Anlässlich des nationalen Radverkehrkongresses bekam Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, CSU, unter großem Applaus den Goldenen Spaten verliehen. Der fehlte ihm letzte Woche noch beim öffentlichen Geschaufel für den knapp 500 Millionen Euro teuren, aber nur gut 3 Kilometer langen Wurmfortsatz der A 100 in Berlin. ROBIN WOOD rät: Lieber für Tempo 30 in der Stadt unterschreiben als sich mit der Stadtautobahn die eigene Grube graben.
Castoren für Brunsbüttel – Einlagerung ist möglich?
“Auf dem Gelände des stillgelegten Kernkraftwerks Brunsbüttel können theoretisch alle 26 Castor-Behälter zwischengelagert werden, die Deutschland in den kommenden Jahren aus den Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague und Sellafield zurücknehmen muss. “Selbst dieses Maximum dürfte kein Problem sein”, sagte der Vorsitzende der Entsorgungskommission des Bundes, Michael Sailer, gestern im Wirtschaftsausschuss des Landtags.” Das schreibt die SHZ über die gestrige Sitzung in Schleswig-Holstein. (weiterlesen …)
Erfolgreiche Elbblockade gegen Vattenfall
Mehr als 20 Schiffe beteiligten sich gestern an der Elbblockade gegen das Klimakillerkraftwerk Moorburg. Auch das ROBIN WOOD Floß war dabei: “Moorburg muss gestoppt werden!” lautete die Botschaft.

Ein erstes Bild der Elbblockade / Foto: Stefan Schneider, ROBIN WOOD
Die Boote bildeten in Höhe der Landungsbrücken eine Kette quer über die Elbe, um symbolisch die Lieferroute für Steinkohle aus Kolumbien zum Kraftwerk Moorburg zu blockieren. Zeitgleich gab es Proteste in Kolumbiens Hauptstadt Bogotá.
Nach Recherchen von gegenstrom13 plant Vattenfall seinen Kohlebedarf in Kolumbien zu decken. Kolumbien zählt zu den weltweit führenden Exportländern. Enorme Staubemissionen führen bei den AnwohnerInnen – darunter viele Indigene – zu schweren Erkrankungen. Wie in den Vattenfall-Braunkohle-Gebieten in der Lausitz, werden auch dort ganze Dörfer vernichtet, die den Kohlebaggern im Weg sind.
Hier ein Film von Graswurzel.tv:
Bereits zum Jahreswechsel 2009/2010 besetzten AktivistInnen erfolgreich Bäume im Altonaer Gählerpark gegen die so genannte Moorburg-Trasse.
ROBIN WOOD fordert alle KundInnen des Energiekonzerns auf, zu einem Öko-Stromanbieter zu wechseln und am 22. September 2013 den Volksentscheid für die vollständige Rekommunalisierung der Hamburger Energienetze zu unterstützen.
Eine Bilderstrecke gibt es unter anderem auch in der Mopo Online:
http://www.mopo.de/nachrichten,5067140,22729172.html
und einen Bericht im NDR – ab Minute 9:40
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/media/hamj26881.html
Weitere Informationen:

Das Floß auf der Elbblockade von gegenstrom13 / Foto: visual-rebellion.com
80 Millionen Euro für 533 Meter Autobahn
Wenn 3,2 Kilometer Autobahn von Berlin-Neukölln bis zum Treptower Park 475 Millionen Euro kosten sollen, dann kostet der Meter knapp 150.000 Euro. 80 Millionen Euro hat Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, CSU, zur Belohnung der Großen Berliner Koalition aus der Handkasse – im Original “Infrastrukturbeschleunigungsprogramm II” – für die A 100 springen lassen. Das reicht immerhin für 533 Meter. Dafür hat er heute gemeinsam mit dem Berliner Senator für Stadtentwicklung und Umwelt Michael Müller, SPD, Spaten gestochen. Müller ist Stellvertreter des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit, SPD, der zur gleichen Zeit an einer Sitzung des Aufsichtsrats für den ähnlich haarscharf kalkulierten Berliner Großflughafen teilnahm. Dieser könnte vielleicht irgendwann Schritt für Schritt in Betrieb gehen, so gesehen sind 533 Meter Autobahn schon ein Grund zum Feiern.
