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17. November 2014

Bundesregierung rückt von Fracking-Moratorium ab!

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Wie viele Bürgerinitiativen und Umweltverbände fordert Robin Wood ein grundsätzliches Fracking-Verbot. Foto : BI Wiedensahl

Die Bundesregierung rückt von dem geplanten Fracking-Moratorium ab. Das berichtet der SPIEGEL in seiner heutigen Ausgabe. Ursprünglich wollte die Bundesregierung Fracking oberhalb von 3000 Metern bis 2021 verbieten lassen. So stand es noch im Sommern in einem Eckpunkte-Papier zwischen Bundesumweltministerium und Bundeswirtschaftsministerium und so kündigte es Bundesumweltministerin Hendricks noch im September in einem Interview mit der Rheinischen Post  an. Doch dann intervenierte der Bundesverband der Deutschen Industrie und die Gewerkschaft IG Bergbau und Bundeskanzleramtsminister Peter Altmaier übernahm.  Nun soll das 3000-Meter Verbot ersatzlos gestrichen werden. Statt dessen sollen sechs Wissenschaftler einen „Unbedecklichkeits“-Persilschein ausstellen dürfen. In dem Gremium, das offenbar mit Mehrheit beschließen soll, sollen vor allem Wissenschaftler der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) sitzen. Die BGR untersteht dem Bundeswirtschaftsministerium und hat in der Vergangenheit die Gefahren des Frackings eher geleugnet. Riesenwirbel hatte z.B. eine Studie 2006 ausgelöst, die besagt, dass Gasförderung in Norddeutschland starke Erdstöße auslösen kann. Diese Erkenntnisse der eigenen Experten leugnet die BGR in ihrer Pressemitteilung: „Die Erdgasförderung in Norddeutschland ist sicher“ hieß es da. Dabei könnte auch geplante Atommüll-Endlager in Gorleben und Schacht Konrad in Niedersachsen betroffen sein.

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