Aktion, Cottbus, Energie, Klima
21. September 2013

119.000 Unterschriften: Deutliches Signal für den Klimaschutz und gegen den Vattenfall-Tagebau

Mit der Übergabe von offiziell insgesamt mehr als 119.000 Unterschriften gegen den Braunkohletagebau Welzow Süd II haben wir ein deutliches Signal für den Klimaschutz gesetzt! 119.000 dagegen und 66.000 dafür. Das wird im politischen Raum nicht so einfach wegzudiskutieren sein.

Übergabe der Unterschriften gegen den Tagebau Welzow Süd II: insgesamt waren esoffiziell 119.000 Unterschriften

Übergabe der Unterschriften gegen den Tagebau Welzow Süd II: insgesamt waren esoffiziell 119.000 Unterschriften

Und klar spielen die Tagebau-Lobbyisten nun die regionale Karte: die Proteste seien natürlich alle von außen fremdgesteuert. Doch der Klimawandel geht uns alle an. Und gegen Vattenfall unterstützte uns so auch die Moorburgtrasse stoppen – Initiative aus Hamburg mit mehr als 2.000 Unterschriften. Auch sie haben ja mit demselben Großkonzern zu tun – und sie wissen, wie wichtig es ist, gegen große Konzerne solidarisch zu sein.
Übergabe der Unterschriften für den Erhalt des Dorfes Proschim: insgesamt waren esoffiziell 119.000 Unterschriften

Übergabe der Unterschriften für den Erhalt des Dorfes Proschim: insgesamt waren es offiziell 119.000 Unterschriften

Die Tagebau-Lobbyisten in der Lausitz hatten „nur“ Vattenfall, die Gewerkschaft, die Wirtschaftsverbände und die Lausitzer Rundschau, Energie Cottbus und die Behörden vor Ort: Der Verein Pro Lausitzer Braunkohle aber beklagt sich, dass er nur 66.000 Unterschriften sammelte – die Umweltverbände knapp 120.000 gegen den Tagebau. Das beschreibt die Machtverhältnisse in der Region doch deutlicher. Am problematischsten an der Tagebau-Initiative ist, dass sie Zukunftsdebaten in der Lausitz verhindert. Der Verein „Pro Lausitzer Braunkohle e.V.“ behindert die Diskussion um den notwendigen Strukturwandel in der Lausitz – auch aus Eigeninteresse. Durch den Lobby-Verein werden gerade diese Interessen von Politikern, Vattenfall sowie von Organisationen wie der Gewerkschaft IG BCE verschleiert. Der Verein „Pro Lausitzer Braunkohle“ wird z.B. von SPD-Politikern unterstützt, die Gelder von Vattenfall erhalten. So sitzen z.B. Ulrich Freese, SPD-Bundestagskandidat in der Region, und Martina Gregor-Ness, SPD-Vize-Chefin und umweltpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion in Brandenburg, u.a. im Aufsichtsrat von Vattenfall Europe Mining. Und so haben wir in der Lausitz noch viel Arbeit vor uns, doch mit dieser Unterschriftenaktion ist ein erster Schritt getan. Weitere Informationen: www.kein-weiteres-dorf.de Blogeintrag zum Thema Pressemitteilung

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