Leipzig: Protest gegen “Ostdeutsches Energieforum 2013″
Leizipg – 29. April 2013: Bundeswirtschaftsminister Rösler und das Thema “Energie für die Zukunft”? Kein Wunder, wenn es da zu Protesten kommt. Kaum jemand anderes versucht wirklungsvollen Klimaschutz und den Ausbau der Erneuerbaren Energien derart zu behindern, wie Rösler. Daher demonstrierten ca. 15 KlimaschützerInnen von BUND, der BI Profen (Braunkohlekraftwerks-Standort) und ROBIN WOOD Leipzig heute anläßlich des “Ostdeutschen Energieforums 2013″. “Kohle + Uran + Solarkürzungen = Energienwende? – Durchgefallen, Herr Rösler” war auf einem Banner der ROBIN WOOD – AktivistInnen zu lesen. (weiterlesen …)
Floß ahoi! ROBINA WALD startet am 29. April in Dömitz

ROBIN WOOD-Floß auf Tour
Nächsten Montag startet die ROBIN WOOD-Floßtour 2013. Die Crew wird mit ihrem selbst gebauten Holzfloß ROBINA WALD von Dömitz nach Hamburg fahren. Ziel ist es, Menschen für eine demokratisch kontrollierte Energieversorgung ohne Kohle und Atom zu gewinnen. Unterwegs mobilisieren die ROBIN WOOD-AktivistInnen insbesondere für die symbolische Elbblockade der Kampagne gegenstrom13, die am 10. Mai im Hamburger Hafen stattfinden wird. Sie richtet sich gegen das Klimakiller-Kohlekraftwerk von Vattenfall in Hamburg-Moorburg sowie Import-Kohle aus Kolumbien. ROBIN WOOD unterstützt gegenstrom13 und wird sich mit dem Floß an der Kundgebung auf dem Wasser beteiligen.
Zuvor wollen die ROBIN WOOD-AktivistInnen an Orten entlang der Strecke Station machen und mit Menschen über die Energiewende ins Gespräch kommen. Auf dem Floß gibt es dazu aktuelle Informationen sowie Tipps zum Energiesparen und kreative Aktionsideen.
Alle Interessierten können das selbstgebaute ROBIN WOOD-Floß besichtigen. Erste Gelegenheit: am kommenden Montag (29. April) im Dömitzer Sportboothafen von 11-20 Uhr.
Am Dienstag, den 30. April, wird das Floß dann am Vormittag weiter nach Hitzacker fahren. Anschließende Stationen sind: Bleckede, Lauenburg, Geesthacht und Oortkaten. Vom 6.-11. Mai wird das Floß auf der Elbe in der Hamburger City unterwegs sein.
Immer mehr Kohlestrom von Vattenfall und Co: “Die Kohle ist blutbefleckt”
Kohlekraftwerke bringen Umweltzerstörung, Gesundheitsrisiken und Klimakatastrophe mit sich. Nicht nur in Deutschland, sondern z.B. auch dort, wo die Kohle abgebaut wird. “Die Zeit” berichtet jetzt erneut über das Beispiel Kolumbien: “Ganze Dörfer müssen in Kolumbien dem Bergbau weichen. Menschen werden bedroht und ermordet. Der Tagebau verursacht enorme Umweltschäden. Deutsche Versorger, die kolumbianische Kohle importieren, kümmert das wenig” (hier der gesamte Text auf der Seite der Autorin Alexandra Endres).
Auf diese Probleme will auch die Aktion Gegenstrom13 aufmerksam machen. Dazu läuft eine Kampagne gegen das noch im Bau befindliche Vattenfall-Steinkohlekraftwerk in Hamburg-Moorburg. Am 10. Mai findet als Höhepunkt der Kampagne eine symbolische Hafenblockade in Hamburg statt. Die Kampagne will auf die enormen Schäden aufmerksam machen, die mit der Kohleverstromung weltweit zusammen hängen. Unterstützt wird diese Aktion auch von ROBIN WOOD. Wir werden mit dem Floss ROBINA WALD an der Aktion im Hamburger Hafen dabei sein.
Siehe auch hier.
Klima- und Energiecamp 2013 in der Lausitz
Auch in diesem Jahr wird es wieder eine Klima- und Energiecamp in der Lausitz geben. Nach Jänschwalde/Janšojce 2011 und Cottbus/Chóśebuz 2012 wird das Camp diesmal vom 13.–22.07. in Rohne/Rowne in Sachsen stattfinden. Dieses sorbische Dorf ist vom Tagebau Nochten betroffen und durch den beantragten Tagebau Nochten II akut von Umsiedlung und Abbaggerung bedroht. Es steht beispielhaft für acht weitere gefährdete Dörfer mit mehr als 3.000 Einwohnern in Brandenburg und Sachsen, die dem Braunkohletagebau zum Opfer fallen sollen.

