Aktion, Klima, Verkehr
20. April 2015

Grüne Kreuzschifffahrten mit drei fff

Die grüne Bundestagsfraktion lädt mich ein zum Fachgespräch “Kreuzschifffahrten – sicher und öko?” Wie kommen Verbraucherschützerin Künast und Verkehrsexpertin Wilms auf die Frage, ob Rumfahren um des Rumfahrens willen zuzüglich An- und Abreise im Flieger “ökologisch” sei? Cruisen kann schön sein, lustig, teuer, billig, aufregend – aber ökologisch? Das erfordert schon viel Cruising im Kopf. Dafür ist Monika Griefahn zuständig, die von Greenpeace über niedersächsischen Landtag und Bundestag ins Nachhaltigkeitsmanagement von AIDA Cruises cruiste. Sie hält den Impulsvortrag “Was tragen Kreuzfahrtunternehmen zur Emissionsminderung bei?”
“Kreuzfahrten für alle” heißt die Schlussrunde – knallhart vorbei an Klimaschutz und Mobilität für alle

Aktion, Klima, Rhein-Main, Verkehr
15. April 2015

Frankfurter Flughafen: Fraport will heute Entscheidung über Baustart Terminal 3 bekannt geben

Die Betreiberin des Frankfurter Flughafens, Fraport, will heute ihre Entscheidung über einen möglichen Baustart für ein drittes Terminal (“T 3″) verkündigen. Man habe die Vorschläge des Wirtschaftsministers geprüft und werde nun deren Bewertung und eine Begründung der unternehmerischen Entscheidung vorlegen. Fraport hat angekündigt „zeitnah“ zu entscheiden, um nötige Ausschreibungen für einen Baubeginn im Spätsommer dieses Jahres noch ausführen zu können. Damit dürfte ziemlich klar sein, dass Fraport sich für einen Baustart entschieden hat.

Auch für T3 würden wieder viele Bäume in der Rhein-Main-Region fallen

Auch für T3 würden wieder viele Bäume in der Rhein-Main-Region fallen

Fraport hatte kürzlich aus ihrer Sicht positive Zahlen für das erste Quartal 2015 vorgelegt, mit denen sie ihren anvisierten Wachstumskurs bestätigt sieht.
Allerdings betreffen die befürchteten Kapazitätsengpässe nicht die Jahresrand-Quartale ( wo noch „Luft“ ist), sondern die Hochsaison für den Flugverkehr im Sommer. KritikerInnen der Fraport in der Landesregierung fordern statt weiteren Wachstums ein Schrumpfungskonzept mit Konzentration auf die zentralen Aufgaben des Airports und einer Verlagerung der Neben- und Zubringerverkehre auf Regionalflughäfen und die Schiene. Dazu soll die Zahl der Flugbewegungen „gedeckelt“ werden und Kapazitäten nur noch optimiert statt auf Vorrat ausgebaut werden. PlanerInnen schätzen, dass die reinen Abfertigungskapazitäten der bestehenden Bauwerke noch längst nicht erschöpft sind. Betriebswirtschaftliche Überlegungen wie die Steigerung des Retail-Geschäftes und eine weitere Ausweitung der Luftfracht müssten hinter den Interessen der Wohnbevölkerung zurückstehen.

Seit Anfang der Woche kommt es im Zuge der Umbauarbeiten der Zufahrt zum Terminal 1 dort zu einem ständigem Verkehrschaos. Offenbar hat Fraport am Boden ein deutlich grösseres Verkehrsproblem als in der Luft. An diese Entwicklung schliessen sich nahtlos die Pläne für das T 3 an, die Bodenanbindung über bestehende, heute schon überlastete Verkehrswege herzustellen. Ein Terminal 3-Gegner aus dem Rhein-Main-Gebiet dazu zu ROBIN WOOD: “ Ein weiteres Wachstum bringt uns mehr Schaden als Nutzen. Fraport kriegt es nicht hin, auf dem bestehenden Areal zu wirtschaften. Da holt man sich einfach Nachbars Garten dazu. “

ROBIN WOOD lehnt den Bau eines dritten Terminals am Frankfurter Flughafen ab. Mit diesem Terminal wäre es möglich, die mit der Nordwestlandebahn geschaffenen zusätzlichen Kapazitäten auszuschöpfen. Während 2013 knapp 473.000 Flugzeuge in Frankfurt starteten und landeten, soll Terminal 3 700.000 möglich machen.

