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23. Juni 2014

1 Tag Knast für 10 Euro Bußgeld wegen Atommüllschiff-Blockade in Münster

Umweltaktivist tritt heute seine Haftstrafe in Lüneburg an.

0623_LG_Haftantritt-1Am 28.05.12 blockierten Umweltaktivist*innen im Rahmen einer Anti- Atomkraft-Demonstration das Frachtschiff „MS EDO” der Firma Nuclear Cargo Service, welches radioaktiven Müll geladen hatte.

Die Aktion fand an der Kanalbrücke der Wolbecker Straße in Münster statt, an der sich zwei Aktivist*innen aus Lüneburg von der Brücke abseilten und ein Transparent entfalteten.

Nach mehrtägiger Verhandlung vor dem Dortmunder Schifffahrtsgericht wurden beide Robin Wood Kletteraktivist*innen zu Bußgeldern in Höhe von 20 und 10 Euro verurteilt. Die Aktivist*innen weigern sich zu zahlen. Gegen einen Aktivisten hat nun die Staatsanwaltschaft Dortmund einen Antrag auf Erzwingungshaft gestellt, welcher vom Schifffahrtsgericht positiv beschieden wurde.

Der Aktivist muss nun einen Tag in einer JVA absitzen oder seine 10 € Bußgeld zahlen. (mehr …)

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18. Juni 2014

Alles wie erwartet: Amtsgericht Steinfurt verurteilt Anti-Atom-Aktivist_innen

Vor dem Amtsgericht Steinfurt fiel am fünften, Verhandlungstag am 16.6.2014 das Urteil im Prozess gegen zwei Anti-Atom-Aktivist_innen. Sie wurden zu 70 und 110 Tagessätzen verurteilt.

Vorgeworfen wird den beiden Aktivist_innen mit einer Ankettaktion im Sommer 2012 einen mit Uranhexafluorid beladenen Zug aus der Urananreicherungsanlage in Gronau aufgehalten zu haben, worin die Staatsanwaltschaft eine Störung öffentlicher Betriebe sieht. „Die Verurteilung war vorhersehbar, wir lassen uns davon nicht unterkriegen und sehen uns auf der nächsten Blockade“, so Robin Wood Aktivist Martin Placht, einer der beiden Angeklagten.

Alle rund 60 Inhaltlichen Anträge der Verteidigung wurden von Richterin Klapproth ohne nennenswerte Überprüfung als bedeutungslos abgelehnt. Auch eklatante Widersprüche in den Zeugenaussagen wurden vom Staatsanwalt Woltering und der Richterin ignoriert. „Die Entscheidung ist mehr eine politische als eine juristische“, führt Robin Wood Aktivistin Cecile Lecomte aus, die als Verteidigerin im Prozess auftrat, „Das es auch anders geht bewies im November 2013 das Amtsgericht Ribnitz-Damgarten, welches in einem ähnlich gelagerten Fall freisprach.“ (mehr …)

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5. April 2014

“Kommen Sie da runter!” – Lesungen mit Robin Wood Aktivistin

Veranstaltungsankündigung

Buch„Kommen Sie da runter!“ – das ist der Satz, den die in Lüneburg lebenden Französin Cécile Lecomte, bei ihren politischen Aktionen besonders oft hört. Er wird von der Polizei ausgesprochen und zeigt zugleich deren Verwirrung und Ohnmacht, wenn sie dem Atomstaat mit unzähligen Kletteraktionen auf der Nase herumtanzt.

In ihren Kurzgeschichten erzählt die als „Eichhörnchen“ bekannte Kletteraktivistin von ihren oft spektakulären Aktionen des zivilen Ungehorsams für eine Welt ohne Atomprojekte, Agro-Gentechnik, Klimakiller, Kriege und Rassismus. Die Geschichten sind mal fröhlich, mal ernst geschrieben und erinnern daran, dass Widerstand eine Frage unbegrenzter Phantasie sein kann.

Aktionsbilder begleiten diese Reise in ein aktivistisches Leben. An die Lesung wird sich eine Frage- und Diskussionsrunde anschließen. Eintritt frei!

