Aktion, Allgemein, Blog, Energie, Hamburg/Lüneburg, Robin Wood regional
14. April 2016

Uranzug in Buchholz durch Kletteraktion gestoppt

Löschung der Bright Sky am 5.4.2016

Löschung der Bright Sky am 5.4.2016

Aktivist*innen der Hamburger Kampagne und bundesweiter Vernetzung gegen Atomtransporte hatten für den ersten Transport von Uranerzkonzentrat von Hamburg nach Frankreich ab dem 11. März zu Aktionstagen gegen Urantransporte aufgerufen. Es wurden Mahnwachen an diversen Orten entlang der Strecke angekündigt. Als das Schiff Bright Sky der Hamburger Reederei MACS den Hamburger Hafen am 5. April erreichte und Uranerzkonzentrat am Süd-West-Terminal der Firma C. Steinweg löschte, wurde „oranger Alarm“ ausgelöst. Die Container wurde anschließend auf einem Zug verladen. Der Zug hätte den Hamburger Hafen fahrplanmäßig gegen 18 Uhr verlassen müssen. Der Protest vor den Toren der Atomumschlagfirma C. Steinweg am Fukushima-Jahrestag war ihr jedoch offensichtlich zu viel. Unternehmen, die in Atomgeschäfte verstrickt sind, legen gerne Wert auf Diskretion. Die Abfahrt des Zuges wurde um ca. 6 Stunden vorverlegt. Die Mahnwachen im Hamburger Hafen konnten nicht stattfinden. Dafür aber eine spontane Mahnwache in Maschen, wo der Zug rangiert wurde. Und es dauerte nach seiner Abfahrt aus Maschen keine Viertelstunde, bis der Zug eine Zwangspause einlegen musste.

Kletteraktion gegen Uranzug in Buchholz am 8.4.2016

Kletteraktion gegen Uranzug in Buchholz am 8.4.2016

Zwei Kletteraktivistinnen seilten sich am Bahnhof in Buchholz von einer Fußgängerbrücke ab – unterstützt durch ca. 20 weitere Menschen. Die Demonstration über und an der Bahnanlage dauerte bis zur Räumung der Kletterinnen ca. 3,5 Stunden an und sorgte für große Aufmerksamkeit.

Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass die Versorgungstransporte der Atomindustrie – die den Weiterbetrieb von Atomanlagen weltweit ermöglichen – unbefristet trotz angeblichem Atomausstieg weiter fahren dürfen. Der in Buchholz angehaltene Transport hatte die Uranfabrik Narbonne Malvési (Süd-Frankreich) zum Ziel. Uranerzkonzentrat ist der Rohstoff, der zur Fertigung von Brennelementen – oder auch Atombomben – genutzt wird. Das Uran kam dieses mal aus Namibia  – zum Thema Uranabbau in Afrika ist der Doku-Film „Legacy Warnings“ zu empfehlen.

Es gibt über die Kletteraktion in Buchholz einen Film von Graswurzel.tv.

Und hier der Erfahrungsbericht einer beteiligten Kletterin von ROBIN WOOD: (mehr …)

Aktion, Allgemein, Energie
7. April 2016

Uranzug im Hamburger Hafen gestartet

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Rot-grüner Senat in Hamburg bleibt bislang untätig – Woche für Woche laufen Urantransporte über den Hamburger Hafen (Foto: ROBIN WOOD)

