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6. Dezember 2016

Aktivist*innen vernetzen sich zu Atomtransporten und planen Aktionen

Trier, den 06. Dezember 2016

Vom 3.-4. Dezember fand im Café Scheinbar in Trier ein deutsch-französisches Treffen zu Urantransporten statt. Das Treffen vereint regelmäßig verschiedene Anti-Atom-Initiativen aus Bure (Frankreich), Trier, Koblenz, Köln, Münster, Hamburg und Kiel. ROBIN WOOD war dort vertreten.

Die Aktivist*innen rufen zu einer Aktion im nächsten Sommer auf: Zwischen dem 11. und 22. Juni 2017 soll eine Floßtour von Trier nach Köln stattfinden. Damit fahren die Aktivist*innen den Weg der regelmäßigen Transporte ab, um entlang der Strecke auf mehreren Etappen die Bevölkerung zur Thematik der Transporte zu sensibilisieren.

In Diskussionsrunden wurden Strategien zum Protest und Informationen über Atomtransporte zwischen Deutschland und Frankreich ausgetauscht. Die Initiativen forderten auf dem Treffen die Einstellung der Urantransporte sowie die Schließung aller Atomanlagen. So sollen unter anderem die deutsche Urananreicherungsanlage Gronau und die Brennelementefabrik Lingen in Niedersachsen unverzüglich geschlossen werden. „Ohne Schließung dieser primären Atomanlagen wird es niemals einen wirklichen Atomausstieg geben“, so die Teilnehmer*innen.

Just am 5.12. verließ der jüngste Atomtransport mit 20 Containern Uranerzkonzentrat (Yellow Cake) den Hamburger Hafen Richtung Narbonne in Süd-Frankreich. Der Transport wird am 7.12. in Trier erwartet. Zu diesem Transport gibt es eine kurze Zusammenfassung

weitere Informationen

http://urantransport.de(allgemeine Infoseite der bundesweiten Kampagne)
https://twitter.com/urantransport ( Ticker zu Urantransporten)
http://www.antiatomnetz-trier.de (Trier Anti-Atom-Gruppe)

http://flosstour.de/ ( Berichte zu früheren Floßtouren)
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19. November 2016

UF6-Zug von Hamburg zur Urananreicherungsanlage Gronau

UF6-Transport bei der Abfahrt in HH-Süd am 17.11.2016 – Quelle: Gruppe Sand

UF6-Transport bei der Abfahrt in HH-Süd am 17.11.2016 – Quelle: Gruppe Sand

Auf dem Hafenbahnhof Hamburg Süd  wurde am 17.11.16 um 18:15 Uhr die Abfahrt eines mit 16  UF6-Container beladenen Zuges beobachtet. Es handelt sich um nicht angereichertem Uranhexafluorid.  Die Behälter befanden sich direkt nach der roten E-Lock, die Container-Gestelle sind blau, der 2. und 10.  sind braun.

Hinter den 16 UF6 Behältern wurden viele Container (ohne Uran) beobachtet. Die Wasserschutzpolizei war vor Ort und hat Beobachter*innen kontrolliert.

Diese Atomtransporte sind sehr gefährlich! Uranhexafluorid ist eine sehr reaktive und extrem giftige chemische Verbindung. Bei der Freisetzung dieses Stoffes nach einem Unfall bildet sich in Verbindung mit Wasser Uranylfluorid (UO2F2) und Fluorwasserstoff (HF).  Fluorwasserstoff bildet in Verbindung mit Wasser aggressive Flusssäure, die nicht nur organische Materie, sondern selbst Glas angreift. (mehr …)

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17. November 2016

Veranstaltungsreihe zur sozial-ökologischen Wende in Lüneburg

plakatROBIN WOOD lädt zu einer Veranstaltungsreihe zu aktuellen sozial-ökologischen Konflikten. Jeden zweiten Dienstag im Monat von November bis März informiert einE ReferentIn zu einem brisanten Thema. Zur Müllvermeidungswoche gibt es zudem eine zusätzliche Veranstaltung. Veranstaltungsort ist immer das „Anna & Arthur“ in der Katzenstraße 2 in Lüneburg. Beginn ist jeweils um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Den Auftakt der Reihe bildete der Vortrag des ROBIN WOOD-Tropenwaldreferenten Sven Selbert zum Thema: „Industrielle Tierproduktion. Warum sich der Kampf um die Zukunft von Waldökosystemen weltweit auf unseren Tellern abspielt.“ am 8. November.