Aktualisierung: Fraport hat entschieden, “in Kürze” mit der Ausschreibung zu beginnen. Mehrheitseigner der Fraport sind die unter einem SPD-Oberbürgermeister schwarz-grün regierte Stadt Frankfurt und das schwarz-grün regierte Land Hessen.

Mit Dank an waldbesetzung.blogspot.de gepostet von

Aktion, Klima, Verkehr
13. April 2015

Tempo 30 in der Stadt: Die Rennschnecke wird salonfähig

Am Donnerstag und Freitag werden die Verkehrsminister der Länder bei ihrer Konferenz in Rostock über eine generelle Tempo-30-Vorschrift vor Schulen, Kindertagesstätten und Krankenhäusern diskutieren. Außerdem steht Lärmreduktion durch Tempo 30 auf der Tagesordnung und Entscheidungsbefugnisse sollen auf die lokale Ebene verlagert werden:  Städten und Gemeinden soll es erleichtert werden, innerorts Tempo-30-Bereiche  zu schaffen.FotoMonikaLegeRobin Wood

ROBIN WOOD hat sich vor zwei Jahren als Partner bei einem der ersten EU-weiten Volksbegehren dafür eingesetzt, dass Kommunen grundsätzlich eigenständig über Tempolimits auf ihren Straßen entscheiden. Unter dem Motto “30 km/h – macht die Straßen lebenswert!” wollen wir innerorts die Umkehrung von Regel und Ausnahme: Normalerweise soll innerorts Tempo 30 gelten, nur auf zu definierenden Durchgangsstrecken ist Tempo 50 erlaubt. 

Tempo 30 senkt die Unfallzahlen ganz erheblich und minimiert Verletzungen und Tote in Folge von Verkehrsunfällen. Aus diesem Grund gilt in New York seit November 2014 eine Höchstgeschwindigkeit von 25 Meilen pro Stunde (40 Stundenkilometer). Nur auf einigen Hauptachsen sind noch wie bisher 30 Meilen pro Stunde (48 Stundenkilometer) erlaubt.

Tempo 30 macht die Stadt aber auch deutlich leiser und die Luft besser. Denn es sind die Höchstgeschwindigkeiten, die Staus und Stop-and-Go verursachen. Etwas Entschleunigung verringert viel Stress, Dreck, Lärm und die Gefahr schwerer Verkehrsunfälle.

Während der Kampagne habe ich viele neue Schimpfworte durch Zuschriften von selbst ernannten ExpertEn gelernt. Besonders gut gefiel mir der Vorschlag, “weiter auf meiner Rennschnecke zum Ökoladen zu reiten”. Hüa!

Aktion, Energie, Klima
29. März 2015

Kohlelobby macht mobil – mit Demos und falschen Zahlen

Es kann so nicht weiter gehen. Gerade Kohlekraftwerke belasten das Klima stark – und sind doch durch erneuerbare Energien relativ leicht ersetzbar. Was die Umweltbewegung und Wirtschaftsinstitute seit langem fordern und prophezeien wird nun Realität: Noch mehr alte Kohlekraftwerke sollen mit der Klimaabgabe belastet und mittelfristig abgeschaltet werden. Auch dies war abzusehen, doch die Kohlelobby zeigt sich überrascht und reagiert mit Demonstrationen und gestrigen Argumenten… und auch die eine oder andere falsche Zahl ist da schon mal dabei.

Brandenburgs Wirtschaftsminister Gerber (SPD) nimmt es im Kampf gegen die geplante Klimaabgabe für Kohlekraftwerke mit den Zahlen offenbar nicht so genau. Im rbb sprach er von “30.000 Arbeitsplätzen”, die in der Lausitz an der Braunkohle hängen – die Studie aus seinem eigenen Ministerium sieht weit geringere Beschäftigungseffekte. Doch solche Zahlenspiele nutzen nichts mehr, denn auch in der Lauitz ist nun die Erkenntnis angekommen: so geht es nicht weiter. Und so kommentiert die Märkische Oderzeitung “Den Lausitzern wurde über Jahre etwas vorgegaukelt“.

Aktion gegen das Klimakiller-Kraftwerk von EnBW

Aktion gegen das Klimakiller-Kraftwerk von EnBW

Klar macht die Kohlelobby mobil und dass nun 2.000 Vattenfall-Mitarbeiter für die Zukunft ihrer Arbeitsplätze demonstrieren überrascht nicht. Es ist klar: die Braunkohe hat langfristig keine Zukunft. Doch die Lobby für Stein- und Braunkohle ist mächtig und wird sich bis zuletzt der Einsicht verweigern, dass es an der Zeit ist, nach Alternativen zu suchen.

