Energie
5. Dezember 2013

Atommülltourismus: Radioaktive Abfälle von einem Vattenfall-AKW zum nächsten verschoben

AKW Krümmel: Atommüll am Krahn. Jetzt gegen Container zum AKW Brunsbüttel. Das Foto zeigt die Verladung von Atommüll, der nach Duisburg transportiert wurde - Foto: umweltFAIRaendern

AKW Krümmel: Atommüll am Krahn. Jetzt gehen Container zum AKW Brunsbüttel. Das Foto zeigt die Verladung von Atommüll, der nach Duisburg transportiert wurde – Foto: Dirk Seifert

“In den kommenden Wochen rollen Transporte mit radioaktiven Abfällen durch Schleswig-Holstein. Insgesamt werden 15 Containerladungen an Filterharzen vom Kernkraftwerk Krümmel nach Brunsbüttel gebracht, wie Kraftwerks-Betreiber Vattenfall am Mittwoch mitteilte. Wann genau die Züge fahren, wird nicht bekannt gegeben.” Das meldet die SHZ mit Bezug auf eine Pressemitteilung von Vattenfall. Die Transporte sind vom zuständigen (grünen) Ministerium in Schleswig-Holstein genehmigt worden. Derartige Atomtransporte von Krümmel nach Brunsbüttel finden häufiger statt, weil Vattenfall in Krümmel auf den Bau einer entsprechenden Lagerhalle verzichtet hat. Siehe dazu auch: Atommüll-Schachereien zwischen den AKW Krümmel und Brunsbüttel Der Atommüll wird im AKW Brunsbüttel vermeintlich zwischengelagert. Angeblich, bis das derzeit im Bau befindliche Atommülllager im Schacht Konrad fertig gestellt ist. Doch dort häufen sich die Probleme und die Inbetriebnahme wird immer weiter verschoben. Zuletzt musste die DBE, dass für den Ausbau zuständige Unternehmen, einräumen, dass es Probleme mit Rissbildungen gibt, die zu einer Verzögerung von weiteren zwei Jahren führen dürften. Die DBE gehört der Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS), die wiederum zu 100 Prozent im Besitz der Atomkonzerne E.on, RWE, Vattenfall und EnBW ist. Mehr Infos über Atommüll: ATOMMÜLL: Wir müssen uns Sorgen machen – Eine Bestandsaufnahme für die Bundesrepublik Deutschland und den Schacht Konrad: Atommüll und Ausstieg: Alles hängt an Konrad?

 

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