Energie
8. Oktober 2012

URANFABRIK GRONAU – Risiko Urananreicherung

International ist das Atomprogramm des Iran höchst umstritten. Während der Iran die „friedlichen“ Absichten betont, verdächtigen andere Staaten das Land, heimlich an einer Atombombe zu bauen. Im Zentrum dieser Auseinandersetzung steht vor allem die Fähigkeit, Uran anzureichern. Der Iran verfügt über diese Technik. Sie basiert auf Gaszentrifugen, wie sie die Firmengruppe der URENCO maßgeblich entwickelt hat. Die URENCO betreibt Urananreicherungsanlagen in Gronau (D), Almelo (NL), Capenhurst (UK) und neuerdings auch in den USA. Durch Spionage bei der URENCO sind wichtige Kenntnisse über diese Technik nach Pakistan und von dort auch an den Iran gelangt. Deutschland fördert im Rahmen der Vertrags von Almelo – bis heute – die Urananreicherung und den Vertrieb dieser riskanten Technologie! Über die URENCO, die Uranfabrik in Gronau und die Rolle der Bundesrepublik siehe hier. Um Uran-Brennstoff für Atomkraftwerke herzustellen – wie es der Iran vorhat – muss das natürliche Uran in jedem Fall angereichert werden. Für den Brennstoff von Atomkraftwerken wird eine Anreicherung von ca. fünf Prozent mit dem spaltbaren Uran 235 benötigt. Aber: Mit einer ausreichenden Zahl von Zentrifungen können auch höhrere Anreicherungen erzielt werden. Damit bedeutet die Verfügung über die Urananreicherungstechnologie grundsätzlich auch die Möglichkeit, waffenfähiges Uran (deutlich über 20 Prozent angereichert) herstellen zu können. Der Film „Die Bombe um jeden Preis“ zeigt die Entwicklung des iranischen Atomprogramms und die Unterstützung der USA und europäischer Staaten. Auch die Rolle der URENCO wird darin nachgezeichnet. Die WDR-Dokumentation gibt es hier auf Youtube. 

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