Aktion, Energie
3. Mai 2014

Atomtransporte-Protest: Atomfrachter „Atlantic Cartier“ erneut im Hamburger Hafen

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Außenwand der Atlantic Cartier. Protest gegen Atomtransporte im Hamburger Hafen. Foto: Dirk Seifert

„Atomtransporte brandgefährlich“ steht auf dem Banner an der Außenwand des Frachters  Atlantic Cartier (Siehe die Fotos-Galerie unten!). Gerade eben haben AktivistInnen von ROBIN WOOD, SAND und dem Anti-Atom-Plenum von der Barkasse aus das Banner mit Stöcken und Magneten dort befestigt. Bereits in den letzten Tagen hatten sie an unterschiedlichen Orten in der Hansestadt Aktionen gegen das atomare Risiko in der Millionenmetropole Hamburg durchgeführt. Unter anderen bei der Reederei ACL, der die Atlantic Cartier gehört (mit FOTOS!). Zur gemeinsamen Pressemitteilung über die Aktion.

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Der Atomfrachter Atlantic Cartier am Oswaldkai im Hamburger Hafen: Radioaktives Uran an Bord. Foto: Dirk Seifert

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In Sichtweite: Atomfrachter Atlantic Cartier und AIDA-Kreuzfahrtschiff. Foto: Dirk Seifert

Fast genau vor einem Jahr, am 1. Mai 2013, lag der Frachter an der gleichen Stelle. An diesem Tag wäre für eine Aktion gegen Atomtransporte keine gute Wahl gewesen. Denn die Atlantic Cartier brannte, dicke Rauchschwaden stiegen aus dem Inneren des Schiffs empor und die Feuerwehr war mit Löschbooten und mehr als 200 Einsatzkräften über 16 Stunden vor Ort. Was zu diesem Zeitpunkt sonst niemand wußte: Im Schiffsbauch des riesigen Atlantic-Frachters befanden sich neben Munition und Ethanol auch radioaktives Uran. Nur wenige hundert Meter vom brennenden Frachter entfernt, feiern tausende Menschen ahnungslos den Ev. Kirchentag. Erst Tage später räumt die Hamburger Umweltbehörde ein, welch brisante Ladung sich an Bord des brennenden Frachters befunden hatte.

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ROBIN WOOD aktiv gegen Atomtransporte. Foto: Dirk Seifert

Protest gegen die Atomtransporte, die fast jeden zweiten Tag mit radioaktiven Stoffen aller Art durch Hamburg gehen, meist ist der Hafen betroffen. Etwa  180 solcher Atomtransporte haben 2013 in Hamburg stattgefunden, davon 116 so genannte Kernbrennstoff-Transporte mit angereichertem Uran. Weitere Transporte mit natürlichen Uran aus z.B. Namibia und andere radioaktive Stoffe kommen hinzu. “Und täglich grüßt das Restrisiko” hatte erst gestern die Hamburg-Ausgabe der ZEIT einen Artikel über die zahlreichen radioaktiven Transporte überschrieben. Auch die Grünen und Linken in der Hamburgischen Bürgerschaft hatten aus Anlass des ersten Jahrestags des Großbrandes am Oswaldkai erneut auf die weiterhin bestehenden Sicherheitsrisiken hingewiesen.

Doch ein Verbot wenigstens der Atomtransporte mit Kernbrennstoffen, wie es in der Hansestadt Bremen für die dortigen Häfen gilt, lehnt der Hamburger SPD-Senat bislang ab. So können weiterhin für die Versorgung von Atomkraftwerken in aller Welt Uran-Brennelemente über den Hamburger Hafen verschifft werden oder Atomanlagen mit Uran-Stoffen für die Herstellung von Uranbrennstoff ver- und entsorgt werden. Oftmals sind die Uranfabriken in Gronau (Urananreicherung) und Lingen (Brennelemente-Herstellung) Ausgangspunkt oder Ziel der Atomtransporte. Beide Uranfabriken – das wissen nur wenige – sind vom Atomausstieg nicht betroffen. Sie verfügen – mit Unterstützung durch die Bundesregierung – über völlig unbefristete Betriebsgenehmigungen.

FOTO-GALERIE einer Aktion mit Unterstützung von ROBIN WOOD: „Atomtransporte brandgefährlich“ – Mitten in Hamburg, direkt vor der Kulisse der Elbphilharmonie, gegenüber dem Kreuzfahrtterminal und mit Blick auf den Fernsehturm und den Michel wird im Hamburger Hafen radioaktives Uran umgeschlagen und transportiert. Gemeinsam mit anderen Anti-Atom-Gruppen fordert ROBIN WOOD: Sperrung des Hamburger Hafens für Atomtransporte! Die Uranfabriken in Gronau (NRW) und Lingen (NDS) müssen stillgelegt werden! (Alle Fotos: Dirk Seifert)

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