Ein Zug mit Uranerzkonzentrat ist zur Stunde auf dem Weg von Hamburg in die Atomfabrik Malvési in Südfrankreich. Anti-Atom-AktivistInnen der Kampagne „Atomtransporte durch Hamburg stoppen!“ und von ROBIN WOOD hatten Proteste dagegen angekündigt. Diese Ankündigung zeitigte offenbar Wirkung: Der Fahrplan wurde geändert. Der Zug startete bereits heute Mittag – und nicht wie in den vergangenen Jahren üblich in den Abendstunden. Um kurz vor 14 Uhr wurde die Durchfahrt des Güterzuges mit neun Containern Uranerzkonzentrat in Hamburg-Wilhelmsburg beobachtet. Die beiden Mahnwachen am Süd-West-Terminal im Hafen ab 15 Uhr und anschließend in Hamburg-Veddel entfallen daher heute. Alle weiteren Mahnwachen und Proteste, die entlang der Transportroute bis nach Südfrankreich angekündigt sind, sollen hingegen stattfinden. Aktuelles gibt es hier: https://twitter.com/urantransport

Das Uranzerkonzentrat war mit dem Atomfrachtschiff ‘Bright Sky‘ der Hamburger Reederei MACS (Maritime Carrier Shipping) am vergangenen Dienstag (5. April) am Süd-West Terminal der Firma C. Steinweg angekommen. Uranerzkonzentrat wird zur Herstellung von Brennelementen für Atomkraftwerke verwendet.

Woche für Woche laufen Atomtransporte über den Hamburger Hafen. Er ist das Nadelör für die Brennstoffversorgung von Atommeilern in aller Welt. Der Weiterbetrieb der Atommeiler birgt unverantwortliche Risiken – wie die Katastrophen von Fukushima und Tschernobyl auf grausame Weise zeigen. Deshalb setzt sich ROBIN WOOD für einen Stopp der Transporte und die Stilllegung aller Atomanlagen ein.

Aktion, Berlin, Blog, Verkehr
16. März 2016

Schienenabbaukonzern Deutsche Bahn gerät unter Druck

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Pro Klimaschutz: Nachtzug statt Nachtflug, Bannerprotest vor dem Berliner Kongress Centrum, 16.3.16 (Fotos: Nick Jaussi)

Aktive von Bahn für Alle, ROBIN WOOD und dem Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 haben heute gemeinsam vor dem Berliner Congress Centrum mit Bannern, Schildern und Redebeiträgen für eine bessere Bahnpolitik demonstriert. Dort veranstaltete die Deutsche Bahn AG am Vormittag ihre Bilanzpressekonferenz. Die Bahn-Manager nahmen gleich den Hintereingang und drückten sich so vor der medienöffentlichen Konfrontation mit ihren KritikerInnen.

Die Auseinandersetzung um die Bahnpolitik wird sich weiter verschärfen. Denn die Bahn hat im vergangenen Jahr milliardenschwere Verluste eingefahren und steckt tief in der Krise. Die Politik von  Vorstandschef Rüdiger Grube wird zu einem weiteren Abbau von Schienenverkehr führen – und damit genau zum Gegenteil von dem, was für eine Wende hin zu einer fairen und ökologischen Mobilität für alle notwendig wäre.06-22_RoWo-Bahn-Protest_Nick-Jaussi_2016

So sollen bei der Güterbahn noch mehr Gleisanschlüsse abgebaut und noch mehr Leute entlassen werden. Der Bahn-Aufsichtsrat plant offenbar, 500 von insgesamt 1500 Güterbahnhöfen zu schließen.

Aus dem Betrieb der Nachtzüge (Schlaf- und Liegewagen) will sich die DB spätestens bis Dezember dieses Jahres komplett zurückziehen. Für Verbesserungen im Personenfernverkehr ist nicht genügend Geld eingeplant. In dem verkehrspolitisch unsinnigen Prestigeprojekt S21 aber werden weiterhin Milliarden versenkt.

Eine kritische Auseinandersetzung mit der Jahresbilanz der Deutschen Bahn liefert der Alternative Geschäftsbericht der DB AG 2015/16 (Alternativer Geschaeftsbericht der DB AG 2015/16). Er wird vom Bündnis Bahn für Alle herausgegeben und erscheint jetzt bereits zum neunten Mal. ROBIN WOOD ist engagiertes Mitglied in dem Bündnis aus insgesamt 21 Organisationen. Es setzt sich ein für eine verbesserte Bahn in öffentlicher Hand und wendet sich gegen jede Bahnprivatisierung.