Die Termine im April 2014 im Norden:

Lüneburg: Montag, den 14. April 2014 um 19:00 Uhr im Freiraum, Salzstr. 1, 21335 Lüneburg
Veranstalter: ROBIN WOOD, JANUN, Lagatom
http://www.freiraum-lueneburg.de/anreise/

Hamburg-Wilhelmsburg: 16. April – 19:30 Uhr, Ort: Honigfabrik
Veranstalter: ROBIN WOOD im Rahmen der HEW Lesetage (http://hew-lesetage.de/)

Elmshorn: 21. April – 19:00 Uhr, Ort: Stadtbücherei

Wedel: 22. April – 19:00 Uhr,Ort: Die Villa, Mühlenstraße 35

Kiel – 28.April – 19:30 Uhr ; Ort: Zapata, Wilhelmplatz 6, 24116 Kiel (Buchhandlung)
Infoseite

Weitere Lesereisetermine: http://blog.eichhoernchen.fr/pages/Lesungen-mit-Eichhoernchen

Angaben zum Buch:

„Kommen Sie da runter! Kurzgeschichten und Texte aus dem politischen Alltag einer Kletterkünstlerin“, Verlag Graswurzelrevolution, 2014 (189 S. + DVD 32 Min.)  http://www.graswurzel.net/verlag/eichhoernchen.php

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22. Februar 2014

Prozess gegen AtomkraftgegnerInnen in Fulda

Termin: Dienstag, den 25. Februar 2014 – Beginn 10:00 Uhr – im Saal 1.120 – Amtsgericht Fulda

Terminankündigung der Aktionsgruppe Fuldatalsperre vom 20.2.2014 (keine Robin Wood Aktion)

Weil sie im November 2011 – wenige Monate nach dem Fukushima-GAU – gegen einen CASTOR-Transport nach Gorleben in Fulda protestierten und auf die Gefahren der gefährlichen Fracht aufmerksam machten, stehen zwei AktivistInnen vor Gericht. Nach einer 12 stündigen Aktion waren vier AktivistInnen durch ein Sondereinsatzkommando aus Bäumen an der Bahnstrecke heruntergeholt worden. Die Aktion sorgte für Wirbel.

Laut Polizei erhielten in der Zeit von 22:30 Uhr bis 06:35 Uhr 131 Züge insgesamt 8.480 Minuten Verspätung. Der Castor soll eine halbe Stunde Verspätung gehabt haben. Ursache dafür war jedoch die Überreaktion der Polizei, die die Strecke teilweise sperrte und die Oberleitung abschalten ließ. Der Vorwurf des gefährlichen Eingriffs in den Schienenverkehr konnte trotz umfangreicher Ermittlungen und einer Gerichtsakte von über 500 Seiten nicht aufrecht erhalten werden.

Übrig bleibt einzig der Vorwurf der Sachbeschädigung gegen zwei AktivistInnen. Der Castor und ein Turmwagen der Bahn sollen laut Anklage etwas Farbe abbekommen haben. AREVA und die Deutsche Bahn haben Strafantrag gestellt. Die Staatsanwaltschaft Fulda hat Anklage erhoben.

“Es ist absolut notwendig, die radioaktive Verseuchung unserer Umwelt zu stoppen. Farbe auf einem Castortransport macht auf die tödliche Fracht aufmerksam und zeigt deren Angreifbarkeit und ist deshalb im Gegensatz zum Betrieb von Atomkraftwerken legitim – völlig unabhängig davon, ob tatsächlich Farbe auf dem Castor war und wer das war” erklärt eine Unterstützerin.

Die Gerichtsverhandlung ist öffentlich. Die Angeklagten und ihre UnterstützerInnen stehen schon eine halbe Stunde vor Prozessbeginn für Rückfragen zur Verfügung.

Am abend vor der Gerichtsverhandlung, den 24. Februar um 19 Uhr im Café Panama, veranstaltet die attac Gruppe Fulda eine Lesung mit Kletteraktivisitn Cécile Lecomte. Sie liest aus ihrem Buch „Kommen Sie da runter!“.

Hintergründe zur Aktion unter http://fuldatalsperre.blogsport.de

Hintergründe zum Prozess unter http://nirgendwo.info/fulda

Lesung im Café Panama: http://blog.eichhoernchen.fr/public/Flyer/2014_Buch_Fulda.pdf

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9. Dezember 2013

Versammlungsleitung am Fahnenmast?

