über diese Gefahren. Das Schiff kam in der Nacht aus St. Petersburg und das Uran stammt wahrscheinlich aus den autoritär regierten Staaten Kasachstan und  Usbekistan. Kasachstan hat seit 2007 seinen Weltmarktanteil von 28 Prozent auf 38 Prozent erhöht und ist nun weltweit der wichtigste Uranförderer. Durch die dort angewendete Fracking-Methode bei der Uranförderung wird auch das Grundwasser beeinträchtigt.

P1080927

Der Hamburger Deutschlandfunk-Korrespondent berichtet aus dem Hafen über die Gefahren von Atomtransporten

Die Container sind auch dem Geländer der Umschlagfirma C. Steinweg auf dem Kleine Grasbrook zwischengelagert und sollen in den nächsten Tagen normalerweise mit der Bahn über Hamburg-Maschen, Bremen, Münster, Köln nach zur Urankonversionsanlage Malvési gebracht werden, wo sie zur Fertigung von Brennelemente für Atomkraftwerke vorbereitet werden.

P1080928

Sollte beim Entladen ein Container mit Uranerzkonzentrat abstürzen, kann gelber Pulverstaub frei werden und eingeatmet Lungenkrebs erzeugen. Foto: ROBIN WOOD

 

Kommentieren