Bei den Kommentatoren der Lausitz ist die Einsicht bereits angekommen und vielleicht werden es Gewerkschaften und Politik auch langsam verstehen: Die Zeit nach der Braunkohle hat bereits begonnen. Und eigentlich müsste der Ausstieg sogar deutlich schneller gehen. 2014 war das wärmste Jahr seit der Wetteraufzeichnung.

Aktion, Süd-West, Verkehr
26. März 2015

DB AG umsteuern statt leistungsschwache Protzbahnhöfe bauen

20150323LegeVoll war der Stuttgarter Schlossplatz bei der 265. Montagsdemo. Sie stand unter dem Motto “Bessere Bahn statt Tunnelwahn”. ROBIN WOOD war eingeladen, vor über tausend Menschen die Eröffnungsrede zur Bilanz der DB AG 2014 und zum neuen Fernverkehrskonzept zu halten. 2014 macht die DB AG mehr als die Hälfte ihres Umsatzes NICHT auf der Schiene, sondern mit den Flugzeugen und Lastern von DB Schenker Logistics und den Bussen von DB Arriva. Im krassen Gegensatz dazu steht die Herkunft der Gewinne: Drei Viertel aller Gewinne zieht die DB  aus Schienennetz und -personenverkehr! Die ganze Rede lesen Sie hier.

Mehr Fotos finden Sie hier.

Foto: Alexander Schäfer, http://www.schaeferweltweit.de/archiv/stuttgart21/mode/265-Montagsdemo/index.html

Foto: Alexander Schäfer, www.schaeferweltweit.de

Aktion, Verkehr
20. März 2015

Das neue DB-Fernverkehrskonzept im Faktencheck

Bahn für Alle Logo
Bahn für Alle unterzieht das vorgestern hinausposaunte Fernverkehrskonzept der DB einem Faktencheck. Was ist dran an der “größten Kundenoffensive in der Geschichte des DB Fernverkehrs”? Heißt “Kundenoffensive” Angiff auf die Kunden oder dürfen Fahrgäste in Zukunft auf Luxusprobleme  (“Komfortstörung”) statt Störungen im Betriebsablauf hoffen? Teil der “Kundenoffensive” ist, Bürger_innen von Städten, die erst letztes Jahr vom Fernverkehrsnetz abgeschnitten wurden, bis 2030 (sic!) “neu ans
Fernverkehrsnetz” anzubinden. Lesen Sie mehr im Faktencheck.

Eine ausführliche Analyse der Bahnbilanz für das Geschäftsjahr 2014 finden Sie im Alternativer Geschäftsbericht der Deutschen Bahn AG 2014von unserem Bündnis Bahn für Alle.

Aktion, Verkehr
19. März 2015

perspektiven – Polit-PR mit Ronald Pofalla im Dienst der DB AG

Die Deusche Bahn präsentiert heute ihre Bilanz für das Geschäftsjahr 2014. Der Fernverkehr hat Fahrgäste verloren, erstmals übersteigen die Umsätze in den Unternehmensteilen der DB AG, die nichts mit dem inländischen Schienenverkehr zu tun haben, den Umsatz rund um´s Kerngeschäft. Im krassen Missverhältnis stehen dazu die bilanzierten angeblichen Gewinne der DB AG: Sie kommen zu drei Vierteln aus der DB Netz und Bahnhöfe, DB Regio und Fernverkehr. Die Logistiktochter Schenker und der europäische Busdienstleister Arriva bringen es auf zwei Drittel der Außenumsätze, aber nicht mal ein Viertel des Gewinns der DB AG.

Berlin, 19.3.2015: Aktion bei der DB-Bilanz-Pressekonferenz. Foto: Bahn für Alle

Das sieht nicht gut aus. Deswegen hat die DB AG gestern die “größte Kundenoffensive in der Geschichte des DB Fernverkehrs” hinausposaunt. Der ebenfalls heute.  veröffentlichte Alternative Geschäftsbericht DB AG 2014 des von ROBIN WOOD mit gegründeten Bündnisses Bahn für Alle zeigt mit eindeutigen Zahlen, warum die versprochenen und in den Medien gut aufgenommenen Maßnahmen eine Mogelpackung sind. Kostprobe: Die Städte Trier oder Chemnitz hat die DB noch vor einem Vierteljahr, im Dezember 2014, ganz vom Fernverkehr abgeknipst. Gestern erklärt das Unternehmen, diese würden wieder in das Fernverkehrsnetz integriert werden – irgendwann bis spätestens 2030.

