Aktion, Blog, Energie, Münsterland, Prozess, Robin Wood regional
18. April 2013

Kanalschiff-Prozess: Großer Aufwand für symbolische Bußgelder

Protest vorm Gericht in DortmundUrteil im Prozess um gestopptes Atommüllschiff

Im Prozess gegen zwei Umweltaktivist_innen wurde am dritten Verhandlungstag das Urteil gesprochen: Bußgelder in Höhe von 10 und 20 Euro wegen „verbotenem Benutzen bundeseigener Schifffahrtsanlagen“. Sie hatten im Mai 2012 ein mit Atommüll beladenes Schiff durch eine Abseilaktion in Münster über dem Dortmund-Ems-Kanal gestoppt. Gegen die Bußgeldbescheide in Höhe von jeweils 165 Euro hatten sie Widerspruch eingelegt, über den in drei Prozesstagen vor dem Amts- und Schifffahrtsgericht in Dortmund verhandelt wurde.

Mit ihrer Aktion hatten sich die Atomkraftgegner_innen von ROBIN WOOD gegen die zahlreich stattfindenden Atomtransporte und den Weiterbetrieb der Atomanlagen gewandt. „Jeder Atommülltransport verschleiert das nicht lösbare Entsorgungsproblem. Deshalb ist es auch weiterhin notwendig, gegen Atomtransporte Widerstand zu leisten“, erklärt Martin, einer der betroffenen Umweltaktivist_innen. (weiterlesen …)

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13. April 2013

Grob ungehörig über Wasser – Akte 3

* Dritter Prozesstag zum Atommüllschiff-Stopp auf dem Dortmund-Ems-Kanal
* Termin: 17. April, 11:00 Uhr am Amtsgericht Dortmund

Am kommenden Mittwoch wird vor dem Amts- und Schifffahrtsgericht in Dortmund der Prozess wegen Bußgeldbescheiden gegen zwei UmweltaktivistInnen fortgesetzt. Die beiden hatten sich am 28. Mai 2012 mit einem Transparent („Vermeiden statt Verschieben“) von einer Brücke über dem Dortmund-Ems-Kanal in Münster abgeseilt. Das mit Atommüll aus dem AKW Obrigheim beladene Schiff „Edo“ hatte vor den abgeseilten AktivistInnen angehalten. Ihnen werden nun Ordnungswidrigkeiten vorgeworfen: das „verbotene Benutzen bundeseigener Schifffahrts- und Betriebsanlagen“ sowie eine „grob ungehörige Handlung“.

Mit ihrer Aktion wollten die AtomkraftgegnerInnen die öffentliche Aufmerksamkeit auf die zahlreichen Atomtransporte lenken, die auf verschiedenen Wegen täglich quer durch die Bundesrepublik unterwegs sind, ohne dass die Bevölkerung darüber informiert wird.

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13. April 2013

Antiatom Infotour in Heide

Robin Wood AktivistInnen setzten ihre Anti-Atom-Infotour in Schleswig Holstein heute fort. Mit einer Kletteraktion am Markt in Heide machten sie auf die Anti-Atom-Demonstration am 21. April zum Tschernobyl Jahrestag in Brockdorf aufmerksam. Die Stadt Heide müsste im Falle eines atomaren Unfalls in Brockdorf evakuiert und zur Sperrzone erklärt werden – vielen MarktbesucherInnen war es nicht bewusst. Es wurden außerdem Flugblätter einer örtlichen Antiatom-Initiative zu einer Veranstaltung am 20. April 2013 um 18 Uhr in Meldof (in „Traumausstatter“, Süderstr. 9)  über die „schleichende Katastrophe am Beispiel Asse“ verteilt. Die AktivistInnen von Robin Wood wollten in ihrer eigener Art und Weise die örtliche Antiatom-Initiative unterstützen und Kontakte knüpfen, es ist ihnen gelungen!
Statt sich Gedanken über die Gefährdung durch das AKW Brockdorf, zu machen, bevorzugte es der örtliche Chef der Versammlungsbehörde (Ordnungsamt) den DemonstrantInnen das Verteilen von Flugblättern und das Erklimmen von Bäumen zum Zweck der Meinungsäußerung zu untersagen.

