Energie
12. November 2013

Zum Verkauf: „… der einfachste Weg zur Atombombe“ – Niederlande schaltet das Parlament ein

robinwood_uranfabrig_gronau„Die Urananreicherung ist der einfachste Weg zur Atombombe.“ Das sagte Michael Sailer, Mitglied der Reaktor-Sicherheitskommission, dem Beraterkreis der Bundesregierung in Fragen Atomsicherheit, im April 2013. Dieser „einfachste Weg zur Atombombe“ steht derzeit zum Verkauf – mit deutscher Beteiligung . Es geht um die Urananreicherungsanlagen der URENCO. Die deutschen Atomkonzerne E.on und RWE, die gemeinsam zu einem Drittel beteiligt sind, wollen ihre Anteile an der URENCO verkaufen. Auch die weiteren Eigentümer, die Niederlande und Großbritannien, wollen sich von ihren Beteiligungen trennen. Die URENCO stellt in ihren Anlagen per Anreicherung Uranbrennstoff zur Nutzung in Atomkraftwerken her. Aber die dabei verwendete Technologie kann auch waffenfähiges Uran produzieren. Daher sind enorme Sicherheitsvorkehrungen erforderlich, um die Verbreitung dieser Technologie zu verhindern. Vor allem die Niederlande, die sich erst im Mai auf Druck von Deutschland und England grundsätzlich zu Verkaufsgesprächen bereit erklärt haben, machen sich offenbar große Sorgen. Immerhin tragen sie die Verantwortung, dass in den 70er Jahren Blaupausen der Anreicherungstechnik aus der URENCO-Anlage im niederländischen Almelo gestohlen wurden und in Pakistan zum Bau einer Bombe eingesetzt werden konnten. Jetzt soll das niederländische Parlament Anfang Dezember über die Risiken eines Verkaufs in einem Runden Tisch diskutieren. Mit einer gemeinsam Presseerklärung haben heute das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und ROBIN WOOD reagiert und fordern, die Verkaufspläne zu beenden und die Uranfabriken stillzulegen. Hier geht es zur PM.

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