Und dann ist da noch die Frage der Finanzierung: Bisher zahlt nur der Bund für das Netz. Die Bahn will nun für eine bessere Anbindung der Regionen Fernverkehrszüge im Nahverkehr einsetzen. Dafür müssen sich aber die Bundesländer an der Finanzierung beteiligen. Das auszuhandeln ist der Job von Ronald Pofalla, auf dessen Visitenkarte Generalbevollmächtigter für politische und internationale Beziehungen Deutsche Bahn AG” steht. Vor genau zwei Jahren, am 5. März 2013, hat Ronald Pofalla von seinem damaligen Kanzleramtsminister-Telefon die Vertreter des Bundes im Aufsichtsrat der DB angerufen, und sie mit sanftem Druck überzeugt, einer fünfzigprozentigen Kostensteigerung von Stuttgart 21 auf 6,8 Milliarden € zuzustimmen. Eines der Argumente gegen Stuttgart 21 ist, dass die dort versenkten Millarden für das Bahnnetz in der Fläche fehlen werden und über kurz oder lang ALLE Bundesländer für den Kellerbahnhof zahlen werden. Gestern erhielt ein exklusiver Kreis Post von Pofalla:

“Sehr geehrte Damen und Herren,
heute stellt die Deutsche Bahn ihre Angebotsoffensive für den umweltfreundlichen Fernverkehr vor. In der ersten Ausgabe von „perspektiven“ möchte ich Sie zu diesem Vorhaben informieren. Mit dem neuen Format werde ich auch künftig zu zentralen Themen der DB berichten.
(Siehe angehängte Datei: 150318_perspektiven.pdf)

Mit freundlichen Grüßen
Ronald Pofalla
Generalbevollmächtigter
für politische und internationale Beziehungen
Deutsche Bahn AG
Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin
Tel. +49 30 297-61550, intern 999-61550, Fax 030 297-61915″

Um kein copyright zu verletzen, muss ich Sie leider bitten, erwähnte erste Ausgabe der Edel-PR „perspektiven“ unter der angegebenen Telefonnumer direkt zu bestellen.

Aktion, Hamburg/Lüneburg, Klima, Tropenwald
23. Februar 2015

Nach ROBIN WOOD-Protest: Kaufhof und Metro zu Gesprächen über Tropenholz-Einkauf bereit

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Schluss mit Raubbauholz bei Galeria Kaufhof! – ROBIN WOOD-AktivistInnen hängen Protestbanner an die Kaufhausfassade, Hamburg, 23.2.15 (Foto: ROBIN WOOD, U. Bertrand)

Der heutige Protest zeitigt prompt Wirkung: Galeria Kaufhof und der Mutterkonzern Metro sind zu Gesprächen mit ROBIN WOOD über die Verbesserung ihrer Einkaufspolitik und einen Verzicht auf Raubbau-Tropenholz bereit. Diese Zusage machten Tino Zeiske, Leiter Corporate Responsibility der Metro-Gruppe und Marion Sollbach, Bereichsleiterin Nachhaltigkeit bei Kaufhof heute Mittag gegenüber ROBIN WOOD. Ein Termin für die Gespräche ist noch nicht vereinbart, sie sollen aber innerhalb der nächsten zwei Wochen stattfinden.

Außerdem hat Kaufhof nach eigenen Angaben alle von ROBIN WOOD getesteten und kritisierten Tropenholzprodukte vorsorglich aus dem Sortiment genommen.

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Hier gibt es Infos gegen den Ausverkauf des Regenwaldes bei Galeria Kaufhof (Foto: ROBIN WOOD)

Zuvor hatten sich zwei Kletter-AktivistInnen von ROBIN WOOD am Vormittag an der Fassade von Galeria Kaufhof in der Hamburger City abgeseilt und dort ein Banner aufgehängt. „Schluss mit Raubbauholz bei Galeria Kaufhof!“ stand darauf gut sichtbar für die PassantInnen in der wie immer gut besuchten Mönckebergstraße zu lesen.

ROBIN WOOD fordert, dass der Metro-Konzern künftig auf Holzprodukte aus den Tropen verzichtet, sofern die Rohstoffe nicht nachweislich aus legaler sowie ökologisch und sozial akzeptabler Forstwirtschaft stammen. Eine solche Selbstverpflichtung hatte der Konzern bereits vor etlichen Jahren gegenüber ROBIN WOOD abgegeben. Durch einen Marktcheck und Laboruntersuchungen von holzhaltigen Gegenständen wie Besteck, Schachbrettern, Pfeffermühlen und Tischtennisschlägern konnte die Umweltorganisation jetzt aber nachweisen, dass der Konzern sich nicht an seine eigene Zusage hält. Auch DER SPIEGEL berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, wie Metro und Kaufhof beim ROBIN WOOD-Marktcheck durchfielen.