Protest in Heide 1

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12. April 2013

Antiatom-Infotour geht weiter

Die Antiatom-Infotour in Schleswig Holstein ging heute mit Stationen in Neumünster und Rendsburg weiter. Die AktivistInnen verteilten Informationen  über die Atomkraft und den Protest dagegen, insbesondere über die Demonstration vom 21. April  beim AKW Brockdorf

Hier sind ein paar Bilder des heutigen Tages.

Neumünster am Vormittag

Neumünster

Rendsburg am Nachmittag
Rendsburg1

Rendsburg 2

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7. März 2013

Grob ungehörig über Wasser: kämpferischer Prozessauftakt

Vorm Gericht
Nachdem ein Schiff mit Atommüll im vergangenen Jahr Pfingsten anhielt, weil zwei Aktivist_innen sich in Münster von einer Brücke abgeseilt hatten, verschickte die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Bußgeldbescheide wegen einer „grob ungehörigen Handlung“ und „verbotenem Benutzen bundeseigener Schifffahrts- und Betriebsanlagen“ in Höhe von je 165 Euro. Die Betroffenen legten Einspruch ein. Darüber wurde heute vor dem Dortmunder Schifffahrtsgericht verhandelt. Die Verhandlung wurde nach einer knappen dreiviertel Stunde auf den 28. März 2013 um 14 Uhr vertagt.
Vor Prozessbeginn kletterten zwei Aktivist_innen auf die Fahnenmasten vorm Dortmunder Gericht und hängten ein Transparent auf, mit der Überschrift “Mit dem Strom gegen Atom”. Weitere Menschen verteilten Flyer und klärten die PassantInnen über den anstehenden Prozess und die kommenden Demonstrationen zum Fukushima Jahrestag auf. (weiterlesen …)

Aktion, Energie
25. Februar 2013

Kletter-Aktion gegen Urantransporte am Hammer Hauptbahnhof

KletteraktionHamm gilt seit langem als eine der wichtigsten Drehscheiben für Atomtransporte aller Art in NRW – hier parken auch die Urantransporte von Gronau ins südfranzösische Pierrelatte zum Teil bis zu 10 Stunden auf dem Güterbahnhof im Lohauserholz.
Heute demonstrierten deshalb bei heftigem Schneetreiben AktivistInnen von ROBIN WOOD und aus dem Münsterland mit einer Kletter-Aktion vor dem Hammer Hauptbahnhof gegen die Urantransporte und für die sofortige Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau.

Zugleich wollen die AktivistInnen auch auf die überregionale Demo zum 2. Fukushima-Jahrestag an der Urananreicherungsanlage Gronau aufmerksam machen, zu der mittlerweile rund 90 Initiativen und Verbände sowie zahlreiche Einzelpersonen aufrufen: www.fukushima-jahrestag.de

Die Pressemitteilung von ROBIN WOOD und dem Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen vom 25.2.2013 finden Sie hier.

Klettern2

Aktion, Blog, Energie, Münsterland
23. Februar 2013

Münsterland Antiatom-Infotour mit Kletteraktionen in Emsdetten und Rheine

RheineAm heutigen Tage wurde die Münsterland-Infotour mit zwei weiteren Stationen fortgesetzt: In Emsdetten mit einem Infostand und einer Kletteraktion, wobei nach einer guten Stunde der Martkleiter  die Genehmigung für den Infostand entzog , nur weil in der Nähe zwei AktivistInnen oben zwischen zwei Bäumen ein Transparent aufgespannt hatten. Er drohte mit dem Bürgermeister und Einzug des Infostandes. Die KletterInnen durften in den Bäumen weiter demonstrieren – möglicherweise weil die Polizei eh nicht an sie heran kommen konnte… (weiterlesen …)

Blog, Energie, Münsterland
22. Februar 2013

Münsterland-Antiatom-Infotour in Dülmen

 Heute entfalteten Atomkraftgegner_innen von Robin Wood und dem Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen ein Transparent über dem Dülmener Marktplatz. Sie informierten über die Urananreicherungsanlage in Gronau und die anstehende Demo zum 2.Fukushima-Jahrestag am 9. März.
Nach gut zwei Stunden waren alle mitgebrachten Flyer verteilt und die Kletteraktion wurde ohne Probleme beendet.

