Aktion, Energie
11. Oktober 2012

Keine Brennelemente aus Lingen – Protest vor AREVA-Atomanlage

Aktion von ROBIN WOOD und anderen Initiativen gegen die Brennelementefabrik in Lingen.

(Update, 15.10.) Heute morgen um 6 Uhr starteten AktivistInnen von ROBIN WOOD, aus Osnabrück und dem Münsterland vor der Brennelementefabrik im niedersächsischen Lingen eine Protestaktion. Die zum französischen Atomkonzern AREVA gehörende Anlage stellt Brennelemente für den Betrieb von Atomkraftwerken in aller Welt her. Drei AtomkraftgegnerInnen kletterten auf  Bäume und spannten Kletterseile mit Transparenten quer über die Hauptzufahrt. Ca. zehn weitere AktivistInnen beteiligen sich an der Aktion mit einer Sitzblockade. Die Protestierenden fordern die sofortige Stilllegung der Uranfabriken in Lingen und Gronau. Kurz nach 10 Uhr begann die Polizei zunächst die Sitzblockade aufzulösen. Offensichtlich total überfordert von der Aktion, wurden die AktivistInnen in Polizeiautos verfrachtet und  an unterschiedlichen Orten in bis zu 40 km Entfernung von der Brennelementefabrik einfach in der Gegend ausgesetzt. Gegen 11 Uhr erteilte die Poliezi dann allen noch vor der Anlage anwesenden Platzverweise. AREVA stellte einen Gabelstabler zur Verfügung , mit dem offenbar die drei AktivistInnen aus den Bäumen links und recht der Haupzufahrt geräumt werden sollen.  Mit einem ebenfalls von AREVA gelieferten Bolzenschneider wurde das Schloss geknackt, mit sich ein Kletterer festgekettet hatte. Die Pressemitteilung von ROBIN WOOD und den anderen beteiligten Gruppen gibt es hier. Die AktivistInnen wollen mit ihrer heutigen Demonstration auch ein Zeichen der Solidarität mit dem französischen Antiatom-Widerstand und gegen den AREVA-Konzern setzen. Am kommenden Samstag wird in etlichen französischen Städten, dem Aufruf von „Sortir du nucléaire“ folgend, gegen Atomkraft demonstriert. Neben der Brennelementefabrik in Lingen ist auch die Urananreicherungsanlage im benachbarten Gronau bis heute nicht von dem Atomausstiegsbeschluss nach Fukushima betroffen. Beide Anlagen dürfen unbefristet für Atomkrafwerke in aller Welt Brennstoff herstellen. Die Uranfabrik in Gronau wird sogar ausdrücklich im Rahmen eines Staatsvertrages von Deutschland gefördert! ROBIN WOOD geht deshalb in der nächsten Woche auf eine Infotour.        

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