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1. Mai 2016

Lasst das Uran im Boden! Neuer Urantransport unterwegs

Heute  vor 3 Jahren kam es im Hamburger Hafen zu einer beinahe Katastrophe. Der Atomfrachter „Atlantic Cartier“  stand in Flammen. Heute ist Tag X in Kiel – weil der atomare Wahnsinn immer noch kein Ende genommen hat. Der Frachter ‘Kapitan Yakovlev’ der Reederei Northern Shipping Company (NSC) ist auf dem Weg von Russland nach Hamburg. Das Schiff wird am 02.05.16 gegen 11:00 Uhr (MESZ) am “CTB”(Containerterminal Burchardkai der HHLA Hamburger Hafen und Logistik AG ) erwartet. Atomkraftgegner*innen rufen zu einer Mahnwache an dem Nord-Ostsee-Kanal am Tiessenkai ab 16 Uhr auf. Dort wird das Atomschiff in wenigen Stunden erwartet – achtet auf Informationen im Transport-Ticker. Die ‘Kapitan Yakovlev’ hat mit großer Wahrscheinlichkeit Uran an Bord, aus Transporten der Vergangenheit ist bekannt, dass sie öfter Uranpellets für die Brennelementefabrik in Lingen oder Brennelemente für AKW (u.a. in Deutschland und in der Schweiz) transportiert. Das Uran wird umgeschlagen und anschließend per LKW weiter transportiert.

Am Süd-West-Terminal der Atomumschlagfirma C.Steinweg im Hamburger Hafen hat darüber hinaus das Schiff „Red Cedar“ von der Reederei MACS angelegt. Die Schiffe der MACS befördern regelmäßig Uranerzkonzentrat von Namibia nach Hamburg – wie zuletzt Anfang April.
Passend zu den heutigen Atomtransporten veröffentlichen wir einen in der Maiausgabe der Zeitschrift GWR veröffentlichten Artikel zur jüngsten Uranzugblockade in Buchholz i.d.N – Sowie ein kurzes Update. An der Aktion waren ROBIN WOOD Aktivist*innen beteiligt.

April 2016, Kletteraktion gegen einen Uranzug in Buchholz

April 2016, Kletteraktion gegen einen Uranzug in Buchholz

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14. April 2016

Uranzug in Buchholz durch Kletteraktion gestoppt

Löschung der Bright Sky am 5.4.2016

Löschung der Bright Sky am 5.4.2016

Aktivist*innen der Hamburger Kampagne und bundesweiter Vernetzung gegen Atomtransporte hatten für den ersten Transport von Uranerzkonzentrat von Hamburg nach Frankreich ab dem 11. März zu Aktionstagen gegen Urantransporte aufgerufen. Es wurden Mahnwachen an diversen Orten entlang der Strecke angekündigt. Als das Schiff Bright Sky der Hamburger Reederei MACS den Hamburger Hafen am 5. April erreichte und Uranerzkonzentrat am Süd-West-Terminal der Firma C. Steinweg löschte, wurde „oranger Alarm“ ausgelöst. Die Container wurde anschließend auf einem Zug verladen. Der Zug hätte den Hamburger Hafen fahrplanmäßig gegen 18 Uhr verlassen müssen. Der Protest vor den Toren der Atomumschlagfirma C. Steinweg am Fukushima-Jahrestag war ihr jedoch offensichtlich zu viel. Unternehmen, die in Atomgeschäfte verstrickt sind, legen gerne Wert auf Diskretion. Die Abfahrt des Zuges wurde um ca. 6 Stunden vorverlegt. Die Mahnwachen im Hamburger Hafen konnten nicht stattfinden. Dafür aber eine spontane Mahnwache in Maschen, wo der Zug rangiert wurde. Und es dauerte nach seiner Abfahrt aus Maschen keine Viertelstunde, bis der Zug eine Zwangspause einlegen musste.

Kletteraktion gegen Uranzug in Buchholz am 8.4.2016

Kletteraktion gegen Uranzug in Buchholz am 8.4.2016

Zwei Kletteraktivistinnen seilten sich am Bahnhof in Buchholz von einer Fußgängerbrücke ab – unterstützt durch ca. 20 weitere Menschen. Die Demonstration über und an der Bahnanlage dauerte bis zur Räumung der Kletterinnen ca. 3,5 Stunden an und sorgte für große Aufmerksamkeit.

Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass die Versorgungstransporte der Atomindustrie – die den Weiterbetrieb von Atomanlagen weltweit ermöglichen – unbefristet trotz angeblichem Atomausstieg weiter fahren dürfen. Der in Buchholz angehaltene Transport hatte die Uranfabrik Narbonne Malvési (Süd-Frankreich) zum Ziel. Uranerzkonzentrat ist der Rohstoff, der zur Fertigung von Brennelementen – oder auch Atombomben – genutzt wird. Das Uran kam dieses mal aus Namibia  – zum Thema Uranabbau in Afrika ist der Doku-Film „Legacy Warnings“ zu empfehlen.

Es gibt über die Kletteraktion in Buchholz einen Film von Graswurzel.tv.

Und hier der Erfahrungsbericht einer beteiligten Kletterin von ROBIN WOOD: (mehr …)

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4. April 2016

Vertuschte Atomunfälle – Steuergelder für das Restrisiko

Artikel von der französischen Robin Wood Aktivistin Cécile Lecomte, erschienen in der Zeitschrift Graswurzelrevolution (GWR) Nummer 408 von April 2016

Im März 2016 wurde bekannt, dass es im französischen Fessenheim bereits vor zwei Jahren einen vertuschten, schwerwiegenden Atomunfall gab. Trotzdem regt sich auch 30 Jahre nach dem Super-GAU von Tschernobyl und fünf Jahre nach Beginn der Atomkatastrophe in Fukushima derzeit kaum Widerstand gegen die internationale Atomstaatspolitik. Eine Analyse von GWR-Mitherausgeberin Cécile Lecomte. (GWR-Red.)

Fünf Jahre nach Beginn der Katastrophe von Fukushima scheint das Thema Atomkraft die Massen nicht mehr zu bewegen. Die Kundgebungen und Demonstrationen zum Jahrestag der Katastrophe haben lediglich ein paar Tausend Menschen auf die Straße gebracht. Viele Menschen begnügen sich mit der Illusion eines deutschen Atomausstiegs, die PolitikerInnen glänzen mit NIMBY-Mentalität, indem sie gegen störanfällige AKW auf der anderen Seite der Grenze in Belgien und Frankreich schimpfen – ohne dabei die eigene Verantwortung beim Namen zu nennen. Mit der Förderung der Atomkraft unter dem Deckmantel der „Forschung“, mit unbefristet weiter laufenden Atomanlagen, wie die Urananreicherungsanlage in Gronau und der Brennelementefabrik Lingen, mit der Versorgung von Atomanlagen dienenden Atomtransporten trägt Deutschland zum weltweiten Bau und Betrieb von Atomanlagen bei. Die „heimischen“ AKW sind darüber hinaus nicht weniger gefährlich!

Vertuschter Zwischenfall im AKW Fessenheim

Als deutsche JournalistInnen vor wenigen Wochen die Vertuschung eines beinahe GAU aus dem Jahr 2014 im französischen AKW Fessenheim öffentlich machten, zeigten sich die Bundesumweltministerin und die verantwortlichen PolitikerInnen der Fessenheim nahen Bundesländer empört. Sie forderten die Abschaltung des Atomkraftwerks – ohne dabei zu erwähnen, dass Deutschland seit Jahren zu deren Weiterbetrieb beiträgt: das AKW Fessenheim wird – wie zahlreiche anderen AKW in Frankreich und Belgien – unter anderem mit Brennelementen aus der niedersächsischen Fabrik Lingen versorgt. Über den Hamburger Hafen verkehrt das Uranerzkonzentrat, das anschließend in Frankreich verarbeitet wird und als Rohstoff für die Versorgung der Atomanlagen dient. Doch weder der rot-grüne Hamburger Senat, noch die rot-grüne niedersächsische Regierung, noch die schwarz-rote Bundesregierung sind bereit, Atomanlagen und Transporte zu stoppen. Hinzu kommt der Verdacht, dass beim Ausstiegsgesetz nach Fukushima absichtlich gepfuscht wurde, um das Gesetz juristisch durch die Konzerne angreifbar zu machen.(1)