ROBIN WOOD fordert, die Bahn wieder auf das Gemeinwohl zu verpflichten, also: Güter auf die Schiene, faire Preise auch für Tickets ohne Zugbindung, Nachtzüge, Taktfahrplan statt Prestigeprojekte und ein Ausstieg aus Stuttgart 21.

Der Alternative Geschäftsbericht der Deutschen Bahn AG 2015/16 kann gratis – auch in größeren Stückzahlen – im ROBIN WOOD-Shop bestellt werden.

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Aktion, Allgemein, Blog, Energie, Hamburg/Lüneburg, Robin Wood regional
12. März 2016

Demonstration gegen Atomtransporte im HH Hafen – weitere Aktionen angekündigt

Kundgebung zum 5. Fukushima Jahrestag in Hamburg

Kundgebung zum 5. Fukushima Jahrestag in Hamburg

Atomkraftgegner*innen der Kampagne „Atomtransporte durch Hamburg stoppen“ versammelten sich am 11. März 2016 vor dem Süd-West-Terminal der Uran-Umschlagfirma C. Steinweg im Hamburger Hafen. Mit Transparenten, Redebeiträgen und Musik erinnerten die ca. 50 Kundgebungsteilnehmer*innen an die Atomkatastrophe von Fukushima vor 5 Jahren. Sie forderten den sofortigen Atomausstieg weltweit. Wenn im Durchschnitt alle zwei Tage ein Atomtransport durch Hamburg fährt, kann von Atomausstieg nicht die Rede sein. Die Versorgungstransporte der Atomindustrie müssen gestoppt werden, so die Teilnehmer*innen.

In Redebeiträgen wurde die Rolle der in Hamburg ansässigen Firmen C. Steinweg und MACS betont. Die Hamburger Reederei MACS wickelt Atomgeschäfte mit Namibia ab. Die Reederei ist zugleich der größte Kunde von der Umschlagfirma C. Steinweg. Das Uranerzkonzentrat, das dort umgeschlagen wird, kommt nicht nur aus Namibia, sondern auch aus Usbekistan und Kasachstan. Uranerzkonzentrat ist der Rohstoff zur Fertigung von Brennelementen oder zum Bau von Atombomben. Das Uranerzkonzentrat, das in Hamburg umgeschlagen wird, wird anschließend per Zug nach Narbonne Malvési in Südfrankreich gebracht. Eine französische Aktivistin erläuterte unter welchen Umständen das Uran dann in Frankreich verarbeitet wird. Sie berichtete über eine Auffällige Häufung von Krebserkrankungen bei den Mitarbeiter*innen der Anlage und über Betreiberfirmen die sich aus der Verantwortung ziehen, wenn es um Kontamination und Unfälle geht.

Mit ihrer Kampagne „Atomtransporte durch Hamburg stoppen“ wollen die Aktivist*innen die Öffentlichkeit auf die Atomtransporte aufmerksam machen und die verantwortlichen Firmen bei Namen benennen. Sie kündigten an, den Druck aufrecht zu erhalten. Sie wollen den nächsten Urantransport, der den Süd-West-Terminal verlässt, mit Protestaktionen entlang der Strecke bis nach Frankreich begleiten.

Für den Tag X, den Transporttag, wurden Mahnwachen am Kamerunweg vor den Toren der Umschlagfirma C. Steinweg sowie in Veddel bei der S-Bahn angemeldet. Die Aktivist*innen informieren über Tag X und die Protestaktionen via einen im Internet abrufbaren Transportticker. (mehr …)

Aktion, Cottbus, Dresden, Energie, Klima
8. März 2016

„LAUtonomia“ – Waldbesetzung im Lausitzer Braunkohlerevier

Schon am letzten Wochenende wurde sie eingerichtet – und gestern wurde sie offiziell: die Waldbesetzung „LAUtonomia“ im Braunkohlerevier Lausitz im Gebiet der Rodungskante des Tagebaus Nochten (bei Weißwasser/Sachsen). Ziel der Aktion ist es, den Fortgang des Tagebaus zu blockieren und darüber hinaus ein langfristiges widerständiges Projekt zu starten.