Aktion, Blog, Energie, Münsterland, Veranstaltung
20. Februar 2013

Das Atomland Frankreich und wir – Veranstaltung in Münster

Am Mo, den 25.2. um 20 Uhr wird die französische Umweltaktivistin Cécile Lecomte (“Eichhörnchen”), berichten, wie gerade die Situation im Atomland Frankreich ist und die Verflechtungen mit Deutschland aufzeigen. In Frankreich sitzt der weltgrößte Atomkonzern, Areva, aber es gibt auch massiven Widerstand gegen den Bau von neuen Atomanlagen. An Bildern, Videos, Radiobeiträgen und Texten werden Widerstandsperspektiven aufgezeigt.

Die Veranstaltung findet im Rahmen eines “Anti-Atom-Infotour” im Münsterland (Liste der Veranstaltungen als PDF)
Ort der Veranstaltung: Club Courage, Friedenstraße 42 – Münster (Gebäude im Hinterhof)
Datum: 25. Februar 2013 um 20 Uhr Veranstalter sind SofA ; ROBIN WODD und das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen

Hintergrundinformationen zur französischen Atompolitik:

Dossier über die Normandie (Hochpannungsleitung- und AKW-Neubau)

Radiobeitrag über den Widerstand in der Normandie

AREVA in Deutschland

Weiterer Termin:

Am 7.März 2013 wird vor dem Schiffahrsgericht wegen “Grober ungehöriger Handlung” über Wasser gegen zwei ROBIN WOOD AktivistInnen verhandelt – Mehr Infos hier auf dem Robin Wood Blog.

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31. Januar 2013

Grob ungehörig über Wasser

Kletteraktion Ordnungswidrigkeitsprozesse gegen Kletteraktivist_Innen  vor dem Dortmunder Schifffahrtsgericht am 7. März 2013

Im Mai letzten Jahres wurde Atommüll auf ungewöhnlichem Wege transportiert – per Schiff über 1500km Wasserstraßen. Es gab Proteste gegen den Atommülltransport, in Münster hielt das Transportschiff „Edo“ an, weil sich zwei Aktivist_innen von der Brücke abgeseilt hatten.Die Aktion wurde von Robin Wood und Antiatominitiativen aus dem Münsterland unterstüzt. (SofA Münster  zum Beispiel)

Die Aktion führte zu Bußgeldbescheiden wegen einer “grob ungehörigen Handlung, die dazu geeignet ist, die Allgemeinheit zu gefährden” und „unsachgemäßem verbotenem Benutzen bundeseigener Anlagen” gegen die beiden Abseilaktivist_innen und ihre Seilwachen. Ob diese Bußgeldbescheide bestehen bleiben, wird am 7.März vor dem Amts- und Schiffahrtsgericht Dortmund verhandelt.

Die beiden Kletteraktivist_innen, gegen die verhandelt wird, wollen für ihr Recht auf Demonstrationsfreiheit auch unter Brücken kämpfen: “Für die Allgemeinheit gefährlich ist die Atomkraft, nicht eine Kletteraktion – Seid ungehörig und unbequem, unterstützt die AktivistInnen in Dortmund.“

Deshalb bitten wir euch, auch zur Verhandlung zu kommen und die Angeklagten mit eurer Anwesenheit, Witz und Kreativität zu unterstützen.

Ort: Amtsgericht Dortmund, Gerichtsstraße 22,

Zeit: Prozessbeginn um 12 Uhr, ab 11.30 Uhr Treffen vorm Gericht

Am selben Tag um 10.00 Uhr gibt es vor dem Amtsgericht Ribnitz-Damgarten eine weitere Verhanlung um Atommüll, der auf dem Weg nach Lubmin angehalten wurde. In Ribnitz-Damgarten wird gegen einen Aktivisten verhandelt, der sich dem Castotransport nach Lubmin im Jahr 2010 in den (Schienen)Weg stellte. Die “Ungehörigen” solidarisieren sich mit dem Angeklagten! Infos zu diesem Prozess sind auf der Homepage des Antiatombündnisses Nord-ost nachzulesen.

Kletteraktion
Protest gegen das Atommüllschiff Edo in Münster am 28.5.2012
Eine grob ungehörige Handlung?