Das Ganze hört sich noch absurder an, wenn man sich den Diskurs der VertreterInnen der Regierung im aktuell laufenden Verfahren um die Schadenersatzforderung der Atomunternehmen vor dem Bundesverfassungsgericht anschaut. Man habe die acht Meiler nach Fukushima abschalten lassen müssen, weil Fukushima gezeigt habe, dass das Restrisiko Atomkraft nicht beherrschbar sei. Späte Einsicht – und da fragt man sich, weshalb nur acht Reaktoren abgeschaltet wurden und zahlreiche Atomanlagen vom Ausstiegsplan nicht betroffen sind. Mit der Alterung der Anlagen wächst die Gefahr ständig – auch in Deutschland.
Der Unfall im AKW Fessenheim ist nur ein weiterer Beweis dafür. Der Unfall ist tatsächlich besorgniserregend. Der Betreiber EDF verlor auf Grund einer Überschwemmung des Steuerungsraums die Kontrolle über das AKW. Es wurde einige Minuten „blind“ gesteuert. Die Kontrollstäbe ließen sich nicht mehr bedienen, die Kettenreaktion drohte vollständig außer Kontrolle zu geraten. Die Mannschaft rief den Krisenplan auf und entschied sich für den Einsatz von Borsäure zur Unterbrechung der Kettenreaktion. Eine Maßnahme, die nur im Katastrophenfall vorgesehen ist. Der Unfall wurde anschließend vertuscht und selbst von der zuständigen Atomaufsichtsbehörde ASN herunter gespielt. Dass er nun öffentlich wurde, ist der Arbeit von JournalistInnen zu verdanken. Behörden und Politik haben versagt. Die Gefahr, dass die Kontrolle über das AKW im Falle einer Überschwemmung verloren geht, besteht auf Grund eines Konzeptionsfehlers bei 16 französische Atomreaktoren. (mehr …)

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3. April 2016

Kletteraktivistin nach Atommüllschiffsblockade in Erzwingungshaft

Kletteraktion gegen das Atommüllschiff EDO 2012 in Münster

Kletteraktion gegen das Atommüllschiff EDO 2012 in Münster

* Schifffahrtsgericht Dortmund verhängt einen Tag Knast für 20 Euro Bußgeld

*Atomkraftgegnerin tritt Haft am 5. April 2016 um 10:00 Uhr in der JVA Hildesheim (Niedersachsen) an

*Anti-Knast-Lesung am 4. April 2016 um 19:30 Uhr in der Projektwerkstatt Hildesheim, Langer Garten 1, 31137 Hildesheim

Am 28. Mai 2012 blockierten Umweltaktivist*innen (u.a. von ROBIN WOOD) im Rahmen einer Anti- Atomkraft-Demonstration das Frachtschiff „MS EDO“ der Firma Nuclear Cargo Service, welches radioaktiven Müll geladen hatte.

Die Aktion fand an der Kanalbrücke der Wolbecker Straße in Münster statt, an der sich zwei Aktivist*innen aus Lüneburg von der Brücke abseilten und ein Transparent mit der Aufschrift „Vermeiden statt verschieben“ entfalteten.

Nach mehrtägiger Verhandlung vor dem Dortmunder Schifffahrtsgericht wurden beide Kletteraktivist*innen 2013 zu Bußgeldern in Höhe von 20 und 10 Euro wegen „Fehlbenutzung einer Schifffahrtsanlage“ verurteilt. Die Dortmunder Staatsanwaltschaft beantragte daraufhin die Verhängung von Erzwingungshaft gegen die beiden Aktivist*innen, weil sie sich weigerten die Bußgelder zu zahlen. (mehr …)

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12. März 2016

Demonstration gegen Atomtransporte im HH Hafen – weitere Aktionen angekündigt

Kundgebung zum 5. Fukushima Jahrestag in Hamburg

Kundgebung zum 5. Fukushima Jahrestag in Hamburg

Atomkraftgegner*innen der Kampagne „Atomtransporte durch Hamburg stoppen“ versammelten sich am 11. März 2016 vor dem Süd-West-Terminal der Uran-Umschlagfirma C. Steinweg im Hamburger Hafen. Mit Transparenten, Redebeiträgen und Musik erinnerten die ca. 50 Kundgebungsteilnehmer*innen an die Atomkatastrophe von Fukushima vor 5 Jahren. Sie forderten den sofortigen Atomausstieg weltweit. Wenn im Durchschnitt alle zwei Tage ein Atomtransport durch Hamburg fährt, kann von Atomausstieg nicht die Rede sein. Die Versorgungstransporte der Atomindustrie müssen gestoppt werden, so die Teilnehmer*innen.

In Redebeiträgen wurde die Rolle der in Hamburg ansässigen Firmen C. Steinweg und MACS betont. Die Hamburger Reederei MACS wickelt Atomgeschäfte mit Namibia ab. Die Reederei ist zugleich der größte Kunde von der Umschlagfirma C. Steinweg. Das Uranerzkonzentrat, das dort umgeschlagen wird, kommt nicht nur aus Namibia, sondern auch aus Usbekistan und Kasachstan. Uranerzkonzentrat ist der Rohstoff zur Fertigung von Brennelementen oder zum Bau von Atombomben. Das Uranerzkonzentrat, das in Hamburg umgeschlagen wird, wird anschließend per Zug nach Narbonne Malvési in Südfrankreich gebracht. Eine französische Aktivistin erläuterte unter welchen Umständen das Uran dann in Frankreich verarbeitet wird. Sie berichtete über eine Auffällige Häufung von Krebserkrankungen bei den Mitarbeiter*innen der Anlage und über Betreiberfirmen die sich aus der Verantwortung ziehen, wenn es um Kontamination und Unfälle geht.