Bei den KundInnen von Kaufhof kommt es nicht gut an, dass die letzten Urwaldriesen dieser Erde für Alltags- und Spielgegenstände zersägt werden, die genauso gut auch aus regionalem Holz gefertigt werden könnten. Schon gar nicht, wenn der Verkäufer nicht einmal sicherstellen kann, dass das Holz aus legalen Quellen stammt!

Viele PassantInnen bewunderten heute den Mut der KletterInnen und ermutigten die Aktiven von ROBIN WOOD zu weiteren Protesten.

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Feinstes Mahagoni im Angebot? ROBIN WOOD informiert, wer hinter dem Ausverkauf des Regenwaldes steckt (Foto: Stefan Höning)

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Abseilaktion mit Banner (Foto: Stefan Höning)

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Für den Ausstieg von Kaufhof aus dem Raubbauholz-Geschäft – Unterschriften von KundInnen (Foto: Stefan Höning)

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Was tut sich da an der Kaufhaus-Fassade? Prüfender Blick aus dem Fenster (Foto: Stefan Höning)

Aktion, Berlin, Verkehr
18. Februar 2015

Stadtautobahn 100 Berlin: Eine Milliarde für den Verkehrskollaps

26078928,24948167,highRes,maxh,480,maxw,480,3gmd5742Bis kommenden Montag müssen die letzten Mieter_innen zwei Wohnhäuser in Berlin-Treptow räumen. Insgesamt sollen 250 Wohnungen in Asphalt umgewandelt werden: Vier Häuser in der Beermannstraße sollen für die Verlängerung der Berliner Stadtautobahn 100 abgerissen werden. Vom Dreieck Neukölln bis Treptow wird seit Mai 2013 an drei Kilometern Autobahn gebaut, drei weitere Kilometer sollen bis zur Frankfurter Allee führen. Etwas mehr als eine Milliarde Euro kosten diese sechs Kilometer nach Senatsangaben. Das ist ein Vielfaches der bisher teuersten Straßen oder die Elbphilharmonie unter den Autobahnen. Nach sechs Kilometern wird der Verkehr kollabieren, denn die Bundesautobahn endet an der U- und S-Bahn-Station Frankfurter Allee, mitten in Friedrichshain und Lichtenberg.

Hintergrund

Aktion, Energie, Süd-West
13. Februar 2015

Anti-AKW: Gelungene Kletteraktion vor dem Umweltministerium in Stuttgart

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Atommüll im Kochtopf? Das geht gar nicht! Banneraktion vor dem Umweltministerium in Stuttgart (Foto: Jens Volle, ROBIN WOOD)

Um 11 Uhr ist es soweit. Das Transparent mit der Aufschrift „Kein Atommüll in Kochtöpfe und Gehwege – Einwendungen jetzt!“ hängt vor dem Umweltministerium in Stuttgart. Die AktivistInnen freuen sich, auch wenn der Minister nicht für eine Stellungnahme zur Verfügung steht.

Worum geht es? Aktuell liegen die Planungsunterlagen für den Rückbau vom AKW Neckarwestheim 1 öffentlich aus. Verschiedene Initiativen haben Einwendungskampagnen gestartet, weil das geplante Konzept viel zu sehr auf schnellen und billigen Rückbau statt auf Risikominimierung für die Bevölkerung abzielt. „Die EnBW plant, riesige Mengen schwach belasteten Materials in den ganz normalen Wirtschaftskreislauf abzuschieben. So kann der Atommüll z.B. als Kochtopf auf dem Tisch landen”, sagt Christina Albrecht von ROBIN WOOD Stuttgart. “Das  geht gar nicht!“

Die AktivistInnen ließen es sich nicht nehmen, die im Ministerium ausgelegten Unterlagen in Augenschein zu nehmen. Schon der Umfang, gerade einmal ein Papierstapel von vier Zentimeter, wird der Bedeutung der geplanten Arbeiten kaum gerecht.

Die Presse war reichlich vertreten, obwohl es sich um ein sperriges Thema handelt. Die Kontext Wochenzeitung hatte sogar schon vorab ausführlich berichtet.

Mal reinschauen: Video von fluegel-tv über die Aktion.

ROBIN WOOD Stuttgart