Aktion Am 22. Februar 2013  entfalteten Atomkraftgegner_innen von ROBIN WOOD und dem Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen ein Transparent über dem Dülmener Marktplatz. Sie informierten über die Urananreicherungsanlage in Gronau und die Demo zum 2.Fukushima-Jahrestag am 9. März 2013. “Atomkraft den Boden entziehen – Urananreicherung Stoppen” stand auf dem Transparent. Nach gut zwei Stunden waren alle mitgebrachten Flyer verteilt und die Kletteraktion wurde ohne Probleme beendet. Zehn Monate später flattert einer Aktivistin, die damals auf einen von den beiden Fahnenmasten Kletterte, ein Strafbefehl in Höhe von 30 Tagessätzen à 16 Euro  ins Haus. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, eine unangemeldete Versammlung geleitet zu haben. Wie das gehen soll, indem Mensch auf einen Fahnenmast klettert, bleibt das Geheimnis der Staatsanwaltschaft. Vor Erlass des Strafbefehls wurde seitens von der Münsteraner Staatsanwaltschaft und von Richterin Koppenfels die Gewährung von rechtlichem Gehör nicht für nötig erachtet. Die Betroffene hat sofort Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt. Einen Verhandlungstermin vor dem Amtsgericht Dülmen gibt es noch nicht. Hier geht es  zum Zeitungsbericht nach der Aktion damals Hier geht es zur Mitteilung der Aktionsgruppe zum Strafbefehl am  9.12.13

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21. November 2013

Urteil gegen AtomkraftgegnerInnen aufgehoben!

 Aktionsbild Eine mehrjährige juristische Auseinandersetzung ist nun mit einem deutlichen Erfolg für vier ROBIN WOOD KletteraktivistInnen zu Ende gegangen. Ein Urteil vom Amtsgericht Potsdam wurde vom Brandenburgischen Oberlandesgericht aufgehoben und die Verfahren gegen die vier AktivistInnen eingestellt. Hintergrund der juristischen Auseinandersetzung war eine Kletteraktionen gegen den Castortransport nach Gorleben 2008 auf der Elbe-Seitenkanal-Brücke bei Lüneburg. (mehr …)

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8. November 2013

ROBIN WOOD – Solidarität mit den „Arctic 30“

Who ist the Pirate?ROBIN WOOD zeigte sich vor dem Internationalen Seegerichtshof in Hamburg solidarisch mit den in Russland inhaftierten AktivistInnen des Greenpeace-Schiffes „Arctic Sunrise“. Dafür musste auch im kalten Hamburg aber erst einmal die Versammlungsfreiheit durchgesetzt werden, selbst wenn drinnen im Gericht die Benimmregeln der Diplomatie und feiner Zwirn vorherrschen. Ein Erlebnisbericht von zwei ROBIN WOOD-AktivistInnen, die in Hamburg mit dabei waren: (mehr …)

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18. Oktober 2013

Video: Kletterprotest gegen die Vattenfall Cyclassics 2013

Ein Video über die letzte Kletteraktion gegen den Klimakiller Vattenfall anläßlich der Vattenfall Cyclassics 2013 in Hamburg. Robin Wood AktivistInnen hingen mit transparenten an der Rennstrecke. Der Videoschnitt ist vom Eichhörnchen

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9. September 2013

Video: Tripod-Aktion gegen Vattenfall Business Media Night

TripodaktionAm 3. Juni 2013 wurde in Hamburg vor einem Nobelrestaurant lautstark gegen Vattenfalls klimaschädlichen Geschäfte protestiert. Mit der Veranstaltung flirtet der Konzern mit Politik und Business um auf deren Politik Einfluss zu nehmen.Es gibt nun ein Video zur Aktion von ROBIN WOOD und Gegenstrom13.

Zu den Hintergründen der Aktion gibt es die damalige Pressemitteilung der AktivistInnen.von ROBIN WOOD. (mehr …)
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4. September 2013

AREVA-Prozess – Richter lehnt Eröffnung des Hauptverfahrens ab

Lingen StilllegenNach  einer Aktion von Robin Wood an der Brennelementefabrik in Lingen (mehr zur Aktion) wurden die beteiligten neun Aktivist*innen wegen Nötigung angeklagt. Der erste zuständige Richter in Lingen erklärte sich für befangen, weil sein Schwiegervater bei Areva arbeite. Der nächste Richter lehnt jetzt die Eröffnung des Hauptverfahrens aus rechtlichen Gründen ab. (mehr …)