Blog, Prozess
22. Januar 2017

Soliaktion gegen Repression gegen Kohle- und Atomkraftgegner_innen

Quelle: nirgendwo.info

Im Dezember wurde ein Urteil gegen zwei Atomkraftgegner*innen rechtskräftig, die sich 2012 angekettet hatten um einen Uranzug im Münsterland zu stoppen. Das Urteil ist mit 110 und 90 Tagessätzen unüblich hoch. Trotzdem wollen wir nicht jammern, sondern dafür sorgen, dass nicht noch mehr Menschen im Kampf um eine lebenswertere Welt von Gerichten abgeurteilt werden oder dies zumindest nicht im Verborgenen geschieht Deshalb rufen wir zu Solidaritätsaktionen und einer Fax-, Mail- und Telefonkampagne auf, die sich gegen die Gerichte an denen Verfahren gegen Atom- und Kohlegegner*innen laufen richtet.

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16. Januar 2017

HH – Demonstration zum Fukushima-Jahrestag 2017

DSC00648Das Jahr 2017 beginnt mit einer Vielzahl an Atomtransporten. Anlass genug für eine Demonstration gegen Atomtransporte im Hamburger Hafen zum Fukushima-Jahrestag. Die ROBIN WOOD Regionalgruppe Hamburg-Lüneburg organisiert die Demonstration mit. Im Fokus steht dieses Jahr die Hamburger Atom-Reederei Maritime Carrier Shipping (MACS), die die regelmäßig Uranerzkonzentrat aus Namibia nach Hamburg transportiert.

Beteiligt euch!

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Aktion, Allgemein, Blog, Energie
2. Januar 2017

Aktionsfahrt gegen Urantransporte Februar 2017

ROBIN WOOD ist in der bundesweiten Vernetzung gegen Atomtransporte aktiv. Auf dem jüngsten bundesweiten Vernetzungstreffen in Trier wurde eine Aktion vorgeschlagen, die zum Ziel hat, Bahnpersonal und Fahrgäste über die Atomtransporte, die per Bahn zwischen Hamburg und Frankreich (via Münster, Köln und Trier) stattfinden, zu informieren. Der Aktionstag startet in Kiel, weil die Atomsschiffe, die den Hamburger Hafen anlaufen, häufig über die Kieler Schleuse fahren.

Beteiligung an der Aktion ist erwünscht, Mensch kann einfach zusteigen und mitmachen.

Am 18. und 19. Februar 2017 erkunden wir die Atomtransporte-Strecke von Kiel nach Frankreich

Fahrt mit uns mit!

train-Areva-blancDer sogenannte Atomausstieg ist beschlossen – Atompolitik kein Thema mehr? Dennoch fahren täglich Atomtransporte quer durch die Welt um die Atomindustrie mit neuem Brennstoff zu versorgen. Uran wird abgebaut, umgewandelt, angereichert, in Brennelemente gepresst, zu Atomkraftwerken transportiert. Diese Transporte sind Lebensader und zugleich Achillesferse der Atomindustrie – ohne Atomtransporte könnten Atomkraftwerke nicht laufen. Weil wir einen weltweiten, sofortigen Atomausstieg wollen, rufen wir zu Streckenaktionstagen am 18. und 19. Februar 2017 auf. Wir werden einer Atomtransport-Strecke mit Regionalzügen folgen und die Reisenden auf Versorgungstransporte und Anlagen der Atomindustrie, die trotz „Atomausstieg“ unbefristet weiter laufen, aufmerksam machen. Wir werden in Kiel starten und bis nach Trier weiter fahren. Von Trier aus werden französische Aktivist*innen die Aktion weiter führen. Die Reise führt über Hamburg, Bremen, Osnabrück, Münster, Hagen, Köln, Bonn, Koblenz und Trier. Es ist möglich unterwegs zuzusteigen.

Hier findet ihr alle relevanten Informationen:

In Trier gibt es Übernachtungsplätze. Meldet euch bei Bedarf!

Infos zum Verlauf und eventuellen Fahrplanänderungen gibt es dann live auf dem Transportticker: https://twitter.com/urantransport

Hintergrundinformationen und Einzelheiten findet ihr bald auf der Seite der bundesweiten Vernetzung gegen Atomtransporte.

Wir freuen uns wenn ihr mitmacht! Bei Interesse und Fragen meldet euch bei kontakt(ät)urantransport(punkt)de , damit wir besser planen können

Diesen Aufruf gibt es auch Französisch (pdf)

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17. Dezember 2016

Essen: Kletteraktivistin gewinnt Schmerzensgeldklage gegen das Land NRW

Das Landgericht Essen hat am 15.12.2016 der Klage einer ROBIN WOOD Aktivistin gegen das Land NRW statt gegeben und ihr ein Schmerzensgeld in Höhe von 400 Euro für eine 2-stündige rechtswidrige Ingewahrsamnahme anlässlich einer Demonstration gegen den Kohle- und Atomkonzern E.ON zugesprochen.