Baumbesetzung LAUtonomia

Baumbesetzung LAUtonomia

In den frühen Morgenstunden des Samstags hatten Aktivist*innen mehrere Plattformen in die Bäume gezogen. Die in ca. 8 Metern Höhe besetzten Bäume stehen an der unmittelbaren Rodungsgrenze am Tagebau Nochten. „Wir sind Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, die mit der Besetzung LAUtonomia einen offenen Raum für widerständige Aktionen in der Lausitz schaffen möchten.“ erläuterte Leonie Gruber, die an den Aufbauarbeiten
beteiligt war.

Tagebau Nochten bei Nacht

Tagebau Nochten bei Nacht

Seit Jahrzehnten wehren sich Bürgerinitiativen in der Lausitz gegen die Fortführung der Tagebaue. Das Aktionsbündnis Ende Gelände hat ebenfalls Aktivitäten im Revier angekündigt. Laut eigenen Aussagen wollen die
Aktivist*innen von LAUtonomia diesen Widerstand ergänzen und verbreitern. Dadurch sind diesen Sommer wohl unterschiedlichste Aktionsformen zu erwarten.

Weitere Informationen gibt es unter: lautonomia.blogsport.eu und auf Twitter: twitter.com/LAUtonomia

Aktion, Energie, Klima, Süd-West
4. März 2016

Klimagerechtigkeit beginnt hier – MVV raus aus der Kohle!

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Alle MVV-AktionärInnen mussten an dem Banner vorbei – Vor dem Congress Centrum Rosengarten in Mannheim (Fotos: Jens Volle, Robin Wood)

Mit Kohle ist keine Kohle mehr zu machen. In Mannheim aber hat die Großkraftwerk Mannheim AG – wider alle Klimavernunft – 2015 sogar noch einen neuen Kohleblock ans Netz genommen. Das Großkraftwerk Mannheim (GKM) ist seitdem die größte Dreckschleuder im Lande.

Dagegen gab es heute Protest von ROBIN WOOD gemeinsam mit der Interventionistischen Linken Rhein-Neckar, 100pro Energie und der Grünen Jugend Worms. Denn im Mannheimer Congress Center Rosengarten versammelten sich die AktionärInnen der MVV Energie, die zusammen mit RWE und EnBW am bundesweit größten Steinkohlekraftwerk beteiligt ist.

„ENDE GELÄNDE: Keine Kohleverstromung – Klimagerechtigkeit jetzt! – mit diesem Slogan auf einem großen Banner demonstrierten ROBIN WOOD-AktivistInnen vor dem Eingang zum Kongresszentrum.

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Rowo und Gendarm – Auf Schritt und Tritt persönliche Begleitung

ROBIN WOOD-AktivistInnen in Klettermontur bekamen persönlichen Begleitschutz. Die Bewacher wichen ihnen nicht mehr von der Seite, sondern folgten im Abstand von etwa einem Meter den UmweltschützerInnen auf Schritt und Tritt bis vor die Türen eines Lokals. Dort wurde auch der Hinterausgang von den Beamten in Beschlag genommen.

Währenddessen gelang es Aktiven der Interventionistischen Linken Rhein-Neckar, in den Saal zu kommen und vor der Bühne den versammelten AktionärInnen ein weiteres Banner zu präsentieren. Die Aufschrift: „Kohleverstromung bleibt Investitionsrisiko. Ende Gelände!“

Die ROBIN WOOD-Aktiven freuen sich über die gelungene Bündnisarbeit. Alle Protestierenden am heutigen Aktionstag eint das Ziel: Die MVV muss aus der Kohleverstromung aussteigen und im Sinne  der Klimagerechtigkeit soziale Verantwortung übernehmen.