Es geht am 22. November 2016 mit dem Vortrag von Jannis Pfendtner (Fachreferent Wald bei ROBIN WOOD)  mit der Überschrift „Rächer der Becher? Warum der Müllberg weiter wächst – und wie wir ihn stoppen werden.“ weiter. Der referent bietet Erzählungen aus der ROBIN WOOD-Kampagne gegen Wegwerfbecher im Rahmen der Müllvermeidungswoche des Öko?-logisch!-Referats des AStA.

Weitere Veranstaltungstermine:

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13. November 2016

Ende Gelände 2015 – Die Prozess-Lawine rollt

Alle reden von Klimaschutz. Doch wer es nicht bei Worten belässt und sich tatkräftig für den Klimaschutz engagiert, wird kriminalisiert. Aktivist*innen, die sich an Aktionen von „Ende Gelände“ im rheinischen Braunkohlerevier 2015 beteiligten, stehen derzeit vor Gericht.
Folgende Termine sind aktuell bekannt:

Amtsgericht Erkelenz

  • 15.11.2016, 10:50 Uhr Sssaal 1.02Vorwurf: Hausfriedensbruch
  • 16.11.2016, 9:00 Uhr Saal 1.02 Vorwurf: Versuchter gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr
  • 29.11.2016 11 Uhr Vorwurf: Landfriedensbruch (Fortsetzungstermin 8.11.)

Amtsgericht  Grevenbroich

  • 21.11.  09:10 Uhr, Vorwurf: Hausfriedensbruch
  • Weitere Prozesse stehen an, sind aber noch nicht terminiert / öffentlich

 

Die Angeklagten haben unsere Solidarität verdient. Auf der Anklagebank gehören Konzerne wie RWE und Politiker*innen, die zwar von Klimaschutz reden, den Klimawandel jedoch durch ihre politischen Entscheidungen vorantreiben. So Wirtschaftsminister Gabriel, der den bereits äußerst schwachen Klimaabkommen von Paris zu einer Farce verkommen lässt.

Der Flugverkehr, eine der Hauptquellen für CO2 Emissionen, flog bereits während der COP-Verhandlungen in Paris aus dem Vertrag raus. Gabriel hat nun bewirkt, dass der deutsche Klimaschutzplan nun kein Verbot neuer Kohlekraftwerke mehr enthält. Der Stopp weiterer Kohletagebaue ist ebenfalls nicht im Plan enthalten. Die „Kohleausstiegs-Kommission“ heißt nun „Kommission Wachstum, Strukturwandel und Regionalentwicklung“. Und nach den Begriffen „Klimaschutz“ und „Energiewende“ wird vergeblich gesucht. Siehe auch die Analyse auf tagesschau.de.
Die Regierung behauptet trotzalledem nach wie vor, sie wolle das Klima schützen und den Kohlendioxid-Ausstoß reduzieren. Das ist Heuchelei!  Das ist eine schmutzige Lüge! Genauso wie das Mär der sauberen Kohle!

Darum ist es nach wie vor notwendig, mit direkten Aktionen den Klimaschutz voranzutreiben! Darum haben die Angeklagten Aktivist*innen Solidarität verdient. Kommt zahlreich zu den Prozessen. Werdet für den Klimaschutz aktiv! Klimaschutz statt Kohleschmutz! (mehr …)

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11. November 2016

Saubere Kohle ist eine dreckige Lüge!