Mit ihrer Kampagne „Atomtransporte durch Hamburg stoppen“ wollen die Aktivist*innen die Öffentlichkeit auf die Atomtransporte aufmerksam machen und die verantwortlichen Firmen bei Namen benennen. Sie kündigten an, den Druck aufrecht zu erhalten. Sie wollen den nächsten Urantransport, der den Süd-West-Terminal verlässt, mit Protestaktionen entlang der Strecke bis nach Frankreich begleiten.

Für den Tag X, den Transporttag, wurden Mahnwachen am Kamerunweg vor den Toren der Umschlagfirma C. Steinweg sowie in Veddel bei der S-Bahn angemeldet. Die Aktivist*innen informieren über Tag X und die Protestaktionen via einen im Internet abrufbaren Transportticker. (mehr …)

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5. März 2016

Urantransporte – Wir sehen uns im Hafen oder an der Strecke

Artikel von der Journalistin und Robin Wood Aktivistin Cécile Lecomte, Erstveröffentlichung in der Zeitschrift GWR 407 von März 2016

Fukushima – Erinnern heißt den Weiterbetrieb von Atomanlagen verhindern!

Es war der 11. März 2011 als nach einem schweren Erdbeben und einem Tsunami zwei Atomkraftwerke im japanischen Fukushima explodierten. Mehr als 150.000 Menschen mussten umgesiedelt werden, die meisten von ihnen ohne die Chance, jemals wieder zurückzukehren. Die Zahl der Schilddrüsenerkrankungen bei Kindern geht in die Tausende, viele andere Strahlenerkrankungen werden folgen. Weltweit gingen Hunderttausende gegen die Atomkraft auf die Straße. In Deutschland nötigte der Druck von der Straße die PolitikerInnen zum Versprechen eines Atomausstiegs. Doch: was bleibt fünf Jahre danach davon übrig? Kann wirklich von Atomausstieg die Rede sein?

AktivistInnen, die sich schon lange mit dem Thema beschäftigen, beantworten diese Frage mit einem klaren Nein. Atommeiler produzieren weiterhin Atommüll, obwohl die Entsorgungsfrage ungelöst bleibt. Die Versorgungsanlagen der Atomindustrie wie die Urananreicherungsanlage Gronau und die Brennelementefabrik Lingen dürfen zeitlich unbefristet weiter laufen. Damit werden Pannenreaktoren in aller Welt beliefert, darunter die belgischen rissanfälligen AKW (vgl. GWR 406). Glauben die PolitikerInnen etwa, dass die Radioaktivität an der Grenze halt macht? Atomanlagen gehören weltweit und überall abgeschaltet!

Die Versorgungstransporte der Atomindustrie stoppen

Es sind Gründe genug, am Anfang der Brennstoffkette anzusetzen, um Unfälle und Atommüll zu verhindern, bevor sie entstehen. Antiatomgruppen und EinzelaktivistInnen rufen – wie schon im September 2015 (die GWR berichtete) – zu Aktionstagen gegen Urantransporte auf. Sie wollen den ersten Uranerzkonzentrattransport nach dem 5. Fukushima-Jahrestag, dem 11. März, von Hamburg nach Narbonne Malvési in Südfrankreich mit Protestaktionen begleiten. Uranerzkonzentrat ist der Ausgangsstoff zur Herstellung von atomaren Brennelementen oder Atombomben.

Den Auftakt macht Hamburg am 11.3.2016 ab 16 Uhr mit einer Kundgebung direkt vor den Toren der Uranumschlagfirma C. Steinweg am Süd-West-Terminal.

Die Firma C. Steinweg ist ein Glied der Brennstoffspirale auf europäischem Boden. Sie übernimmt den Umschlag des Uranerzkonzentrats. Die AktivistInnen wollen die einzelnen Glieder der Urankette brechen und die verantwortlichen Unternehmen beim Namen nennen. Die Unternehmen handeln gern nach dem Motto „Gewinne Privatisieren, Risiken sozialisieren“. Wenn sich ein Unfall ereignet, will niemand Verantwortung tragen.