* * *

Wer jetzt online gegen den Klimakiller Kohle protestieren möchte, klickt am besten gleich hier.

Für ROBIN WOOD Stuttgart

Aktion, Blog, Klima, Verkehr, Wald
23. Februar 2016

Mit Wollbändern gegen Harvester – Im Bannwald am Langener Waldsee hat heute die Rodung begonnen

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Mit Wollfäden gegen Harvester (Fotos: Robin Wood)

Von Peter Illert (ROBIN WOOD Rhein-Main)

Leise rieselt der Schneegriesel, und die blaue Stunde ist fast vorbei. Deutlich zeichnen sich jetzt die Konturen der Hainbuchen voneinander ab. Der Sonnenaufgang ist die Stunde, zu der sie meistens kommen. So auch heute.  Zwei Harvester schieben sich den Waldweg entlang, leuchten den Weg aus und biegen in „unser“ Waldstück ein.

„Unser“  Waldstück – das ist ein 4,3 Hektar großes Areal Hochwald. Bei der Kiesfirma Sehring heißt es schlicht „Planabschnitt 1b“. Weil die Abbaureserven in ihrer Kiesgrube erschöpft sind, will Sehring den Wald unverzüglich gefällt wissen – trotz offener Gerichtsverfahren. Gestern ist ein Sofortvollzug in Kraft getreten, ausgestellt von der grünen Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid, politisch getragen von Hessens grüner Umweltministerin Priska Hinz.

So viel Aufregung und Engagement, wenn es doch „nur“ um Kies geht? Das lässt sich damit erklären, dass hier im Rhein Main-Gebiet vieles auf die Spitze getrieben wird: massive Verdichtung, eine der wichtigsten Verkehrsdrehscheiben Deutschlands (Stichwort neues „Terminal 3“ am Frankfurter Flughafen) und dazu einer der größten Kiestagebaue – mitten in einem der ehemals größten zusammenhängenden Waldgebiete Westdeutschlands, dem ehemaligen kaiserlichen Wildbann Dreieich.Sehring_Illert

Was einst der Wildbann war, der nur den Kaiserlichen das Jagen erlaubte, ist heute der Bannwald-Status. Unter der Roland Koch-Regierung wurde dieser Status, der den hiesigen Wald nach „Startbahn West“-Zeiten unantastbar machen sollte, aufgehoben. Die für die Klimaregulierung wertvolle Fläche wurde zur Produktionsfläche umgewidmet. Das neue Bannwaldgesetz der Schwarz-Grünen greift in solchen „Altfällen“ nicht.

Der Wald schützt – aber wer schützt den Wald?

Das politisch rückgängig zu machen, ist einer der Gründe hier am frühen Morgen mit selbst gemalten Bannern im Wald zu sein. Kurz hält der Protest die anlaufende Rodung auf, dann fallen an der Tagebaukante die ersten Bäume.

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Rund um das Protestnest in „unserem“ Waldstück  sind bunte Wollfäden gespannt. Sie sollen symbolisch den Platz abgrenzen und vor Zugriff schützen. Später kommt noch der Revierförster vorbei, der sich von seinem Wald verabschiedet.

Mit den Waldarbeitern, die aus Österreich stammen, gibt es keinen handgreiflichen Ärger. Nur den üblichen formalen Ärger gibt es: Ein Vertreter der Firma Sehring kündigt eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs und das Eintreffen der Polizei an.

Bald biegt der blaue Polizei-Benz um die Ecke, die zwei Polizisten lassen sich viel Zeit. Erst geht es darum, mit Sehring das Formale der Anzeige abzuhandeln. Die Polizisten wissen, dass WaldschützerInnen nicht einfach weglaufen, sondern zu ihrer Sache stehen, nämlich dass der Wald stehen bleibt.