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6. Dezember 2016

Aktivist*innen vernetzen sich zu Atomtransporten und planen Aktionen

Trier, den 06. Dezember 2016

Vom 3.-4. Dezember fand im Café Scheinbar in Trier ein deutsch-französisches Treffen zu Urantransporten statt. Das Treffen vereint regelmäßig verschiedene Anti-Atom-Initiativen aus Bure (Frankreich), Trier, Koblenz, Köln, Münster, Hamburg und Kiel. ROBIN WOOD war dort vertreten.

Die Aktivist*innen rufen zu einer Aktion im nächsten Sommer auf: Zwischen dem 11. und 22. Juni 2017 soll eine Floßtour von Trier nach Köln stattfinden. Damit fahren die Aktivist*innen den Weg der regelmäßigen Transporte ab, um entlang der Strecke auf mehreren Etappen die Bevölkerung zur Thematik der Transporte zu sensibilisieren.

In Diskussionsrunden wurden Strategien zum Protest und Informationen über Atomtransporte zwischen Deutschland und Frankreich ausgetauscht. Die Initiativen forderten auf dem Treffen die Einstellung der Urantransporte sowie die Schließung aller Atomanlagen. So sollen unter anderem die deutsche Urananreicherungsanlage Gronau und die Brennelementefabrik Lingen in Niedersachsen unverzüglich geschlossen werden. „Ohne Schließung dieser primären Atomanlagen wird es niemals einen wirklichen Atomausstieg geben“, so die Teilnehmer*innen.

Just am 5.12. verließ der jüngste Atomtransport mit 20 Containern Uranerzkonzentrat (Yellow Cake) den Hamburger Hafen Richtung Narbonne in Süd-Frankreich. Der Transport wird am 7.12. in Trier erwartet. Zu diesem Transport gibt es eine kurze Zusammenfassung

weitere Informationen

http://urantransport.de(allgemeine Infoseite der bundesweiten Kampagne)
https://twitter.com/urantransport ( Ticker zu Urantransporten)
http://www.antiatomnetz-trier.de (Trier Anti-Atom-Gruppe)

http://flosstour.de/ ( Berichte zu früheren Floßtouren)
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19. November 2016

UF6-Zug von Hamburg zur Urananreicherungsanlage Gronau

UF6-Transport bei der Abfahrt in HH-Süd am 17.11.2016 – Quelle: Gruppe Sand

UF6-Transport bei der Abfahrt in HH-Süd am 17.11.2016 – Quelle: Gruppe Sand

Auf dem Hafenbahnhof Hamburg Süd  wurde am 17.11.16 um 18:15 Uhr die Abfahrt eines mit 16  UF6-Container beladenen Zuges beobachtet. Es handelt sich um nicht angereichertem Uranhexafluorid.  Die Behälter befanden sich direkt nach der roten E-Lock, die Container-Gestelle sind blau, der 2. und 10.  sind braun.

Hinter den 16 UF6 Behältern wurden viele Container (ohne Uran) beobachtet. Die Wasserschutzpolizei war vor Ort und hat Beobachter*innen kontrolliert.

Diese Atomtransporte sind sehr gefährlich! Uranhexafluorid ist eine sehr reaktive und extrem giftige chemische Verbindung. Bei der Freisetzung dieses Stoffes nach einem Unfall bildet sich in Verbindung mit Wasser Uranylfluorid (UO2F2) und Fluorwasserstoff (HF).  Fluorwasserstoff bildet in Verbindung mit Wasser aggressive Flusssäure, die nicht nur organische Materie, sondern selbst Glas angreift. (mehr …)

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17. November 2016

Veranstaltungsreihe zur sozial-ökologischen Wende in Lüneburg

plakatROBIN WOOD lädt zu einer Veranstaltungsreihe zu aktuellen sozial-ökologischen Konflikten. Jeden zweiten Dienstag im Monat von November bis März informiert einE ReferentIn zu einem brisanten Thema. Zur Müllvermeidungswoche gibt es zudem eine zusätzliche Veranstaltung. Veranstaltungsort ist immer das „Anna & Arthur“ in der Katzenstraße 2 in Lüneburg. Beginn ist jeweils um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Den Auftakt der Reihe bildete der Vortrag des ROBIN WOOD-Tropenwaldreferenten Sven Selbert zum Thema: „Industrielle Tierproduktion. Warum sich der Kampf um die Zukunft von Waldökosystemen weltweit auf unseren Tellern abspielt.“ am 8. November.

Es geht am 22. November 2016 mit dem Vortrag von Jannis Pfendtner (Fachreferent Wald bei ROBIN WOOD)  mit der Überschrift „Rächer der Becher? Warum der Müllberg weiter wächst – und wie wir ihn stoppen werden.“ weiter. Der referent bietet Erzählungen aus der ROBIN WOOD-Kampagne gegen Wegwerfbecher im Rahmen der Müllvermeidungswoche des Öko?-logisch!-Referats des AStA.