Der Tagebau Cottbus Nord – Anlass für bereits zwei Klimacamps
Im Aufruf zum Camp heißt es: Der Raubbau an der Natur in der Lausitz durch den Kohlebergbau ist nach wie vor extrem.
Allein in den vergangenen 80 Jahren verschwanden 186 Orte ganz oder teilweise von der Landkarte, verloren 30 000 Menschen ihre Heimat. Der Bergbau hat wertvollen Boden, vitale Wälder vernichtet und den Wasserhaushalt der Lausitz auf einer Fläche so groß wie das Saarland zerstört. Ebenso ist wertvolles kulturelles Erbe in den Dörfern und Siedlungen, insbesondere der sorbischen Kultur, unwiederbringlich verlorengegangen. Aktuell drohen fünf neue Tagebaue in der Lausitz und ein Großtagebau gleich hinter der polnischen Grenze.
Diese Natur- und Kulturzerstörung muss dringend gestoppt werden.
Weitere Informationen: www.lausitzcamp.info
Kurz vor Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe: AtomkraftgegnerInnen demonstrieren für Sofort-Ausstieg
Rund 2.000 Menschen demonstrierten nach Medienberichten heute am Atomkraftwerk Grafenrheinfeld für die sofortige Stilllegung. Ebenso viele Menschen forderten am AKW Brokdorf die Stilllegung. Laut Hamburger Abendblatt soll die Polizei 800 TeilnehmerInnen gezählt haben. Auch ROBIN WOOD hatte zur der Aktion in Brokdorf aufgerufen und war mit Infostand und einem Schnupper-Kletter-Angebot bei der Protestmeile dabei. Am AKW Grohnde kettete sich eine Aktionsgruppe von rund 15 Menschen an das Eingangstor zum Atommeiler.
Anlass der Aktionen für den Atomausstieg ist der bevorstehende 27. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl.
Gegen Vattenfall lesen….
Gleich zweimal heißt es in Hamburg derzeit: Lesen gegen Vattenfall. Mit den Veranstaltungsreihen “Lesen ohne Atomstrom” und den “HEW-Lesetagen” wollen die Initiatoren den offiziellen “Vattenfall-Lesetagen” contra geben. Literatur ist eine gute Sache, aber nicht wenn ein Atom- und Klimakiller-Konzern damit von seiner katastrophalen Energiepolitik ablenken will. ROBIN WOOD unterstützt die HEW-Lesetage, gestern abend auch mit einer Veranstaltung im Gänge-Viertel. Hanna Poddig las aus ihrem Buch “Radikal mutig: Meine Anleitung zum anders sein”. Über Absurditäten aus deutschen Gerichtssälen, von klimaneutralen Würsten und den Problemen mit Tschüss-Vattenfall-Aufklebern und SPD-Wahlplakaten wusste Hanna Poddig amüsant, aber immer kritisch zu berichten. Die etwas über 4o Gäste hatten sichtlich Spaß. Unterstützt wurde die Lesung von dem Duo Cheerup, die mit Latin und Soul-Musik für eine wunderbare Untermalung der Gespräche über und gegen Vattenfall sorgten.
Keinen Spaß hat Vattenfall mit den Lesetagen. Jetzt wurde bekannt, dass die Kuratorin der Vattenfall-Lesetage Autoren von “Lesen ohne Atomstrom” per Mail vor “linksradikalen Unterstützern” gewarnt hat, die mit “Öko-Saft-Produzenten” und Prominenten zusammen arbeiten. Sie wollte damit wohl erreichen, dass diese ihre Unterstützung zurück ziehen. Außerdem sollen Vattenfall-Manager die Geschäftsführerin der “Hamburger Öffentlichen Bücherhallen” unter Druck gesetzt haben. Die Bücherhallen hatten die letzten Jahre die Vattenfall Lesetage unterstützt und haben in diesem Jahr die Fronten gewechselt. Das wollte Vattenfall verhindern. Mehr dazu unter diesem Link.
Die HEW-Lesetage finden noch bis Sonntag statt. Das Programm findet sich hier. Am Dienstag nächster Woche startet dann “Lesen ohne Atomstrom“.