Der heutige Protest war nicht der erste. Zuletzt hatten Aktive von ROBIN WOOD am 28. August 2015 – während eines Sommercamps mit lokalen Bürgerinitiativen gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens – für Bannwald und Klimaschutz am Firmensitz von Sehring demonstriert.

gepostet von

Aktion, Verkehr
23. Februar 2016

Nein zur Deutschen Autobahn AG – Fachtag „Verkehrspolitische Konsequenzen einer Fernstraßengesellschaft“

Auf Einladung von Gemeingut in BürgerInnenhand (GiB) haben VertreterInnen von Umweltorganisationen, VerkehrsexpertInnen und Bundestagsabgeordnete mögliche Folgen einer „Bundesfernstraßengesellschaft (BFG)“ diskutiert. Sie kamen dabei übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass eine BFG die ökologisch dringend notwendige Verkehrswende behindert und gefährdet. Gleichzeitig wurde deutlich, dass das Projekt zwar im Verkehrssektor angesiedelt ist, aber selbst kein genuin verkehrspolitisches Vorhaben ist.

PlattformGegenNeu

„Die Privatinvestoren werden renditeorientiert in Projekte der Bundesfernstraßengesellschaft investieren. Viele neue Straßen versprechen viel Rendite. Das steht einer ökologischen Verkehrsplanung, deren oberstes Ziel Verkehrsvermeidung sein muss, diametral entgegen“ so Katrin Kusche, Bundesgeschäftsführerin der GRÜNEN LIGA e.V.

Werner Reh vom BUND betonte, „die Scheindebatte über die BFG soll vom Versagen der herrschenden Verkehrspolitiker ablenken: Es gibt immer noch keine Gesamtverkehrsplanung, die diesen Namen verdient und die Klimaziele beachtet.“

Monika Lege, Verkehrsreferentin von ROBIN WOOD: „Die geplante Autobahn AG würde mehr Straßenverkehr, aber der großen Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger keine bessere Mobilität bringen.“

Carl Waßmuth von Gemeingut in BürgerInnenhand (GiB) zum Fachtag: „GiB kritisiert die BFG als Privatisierungsprojekt. Auf dem Fachtag haben uns Verkehrs- und UmweltexpertInnen bestätigt, dass eine BFG auch ökologisch kontraproduktiv wäre – und dass die darin vorgesehene Privatisierung ein zentrales Problem an dem Konstrukt ist.

Zu den Vorträgen:

https://www.gemeingut.org/fachtag-verkehrspolitische-konsequenzen-einer-fernstrassengesellschaft/

Aktion, Allgemein, Blog, Energie, Hamburg/Lüneburg, Robin Wood regional, Veranstaltung
14. Februar 2016

Fukushima – Erinnern heißt den Weiterbetrieb von Atomanlagen verhindern!

AntiatomAnlässlich der Jahrestage der Atomkatastrophen von Fukushima (5. Jahrestag) und Tschernobyl (30. Jahrestag) wird es eine Reihe von Antiatom-Veranstaltungen, Demonstrationen und Protestaktionen geben.
Hier, ein kleiner Überblick für Norddeutschland:

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14. Februar 2016

Aktionstage gegen Urantransporte

logoFukushima – Erinnern heißt den Weiterbetrieb von Atomanlagen verhindern! Wir wollen die Versorgungstransporte der Atomindustrie stoppen und am Beginn der atomaren Brennstoffkette ansetzen. Wir rufen wie schon im September 2015 zu Aktionstagen gegen Urantransporte auf. Wir werden den ersten Urantransport nach dem Fukushima Jahrestag, dem 11.3., von Hamburg nach Narbonne / Malvési mit Protestaktionen begleiten. ROBIN WOOD ist in Hamburg bei den Mahnwachen dabei. Du auch?

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