Ungebetene Gäste zur "Langen Nacht der Industrie" - Kletterprotest vorm Kohlekraftwer HH-Moorburg, 10.11.16 (Foto: ROBIN WOOD/Tim Christensen)

Ungebetene Gäste zur „Langen Nacht der Industrie“ – Kletterprotest vorm Kohlekraftwer HH-Moorburg, 10.11.16 (Foto: ROBIN WOOD/Tim Christensen)

Vattenfall lud am gestrigen Tag 10.11.2016 anlässlich der Langen Nacht der Industrie angemeldete Gäste zur Besichtigung eines „der umweltfreundlichsten Kohlekarftwerkes Europas“ in Hamburg Moorburg – und bekam unangemeldeten Besuch. Drei Robin Wood Aktivist*innen erklommen ein Strommast und teilten Vattenfall mit, was sie vom Mär der „umweltfreundlichen Kohlekraft“ halten: Saubere Kohle ist eine dreckige Lüge. (mehr …)

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3. November 2016

ROBIN WOOD unterstützt Mahnwache gegen Castortransporte vor dem Forschungszentrum Jülich

Mahnwache gegen Castorexporte in Jülich, 2.11.2016 - Bild: Tim Christensen Robin Wood

Mahnwache gegen Castorexporte in Jülich, 2.11.2016 – Bild: Tim Christensen Robin Wood

In luftiger Höhe unterstützten ROBIN WOOD-Aktivist*innen am 2. November 2016 eine Protestkundgebung am Forschungszentrum Jülich. Dort lagern 152 Castoren seit Juli 2014 illegal in einem Zwischenlager. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Derzeit wird die Verschiebung der Castoren an andere Standorte geplant. Damit wird eine Lösung für das Atommüllproblem vorgegaukelt. Zumindest im Wahljahr
„Die Atommüllproduzenten wollen sich aus ihrer Verantwortung stehlen! Ob Jülich, Ahaus oder USA: Der Atommüll ist nirgendwo sicher! Nur der entschlossene Widerstand von unten kann der wahnsinnigen und gefährlichen Produktion und Verschiebung von Atommüll ein Ende setzen“, so Cécile Lecomte, eine der anwesenden Robin Wood Aktivist*innen. (mehr …)

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1. November 2016

Lingen: 700 Menschen demonstrieren für die Schließung der Uranfabrik und einen Exportstopp

Demonstration in Lingen a, 29.10.16

Anti-Atom Demonstration in Lingen am 29.10.16 – Bilquelle: O. Samain

Es kommt nicht alle Tage, dass in Lingen 700 Menschen zusammen kommen, um gegen die Atomkraft zu demonstrieren. Als wir 2012 zum ersten mal mit einer Sitz- und Luft-Blockade gegen die Brennelementefabrik in Lingen protestierten, war diese Anlage in der Antiatombewegung so gut wie kein Thema – und in der breiten Öffentlichkeit weitestgehend unbekannt. Die regelmäßigen Demonstrationen und Blockadeaktionen in der Innenstadt und an der Brennelemenefabrik haben Aufmerksamkeit auf das Thema gelenkt. Die Demonstration vom vergangenen Samstag schaffte es in die Tagesschau und Die Politiker*innen fühlen sich verpflichtet, Stellung zu nehmen  – auch wenn es bei Erklärungen bleibt und man sich  – wie auch beim Thema Urananreicherung in Gronau – zum Thema Schließung der Anlage die Verantwortung zwischen Land und Bund hin und her schiebt.

Robin Wood auf der Demonstration in Lingen am 29.10.16

Robin Wood auf der Demonstration in Lingen am 29.10.16 – Bildquelle: Eichhörnchen

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28. Oktober 2016

Lingen und Jülich: Atomare Dauerstörfälle!

Am morgigen Samstag findet im niedersächsischen Lingen eine Anti-Atom-Demonstration statt. im Fokus steht die dortige Brennelementefabrik von AREVA. Sie steht am Anfang der Atomspirale und ermöglicht die Versorgung von Atomreaktoren mit Brennstoff in aller Welt – darunter die Pannenreaktoren in Frankreich (fehlerhafte Bauteile) und Belgien (rissanfällig). Zynischerweise wurde am gestrigen Tag eine durch die Städteregion Aachen in Auftrag gegebene Studie zu den Risiken des AKW Thiange (Belgien) veröffentlicht. Tausende Haarrisse im Reaktorbehälter, Sabotage, brennende Schalttafeln machen dieses AKW zu einer tickenden Zeitbombe.  Politiker*innen aller Couleur regen sich über diesen Zustand auf – weigern sich jedoch, den Saft für diese Pannenreaktoren durch die Schließung der Lingener Brennelementefabrik abzudrehen! Darum die morgige Demonstration in Lingen. ROBIN WOOD ist dabei!