Weitere Veranstaltungstermine:

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13. November 2016

Ende Gelände 2015 – Die Prozess-Lawine rollt

Alle reden von Klimaschutz. Doch wer es nicht bei Worten belässt und sich tatkräftig für den Klimaschutz engagiert, wird kriminalisiert. Aktivist*innen, die sich an Aktionen von „Ende Gelände“ im rheinischen Braunkohlerevier 2015 beteiligten, stehen derzeit vor Gericht.
Folgende Termine sind aktuell bekannt:

Amtsgericht Erkelenz

  • 15.11.2016, 10:50 Uhr Sssaal 1.02Vorwurf: Hausfriedensbruch
  • 16.11.2016, 9:00 Uhr Saal 1.02 Vorwurf: Versuchter gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr
  • 29.11.2016 11 Uhr Vorwurf: Landfriedensbruch (Fortsetzungstermin 8.11.)

Amtsgericht  Grevenbroich

  • 21.11.  09:10 Uhr, Vorwurf: Hausfriedensbruch
  • Weitere Prozesse stehen an, sind aber noch nicht terminiert / öffentlich

 

Die Angeklagten haben unsere Solidarität verdient. Auf der Anklagebank gehören Konzerne wie RWE und Politiker*innen, die zwar von Klimaschutz reden, den Klimawandel jedoch durch ihre politischen Entscheidungen vorantreiben. So Wirtschaftsminister Gabriel, der den bereits äußerst schwachen Klimaabkommen von Paris zu einer Farce verkommen lässt.

Der Flugverkehr, eine der Hauptquellen für CO2 Emissionen, flog bereits während der COP-Verhandlungen in Paris aus dem Vertrag raus. Gabriel hat nun bewirkt, dass der deutsche Klimaschutzplan nun kein Verbot neuer Kohlekraftwerke mehr enthält. Der Stopp weiterer Kohletagebaue ist ebenfalls nicht im Plan enthalten. Die „Kohleausstiegs-Kommission“ heißt nun „Kommission Wachstum, Strukturwandel und Regionalentwicklung“. Und nach den Begriffen „Klimaschutz“ und „Energiewende“ wird vergeblich gesucht. Siehe auch die Analyse auf tagesschau.de.
Die Regierung behauptet trotzalledem nach wie vor, sie wolle das Klima schützen und den Kohlendioxid-Ausstoß reduzieren. Das ist Heuchelei!  Das ist eine schmutzige Lüge! Genauso wie das Mär der sauberen Kohle!

Darum ist es nach wie vor notwendig, mit direkten Aktionen den Klimaschutz voranzutreiben! Darum haben die Angeklagten Aktivist*innen Solidarität verdient. Kommt zahlreich zu den Prozessen. Werdet für den Klimaschutz aktiv! Klimaschutz statt Kohleschmutz! (mehr …)

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11. November 2016

Saubere Kohle ist eine dreckige Lüge!

Ungebetene Gäste zur "Langen Nacht der Industrie" - Kletterprotest vorm Kohlekraftwer HH-Moorburg, 10.11.16 (Foto: ROBIN WOOD/Tim Christensen)

Ungebetene Gäste zur „Langen Nacht der Industrie“ – Kletterprotest vorm Kohlekraftwer HH-Moorburg, 10.11.16 (Foto: ROBIN WOOD/Tim Christensen)

Vattenfall lud am gestrigen Tag 10.11.2016 anlässlich der Langen Nacht der Industrie angemeldete Gäste zur Besichtigung eines „der umweltfreundlichsten Kohlekarftwerkes Europas“ in Hamburg Moorburg – und bekam unangemeldeten Besuch. Drei Robin Wood Aktivist*innen erklommen ein Strommast und teilten Vattenfall mit, was sie vom Mär der „umweltfreundlichen Kohlekraft“ halten: Saubere Kohle ist eine dreckige Lüge. (mehr …)

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3. November 2016

ROBIN WOOD unterstützt Mahnwache gegen Castortransporte vor dem Forschungszentrum Jülich

Mahnwache gegen Castorexporte in Jülich, 2.11.2016 - Bild: Tim Christensen Robin Wood

Mahnwache gegen Castorexporte in Jülich, 2.11.2016 – Bild: Tim Christensen Robin Wood

In luftiger Höhe unterstützten ROBIN WOOD-Aktivist*innen am 2. November 2016 eine Protestkundgebung am Forschungszentrum Jülich. Dort lagern 152 Castoren seit Juli 2014 illegal in einem Zwischenlager. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Derzeit wird die Verschiebung der Castoren an andere Standorte geplant. Damit wird eine Lösung für das Atommüllproblem vorgegaukelt. Zumindest im Wahljahr
„Die Atommüllproduzenten wollen sich aus ihrer Verantwortung stehlen! Ob Jülich, Ahaus oder USA: Der Atommüll ist nirgendwo sicher! Nur der entschlossene Widerstand von unten kann der wahnsinnigen und gefährlichen Produktion und Verschiebung von Atommüll ein Ende setzen“, so Cécile Lecomte, eine der anwesenden Robin Wood Aktivist*innen. (mehr …)