Unfall? Keiner will es gewesen sein

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29. Februar 2016

Neuer Urantransport – zur Versorgung von immer länger laufenden AKW

Beobachter*innen zur Folge steht am heutigen Montag 29.2.16 wieder mal ein Atomtransport am Süd-West Terminal auf dem Gelände von der Umschlagfirma C. Steinweg abfahrbereit. Mindestens 6 Urancontainer wurden auf dem Zug verladen. Das Uran kommt aus Namibia und wurde durch die Reederei MACS mit dem Schiff „Golden Karoo“ nach Hamburg verschifft. Polizei ist vor Ort. Die radioaktive Fracht wird noch am heutigen Tag die Reise nach Narbonne Malvési in Süd-Frankreich antretten. Ausgerechnet am Tag nachdem die französische Ministerin Ségolène Royal eine Laufzeitverlängerung um 10 Jahren für die schon maroden Französischen AKW angekündigt hat. Das Uran, das im Hamburger Hafen umgeschlagen wird ist der Rohstoff für den Betrieb von Atomanlagen weltweit – auch Rohstoff für den Betrieb der französischen AKW die nun länger laufen sollen und eine Zeitbombe sind.

Doch wer sich gegen den Uranhandel wehrt, hat es mit Repression zu tun. Der Prozess gegen einen Atomkraftgegner, der sich an einer Aktion gegen den Uranumschlag bei C. Steinweg beteiligte, wird am kommenden Freitag (4.3.) um 10:30 Uhr fortgesetzt.

In Frankreich haben es die Protestierenden auf Grund der Verlängerung des Ausnahmezustandes(Notstand), die Freitag in Kraft trat schwer. Die Aktivist*innen lassen sich jedoch nicht einschüchtern und rufen auf beiden Seiten der Grenze zu Aktionen anlässlich des Fukushimajahrestags auf. Die Aktionstage gegen Urantransporte gegen in Hamburg am 11.3. los.

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14. Februar 2016

Fukushima – Erinnern heißt den Weiterbetrieb von Atomanlagen verhindern!

AntiatomAnlässlich der Jahrestage der Atomkatastrophen von Fukushima (5. Jahrestag) und Tschernobyl (30. Jahrestag) wird es eine Reihe von Antiatom-Veranstaltungen, Demonstrationen und Protestaktionen geben.
Hier, ein kleiner Überblick für Norddeutschland:

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14. Februar 2016

Aktionstage gegen Urantransporte

logoFukushima – Erinnern heißt den Weiterbetrieb von Atomanlagen verhindern! Wir wollen die Versorgungstransporte der Atomindustrie stoppen und am Beginn der atomaren Brennstoffkette ansetzen. Wir rufen wie schon im September 2015 zu Aktionstagen gegen Urantransporte auf. Wir werden den ersten Urantransport nach dem Fukushima Jahrestag, dem 11.3., von Hamburg nach Narbonne / Malvési mit Protestaktionen begleiten. ROBIN WOOD ist in Hamburg bei den Mahnwachen dabei. Du auch?

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1. Februar 2016

Lingen: Demo und Blockade gegen die atomare Brennelementefabrik

Rund 130 Menschen nahmen an diesem Sonntag die Pannenserie in den belgischen AKW Thiange und Doel zum Anlass, in Lingen gegen die dortige Brennelemente Fabrik zu demonstrieren. Die von der ANF (AREVA) betriebene Anlage beliefert Atomkraftwerke in aller Welt, darunter in Belgien und Frankreich. Rund 30 AktivistInnen blockierten dann am frühen Montag für ca. 5 Stunden die Anlage. Sie ließen sich weder durch ruppige unfreundliche Polizeibeamten noch durch die Kälte und den Regen von ihrem Vorhaben abhalten. Die Unkontrollierbarkeit der Radioaktivität, die sich an keine Grenzen hält, wurde mit gelben Wasserbällen, die chaotisch und fröhlich durch die Blockade hin und her geworfen wurden, bildlich dargestellt.

Die Bedeutung vom gemeinsamen Widerstand über Ländergrenzen hinaus war zuvor in der Lingener Innenstadt in Redebeiträge aus Belgien und Frankreich betont worden. ROBIN WOOD Aktivistin Cécile Lecomte berichtete über die französische Atompolitik und die aktuelle schwierige Situation für die Protestbewegung auf Grund der Notstandgesetzgebung in Frankreich (siehe auch das Dossier in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Anti-Atom-Aktuell). Weitere ROBIN WOOD AktivistInnen kletterten in Bäumen um einen Banner mit der Aufschrift „Fukushima mahnt Ausstieg sofort!“ aufzuhängen.

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