Und weil die Probleme nicht nur am Anfang der Atomspirale bestehen, gibt es am 2. November die nächste Kundgebung: Eine Mahnwache findet anlässlich der Tagung des Aufsichtsrats des Jülicher Fiorschungszentrums (FZJ) von 14 bis 16 Uhr in Jülich statt. ROBIN WOOD ist ebenfalls dabei. Dort geht es um den hoch gefährlichen Müll aus dem stillgelegten Forschungsreaktor. Der Reaktor ist lange stillgelegt, das Atommüllproblem bleibt aber. Die Kundgebung richtet sich gegen den geplanten Export dieses Atommülls in die USA  sowie gegen eine weitere Option, nämlich eine sinnlose Verschiebung des Atommülls nach Ahaus.

Ich übernehme hier zur Beleuchtung dieser Problematik einen in der Zeitschrift Anti-Atom-Aktuell (AAA) veröffentlichten Hintergrundartikel des Bündnisses gegen CASTOR-Exporte. Die aktuelle AAA hat im übrigen weitere gute Artikel mit einem Schwerpunkt zu den anstehenden CASTOR-Transporten 2017 und in den folgenden Jahren. Es geht nämlich wieder los – leider. (mehr …)

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20. Oktober 2016

Bure: Aufruf zum Bau von Widerstandshütten gegen das atomare Klo

Blick über den Tellerand: Der Widerstand gegen den Bau des atomaren Endlagers in Bure (Lothringen) freut sich über kletternde Unterstützung!

Von Bure zur ZAD*, vom Norden in den Süden, der Ruf des Waldes

Ab dem 24. Oktober 2016, Bauwochen im befreiten Wald von Mandres-en-Barrois

Wald Mandres-en-BarroisHier kämpfen die Eulen gegen Cigéo und verteidigen den Wald von Mandres-en-Barrois gegen das wahnsinnige Atomkloprojekt.

Dort setzten sich die Molche gegen einen Flughafen zur Wehr und besetzen den zu einer zu verteidigende Zone (ZAD) erklärte Bocage gegen das Unnütze Großprojekt.

Andernorts nagen die Murmeltiere in der Gegend Haute-Durance an die Masten der Hochspannungsleitung.**

Der 14. August 2016, der Tag der kollektiven Zerstörung der „Schammauer“ der ANDRA (Nationale Agentur zur Entsorgung von Atommüll), war der Höhepunkt eines ereignisreichen Notandssommers (in Anspielung an den in Frankreich aktuell im noch geltenden Ausnahmezustand) mit zahlreichen Aktionen zur Verteidigung des Waldes Namens „Bois Lejuc“, der den Vorarbeiten für das Atomklo Cigéo zum Opfer fallen soll. Der Wald wurde an diesem Tag vom Joch der Atomlobbyisten befreit. Die durch das Gericht in Bar-le-Duc für illegal erklärten Rodungen ruhen. Ca. 1000 Betonstelen liegen auf dem Boden und die Militarisierung der Gegend ist rückgängig. Auf den Trümmern der neuen Welt wurden in den wunderschönen Buchen und Eichen Hütten errichtet.

Die ANDRA hat jedoch vor wenigen Wochen zum Gegenschlag ausgeholt.

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30. September 2016

Nein zum Atomtraktor EPR in Flamanville – Demo am Wochenende

Vor 10 Jahren war ROBIN WOOD auf einer Großdemo gegen AKW-Neubau in Cherbourg in der Normandie dabei. Der Erlaß der Baugenhmigung für den EPR Atomreaktor am Standort Flamanville stand kurz bevor. Die Genehmigung wurde 2007 erteilt. Seitdem häufen sich die Probleme auf der Großbaustelle. Kosten Explosion von 3 auf beinahe 10 Milliarden, löchriges Beton, Pfusch im Stahl
Die 2007 erteilte Baugenehmigung ist 10 Jahre lang gültig. Da der Bau längst nicht fertig ist, ist zu erwarten, dass nun an der Baugenehmigung gepuscht wird, um diese zu verlängern.
Aus gegebenem Anlass findet an diesem Wochenende eine Demonstration in Flamanville statt. Noch ist es nicht zu spät das AKW zu verhindern.

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