Aktion, Blog, Energie, Hamburg/Lüneburg
11. November 2014

Uran-Zug in Hamburg über sieben Stunden lang aufgehalten!

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ROBIN WOOD-Aktivisten demonstrieren in der Luft und am Boden gegen Atomtransporte

Aktivist_innen der Umweltschutzorganisation ROBIN WOOD haben mit ihrer Protest-Aktion im Hamburger Hafen (Kleiner Grasbrook) einen Zug mit 15 Containern Uranerzkonzentrat über sieben Stunden (und 20 min) vom Montagabend (17.40 Uhr) bis weit nach Mitternacht (1 Uhr nachts) aufgehalten. Die Aktivist_innen demonstrierten damit eindrücklich gegen den Atomtransport in das südfranzösische Malvési und für einen sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie. Sie fordern den 1. Bürgermeister Olaf Scholz auf, den Hamburger Hafen für Atomtransporte zu sperren. Zwei Kletterer_innen hatten zwischen zwei Bäumen ein Transparent mit der Forderung „Stopp Atomtransporte“ über den Transportweg gespannt, am Boden hatten .Aktivisten ein Transparent mit der Aufschrift:“Auf Schiene, auf Straße, im Hafen und Meer – Atomtransporte, wir stellen uns quer!“ gespannt.

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Die Diesel-Lok hatte ihre atomare Fracht kurzzeitig abgehängt und agierte als atomarer Rammbock gegen die Transparente der Aktivist_innen.

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Polizisten vergreifen sich von der Diesel-Lok aus an den Transparenten der Aktivisten

 

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Solange muss die atomare Fracht warten, vom Kamerunweg nur durch ein Zaun getrennt.

Da die technische Einheit der Polizei sich ihrer Unkenntnis im Umgang mit Kletterern bewusst wird, legt sie Turnmatten aus – offenbar kurzfristig aus dem Schulsportbestand entliehen.

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Acht Aktivist_innen werden in Gewahrsam genommen. Der Uranzug verließ nachts um ein Uhr den Süd-West-Terminal der Umschlagfirma C. Steinweg (über den Veddeler Damm).

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Der Uranzug verließ mit mehr als sieben Stunden Verspätung nachts um ein Uhr den Süd-West-Terminal der Umschlagfirma C. Steinweg über den Veddeler Damm.

Um halb drei den Güterbahnhof Hamburg-Süd in Richtung Hamburg-Maschen. So spät war der Zug noch nie.

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Um halb drei verließ der Uran-Zug den Güterbahnhof Hamburg-Süd in Richtung Hamburg-Maschen. Fotos: ROBIN WOOD

Von Hamburg-Maschen  aus soll es dann weiter über Bremen, Osnabrück, Münster, Köln nach Frankreich gehen.

Update vom 12-.11.:

Infos vom Antiatonplenum Köln:

Geheimer Atomtransport durch Köln gefilmt
Um 6:05 konnte heute morgen am 12.11.14 erneut ein unbegleiteter und ungeschützter Atomtransport durch Köln gefilmt werden.
http://www.anti-atom-aktuell.de/fotos/20141112-atomzug-in-koeln/00007.divx
http://www.anti-atom-aktuell.de/fotos/20141112-atomzug-in-koeln/Atomtrans-20141112-stehend.divx
Auf dem Video sind mehr Behälter zu sehen, als in Hamburg beobachtet wurde. Es sind 26 Behälter zu sehen. 15 wurden in Hamburg beobachtet. Woher die zusätzlichen Container gekommen sind, ist zur Stunde nicht bekannt.

Infos aus Frankreich: Der Zug wurden dann in Woippy (Güterbahnhof, kein Halt) und Maizière les Metz.um 13:20 Uhr gesichtet und fotografiert.

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Kommentare

  • mati wheke, 12.11.2014, 07:37

    Vielen Dank für euren Mut, eure Ausdauer und die gute Recherche, mit der es Euch gelungen ist, Verantwortliche namentlich zu benennen!

  • annette ramaswamy, 12.11.2014, 07:57

    Das habt ihr super gemacht. ich gratuliere.

  • helge antons, 15.11.2014, 12:43

    sehr, sehr geile Aktion !Danke.

  • Carola Schulze, 29.11.2014, 12:25

    Tausend Dank für Euren Mut und die Kraft, die Ihr im Protest gegen Atomenergie/-müll aufbringt, müssten doch eigentlich alle mit halbwegs wachem Verstand auf diesem Gleis gestanden haben…
    Alles Gute,

    Carola

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